Deutsche Tageszeitung - Bauverband meldet weiteren Rückgang bei Sanierungsquote im Gebäudebestand

Bauverband meldet weiteren Rückgang bei Sanierungsquote im Gebäudebestand


Bauverband meldet weiteren Rückgang bei Sanierungsquote im Gebäudebestand
Bauverband meldet weiteren Rückgang bei Sanierungsquote im Gebäudebestand / Foto: © AFP

Die energetische Sanierung des Gebäudebestands in Deutschland kommt nicht in Fahrt. Die Sanierungsquote sei im vergangenen Jahr sogar erneut leicht zurückgegangen, erklärte der Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle (Buveg) am Montag. "Die Sanierungstätigkeit ist in Deutschland auf einem besorgniserregenden Niveau", erklärte Buveg-Chef Jan Peter Hinrichs.

Textgröße ändern:

Die Sanierungsrate von Wohngebäuden in Deutschland, also der Anteil der innerhalb eines Jahres sanierten Gebäude am Gesamtgebäudebestand, lag den Angaben nach bei 0,67 Prozent - nach 0,69 Prozent im Vorjahr, 0,70 Prozent 2023 und 0,88 Prozent im Jahr 2022. Nach Ansicht des Buveg wäre eine Rate von zwei Prozent nötig, um die Klimaziele im Gebäudesektor zu erreichen.

Der Verband macht unter anderem die weitere Verzögerung bei der Reform des Heizungsgesetzes für die geringe Sanierungsquote verantwortlich. Mit einem ambitionierten Gebäudeenergiegesetz bestehe die Chance, "energetische Sanierungen attraktiver zu machen und damit die Energiekosten für die Bevölkerung langfristig zu senken", erklärte Hinrichs.

Der Buveg vertritt vorrangig Unternehmen in der Herstellung von Baustoffen, etwa Steine, Fenster, Türen, Fassaden, Putzsysteme und Dämmstoffe. Vor dem Hintergrund des steigenden CO2-Preises warnt der Verband seit langem vor massiven Heizkostensteigerungen in schlecht gedämmten Häusern und starken Wertverlusten. "Der Wertabschlag am Markt liegt mittlerweile bei bis zu 40 Prozent gegenüber sanierten Immobilien", erklärte der Verband.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Spritpreise steigen über Ostern weiter - Entlastungen gefordert

Die Spritpreise sind über Ostern weiter gestiegen. Der Preis für Diesel erreichte am Ostersonntag im Tagesdurchschnitt ein weiteres Allzeithoch, auch Benzin verteuerte sich. Die Rufe nach Entlastungen für Verbraucher, etwa mittels einer Mehrwertsteuersenkung oder eines Mobilitätszuschusses, wurden lauter. Der Ko-Chef der Spritpreis-Taskforce im Bundestag, Sepp Müller (CDU), forderte von der Bundesregierung Ergebnisse bis Freitag.

Dieselpreis steigt am Ostersonntag auf neues Allzeithoch im Tagesschnitt

Der Preis für Diesel an den Tankstellen in Deutschland ist am Ostersonntag weiter gestiegen. Im bundesweiten Durchschnitt kostete Diesel 2,440 Euro pro Liter, nach 2,425 Euro am Vortag, wie der ADAC am Montag mitteilte. Der Tagesdurchschnittspreis stieg damit den vierten Tag in Folge auf ein neues Allzeithoch.

Krankenkassenreform: Kassen und Ärzte streiten über Vergütung

Vor dem Hintergrund der Vorschläge für eine Reform des gesetzlichen Krankenkassensystems streiten Kassen und Ärzteverbände über die Vergütung der Mediziner. Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, warnte bei einer Umsetzung der Pläne vor deutlich längeren Wartezeiten auf einen Facharzttermin. Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) warf den Ärzten vor, bei der Terminvergabe Privatpatienten zu bevorteilen - hier müsse angesetzt werden.

Kurz vor Wahl in Ungarn: Sprengstofffund in Serbien bei Pipeline ins Nachbarland

Eine Woche vor der Parlamentswahl in Ungarn hat der Fund von Sprengstoffpaketen in Serbien nahe einer ins Nachbarland führenden Gaspipeline für Unruhe gesorgt. Zwei Rucksäcke, die "große Pakete Sprengstoff mit Zündern" enthielten, seien am Sonntag "wenige hundert Meter von der Gaspipeline entfernt" entdeckt worden, erklärte der serbische Präsident Aleksandar Vucic. Der ungarische Oppositionspolitiker Peter Magyar sprach von einer mutmaßlichen "Aktion unter falscher Flagge" kurz vor der Wahl.

Textgröße ändern: