Deutsche Tageszeitung - Israelische Forscher finden 3000 Jahre alte purpurfarbene Stoffreste

Israelische Forscher finden 3000 Jahre alte purpurfarbene Stoffreste


Israelische Forscher finden 3000 Jahre alte purpurfarbene Stoffreste
Israelische Forscher finden 3000 Jahre alte purpurfarbene Stoffreste / Foto: ©

Israelische Forscher haben Stoffreste mit einem purpurfarbenen Farbstoff aus der Zeit der biblischen Herrscher David und Salomon gefunden. "Die Forscher waren überrascht, Reste von gewebtem Stoff, eine Quaste und Fasern von Wolle, gefärbt mit königlichem Purpur, zu finden", teilten die Altertümerbehörde und die Universitäten von Tel Aviv und Bar Ilan mit. Eine Untersuchung mit der Radiokarbonmethode ergab, dass die Stoffreste aus der Zeit um 1000 v. Chr. stammten.

Textgröße ändern:

Die Textilien seien bei der Untersuchung von Stoffen aus dem Timna-Tal gefunden worden, einer alten Kupfer-Produktionsstätte im Süden Israels. Es handele sich um die ersten Funde von purpurfarbenen Stoffresten aus der Eisenzeit in der gesamten Levante-Region. "Vor der jüngsten Entdeckung waren wir nur auf Muschelschalenabfälle und Topfscherben mit Farbstoffflecken gestoßen, die Hinweise auf die Purpurherstellung in der Eisenzeit lieferten", teilten die Forscher mit.

Der besondere Farbstoff, der aus bestimmten Meeresschnecken aus dem Mittelmeer hergestellt wird, wird den Forschern zufolge mehrfach in der Bibel erwähnt und taucht häufig in Verbindung mit dem Judentum oder dem Christentum auf.

Die purpurne Farbe sei früher mit Königen, Adel und Priestertum in Verbindung gebracht worden und habe "oft mehr als Gold" gekostet, sagte die Kuratorin Naama Sukenik. Der Farbstoff sei sehr beliebt gewesen, weil er nicht verblasst. "Jetzt haben wir zum ersten Mal Beweise für die gefärbten Stoffe selbst, die rund 3000 Jahre lang erhalten geblieben sind."

(A.Stefanowych--DTZ)

Empfohlen

Forscher: Musk verbreitete Beiträge britischer Rechtsextremer millionenfach weiter

Der Tech-Multimilliardär Elon Musk hat einer Erhebung zufolge in seinem Onlinedienst X Beiträge des rechtsextremen britischen Aktivisten Tommy Robinson sowie des Vorsitzenden der rechtsextremen Partei Restore UK, Rupert Lowe, millionenfach weiterverbreitet und dadurch die ausländerfeindlichen Proteste in Nordirland maßgeblich angeheizt. Forscher der Internet-Überwachungsorganisation Center for Countering Digital Hate (CCDH) berichteten am Freitag, dass die Beiträge der beiden Briten und Musks zu Belfast zusammen mehr als 115 Millionen Aufrufe auf ihren Konten erzielten - 55 Prozent davon entfielen demnach auf Musk.

Erste Pride-Parade in Tel Aviv seit Hamas-Angriff am 7. Oktober 2023

In der israelischen Metropole Tel Aviv hat es erstmals seit dem Großangriff der Hamas-Miliz am 7. Oktober 2023 wieder eine Pride-Parade in früherer Form gegeben. Tausende Teilnehmer zogen am Freitag in bunter Aufmachung und mit lauter Musik durch die Straßen. Auf Plakaten kritisierten viele Teilnehmer die rechtsgerichtete israelische Regierung.

Gericht: Rassistische Chats von Beamten nicht automatisch Verstoß gegen Verfassungstreue

Das Versenden von objektiv rassistischen oder das NS-Unrecht verharmlosenden Chatnachrichten durch einen Beamten lässt laut Bundesverwaltungsgericht nicht automatisch den Rückschluss auf einen mit der weiteren Dienstausübung unvereinbaren Verstoß gegen die Verfassungstreuepflicht zu. Das entschied das Gericht in Leipzig nach Angaben vom Donnerstag im Fall eines Feuerwehrmanns aus Bremen. (Az. BVerwG 2 C 12.25)

Beschwerde von Polizei erfolgreich: Observation von Maddie-Verdächtigem verlängert

Die Polizei darf den deutschen Verdächtigen im Fall des verschwundenen britischen Mädchens Madeleine "Maddie" McCann weiter observieren. Ein Gericht habe die Notwendigkeit einer Fortsetzung "im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten zur Gefahrenabwehr" bestätigt, teilte die Polizeidirektion Kiel am Freitag mit. Zu Einzelheiten der Entscheidung und konkreten Observationsmaßnahmen würden derzeit keine Angaben gemacht.

Textgröße ändern: