Deutsche Tageszeitung - Boeing setzt nach Problemen Tests am neuen Langstreckenflieger 777X aus

Boeing setzt nach Problemen Tests am neuen Langstreckenflieger 777X aus


Boeing setzt nach Problemen Tests am neuen Langstreckenflieger 777X aus
Boeing setzt nach Problemen Tests am neuen Langstreckenflieger 777X aus / Foto: ©

Inmitten der Krise um seine Maschinen vom Typ 737 MAX hat der US-Flugzeugbauer Boeing einen neuen Rückschlag erlitten. Nach technischen Problemen musste das Unternehmen die Tests am neuen Langstreckenflieger 777X vorerst aussetzen. Der Vorfall werde nun untersucht, teilte ein Unternehmenssprecher am Freitag der Nachrichtenagentur AFP mit. Genauere Angaben machte er nicht.

Textgröße ändern:

Wie AFP aus übereinstimmenden Quellen erfuhr, traten die technischen Probleme beim Test einer 777X auf, bei dem auch Inspekteure der US-Luftfahrtbehörde (FAA) anwesend waren. Es habe sich um einen Druckausgleich-Test für Extremsituationen gehandelt. Dabei sei eine der Türen des Flugzeugs rausgeflogen.

Diese Angaben wurden von dem Boeing-Sprecher nicht bestätigt. Er gab lediglich an, dass nun nach der Ursache des aufgetretenen Problems gesucht werde. Ebenfalls keine Angaben machte der Sprecher dazu, ob wegen des Vorfalls der Termin für den ersten geplanten Testflug verschoben werden muss, der derzeit Anfang 2020 vorgesehen ist.

Ursprünglich hätte der erste Testflug des 777X bereits in diesem Sommer stattfinden sollen. Der Zeitplan für den neuen Langstreckenflieger musste aber im Juli verschoben werden, der erste Testflug wurde dabei neu auf Anfang 2020 datiert. Als Grund gab Boeing dabei Probleme mit dem Triebwerk an, das von General Electric gefertigt wird. Am Ziel, Ende 2020 die ersten 777X-Maschinen auszuliefern, hielt Boeing aber fest. Der neue Typ soll die 777 ablösen.

Boeing steckt derzeit tief in der Krise, für die 737 MAX gilt seit März ein weltweites Flugverbot. Zuvor waren bei zwei Abstürzen von Maschinen dieses Typs in Indonesien und Äthiopien insgesamt 346 Menschen ums Leben gekommen. Ermittler vermuten, dass die Unglücke mit einem Stabilisierungssystem zusammenhängen, das bei einem drohenden Strömungsabriss die Flugzeugnase nach unten drückt.

(A.Stefanowych--DTZ)

Empfohlen

Nach Mega-IT-Panne normalisiert sich die Lage vielerorts allmählich

Nach einer folgenschweren IT-Panne mit Auswirkungen auf Fluggesellschaften, Krankenhäuser und Fernsehsender weltweit hat sich die Lage am Wochenende vielerorts allmählich beruhigt. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erklärte am Samstag, nach den Ausfällen "normalisiert sich die Lage in vielen Bereichen wieder". Mehrere Fluggesellschaften in den USA sowie in Asien erklärten, dass sie ihren Betrieb wieder aufgenommen hätten. Auch am Berliner Flughafen verliefen die Abfertigungen wieder "reibungslos", wie ein BER-Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP mitteilte.

Brauerei ruft alkoholfreies Bier zurück - weil es Alkohol enthalten könnte

Eine Brauerei in Baden-Württemberg hat als alkoholfrei gekennzeichnete Sixpacks zurückgerufen - weil das darin enthaltene Bier Alkohol enthalten könnte. Grund dafür ist ein Fehler bei der Etikettierung, wie die Hirsch-Brauerei Honer in Wurmlingen am Samstag mitteilte. Demnach sind in den Sixpacks mit der Kartonagen-Aufschrift "Hirsch Alkoholfrei Weisse" teils auch Flaschen mit alkoholhaltigem Weißbier verpackt.

Ausschreitungen bei Demo gegen Wasserreservoirs in Westfrankreich

In Westfrankreich ist es beim Protest gegen den Bau großer Bewässerungsreservoirs für die Landwirtschaft zu kurzzeitigen Zusammenstößen radikaler Protestteilnehmer mit der Polizei gekommen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft in der Hafenstadt La Rochelle wurden am Samstag bis zum frühen Nachmittag sechs Menschen in Polizeigewahrsam genommen. Demnach wurde ein Polizist durch Verbrennungen verletzt, auch fünf Demonstrierende erlitten leichte Verletzungen. Überdies seien mehrere Geschäfte beschädigt oder geplündert sowie Bushaltestellen und Werbetafeln zerstört worden.

Nach Mega-IT-Panne: Weltweiter Flugbetrieb wieder aufgenommen

Nach einer folgenschweren IT-Panne mit Auswirkungen auf Fluggesellschaften, Krankenhäuser und Fernsehsender weltweit normalisiert sich die Lage in vielen Ländern allmählich. Mehrere Fluggesellschaften in den USA sowie in Asien erklärten, dass sie ihren Betrieb wieder aufgenommen hätten. Auch am Berliner Flughafen verliefen die Abfertigungen wieder "reibungslos", wie ein BER-Sprecher der Nachrichtenagentur AFP am Samstag auf Anfrage mitteilte.

Textgröße ändern: