Chinas Angriff auf ASML
Kiew setzt Moskau unter Druck
Irans Krieg trifft den Golf
Kiew wieder in Putins Visier
"Griechische Tragödie für Klopp": Pressestimmen zum Länderspiel
Serbiens Präsident Vucic tritt zurück: Weg frei für Kandidatur als Regierungschef
Wenig Spaßfußball: Klopp kassiert erste Niederlage
Papst Leo XIV. sichert Missbrauchsopfern bei Treffen seinen Einsatz zu
Politik
Senatswahlen in Frankreich: Rechtspopulisten gewinnen Sitze hinzu
Bei Teilwahlen zum französischen Senat hat die rechtspopulistische Partei Rassemblement National (RN) einen Erfolg erzielt. Bei den Abstimmungen am Sonntag eroberte sie neun neue Mandate. Zusammen mit seiner Partnerpartei UDR wird der RN künftig 14 Senatoren stellen und damit erstmals eine Fraktion im Oberhaus bilden können.
Sport
Rad-WM: US-Amerikaner McNulty düpiert die Favoriten
Brandon McNulty schlug vor dem Zielstrich ungläubig beide Hände auf den Helm, dann hüllte sich der Sensations-Weltmeister in eine US-Flagge und ließ seiner Freude in dem Armen seiner Ehefrau Summer freien Lauf. Völlig überraschend hat der 28-Jährige die Superstars im WM-Straßenrennen düpiert und Tadej Pogacars zweijährige Regentschaft im Regenbogentrikot beendet. McNulty verwies zum WM-Abschluss in Kanada nach 273,4 km den Australier Michael Matthews und Ex-Weltmeister Mathieu van der Poel auf die Plätze und sicherte sich seinen ersten WM-Titel.
Letzte Nachrichten
Macron bekräftigt Bau neuer Atomreaktoren in Frankreich
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat den geplanten Aufschwung der Atomkraft in seinem Land erneut bekräftigt. "Wir werden das erste Mal seit Jahrzehnten wieder Atomreaktoren bauen", sagte er am Dienstag in einer Ansprache an die Nation. Auf diese Weise könne Frankreich seine CO2-Reduktionsziele erreichen und zugleich die Unabhängigkeit der Energieversorgung stärken.
Verletzte bei Gebäude-Einsturz im Osten der Türkei
Beim Einsturz eines Gebäudes im Osten der Türkei sind mehrere Menschen verletzt worden. 13 Menschen seien von Rettungskräften aus den Trümmern des Gebäudes in der Stadt Malatya befreit worden, acht weitere hätten sich selbst in Sicherheit bringen können, sagte der stellvertretende türkische Innenminister Ismail Catakli am späten Dienstagabend. Nach Angaben der Regionalbehörden wurde am Abend niemand mehr vermisst. Einsatzkräfte setzten ihre Such- und Rettungsaktion dennoch fort.
Mindestens zehn Vermisste nach Gebäudeeinsturz in der Türkei
Beim Einsturz eines zweistöckigen Gebäudes in der Türkei sind mindestens zehn Menschen verschüttet worden. Laut Augenzeugen und Medienberichten ereignete sich das Unglück am Dienstagnachmittag (Ortszeit) während Renovierungsarbeiten in einer belebten Straße der osttürkischen Stadt Malatya. Ursache des Einsturzes war demnach eine beschädigte Wand. In dem Gebäude befanden sich mehrere Restaurants und Geschäfte.
Gedenkmauer für Österreichs Holocaust-Opfer in Wien eingeweiht
In Wien ist eine neue Gedenkstätte zur Erinnerung an die über 64.400 in der NS-Zeit ermordeten österreichischen Jüdinnen und Juden eingeweiht worden. Ihre Namen sind auf 160 Granittafeln eingemeißelt und stehen als ovale "Namens-Mauer" in einem Park im Zentrum der österreichischen Hauptstadt. Eine Gedenktafel erinnert zudem an andere Opfer des Nazi-Regimes.
Frankreichs Senioren bekommen Geimpft-Status nur noch mit Booster-Impfung
Angesichts steigender Corona-Zahlen erhöht Frankreichs Präsident Emmanuel Macron den Druck beim Impfen. Menschen über 65 Jahren gelten ab Mitte Dezember nur noch als geimpft, wenn sie eine Booster-Impfung nachweisen können, wie Macron am Dienstagabend in Paris ankündigte. In Frankreich war ebenso wie in anderen europäischen Ländern die Zahl der Neuinfektionen zuletzt stark gestiegen.
Moderna beantragt EU-Zulassung seines Corona-Impfstoffs für Sechs- bis Elfjährige
Das US-Biotechnologie-Unternehmen Moderna hat bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA eine Zulassung seines Corona-Impfstoffs für Sechs- bis Elfjährige beantragt. Damit solle die bisherige EU-Zulassung für den Impfstoff Spikevax ab einem Alter von zwölf Jahren ausgeweitet werden, erklärte das Unternehmen am Dienstag. Sechs- bis Elfjährige sollten im Abstand von vier Wochen mit zwei Dosen von jeweils 50 Mikrogramm geimpft werden. Die bisher ab zwölf Jahren gegebene Dosis beträgt zweimal 100 Mikrogramm.
Diamant-Armbänder von Marie-Antoinette für über sieben Millionen Euro versteigert
Zwei aus insgesamt 112 Diamanten zusammengesetzte Armbänder der französischen Königin Marie-Antoinette sind in Genf für umgerechnet über sieben Millionen Euro versteigert worden. Nach Angaben des Auktionshauses Christie’s wechselten die beiden Armbänder innerhalb von fünf Minuten den Besitzer. Christie’s hatte den Wert lediglich auf 1,8 bis 3,7 Millionen Euro geschätzt.
Dänisches Königspaar kommt zu viertägigem Staatsbesuch nach Deutschland
Das dänische Königspaar kommt am Mittwoch (09.30 Uhr) zu einem viertägigen Staatsbesuch nach Deutschland. Königin Margrethe II. und Kronprinz Frederik besuchen zunächst Berlin und werden dort zum Auftakt von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seiner Frau Elke Büdenbender im Schloss Bellevue empfangen. Anschließend ist ein Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Bundeskanzleramt geplant. Nachmittags begrüßt Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) das Paar am Humboldt-Forum. Abends folgt ein Staatsbankett in Bellevue.
BSG verhandelt über Kinderwunschbehandlung von gleichgeschlechtlich verheirateter Frau
Das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel verhandelt am Mittwoch (14.30 Uhr) über einen Zuschuss der Krankenkasse für die künstliche Befruchtung einer gleichgeschlechtlich verheirateten Frau. Sie hat Fruchtbarkeitsstörungen und verlangt die Gleichbehandlung mit heterosexuell verheirateten unfruchtbaren Frauen. Diese können laut Gesetz einen hälftigen Zuschuss zur Kinderwunschbehandlung bekommen. (Az: B 1 KR 7/21 R)
US-Vizepräsidentin Kamala Harris trifft Frankreichs Präsident Macron
US-Vizepräsidentin Kamala Harris wird am Mittwoch von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron im Elysée-Palast erwartet. Der fünftägige Besuch in Paris gilt als Versöhnungsgeste nach dem Streit über ein neues indopazifisches Bündnis. Harris wollte außerdem an der Gedenkfeier zum Ende des Ersten Weltkriegs am 11. November und an einem Internationalen Friedensforum teilnehmen.
EU-Gericht entscheidet über Milliardenbuße für Google
Das Gericht der EU (EuG) veröffentlicht am Mittwoch (11.00 Uhr) in Luxemburg ein Urteil in einem Rechtsstreit zwischen Google und der EU-Kommission. Die Kommission hatte 2017 gegen den Suchmaschinenbetreiber eine Geldbuße in Höhe von 2,4 Milliarden Euro verhängt. Der Vorwurf lautete, dass Google seine marktbeherrschende Stellung missbrauche. (Az. T-612/17)
Evangelische Kirche in Deutschland wählt neue Ratsspitze
Auf der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) wird am Mittwoch (09.00 Uhr) eine neue Ratsvorsitzende oder ein neuer Ratsvorsitzender gewählt. Neben den 128 Synodalen sind zusätzlich auch die Leitungen der 20 evangelischen deutschen Landeskirchen stimmberechtigt. Der derzeitige Ratschef, der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, stellt sich nicht erneut zur Wahl.
Bundesverfassungsgericht verhandelt über Vorschlagsrecht für Bundestagspräsidium
Das Bundesverfassungsgericht verhandelt am Mittwoch (10.00 Uhr) in Karlsruhe mündlich über die Besetzung des Bundestagspräsidiums. Der AfD-Abgeordnete Fabian Jacobi will erreichen, dass auch einzelne Abgeordnete Stellvertreter der Bundestagspräsidentin vorschlagen können. Er versuchte das in der vergangenen Legislaturperiode, sein Antrag auf einen eigenen Vorschlag wurde aber von der Sitzungsleitung im Bundestag abgelehnt. (Az. 2 BvE 2/20)
Unesco-Generalsekretärin Azoulay im Amt bestätigt
Unesco-Generalsekretärin Audray Azoulay ist in ihrem Amt bestätigt worden. Zum Auftakt der Unesco-Generalkonferenz am Dienstag wurde die Französin mit großer Mehrheit für eine zweite Amtszeit an der Spitze der UN-Kulturorganisation gewählt. Die ehemalige französische Kulturministerin war die einzige Kandidatin für den Posten.
Veteranen: Israels Armee setzt Gesichtserkennung im Westjordanland ein
Die israelische Armee setzt nach Angaben einer regierungskritischen Veteranen-Organisation in Teilen des besetzten Westjordanlandes Gesichtserkennungstechnologien zur Überwachung von Palästinensern ein. In der Stadt Hebron machten israelische Soldaten "komplett willkürlich Fotos von jedem Palästinenser, den sie sehen", sagte Ori Givati von der Organisation Breaking The Silence am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Zuerst hatte die "Washington Post" über die Vorwürfe berichtet.
Frankreichs Staatsrat kippt Abfrage von Impfstatus von Schülern
Das höchste Verfassungsgericht Frankreichs hat die Möglichkeit gekippt, im Kampf gegen das Coronavirus den Impfstatus von Schülern abzufragen. Diese Regel sei eine "unverhältnismäßige Verletzung des Rechts auf Respekt vor dem Privatleben", urteilte der Staatsrat am Dienstag. Die Nationalversammlung hatte in der vergangenen Woche ein Gesetz verabschiedet, demzufolge Schulleiter sich nach dem Impfstatus von Schülern hätten erkundigen dürfen. Die Opposition hatte den Staatsrat angerufen, um zu klären, ob das Gesetz mit der Verfassung vereinbar sei.
Arbeitsplatz: "Ampel" will 3G-Regel mit täglichen Tests
Im Kampf gegen die steigenden Corona-Zahlen wollen die Ampel-Parteien eine 3G-Pflicht am Arbeitsplatz mit täglichen Tests für Ungeimpfte durchsetzen. Darüber hinaus sind in Alten- und Pflegeheimen regelmäßige Tests auch für geimpfte Mitarbeiter geplant, wie die Gesundheitsexpertinnen von SPD, Grünen und FDP am Dienstag in Berlin erläuterten. Unterdessen wurden neue Forderungen nach einem Bund-Länder-Treffen zur Corona-Lage laut. Der geplanten Neuregelung zufolge müssen sich Beschäftigte am Arbeitsplatz künftig täglich testen lassen, wenn sie nicht geimpft oder genesen sind. Zudem sei ein Auskunftsrecht geplant, bei dem der Arbeitgeber auch die Möglichkeit bekommen solle, für "eine gewisse Zeit" Daten etwa zum Impfstatus abzuspeichern, sagte die SPD-Gesundheitsexpertin Sabine Dittmar. Bislang gibt es die Auskunftspflicht der Beschäftigten gegenüber dem Arbeitgeber nur in bestimmten Bereichen - etwa in Alten- und Pflegeheimen, Schulen und Kitas oder Krankenhäusern. Gegen eine generelle Auskunftspflicht sträuben sich die Gewerkschaften. "Die Arbeitgeber müssen in Betrieben unabhängig vom Impfstatus die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um einen wirksamen Schutz der Beschäftigten sicherzustellen", erklärte DGB-Chef Reiner Hoffmann. Für die Beschäftigten in Alten- und Pflegeheimen sind wöchentlich ein bis zwei so genannte PCR-Pooltests auch für geimpfte Mitarbeiter im Gespräch, wie Dittmar sagte. Dabei werden gleichzeitig die Proben von mehreren Menschen genommen und gemeinsam ausgewertet. Außerdem will die "Ampel" die kostenlosen Bürgertests für alle einführen. Die Deutsche Stiftung Patientenschutz forderte tägliche Tests der Beschäftigten in den Heimen. "Es gilt, das Personal vor jedem Dienstbeginn sowohl in der stationären als auch der ambulanten Pflege zu überprüfen", sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch der Nachrichtenagentur AFP. Auch der Sozialverband VdK forderte tägliche Tests. Nur dies könne "die anschwellende Corona-Infektionswelle in Heimen jetzt noch brechen", sagte seine Präsidentin Verena Bentele den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Die Neuregelungen sollen zum Großteil noch in den am Montag präsentierten Gesetzentwurf der Ampel-Parteien für die Zeit nach dem Auslaufen der epidemischen Lage von nationaler Tragweite eingearbeitet werden. Das Gesetz, das am Donnerstag erstmals im Bundestag beraten werden soll, sieht insbesondere das Fortbestehen der Maskenpflicht sowie Abstandsgebote - insbesondere in geschlossenen Räumen - vor. Am 18. November soll das Parlament dann die Neuregelung beschließen, tags darauf könnte der Bundesrat auf einer Sondersitzung abschließend darüber beraten. Es sei "ganz wichtig, dass das Gesetzgebungsverfahren ins Parlament zurückkehrt", sagte die FDP-Gesundheitsexpertin Christine Aschenberg-Dugnus. Das Auslaufen der epidemischen Notlage bedeute keineswegs das Ende der Pandemie. Nach Darstellung der Grünen-Abgeordneten Maria Klein-Schmeink könnten weitere Regelung nötig werden. Möglicherweise müsse noch nachgesteuert werden, sagte sie. Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) sagte mit Blick auf das vielfach geforderte Bund-Länder-Treffen im ARD-"Morgenmagazin": "Wir müssen bis Weihnachten 20 Millionen verabreichte Auffrischungsimpfungen erreichen." Das passiere nur, "wenn wir uns organisatorisch gut abstimmen zwischen Bund und Ländern". Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) sprach sich für eine Ministerpräsidentenkonferenz spätestens am Mittwoch kommender Woche ausgesprochen. Dies sei "dringend geboten", sagte er in Magdeburg. Auch der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) plädierte in München für ein neuerliches Bund-Länder-Treffen. Demgegenüber hält der Hamburger Senat eine solche Beratung derzeit für unnötig. "Die Bundesländer haben alle Instrumente in der Hand, um zu handeln", sagte Senatssprecher Marcel Schweitzer. (I.Beryonev--DTZ)
Berliner Charité verschiebt alle planbaren Operationen
Die Berliner Charité verschiebt aufgrund einer steigenden Zahl zu behandelnder Coronapatienten seit Dienstag alle planbaren Operationen. Dieser Schritt sei notwendig, um Mitarbeiter wieder vermehrt auf Coronastationen einzusetzen, teilte das Klinikum am Dienstag mit. Es werde mit einer "erneut starken Arbeitsbelastung" der Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte gerechnet. Notfälle und dringliche Eingriffe blieben von den Einschränkungen jedoch ausgenommen, hieß es weiter. Derzeit seien mehr als 120 Patientinnen und Patienten wegen einer Coronaerkrankung stationär in der Charité aufgenommen. Das Klinikum hatte im Verlauf der Pandemie bereits mehrfach die Zahl planbarer und nicht dringlicher Operationen heruntergefahren. (W.Novokshonov--DTZ)
Bericht: Erdgasspeicher in Deutschland füllen sich
In die Gasspeicher in Deutschland und der EU wird laut einem Bericht des "Handelsblatt" zur Zeit mehr Gas zu- als abgeführt. "Aktuell überwiegen in Deutschland insgesamt die Einspeicherungen die Ausspeicherungen, der Füllstand der Speicher steigt also", sagte der Geschäftsführer der Initiative Energien Speichern (INES), Sebastian Bleschke, dem "Handelsblatt". Dies treffe auch auf die vom russischen Gazprom-Konzern betriebenen Speicher zu.
IWH: Leichter Anstieg bei Insolvenzen im Oktober
Der historische Tiefstand bei Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften setzt sich weiter fort: So stiegen die Zahlen im Oktober gegenüber dem Allzeittief der Vormonate zwar um zehn Prozent an, wie das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) am Dienstag erklärte. Mit 625 Insolvenzen lag der Wert jedoch noch immer unter den bereits sehr niedrigen Werten aus dem Vorjahresmonat. Auch die Zahl der betroffenen Jobs fiel demnach gering aus.
Kein Vorkaufsrecht für Bezirk wegen Erwartung der Verdrängung von Mietern
Eine Gemeinde darf ihr Vorkaufsrecht für ein Grundstück nicht nur deshalb ausüben, weil sie von dem ursprünglichen Käufer eine erhaltungswidrige Nutzung erwartet. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hob am Dienstag ein Urteil auf, das ein solches Vorgehen des Berliner Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg als rechtens bewertet hatte. Es ging um ein mit einem Mehrfamilienhaus bebautes Grundstück im Bereich einer sogenannten Erhaltungsverordnung. (Az. 4 C 1.20)
Impfpflicht für Mitarbeiter des Gesundheitsdienstes in England ab 1. April
In England gilt für Mitarbeiter des öffentlichen Gesundheitsdienstes NHS ab dem 1. April eine Impfpflicht. Wer an vorderster Front des NHS arbeite und bis dahin nicht vollständig geimpft sei, riskiere seinen Arbeitsplatz, sagte Gesundheitsminister Sajid Javid am Dienstag im britischen Parlament. Für das Personal in Pflegeheimen gilt die Impfpflicht bereits ab dem 11. November.
Veröffentlichung des UN-Berichts zu von Belarus erzwungener Ryanair-Landung verschoben
Inmitten des eskalierenden Flüchtlingsstreits zwischen Belarus und der EU hat die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (Icao) die Veröffentlichung ihres Untersuchungsberichts zu der von Belarus erzwungenen Notlandung eines Ryanair-Fluges im Mai verschoben. Der Rat der Icao habe entschieden, die Prüfung des Untersuchungsberichts auf seine im Januar stattfindende nächste Sitzung zu verschieben, teilte die in Montréal ansässige UN-Organisation am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP mit.
Wüst erneuert Forderung nach Bund-Länder-Gipfel "am besten noch in dieser Woche"
Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat seine Forderung nach einem möglichst baldigen Gipfel von Bund und Ländern zur Abstimmung einer gemeinsamen Corona-Strategie erneuert. "Ich bin überzeugt, dass es hilft, eine gemeinsame Linie für den Winter zu entwickeln", sagte der Vorsitzende der Konferenz der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten (MPK) am Dienstag. "Dazu bedarf es zeitnah einer Abstimmung zwischen Bund und Ländern, am besten noch in dieser Woche."
Bafin ordnet Wachstumsbeschränkung bei Digitalbank N26 an
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) hat für die Digitalbank N26 eine Wachstumsbeschränkung angeordnet. Wie die Bafin am Dienstag mitteilte, wird das Wachstum der Bank auf 50.000 Neukundinnen und Neukunden pro Monat begrenzt. Um die Umsetzung zu überwachen, wurde demnach außerdem ein Sonderbeauftragter bestellt.
Britische Behörde will tausende rote Telefonzellen vor dem Verschrotten bewahren
Lange Zeit waren sie in Großbritannien ebenso allgegenwärtig wie die roten Doppeldeckerbusse in London, mit der Verbreitung der Handys galten aber auch ihre Tage als gezählt: Doch nun sollen tausende der berühmten knallroten Telefonzellen weiter in Betrieb bleiben. Die zuständige Regulierungsbehörde Ofcom veröffentlichte am Dienstag neue Richtlinien, die für den Erhalt von rund 5000 Münztelefonen im Vereinigten Königreich sorgen sollen.
Bundesregierung sagt Ausstieg aus Auslandsinvestitionen in fossile Energien zu
Deutschland hat am Dienstag bei der UN-Klimakonferenz in Glasgow auf positive Weise von sich reden gemacht. Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth verkündete, dass Deutschland sich einer internationalen Initiative für einen Ausstieg aus der Finanzierung fossiler Energieprojekte im Ausland anschließe. Auf dem am Dienstag veröffentlichten Klimaschutz-Index der Umweltorganisation Germanwatch stieg Deutschland um sechs Plätze auf Rang 13. Weltweit passiert laut UN-Umweltprogramm (Unep) aber nicht genug in Sachen Klimaschutz.
Haseloff will Bund-Länder-Treffen spätestens am Mittwoch kommender Woche
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat sich für eine neue Ministerpräsidentenkonferenz zur Coronalage spätestens am Mittwoch kommender Woche ausgesprochen. Er halte ein Bund-Länder-Treffen "für dringend geboten", sagte Haseloff am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in Magdeburg. In der Übergangsphase zwischen alter und neuer Regierung gebe es einige Dinge, die "einer klaren Absprache" bedürften - zum Beispiel die Finanzierung der Impfzentren.
DGB-Chef lehnt Auskunftspflicht von Arbeitnehmern bei Impfstatus weiter ab
Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), Reiner Hoffmann, lehnt eine Auskunftspflicht von Angestellten über ihren Impfstatus weiterhin ab. "Die Arbeitgeber müssen in Betrieben unabhängig vom Impfstatus die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um einen wirksamen Schutz der Beschäftigten sicherzustellen", erklärte Hoffmann am Dienstag. Gleichzeitig rief der DGB-Vorsitzende Beschäftigte jedoch dazu auf, ihren Impfstatus freiwillig offenzulegen. Die 3G-Regel am Arbeitsplatz könne ein "wirksames Mittel" zum Schutz gegen Infektionen sein.
Thüringen will Auffrischungsimpfungen bereits nach fünf Monaten anbieten
In Thüringen sollen Auffrischungsimpfungen künftig bereits fünf Monate nach der Zweitimpfung angeboten werden. Der Freistaat wolle sich dabei an Israel orientieren, sagte Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) am Dienstag nach einer Sitzung des Landeskabinetts in Erfurt. Bereits vor der Gesundheitsministerkonferenz sei in Thüringen die Entscheidung für die sogenannten Boosterimpfungen getroffen worden, betonte sie.
In Russland verurteilter Ex-US-Soldat tritt in Hungerstreik
Der in Russland zu neun Jahren Haft verurteilte ehemalige US-Soldat Trevor Reed ist in einen Hungerstreik getreten. Reed habe den Streik am vergangenen Donnerstag begonnen, um gegen "wiederholte" Verletzungen seiner Grundrechte zu protestieren, sagte sein Anwalt Sergej Nikitenkow am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Demnach war der 29-Jährige mehrmals in Isolationshaft verlegt worden.
Tuvalus Außenminister steht während Rede im Meer
Bis zu den Oberschenkeln im Meer stehend hat sich der Außenminister des Inselstaats Tuvalu mit einem eindringlichen Appell an die Weltklimakonferenz gewandt: "Wir gehen unter, aber das tun alle anderen auch", sagte Simon Kofe in einer Videoansprache, die am Dienstag beim UN-Klimagipfel in Glasgow übertragen werden sollte. Der Südseestaat Tuvalu mit seinen 12.000 Einwohnern ist infolge der Klimakrise vom steigenden Meeresspiegel bedroht.