Deutsche Tageszeitung - Fitch stuft Kreditwürdigkeit Italiens herab

Fitch stuft Kreditwürdigkeit Italiens herab


Fitch stuft Kreditwürdigkeit Italiens herab
Fitch stuft Kreditwürdigkeit Italiens herab / Foto: ©

Die Ratingagentur Fitch hat angesichts der Corona-Krise die Kreditwürdigkeit von Italien herabgestuft. Die Agentur setzte die Bonität des Landes am Dienstag von BBB auf BBB- hinab. Sie liegt damit nur noch eine Stufe über dem sogenannten Ramschniveau. Fitch sieht Italien also nur noch knapp über der Schwelle zu den Staaten, deren Anleihen als riskant bewertet werden.

Textgröße ändern:

Italien ist das am stärksten von der Pandemie betroffene Land in Europa. Die Herabstufung spiegele die "bedeutsame Auswirkung" wider, welche die Pandemie auf die italienische Wirtschaft habe, erklärte Fitch. Das italienische Finanzministerium beteuerte daraufhin, die Fundamente der italienischen Wirtschaft und Staatsfinanzen seien weiterhin "solide".

Die italienische Regierung rechnet allerdings mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um acht Prozent. Sie hat bereits eine Reihe von Maßnahmen zur Ankurbelung des Wachstums auf den Weg gebracht.

Zudem hatten sich die EU-Staats- und Regierungschefs in der vergangenen Woche bei einem Video-Gipfel auf gemeinsame Finanzhilfen gegen die Krise verständigt - als ersten Schritt auf ein Rettungspaket von 500 Milliarden Euro. Die von Italien und anderen Staaten im Vorfeld des Gipfels geforderten "Corona-Bonds", also gemeinsamen Anleihen der Mitgliedstaaten, wurden allerdings nicht vereinbart. Bei gemeinsamen Anleihen würde Italien von der höheren Kreditwürdigkeit anderer Staaten wie Deutschland profitieren.

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Brauerei ruft alkoholfreies Bier zurück - weil es Alkohol enthalten könnte

Eine Brauerei in Baden-Württemberg hat als alkoholfrei gekennzeichnete Sixpacks zurückgerufen - weil das darin enthaltene Bier Alkohol enthalten könnte. Grund dafür ist ein Fehler bei der Etikettierung, wie die Hirsch-Brauerei Honer in Wurmlingen am Samstag mitteilte. Demnach sind in den Sixpacks mit der Kartonagen-Aufschrift "Hirsch Alkoholfrei Weisse" teils auch Flaschen mit alkoholhaltigem Weißbier verpackt.

Ausschreitungen bei Demo gegen Wasserreservoirs in Westfrankreich

In Westfrankreich ist es beim Protest gegen den Bau großer Bewässerungsreservoirs für die Landwirtschaft zu kurzzeitigen Zusammenstößen radikaler Protestteilnehmer mit der Polizei gekommen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft in der Hafenstadt La Rochelle wurden am Samstag bis zum frühen Nachmittag sechs Menschen in Polizeigewahrsam genommen. Demnach wurde ein Polizist durch Verbrennungen verletzt, auch fünf Demonstrierende erlitten leichte Verletzungen. Überdies seien mehrere Geschäfte beschädigt oder geplündert sowie Bushaltestellen und Werbetafeln zerstört worden.

Nach Mega-IT-Panne: Weltweiter Flugbetrieb wieder aufgenommen

Nach einer folgenschweren IT-Panne mit Auswirkungen auf Fluggesellschaften, Krankenhäuser und Fernsehsender weltweit normalisiert sich die Lage in vielen Ländern allmählich. Mehrere Fluggesellschaften in den USA sowie in Asien erklärten, dass sie ihren Betrieb wieder aufgenommen hätten. Auch am Berliner Flughafen verliefen die Abfertigungen wieder "reibungslos", wie ein BER-Sprecher der Nachrichtenagentur AFP am Samstag auf Anfrage mitteilte.

Mediamarkt-Saturn-Chef fordert strengere EU-Vorgaben für Temu und Shein

Ceconomy, Mutterkonzern von Mediamarkt und Saturn, fordert eine stärkere Regulierung für chinesische Händler wie Temu und Shein. "Ich frage mich, wieso Europa zulässt, dass flugzeugweise Einzellieferungen mit wenig nachhaltigen und womöglich unsicheren Billiggeräten kommen", sagte Ceconomy-Chef Karsten Wildberger der "Welt am Sonntag". Da sei die EU gefragt, genauer hinzuschauen.

Textgröße ändern: