Deutsche Tageszeitung - Regierung: Stromnetz in Kuba vollständig wiederhergestellt

Regierung: Stromnetz in Kuba vollständig wiederhergestellt


Regierung: Stromnetz in Kuba vollständig wiederhergestellt
Regierung: Stromnetz in Kuba vollständig wiederhergestellt / Foto: © AFP

Nach dem zweiten landesweiten Stromausfall in Kuba binnen weniger Tage ist das Stromnetz nach Angaben der Regierung des Landes vollständig wiederhergestellt worden. "Dank der Bemühungen unserer Elektriker wurde das nationale Stromsystem wiederhergestellt", erklärte Kubas Regierungschef Manuel Marrero Cruz am Sonntagabend (Ortszeit) im Onlinedienst X. Die Behörden warnten jedoch, dass die Nachfrage das Angebot weiterhin übersteigen werde.

Textgröße ändern:

Am Samstag hatte das Energieministerium eine "vollständige Abschaltung" des nationalen Stromsystems gemeldet. Auslöser des Stromausfalls war nach Behördenangaben der Ausfall eines Kraftwerkblocks in einem der acht Wärmekraftwerke des Landes. Der Ausfall führte demnach zu einem Dominoeffekt.

Kubas veraltetes Stromerzeugungssystem ist in einem schlechten Zustand. Der Inselstaat hat zudem mit Lebensmittel- und Medikamentenknappheit zu kämpfen. Verschärft wird die Wirtschaftskrise durch das Ausbleiben der Öllieferungen aus Venezuela.

US-Präsident Donald Trump hatte Venezuelas linksgerichteten Staatschef Nicolás Maduro bei einer US-Militärintervention Anfang Januar gefangennehmen und in die USA bringen lassen, wo er wegen Vorwürfen des Drogenhandels inhaftiert wurde. Seither bleiben die Öllieferungen des bisher mit Kuba verbündeten Venezuela aus. Trump drohte überdies anderen Staaten mit Repressalien, sollten diese Öl an Kuba liefern. Am vergangenen Montag drohte Trump zudem erneut mit einer Übernahme des kommunistisch regierten Kuba.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

Empfohlen

Bericht: Regierung sieht hohe Dunkelziffer bei Sozialleistungsbetrug

Die Bundesregierung geht laut einem Bericht der "Welt am Sonntag" davon aus, dass Sozialleistungsbetrug deutlich häufiger vorkommt, als bislang bekannt ist. Es sei von "einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle auszugehen", zitierte die Zeitung eine Sprecherin des Bundesarbeitsministeriums. "Leistungsmissbrauch bleibt oft unentdeckt, weil verschiedene betroffene Behörden nicht oder nicht ausreichend miteinander vernetzt sind", hieß es demnach weiter.

Klöckner kritisiert Fokus von Bundestagsabgeordneten auf Online-Netzwerke

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) kritisiert den ihrer Ansicht nach zu starken Fokus von Abgeordneten auf Online-Netzwerke. Es könne nicht sein, dass das "Parlament nur noch als Bühne für das nächste Tiktok-Reel missbraucht wird und in Reden statt der Kolleginnen und Kollegen im Saal die eigenen Follower begrüßt werden", sagte sie der "Welt am Sonntag". Da gingen sie und ihre Präsidiumskollegen "sofort dazwischen".

Rufe nach Aufschub der Klimaneutralität Deutschlands um fünf Jahre

In der Diskussion um die Klimaneutralität Deutschlands werden Rufe nach einem Aufschub um fünf Jahre lauter. Das derzeitige nationale Ziel der Dekarbonisierung bis 2045 sei nicht sinnvoll und sollte an das europäische Zieljahr 2050 angepasst werden, forderten unter anderem Arbeitnehmer- und Arbeitgeber-Vertreter in der "Welt am Sonntag".

China erteilt Online-Gigant Shein Genehmigung für Börsengang in Hongkong

Der Online-Versandhändler Shein kann in Hongkong an die Börse gehen. Die chinesische Marktaufsichtsbehörde CSRC genehmigte nach eigenen Angaben am Freitag den Antrag der Plattform, dort bis zu 341,6 Millionen Anteile zu verkaufen. Shein hatte in der Vergangenheit erwogen, in New York oder London an die Börse zu gehen.

Textgröße ändern: