Deutsche Tageszeitung - Ölpreis sinkt drastisch - Europas Börsen nach Trump-Ankündigung wieder im Plus

Ölpreis sinkt drastisch - Europas Börsen nach Trump-Ankündigung wieder im Plus


Ölpreis sinkt drastisch - Europas Börsen nach Trump-Ankündigung wieder im Plus
Ölpreis sinkt drastisch - Europas Börsen nach Trump-Ankündigung wieder im Plus / Foto: © AFP

Nach der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, iranische Energieanlagen vorerst nicht zu bombardieren, ist der Ölpreis drastisch gesunken. Der Preis sackte gegen Montagmittag um mehr als 14 Prozent ab. Die europäischen Börsen reagierten darauf mit massiven Kursgewinnen, der deutsche Aktienindex (Dax) machte seine Verluste seit Handelsbeginn wett und lag plötzlich fast zwei Prozent im Plus.

Textgröße ändern:

Trump hatte dem Iran am Samstag ein Ultimatum gestellt. Sollte das Land die Straße von Hormus nicht binnen 48 Stunden wieder für den Schiffsverkehr freigeben, "werden die USA seine verschiedenen Kraftwerke angreifen und zerstören", erklärte der US-Präsident. Das iranische Militär drohte daraufhin mit einer langfristigen Blockade der Straße von Hormus.

Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent war daraufhin weiter in die Höhe geschossen und lag zeitweise deutlich über 100 Dollar. Die Börsenkurse brachen mit Handelsbeginn am Montagmorgen ein.

Am frühen Montagmorgen nach US-Zeit ruderte Trump dann zurück. Es habe "sehr gute und produktive Gespräche" mit dem Iran über ein Ende des Krieges gegegeben. "Aufgrund des Tenors und Tons" der Gespräche habe er das Kriegsministerium angewiesen, vorerst von den Angriffen auf iranische Energieinfrastruktur abzusehen.

Die Märkte reagierten umgehend: der Preis für ein Barrel Brent sackte um über 14 Prozent auf deutlich unter 100 Dollar ab. Der Dax und weitere europäische Indizes erholten sich schlagartig. In Frankfurt, Paris und Mailand notierten die Kurse im grünen Bereich.

(M.Travkina--DTZ)

Empfohlen

Bericht: Regierung sieht hohe Dunkelziffer bei Sozialleistungsbetrug

Die Bundesregierung geht laut einem Bericht der "Welt am Sonntag" davon aus, dass Sozialleistungsbetrug deutlich häufiger vorkommt, als bislang bekannt ist. Es sei von "einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle auszugehen", zitierte die Zeitung eine Sprecherin des Bundesarbeitsministeriums. "Leistungsmissbrauch bleibt oft unentdeckt, weil verschiedene betroffene Behörden nicht oder nicht ausreichend miteinander vernetzt sind", hieß es demnach weiter.

Klöckner kritisiert Fokus von Bundestagsabgeordneten auf Online-Netzwerke

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) kritisiert den ihrer Ansicht nach zu starken Fokus von Abgeordneten auf Online-Netzwerke. Es könne nicht sein, dass das "Parlament nur noch als Bühne für das nächste Tiktok-Reel missbraucht wird und in Reden statt der Kolleginnen und Kollegen im Saal die eigenen Follower begrüßt werden", sagte sie der "Welt am Sonntag". Da gingen sie und ihre Präsidiumskollegen "sofort dazwischen".

Rufe nach Aufschub der Klimaneutralität Deutschlands um fünf Jahre

In der Diskussion um die Klimaneutralität Deutschlands werden Rufe nach einem Aufschub um fünf Jahre lauter. Das derzeitige nationale Ziel der Dekarbonisierung bis 2045 sei nicht sinnvoll und sollte an das europäische Zieljahr 2050 angepasst werden, forderten unter anderem Arbeitnehmer- und Arbeitgeber-Vertreter in der "Welt am Sonntag".

China erteilt Online-Gigant Shein Genehmigung für Börsengang in Hongkong

Der Online-Versandhändler Shein kann in Hongkong an die Börse gehen. Die chinesische Marktaufsichtsbehörde CSRC genehmigte nach eigenen Angaben am Freitag den Antrag der Plattform, dort bis zu 341,6 Millionen Anteile zu verkaufen. Shein hatte in der Vergangenheit erwogen, in New York oder London an die Börse zu gehen.

Textgröße ändern: