Deutsche Tageszeitung - Streik: Busse und Bahnen sollen Freitag und Samstag erneut bundesweit stillstehen

Streik: Busse und Bahnen sollen Freitag und Samstag erneut bundesweit stillstehen


Streik: Busse und Bahnen sollen Freitag und Samstag erneut bundesweit stillstehen
Streik: Busse und Bahnen sollen Freitag und Samstag erneut bundesweit stillstehen / Foto: © AFP/Archiv

Millionen Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr müssen am Freitag und Samstag mit erheblichen Einschränkungen rechnen: Die Gewerkschaft Verdi rief die Beschäftigten von 150 kommunalen Nahverkehrsunternehmen bundesweit zum Streik auf. Busse und Bahnen zum Beispiel in München, Frankfurt, Hamburg und Berlin sowie zahlreichen weiteren Städten und Kommunen stehen dann still - in einigen Bundesländern nur Freitag, in anderen bis Betriebsschluss früh am Sonntagmorgen.

Textgröße ändern:

Gestreikt wird auch in Nürnberg, Köln, Kassel, Düsseldorf, Bremen, Kiel, Schwerin, Leipzig, Erfurt, Jena, Magdeburg, Halle, Dortmund, Bonn, Wiesbaden oder Lübeck, wie Verdi weiter mitteilte. Die Arbeit niedergelegt hatten Beschäftigte von Nahverkehrsunternehmen bereits am 2. Februar. An dem Montag vor drei Wochen kam der Verkehr in mehr als 100 Unternehmen für 24 Stunden "vollständig zum Erliegen", wie Verdi betonte. In dutzenden weiteren Betrieben gab es teils starke Einschränkungen.

Verdi erwartet am Freitag und Samstag in den meisten Teilen des Landes "ähnliche Auswirkungen". Bei den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein und in Baden-Württemberg entscheidet sich erst am Donnerstag, ob gestreikt wird. Ausgenommen ist Niedersachsen, wo noch bis Ende März eine Friedenspflicht gilt.

Die Gewerkschaft will mit dem Streik in der aktuellen Tarifrunde für knapp 100.000 Beschäftigte in städtischen Verkehrsunternehmen und Busbetrieben Druck auf die Arbeitgeber ausüben. "Die Verhandlungen kommen insgesamt kaum voran, obwohl es in einzelnen Bereichen schon vier Runden gab", erklärte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Christine Behle am Dienstag.

In den seit November laufenden Verhandlungen, die in allen 16 Bundesländern meist mit den Kommunalen Arbeitgeberverbänden (KAV) geführt werden, fordert Verdi bessere Arbeitsbedingungen, etwa durch Verkürzung der Wochenarbeitszeit, sowie höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. Die Belastungen durch die Schichtarbeit im Fahrdienst sind laut Gewerkschaft auch im Vergleich zu anderen Branchen besonders hoch. In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn wird zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt.

(M.Travkina--DTZ)

Empfohlen

Tickets für Auslandsflüge verteuern sich im ersten Halbjahr deutlich

Die Ticketpreise für die meisten Flüge haben im ersten Halbjahr 2026 deutlich angezogen. Internationale Flüge verteuerten sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Bei den Preisen für Auslandsflüge in der Economy-Class gab es die höchsten Anstiege bei Flugreisen nach Mittelamerika mit einem Plus von 12,5 Prozent. Tickets nach Afrika hingegen wurden um 12,0 Prozent günstiger.

EU-Expertengremium stellt Empfehlungen für Social-Media-Verbot vor

In der Debatte um ein EU-weites Social-Media-Verbot für Kinder stellt am Montag ein Expertengremium im Auftrag der EU-Kommission seine Empfehlungen vor. Beobachter erwarten, dass sich die Experten ähnlich äußern könnten wie ein deutsches Gremium, das im Juni seine Ergebnisse vorgelegt hatte. Es hatte zu einem gesetzlichen Mindestalter von 13 Jahren oder zu Beschränkungen für einzelne Dienste je nach Risiko geraten.

Drei Atomreaktoren in Frankreich wegen Hitzewelle heruntergefahren

In Frankreich sind wegen der starken Hitze am Sonntag drei Atomreaktoren vorübergehend heruntergefahren und sieben weitere gedrosselt worden. Aufgrund der Wetterbedingungen und zur Einhaltung der Vorschriften für die Ableitung von Kühlwasser "und damit zum Schutz der Umwelt" seien Reaktoren in Golfech an der Garonne, in Bugey an der Rhône sowie in Chooz an der Meuse abgeschaltet worden, teilte der Kraftwerksbetreiber EDF der Nachrichtenagentur AFP mit.

Energieversorger: Landesweiter Stromausfall in Kuba nach 24 Stunden behoben

Der zweite landesweite Stromausfall in Kuba binnen einer Woche ist nach Angaben des Versorgers beendet. "Um 06.30 Uhr (12.30 Uhr MESZ) heute Morgen wurde das nationale Stromsystem im gesamten Land wieder ans Netz gebracht", teilte das staatliche Elektrizitätsunternehmen (UNE) am Sonntag im Onlinedienst X mit. Mehr als 24 Stunden hatten die Techniker daran gearbeitet, das System wieder hochzufahren.

Textgröße ändern: