Deutsche Tageszeitung - Trump kritisiert negative Berichterstattung über sich als "illegal"

Trump kritisiert negative Berichterstattung über sich als "illegal"


Trump kritisiert negative Berichterstattung über sich als "illegal"
Trump kritisiert negative Berichterstattung über sich als "illegal" / Foto: © AFP/Archiv

US-Präsident Donald Trump hat die Berichterstattung von US-Medien über sich als unangemessen negativ und daher "illegal" kritisiert. "Sie werden eine großartige Geschichte nehmen und sie werden sie schlecht machen", sagte Trump am Freitag (Ortszeit) vor Reportern im Oval Office. Er denke, das sei "illegal", betonte der Rechtspopulist. 97 Prozent der Berichterstattung über ihn und seine Regierung seien "schlecht", sagte Trump, ohne Belege dafür zu nennen.

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In den USA war zuletzt eine landesweite Debatte über Meinungsfreiheit entbrannt. Der Sender ABC hatte in dieser Woche die Late-Night-Show des Satirikers Jimmy Kimmel abgesetzt und dies mit dessen Äußerungen zur Ermordung des ultrarechten Aktivisten Charlie Kirk begründet. Kimmel hatte Trump und seiner Maga-Bewegung vorgeworfen, Kirks Ermordung politisch zu instrumentalisieren.

Der von Trump ernannte Chef der US-Medienaufsichtsbehörde FCC, Brendan Carr, hatte Kimmels Aussage kritisiert und Sendern mit Lizenzentzug gedroht, sollten sie Kimmels Show ausstrahlen. Trump nannte Carr am Freitag "einen unglaublichen amerikanischen Patrioten mit Mut".

Im Juli hatte bereits der Sender CBS das Ende der "Late Show" des Satirikers Stephen Colbert angekündigt. Auch er ist ein entschiedener Kritiker des US-Präsidenten.

Trump geht seit seinem Amtsantritt im Januar auf beispiellose Weise gegen Medien vor, die seiner Meinung nach Lügen und Falschinformationen verbreiten. In dieser Woche verklagte Trump die Tageszeitung "New York Times" wegen angeblicher Verleumdung auf eine Summe von 15 Milliarden Dollar (rund 12,7 Milliarden Euro) Entschädigung.

Im Juli hatte Trump eine Milliardenklage gegen den Medienmogul Rupert Murdoch und das "Wall Street Journal" eingereicht, nachdem das Blatt über seine Verwicklung in den Fall des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein berichtet hatte. Trump verlangt mindestens zehn Milliarden Dollar (rund 8,6 Milliarden Euro) von Murdoch und seinem Blatt. Auch die Sender ABC und CBS News gerieten in Trumps Visier und willigten in millionenschwere Zahlungen an ihn ein.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

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