Deutsche Tageszeitung - Allianz will Arbeitsabläufe mit KI von US-Unternehmen Anthropic automatisieren

Allianz will Arbeitsabläufe mit KI von US-Unternehmen Anthropic automatisieren


Allianz will Arbeitsabläufe mit KI von US-Unternehmen Anthropic automatisieren
Allianz will Arbeitsabläufe mit KI von US-Unternehmen Anthropic automatisieren / Foto: © AFP

Der Versicherungskonzern Allianz arbeitet mit dem KI-Unternehmen Anthropic aus den USA zusammen, um Arbeitsprozesse zu automatisieren. Die beiden Unternehmen gaben am Freitag eine entsprechende Partnerschaft bekannt. Die Schadenbearbeitung in einfachen Fällen etwa in Bereichen wie Kfz- und Krankenversicherung könnte demnach künftig die KI übernehmen.

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"Allianz und Anthropic entwickeln maßgeschneiderte KI-Agenten, die in der Lage sind, mehrstufige Arbeitsabläufe zu orchestrieren und arbeitsintensive Prozesse in großem Maßstab zu automatisieren", führten die Unternehmen aus. Dadurch würden manuelle Schritte entfallen und Kunden kämen schneller an ihr Geld.

Bei "sensiblen und komplexen Fällen" sollen auch weiterhin Menschen die Bearbeitung übernehmen. Sie sollen dafür sorgen, "dass Schadensfälle einfühlsam behandelt werden". Die Versicherungsbranche stelle besonders hohe Anforderungen an den Einsatz von KI, denn Entscheidungen könnten Millionen von Menschen betreffen, erklärte dazu der Mitgründer von Anthropic, Dario Amodei.

Die Allianz, der größte Versicherungskonzern in Europa, versicherte, dass es nicht um den Abbau von Arbeitsplätzen gehe. Im November hatte die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, dass Allianz Partners, eine Tochtergesellschaft des Konzerns, die insbesondere im Bereich Reiseversicherungen tätig ist, aufgrund des zunehmenden Einsatzes von KI in ihren Kundendienstabteilungen den Abbau von bis zu 1800 Stellen plane.

Auf AFP-Anfrage erklärte die Allianz, die Partnerschaft mit Anthropic stehe nicht im Zusammenhang mit derlei "Gerüchten". KI werde neue Rollen im Unternehmen schaffen, aber sicherlich auch Auswirkungen auf Bereiche haben, die stark von manuellen Prozessen geprägt sind, erklärte der Konzern.

(V.Sørensen--DTZ)

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