Deutsche Tageszeitung - Bericht: Polizei erfasste 2025 deutlich mehr Vergewaltigungsfälle

Bericht: Polizei erfasste 2025 deutlich mehr Vergewaltigungsfälle


Bericht: Polizei erfasste 2025 deutlich mehr Vergewaltigungsfälle
Bericht: Polizei erfasste 2025 deutlich mehr Vergewaltigungsfälle / Foto: © AFP/Archiv

Die Polizei hat im vergangenen Jahr einem Bericht zufolge deutlich mehr Vergewaltigungsfälle erfasst als in den Jahren zuvor. Wie die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf eine eigene Abfrage bei allen Bundesländern berichtete, wurden 2025 insgesamt 13.920 Fälle von Vergewaltigungsdelikten registriert - neun Prozent mehr als im Vorjahr. Diese Zahl steigt demnach seit Jahren, 2018 waren es 8106 Fälle, 2024 dann 12.771.

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Grundlage der Daten sind die Polizeilichen Kriminalstatistiken der Länder. Hierbei handelt es sich um polizeilich ausermittelte Delikte. Sie geben keine Auskunft über spätere Verurteilungen, liefern aber einen Anhaltspunkt für die Kriminalitätsentwicklung. Die Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundes soll demnächst veröffentlicht werden.

"Sexualisierte Gewalt gegen Frauen ist ein ernstes Problem in Deutschland", sagte dazu Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) der Zeitung. "Vergewaltigungen sind entsetzliche Verbrechen und eine besonders schwere Form sexualisierter Gewalt." Viele Betroffene litten ihr Leben lang massiv unter den Übergriffen.

Bei besonders schweren Formen wie Vergewaltigungen unter Einsatz von K.O.-Tropfen seien höhere Mindeststrafen erforderlich, fuhr die Ministerin in der "Welt am Sonntag" fort. Ein Gesetzentwurf solle zeitnah im Kabinett beschlossen werden. Die Koalition habe außerdem vereinbart, die Strafen für Vergewaltigungen durch mehrere Täter und für Vergewaltigungen mit Folge einer Schwangerschaft zu erhöhen. "Auch an diesem Auftrag arbeiten wir."

Den Daten zufolge ging indes die Gewaltkriminalität, darunter Fälle von schwerer Körperverletzung, Raub, Mord und Totschlag, nach dem Höchststand 2024 leicht zurück. Dem Bericht zufolge meldeten die Länder hier 212.344 Fälle, nach 217.277 im Vorjahr.

(Y.Leyard--DTZ)

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