Deutsche Tageszeitung - Auto-Experte Dudenhöffer kritisiert E-Auto-Prämie: "Schade um das Steuergeld"

Auto-Experte Dudenhöffer kritisiert E-Auto-Prämie: "Schade um das Steuergeld"


Auto-Experte Dudenhöffer kritisiert E-Auto-Prämie: "Schade um das Steuergeld"

Der Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer hat die staatliche Prämie für den Kauf eines Elektroautos als Steuergeldverschwendung kritisiert. "Das Geld hätte man sich sparen können, das hätte der Markt selbst geregelt", sagte Direktor des Bochumer Center Automotive Research der "Augsburger Allgemeinen" vom Dienstag. "Schade um das Steuergeld, das nun an anderer Stelle wieder eingespart werden muss."

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Dudenhöffer betonte, die Nachfrage nach E-Autos sei nicht zuletzt wegen der durch den Iran-Krieg gestiegenen Spritpreise und sinkender Neuwagenpreise bereits angestiegen. "Viele Interessierte mit nicht ganz so dickem Geldbeutel waren anfangs sehr zurückhaltend, aber das ändert sich gerade", sagte er der Zeitung. "Die Batterien halten länger, die früher schlechten Preise haben sich deutlich verbessert und gleichen sich denen der Verbrenner an." Das E-Auto könne Diesel und Benziner inzwischen ganz einfach ersetzen.

Das E-Auto wird laut Dudenhöffer auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt normal. "Gebrauchte Elektroautos bewähren sich im Alltag", sagte er der "Augsburger Allgemeinen". Wer sich einen Wagen kauft, der fünf bis sechs Jahre halten soll, der gehe heute keine technologischen Risiken mehr ein.

Die E-Auto-Prämie kann ab Dienstag beantragt werden. Je nach Automodell, Haushaltsgröße und Einkommen kann die staatliche Förderung 1500 bis 6000 Euro betragen. Bis 2029 stehen für die Kaufprämie drei Milliarden Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds der Bundesregierung zur Verfügung. Das Umweltministerium rechnet damit, dass der Kauf von rund 800.000 Fahrzeugen gefördert werden kann.

(U.Beriyev--DTZ)

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