Deutsche Tageszeitung - Stiftung Warentest: Beitrag von E-Scootern zum Umweltschutz bislang enttäuschend

Stiftung Warentest: Beitrag von E-Scootern zum Umweltschutz bislang enttäuschend


Stiftung Warentest: Beitrag von E-Scootern zum Umweltschutz bislang enttäuschend
Stiftung Warentest: Beitrag von E-Scootern zum Umweltschutz bislang enttäuschend / Foto: ©

Die Stiftung Warentest stellt Elektro-Tretrollern und ihren Verleihern ein bislang mäßiges Zeugnis aus. Wie sie am Dienstag mitteilte, konnten die Angebote der Rolleranbieter Circ, Lime, Tier und Voi im Test nicht überzeugen. "Die Preise für Fahrten mit Miet-E-Scootern sind hoch und ihr Beitrag zu einem sauberen Stadtverkehr ist bisher überschaubar", lautete das Urteil. "Außerdem sammeln die Apps mehr Daten als notwendig."

Textgröße ändern:

Drei Tester fuhren mit Leihrollern aller vier Anbieter durch Berlin. Das habe auf ebenem Untergrund Spaß gemacht, "doch sobald man über Kanten, Kopfsteinpflaster oder Huckel fährt, ist der Fahrspaß vorbei", erklärte die Stiftung Warentest. "Teilweise wurden unsere Tester so durchgeschüttelt, dass sie die Fahrt wegen Sicherheitsbedenken abbrachen." Zusätzlich seien die Roller beim Abbiegen "für Handzeichen und einhändiges Fahren viel zu wackelig".

Kritik übte die Stiftung auch an den Fahrpreisen: Zu einem Euro Entsperrgebühr kämen Minutenpreise zwischen 15 und 25 Cent. "Stundenpakete bietet derzeit nur Circ an, zum Beispiel zwei Stunden für neun Euro, bei Lime würde das bis zu 31 Euro kosten."

Nach Ansicht der Warentester "enttäuschen die Miet-Scooter Hoffnungen auf ein umweltfreundliches Verkehrsmittel bisher noch", weil sie nachts zwecks Aufladung und Wartung eingesammelt und dann wieder verteilt werden - meist per Transporter. Außerdem hätten mehrere Roller im Test nicht mehr ordentlich funktioniert oder mitgenommen ausgesehen, "obwohl sie erst seit einigen Wochen durch die Straßen sausen".

(Y.Ignatiev--DTZ)

Empfohlen

Türkischer Antrag auf EU-Regeln für Döner stößt in Berlin auf Ablehnung

Ein Antrag der Türkei auf die Anerkennung des Gerichts "Döner Kebab" als "garantiert traditionelle Spezialität" durch die Europäische Union stößt in Berlin auf Ablehnung. Der Antrag sei "mit einiger Verwunderung zur Kenntnis genommen" worden, erklärte ein Sprecher des Bundesernährungsministeriums am Mittwoch. Die türkischen Vorgaben entsprächen nicht den Standards der deutschen Gastronomie, ein solcher Eintrag hätte daher "enorme" wirtschaftliche Auswirkungen.

Chinesisches Unternehmen nimmt Kupferminen-Projekt in Afghanistan wieder auf

Ein chinesisches Staatsunternehmen hat ein jahrelang unterbrochenes Kupferbergbau-Projekt in Afghanistan wieder aufgenommen. Am Mittwoch nahmen Vertreter der in Kabul regierenden radikalislamischen Taliban zusammen mit chinesischen Diplomaten und Geschäftsleuten an den Feierlichkeiten für den Baubeginn einer Zufahrtsstraße zu dem Kupfervorkommen in der Provinz Logar teil. Das Vorkommen wird auf 11,5 Millionen Tonnen des Metalls geschätzt.

Milliardär Musk bestreitet Spenden von 45 Millionen Dollar monatlich für Trump

Tech-Multimilliardär Elon Musk hat bestritten, 45 Millionen Dollar (etwa 41 Millionen Euro) monatlich für den Wahlkampf des US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump spenden zu wollen. In einer Botschaft auf seiner Onlineplattform X nannte Musk am Dienstag einen entsprechenden Pressebericht "lächerlich". Er tätige zwar einige Spenden an die Organisation America PAC, aber in einer "viel niedrigeren Höhe" als berichtet.

Kanadische Zentralbank senkt Leitzinsen erneut um 0,25 Prozentpunkte

Die kanadische Zentralbank hat ihre Leitzinsen zum zweiten Mal in Folge gesenkt. Wie die Notenbank am Mittwoch mitteilte, ließ der Preisdruck weiter nach und die Inflation näherte sich dem Ziel von zwei Prozent an. Der Leitzins werde daher erneut um 0,25 Prozentpunkte auf nun 4,5 Prozent abgesenkt. Der Schritt bei der Sitzung im Juni war die erste Absenkung seit der Corona-Pandemie gewesen.

Textgröße ändern: