Deutsche Tageszeitung - Bericht: Pentagon will 200 Milliarden Dollar für Iran-Krieg - Betrag höher als die bisherigen Ukraine-Hilfen der USA

Bericht: Pentagon will 200 Milliarden Dollar für Iran-Krieg - Betrag höher als die bisherigen Ukraine-Hilfen der USA


Bericht: Pentagon will 200 Milliarden Dollar für Iran-Krieg - Betrag höher als die bisherigen Ukraine-Hilfen der USA

Das US-Verteidigungsministerium will nach Informationen der "Washington Post" den Kongress um 200 Milliarden Dollar (rund 174 Milliarden Euro) zur Finanzierung des Iran-Kriegs bitten. Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte am Donnerstag zu dem Bericht, diese Zahl könne sich noch ändern. "Natürlich braucht man Geld, um Bösewichte zu töten", fügte er hinzu. Die 200 Milliarden Dollar würden laut "Washington Post" die gesamten Ukraine-Hilfen der USA übersteigen.

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Die "Washington Post" hatte berichtet, das Pentagon habe das Weiße Haus gebeten, die Forderung von 200 Milliarden Dollar an den Kongress zu bestätigen. Das Blatt berief sich auf einen hochrangigen Regierungsmitarbeiter und drei weitere anonyme Quellen, die die Größenordnung bestätigten.

Bisher hatten US-Medien von einer möglichen Regierungsanfrage an den Kongress in Höhe von 50 Milliarden Dollar berichtet. Laut "Washington Post" gehen die 200 Milliarden Dollar weit über die bisherigen Kriegskosten hinaus, die nach den ersten sechs Tagen auf rund elf Milliarden Dollar geschätzt worden waren. Zusätzlich wolle Hegseth, der sich "Kriegsminister" nennt, die Waffenproduktion ankurbeln.

Die Summe wäre zudem höher als der gesamte bisherige US-Beitrag für die Ukraine. Laut der Zeitung genehmigte der Kongress bis zum Jahreswechsel insgesamt rund 188 Milliarden Dollar für die Unterstützung der Ukraine. US-Präsident Donald Trump hatte seinem Vorgänger Joe Biden Verschwendung vorgeworfen und die meisten Finanzhilfen nach seinem Amtsantritt vor 14 Monaten eingestellt.

Hegseth zufolge gibt es bisher keinen endgültigen Zeitplan für ein Ende des Iran-Kriegs. Letztlich entscheide darüber Trump, sagte der Minister. Bereits vor zehn Tagen hatte Trump den Krieg "so gut wie beendet" genannt und als "kurzen Ausflug" bezeichnet. Seitdem setzen die USA und Israel ihre Luftangriffe jedoch unverändert fort. Hegseth fügte hinzu, die USA lägen bei ihren Kriegszielen "sehr gut im Plan".

Israel und die USA hatten am 28. Februar mit massiven Luftangriffen auf den Iran begonnen. Der Iran reagiert seitdem mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel, mehrere Golfstaaten sowie US-Einrichtungen in der Region.

(U.Stolizkaya--DTZ)

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