Deutsche Tageszeitung - Heizungsgesetz: Branche für Anrechnung und Förderung von Fenstertausch und Dämmung

Heizungsgesetz: Branche für Anrechnung und Förderung von Fenstertausch und Dämmung


Heizungsgesetz: Branche für Anrechnung und Förderung von Fenstertausch und Dämmung
Heizungsgesetz: Branche für Anrechnung und Förderung von Fenstertausch und Dämmung / Foto: © AFP

In der Debatte um eine Reform des sogenannten Heizungsgesetzes macht sich der Branchenverband energieeffiziente Gebäudehülle dafür stark, nicht nur auf den Heizungstausch zu schauen. Ersatzmaßnahmen zum Einbau einer neuen Heizung sollten angerechnet und gefördert werden, erklärte der Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle (BuVEG) am Montag. "Dazu zählen Wärmerückgewinnung, Lüftung, Dämmmaßnahmen und Fenstertausch."

Textgröße ändern:

"Nicht jedes Haus braucht als Nächstes eine neue Heizung, vielleicht stehen zunächst neue Fenster an", erklärte BuVEG-Geschäftsführer Jan Peter Hinrichs. Indirekt würde dies zum Beispiel auch die CO2-Emissionen einer kürzlich installierten Gasheizung senken.

Aktuell sieht das Gebäudeenergiegesetz (GEG) vor, dass neue Heizungen nur eingebaut werden dürfen, wenn sie zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Insbesondere für den Bestand gibt es viele Ausnahmen und teils lange Übergangsfristen. Zudem wird der Heizungstausch stark gefördert.

"Der energetische Zustand des Gebäudebestands in Deutschland ist sehr unterschiedlich, Pauschallösungen können daher nicht zielführend sein", erklärte dazu der BuVEG. Rechtlich spricht sich der Verband für eine Trennung der Vorgaben für den Neubau und für den Bestand aus. Dies "wäre aus fachlicher Sicht äußerst sinnvoll und zukunftsweisend", erklärte Hinrichs.

Für die Gebäudemodernisierung sollte demnach das Bundeswirtschaftsministerium verantwortlich sein. Das Bundesbauministerium sollte hingegen die Vorgaben für den Neubau verantworten. Zu definieren sei hier vor allem ein neuer EU-Recht-konformer Nullemissionshausstandard.

Die letzte Reform des GEG inklusive der 65-Prozent-Regel wurde von der Ampel-Regierung verabschiedet und wird oft Heizungsgesetz genannt. Die Union will das Gesetz "abschaffen". Insbesondere sollen die 65 Prozent fallen und die Förderung reduziert werden. Die SPD will an der Grundidee des Heizungsgesetzes festhalten.

(M.Travkina--DTZ)

Empfohlen

Panamakanalbehörde reduziert wegen El Niño Anzahl der täglich erlaubten Schiffe

Wegen des Klimaphänomens El Niño hat am Freitag die Reduzierung des Schiffsverkehrs im Panamakanal begonnen. Die Zahl der Schiffe, welche die Wasserstraße zwischen dem Atlantik und dem Pazifik durchqueren dürfen, wird bis Mitte September schrittweise von 36 auf 32 pro Tag gesenkt, wie die Panamakanalbehörde mitteilte. Als Grund für die Entscheidung nannte die Behörde die niedrigen Wasserstände in den beiden künstlichen Seen, aus denen der Kanal gespeist wird.

Forscher: Tausende OpenAI-KI-Agenten kapern deutsche Website

Tausende autonome KI-Agenten des US-Technologieunternehmens OpenAI haben einer am Freitag veröffentlichten Untersuchung zufolge eigenmächtig eine deutsche Programmierer-Website gekapert. Auf der frei bearbeitbaren Plattform DSEwiki hinterließen sie demnach rund 18.000 Beiträge, in denen sie Antworten auf Testfragen und Tipps zum Umgehen digitaler Sicherheitsbarrieren austauschten.

US-Arbeitsmarkt im August robuster: Trump droht Notenbank Fed

Der Arbeitsmarkt in den USA hat sich im August robuster erwiesen als erwartet. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft stieg im vergangenen Monat um 162.000, wie das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Präsident Donald Trump nannte die Zahlen "großartig" und erhöhte zugleich den Druck auf die Zentralbank Fed, den Leitzins zu senken.

Ohne Lenkrad und Pedale: US-Verkehrsbehörde nimmt Teslas Robotaxi unter die Lupe

Das selbstfahrende Cybercab von Tesla hat die US-Verkehrsbehörde auf den Plan gerufen. Die Nationale Behörde für Straßen- und Verkehrssicherheit (NHTSA) äußerte zum Start des Robotaxi-Angebots am Freitag Zweifel, dass ein Auto ohne Lenkrad, Pedale und Spiegel die bundesweiten Vorschriften erfüllt. Tesla hatte sein Cybercab wie in den USA üblich selbst zertifiziert.

Textgröße ändern: