Chinas Angriff auf ASML
Kiew setzt Moskau unter Druck
Irans Krieg trifft den Golf
Kiew wieder in Putins Visier
USA laden Putin zum G20-Gipfel ein - Russland lehnt Kampfpause in der Ukraine ab
Wolfsburg auf Achtelfinal-Kurs - Eintracht mit Mühe
DHB-Pokal: Flensburg wackelt in Lübeck mächtig
Eintracht-Frauen mit Mühe auf Island
Politik
Russland will Angriffe auf die Ukraine nicht unterbrechen
Russland will seine Angriffe auf die Ukraine vorerst nicht einstellen. "Wir werden in unserer speziellen Militäroperation keine Pause einlegen", sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Mittwoch bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates in New York. Er nutzte dabei den Begriff, mit dem Russland seinen Angriffskrieg umschreibt.
Boulevard
Anwältin: In Russland inhaftierte Regisseurin Berkowitsch auf 42 Kilo abgemagert
Die in Russland inhaftierte Theaterregisseurin und Kriegsgegnerin Jewgenija Berkowitsch ist nach Angaben ihrer Anwältin im Gefängnis auf 42 Kilogramm abgemagert. "Sie ist wieder in eine Strafzelle gesteckt worden", sagte Ksenia Karpinskaja der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch. Ihren Angaben zufolge ist es das dritte Mal, dass die 41-Jährige in Isolationshaft musste.
Letzte Nachrichten
Obdachloser in Mönchengladbach lebensgefährlich im Schlaf verletzt
In Mönchengladbach ist ein Obdachloser im Schlaf lebensgefährlich verletzt worden. Der 51-Jährige hatte zusammen mit zwei weiteren Wohnungslosen in einem Hauseingang gegenüber eines Einkaufszentrums geschlafen und wurde am Sonntagmorgen mit starken Schmerzen und einer blutenden Wunde in der Brust wach, wie die Polizei in Mönchengladbach am Montag mitteilte. Die Verletzung sei ihm offenbar mit einem spitzen Gegenstand zugefügt worden.
Rentierzüchter in Norwegen erzielen juristischen Erfolg in Streit um Windparks
Indigene Rentierzüchter im Westen Norwegens haben im Streit um zwei große Windparks einen juristischen Sieg gefeiert. Der oberste Gerichtshof entschied am Montag, dass die Genehmigungen für den Bau und den Betrieb der Anlagen ungültig seien, da sie die Rechte der Volksgruppe der Samen verletzten und gegen den UN-Zivilpakt verstießen.
Indische Armee: Aufständische in Kaschmir erschießen fünf Soldaten
In dem von Indien kontrollierten Teil Kaschmirs haben Aufständische nach Angaben der indischen Armee am Montag fünf Soldaten erschossen. Ein Offizier und vier weitere Soldaten seien getötet worden, als sie nahe der Grenzlinie zu Pakistan im Einsatz waren, sagte der Oberst Devendar Anand der Nachrichtenagentur AFP. Die sogenannte Kontrolllinie in Kaschmir bildet die De-Facto-Grenze zwischen Indien und Pakistan.
Großbrand in Raffinerie im Libanon nach wenigen Stunden gelöscht
Bei einem Großbrand in einer Raffinerie im Südlibanon sind nach Regierungsangaben rund 250.000 Liter Treibstoff vernichtet worden. Das Feuer sei am Montagmorgen im rund 50 Kilometer südlich von Beirut gelegenen Sahrani-Werk in einem Tank der libanesischen Armee ausgebrochen, teilte Energieminister Walid Fajad nach einem Besuch vor Ort mit.
Roquefort-Lobby wehrt sich gegen negative Einstufung durch Nutri-Score
Die Roquefort-Lobby in Frankreich wehrt sich entschieden gegen eine negative Einstufung des traditionellen Blauschimmelkäses durch die Nährwertampel Nutri-Score. Der Roquefort-Verband sprach am Montag von einer Bestrafung und forderte eine Ausnahme für den bekannten Käse aus Schafsmilch, der in Aveyron in Südfrankreich hergestellt wird.
Bundesgerichtshof befasst sich mit dem Infinus-Skandal
Vor dem Bundesgerichtshof (BGH) ging es am Montag um einen großen Finanzskandal: Der fünfte Strafsenat verhandelte in Leipzig über die Revisionen von sechs früheren Mitarbeitern des Dresdner Finanzdienstleisters Infinus. Sie waren 2018 vom Landgericht Dresden zu Freiheitsstrafen zwischen viereinhalb und acht Jahren verurteilt worden. Der BGH prüft die Urteile auf mögliche Rechtsfehler. (Az. 5 StR 443/19)
CDU-Sonderparteitag soll bis Anfang 2022 Laschets Nachfolge regeln
Als Konsequenz aus der Wahlniederlage will die CDU bis Anfang kommenden Jahres ihre Spitze neu bestimmen. Ein Sonderparteitag solle dann die komplette Führungsriege inklusive des Bundesvorstands und des Präsidiums neu wählen, sagte Generalsekretär Paul Ziemiak am Montag. Möglicherweise werde davor die Mitgliedschaft zu ihren Präferenzen befragt. Die Entscheidung über die Art der Basiseinbindung und den genauen Parteitagstermin soll Anfang November fallen.
Kanadische Firma Rock Tech Lithium plant Lithium-Fabrik in Brandenburg
Die kanadische Firma Rock Tech Lithium will im brandenburgischen Guben eine Fabrik zur Herstellung von batteriefähigem Lithium aufbauen. In der Fabrik, nach Unternehmensangaben die erste ihrer Art in Europa, sollen jährlich rund 24.000 Tonnen Lithium-Hydroxid hergestellt werden, wie Rock Tech Lithium am Montag mitteilte. Dies sei ausreichend, um eine halbe Million Elektroautos mit Lithium-Ionen-Batterien auszustatten.
Studie: Ein Drittel der EU-Importe sind anfällig für wirtschaftliche Schocks
Medizinprodukte oder Halbleiter für die Autoindustrie: Die Corona-Pandemie hat laut Studie viele Lieferketten an ihr Limit gebracht. 30 Prozent aller in die Europäische Union importierten Güter weisen bei weltwirtschaftlichen Schocks ein "Verfügbarkeitsrisiko" auf, wie das Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche (WIIW) am Montag mitteilte. In Deutschland mit seiner starken Industrie falle ein überdurchschnittlich hoher Anteil von 35 Prozent der importierten Güter in die Kategorie "riskant".
Britische Polizei leitet keine Ermittlungen gegen Prinz Andrew ein
Die britische Polizei leitet im Missbrauchsskandal um den US-Multimillionär Jeffrey Epstein keine Ermittlungen gegen Prinz Andrew ein. "Aus verfahrensrechtlichen Gründen haben Beamte der Metropolitan Police ein im August 2021 im Rahmen einer US-Zivilklage veröffentlichtes Dokument überprüft", teilte die Polizei am Sonntagabend mit. "Diese Überprüfung ist abgeschlossen, und wir werden keine weiteren Maßnahmen ergreifen."
Tunesiens Präsident setzt neue Regierung ein
Tunesien hat eine neue Regierung: Drei Monate, nachdem Präsident Kaïs Saïed die bisherige Regierung entlassen hatte, ernannte der Staatschef am Montag per Dekret überraschend ein neues Kabinett. Mit Najla Bouden ist erstmals in der Geschichte des nordafrikanischen Landes eine Frau Regierungschefin. In ihrer Antrittsrede erklärte Bouden den Kampf gegen die Korruption zum wichtigsten Vorhaben ihrer Regierung. Zudem wolle sie den Lebensstandard erhöhen und "das Vertrauen der Menschen in den Staat" wiederherstellen.
Weltpremiere: Erste automatische fahrende Züge in Hamburg
Weltpremiere in Hamburg: Durch die Hansestadt ist am Montag die erste digitale S-Bahn gerollt. Die Deutsche Bahn und Siemens präsentierten gemeinsam den ersten Zug, der mittels digitaler Technik gesteuert wird und automatisch fährt. Die Lokführer und Lokführerinnen bleiben zur Überwachung der Fahrt mit Fahrgästen weiterhin an Bord. Das Rangieren erfolgt ohne Personal.
Experten setzen auf zweistufigen Sozialausgleich bei Klimakosten
Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung RWI und das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) setzen beim Sozialausgleich für Mehrkosten für den Klimaschutz auf ein zweistufiges Modell. Zunächst sollten mit den Einnahmen aus der CO2-Bepreisung die Steuern und Abgaben auf Strom verringert werden, hieß es in einer gemeinsamen Analyse am Montag. Bei höheren CO2-Preisen sollten dann zusätzliche Einnahmen durch eine Pro-Kopf-Erstattung an die Bevölkerung zurückfließen.
Merck & Co. beantragt in den USA Notfallzulassung für Corona-Medikament
Der US-Pharmariese Merck & Co. hat in den USA eine Notfallzulassung für sein Corona-Medikament Molnupiravir beantragt. Angesichts der "Dringlichkeit" im Kampf gegen die Pandemie habe sein Unternehmen bereits zehn Tage nach Erhalt der Daten aus der klinischen Phase-3-Studie einen entsprechenden Antrag bei der Gesundheitsbehörde FDA gestellt, erklärte Merck-Chef Robert Davis am Montag. Er kündigte weitere Anträge in anderen Ländern an.
Dienstleistungsgewerkschaft Verdi sagt Tarifrunde mit privaten Banken ab
Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat die für Mittwoch angesetzten Tarifverhandlungen mit dem Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes (AGV) abgesagt. "Es gab von der Arbeitgeberseite keinerlei Signale, dass sie ihr bisheriges Angebot nachbessern wollen", erklärte Verdi-Verhandlungsführer Jan Duscheck am Montag. Die Zeichen stünden auf Streik. Der AGV reagierte mit Unverständnis.
Wohnungswirtschaft fordert mehr Fördermittel zur Umsetzung der Klimaziele
Die Wohnungswirtschaft fordert zur Umsetzung der Klimaziele mehr Fördermittel von der neuen Bundesregierung. "Damit die extrem ambitionierten Klimaziele beim Wohnen sozial verträglich umgesetzt werden können, brauchen wir ein neues, langfristiges Versprechen für bezahlbare Mieten", erklärte der Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW und Vorsitzende der "Initiative Wohnen.2050" (IW.2050), Axel Gedaschko, am Montag. Der Fokus müsse auf CO2-Einsparungen liegen, zeitliche Herausforderungen müssten von der Politik anerkannt und regulatorische Rahmenbedingungen angepasst werden.
120.000 Menschen wegen Überschwemmungen im Norden Chinas in Sicherheit gebracht
Wegen schwerer Überschwemmungen sind in der nordchinesischen Provinz Shanxi mehr als 120.000 Menschen in Sicherheit gebracht worden. Wie die Behörden am Montag berichteten, stellten zudem mindestens 60 Kohlebergwerke sicherheitshalber ihren Betrieb ein. Nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua fiel in Shanxi in nur fünf Tagen dreimal so viel Regen wie normalerweise im gesamten Monat Oktober.
Berliner Polizei beschlagnahmt Fahrzeuge nach illegalem Autorennen
Die Berliner Polizei hat in der Nacht zum Montag wegen des Verdachts des illegalen Autorennens zwei Fahrzeuge beschlagnahmt. Zivilbeamte bemerkten kurz vor Mitternacht zwei Männer, die mit überhöhter Geschwindigkeit in einem Mercedes und einem Hyundai in Berlin-Tiergarten fuhren und dabei mehrfach andere Fahrzeuge überholten, wie die Polizei am Montag mitteilte.
CDU will auf Parteitag bis Anfang 2022 Spitze neu bestimmen
Die CDU will bis Anfang kommenden Jahres ihre Spitze neu bestimmen. Ein Sonderparteitag solle dann den kompletten Bundesvorstand der Partei neu wählen, sagte Generalsekretär Paul Ziemiak nach Sitzungen des CDU-Präsidiums und des Bundesvorstands am Montag. Über den genauen Termin für den Parteitag und eine mögliche Mitgliederbefragung über die künftige CDU-Führung soll demnach Anfang November entschieden werden.
Berliner SPD startet Dreiersondierungen nach Abgeordnetenhauswahl mit Grünen und FDP
Gut zwei Wochen nach der Berliner Abgeordnetenhauswahl hat die SPD am Montag die Dreiersondierungen mit Verhandlungen über eine Ampel-Koalition begonnen. Die Sozialdemokraten kamen am Mittag im Kurt-Schumacher-Haus, dem Sitz ihres Landesverbands, mit den Grünen und der FDP zusammen, wie sie mitteilten.
Gemeinsam mit seinem Sohn: Tiger Woods zurück auf dem Golfplatz
Acht Monate nach seinem folgenschweren Autounfall steht Golf-Superstar Tiger Woods wieder auf dem Platz. Ein am Samstag auf dem Twitter-Account des Equipment-Herstellers "GolfWRX" gepostetes Foto zeigt den 15-malige Majorsieger von hinten gemeinsam mit seinem Sohn Charlie und seiner Freundin Erica auf einem Platz in Florida.
Polen und Ungarn wehren sich vor EuGH gegen EU-Rechtsstaatsmechanismus
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg befasst sich seit Montag mit den Klagen Polens und Ungarns gegen den neuen EU-Rechtsstaatsmechanismus. Zum Auftakt der Verhandlungen verlangte Polen die Aufhebung des Mechanismus, der es der EU ermöglicht, bei Rechtsstaatsverstößen von Mitgliedstaaten europäische Gelder zu kürzen. Angesichts der anhaltenden juristischen Auseinandersetzungen ihrer Regierung mit der EU hatten am Sonntagabend in ganz Polen zehntausende Menschen für einen Verbleib des Landes in der EU demonstriert.
Zehntausende Polen demonstrieren für Verbleib in der EU
Angesichts des Brüssel-feindlichen Kurses der rechtsnationalistischen Regierung in Polen nimmt die Angst vor einem möglichen "Polexit" zu. Am Sonntagabend demonstrierten in ganz Polen zehntausende Menschen für einen Verbleib des Landes in der EU und gegen ein umstrittenes Urteil des Verfassungsgerichts. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg befasst sich am Montag mit den Klagen Polens sowie Ungarns gegen den neuen EU-Rechtsstaatsmechanismus.
Löwentatzen und Adlerschwingen: Asterix und Obelix suchen Greifen
Die Suche nach einem Fabeltier mit Löwentatzen und Adlerschwingen beschäftigt die beiden Gallier Asterix und Obelix auf ihrer nächsten Reise: "Asterix und der Greif" heißt der 39. Band des französischen Erfolg-Comics, der am 21. Oktober in 17 Sprachen gleichzeitig erscheinen soll. "Dieses Mal spielt die Geschichte vor allem im Schnee", berichtete Autor Jean-Yves Ferri bei der Vorstellung des Bands am Montag in Vanves bei Paris.
Technisches Hilfswerk leistet bisher größten Einsatz wegen Flutkatastrophe
Zur Bewältigung der Folgen der Flutkatastrophe hat das Technische Hilfswerk (THW) den bisher größten Einsatz seiner 71-jährigen Geschichte geleistet. Hinter den Helferinnen und Helfern der Bundesanstalt liegen zwölf Wochen Einsatz in den Flutgebieten, wie das THW am Montag mitteilte. Das entspreche 2,2 Millionen Einsatzstunden und übersteige die vergangenen Großeinsätze nach den Hochwassern von 2002 und 2013.
Neymar: WM in Katar wird meine letzte sein
Fußball-Superstar Neymar denkt offensichtlich über das Ende seiner Karriere nach der WM 2022 in Katar nach. "Ich denke, es wird meine letzte WM sein. Ich werde sie spielen, als sei es meine letzte, weil ich nicht weiß, ob ich danach noch die mentale Kraft habe, mich mit Fußball zu beschäftigen", sagte der 29 Jahre alte Brasilianer in einer Dokumentation von DAZN.
Inflation: Verbraucherschützer warnen vor den Folgen
Angesichts der hohen Inflation haben Verbraucherschützer und der Sozialverband VdK die Politik zur Entlastung der Bürger aufgefordert. Wenn der Anstieg der Energie- und Benzinpreise ungebremst weitergehe, drohe eine "dramatische soziale Schieflage", sagte Klaus Müller, Chef des Bundesverbands der Verbraucherzentralen (Vzbv), nach Information von Deutsche Tageszeitung, in einem aktuellen Interview. "Die Politik muss dringend die gegenwärtige Abhängigkeit von Energieimporten reduzieren, auf Energieeinsparungen setzen und Energiearmut verhindern." Derzeit flössen die Einnahmen aus den höheren Benzin- und Gaspreisen unter anderen an Russland, Norwegen und die arabischen Staaten, kritisierte der Verbraucherschützer. Damit stünden sie nicht für ökologische Investitionen und Pro-Kopf-Erstattungen an Verbraucher und Verbraucherinnen zur Verfügung. Auch VdK-Präsidentin Verena Bentele warnte vor einer Überforderung der Menschen. "Es kann nicht sein, dass fast jeder zweite Haushalt in einer deutschen Großstadt mehr als 30 Prozent des Nettoeinkommens für die Miete ausgeben muss, ein Viertel sogar mindestens 40 Prozent", sagte Bentele der Zeitung. Die Politik müsse endlich Rahmenbedingungen schaffen, damit für alle "Wohnraum, Strom, Wärme, aber auch gesunde Lebensmittel bezahlbar sind". Bentele forderte mehr Sozialwohnungen und Instrumente, um Mietsteigerungen zu begrenzen. Das Wohngeld für Menschen mit geringen Einkommen müsse jährlich an die steigenden Energiekosten angepasst werden. Angesichts der immensen Preissteigerungen für Energie müsse der Staat einen sozialen Ausgleich für Einkommensschwache schaffen. (W.Uljanov--DTZ)
FDP und Grüne: Große Differenzen in der Finanzpolitik
Vor der für Montag geplanten Fortsetzung der Gespräche von SPD, Grünen und FDP über eine Regierungsbildung zeichnet sich Streit über die Finanzpolitik ab. Grünen-Chef Robert Habeck sagte nach Information von Deutsche Tageszeitung, in einem aktuellen Interview, die vertrauensvolle Atmosphäre bei den bisherigen Beratungen dürfe "nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Differenzen zwischen den Parteien teilweise erheblich sind". FDP-Generalsekretär Volker Wissing bekräftigte die roten Linien seiner Partei. "Alle Gesprächspartner kennen unsere Forderungen: keine Steuererhöhungen und kein Aufweichen der Schuldenbremse", sagte Wissing der "Bild am Sonntag". "Daran halten wir fest. Schulden schaffen keine Zukunft." Auch Habeck nannte als möglichen Streitpunkt die unterschiedlichen Ansätze von Grünen und FDP in der Finanzpolitik. Diese Differenzen "müssen noch gelöst werden - das heißt, es gab jede Menge Punkte, über die gerungen, gestritten und die teilweise nicht gelöst wurden", sagte er. Die Grünen wollen die Klimawende mit hohen schuldenfinanzierten Staatsinvestitionen voranbringen - ihr Programm sieht eine staatliche Investitionsoffensive im Umfang von 50 Milliarden Euro im Jahr vor. Die FDP lehnt eine höhere Staatsverschuldung aber ab. Einen weiteren potenziellen Konfliktpunkt sieht Habeck in der Forderung der Grünen nach einer flexibleren Auslegung des europäischen Stabilitäts- und Wachstumspakts: Dessen strikte Einhaltung würde gerade den südeuropäischen Ländern "nur mit massiven Kürzungen im Sozialbudget gelingen - und dann regiert da am Ende der Faschismus", sagte Habeck. Die FDP lehnt eine Aufweichung des Pakts aber ab. Angesichts dieser Differenzen sei die "Ampel" noch keine beschlossene Sache, sagte Habeck. "Deswegen sage ich, das ganze Ding ist noch lange nicht in trockenen Tüchern." Habeck hob hervor, dass das 1,5-Grad-Ziel bereits in einem Gesetz der noch amtierenden großen Koalition festgeschrieben ist - und deshalb nicht zur Verhandlungsmasse einer neuen Koalition zähle: "Das hat schon die amtierende Große Koalition festgelegt, insofern erwarten wir da nur Vertragstreue." Besonders positiv hob der Grünen-Chef die vertrauensvolle Atmosphäre der bisherigen Gespräche mit SPD und FDP hervor - und er zollte insbesondere der FDP Respekt. Zwischen Grünen und SPD gebe es von vornherein eine Nähe - aber "der Weg von der FDP in diese Ampel-Gespräche ist der längste gewesen", sagte Habeck. "Und das bedeutet erst einmal, dass sie Anspruch auf Anerkennung und Respekt hat." Am Montag steigen SPD, Grüne und FDP in "vertiefte Sondierungen" ein. Zehn Stunden haben sie dafür eingeplant, von 09.00 bis 19.00 Uhr. Am Dienstagvormittag ist ein weiteres vierstündiges Sondierungsgespräch geplant. Danach gibt es erstmal eine Pause, weil SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz zu einem Finanzministertreffen nach Washington reisen muss. Rechnerisch möglich wäre auch die Bildung einer Jamaika-Koalition aus CDU/CSU, Grünen und FDP. Hier stellte sich aber die Nachwuchsorganisation der Grünen am Wochenende quer: In einer am Samstag vom Bundeskongress der Grünen Jugend verabschiedeten Erklärung heißt es: "Für uns kommt eine Jamaika-Koalition nicht in Frage". Die Union stehe für eine "zukunftsfeindliche Politik" und sei deshalb abgewählt worden", heißt es in dem Beschluss. "Dem Wahlverlierer zur Kanzlerschaft zu verhelfen ist aus unserer Sicht keine Option." Eine Ampel-Koalition mit SPD und FDP schloss die Nachwuchsorganisation nicht aus - sie äußerte aber große Vorbehalte gegen die Liberalen. Die "starken inhaltlichen Überschneidungen" zwischen Grünen und SPD dürften in einer möglichen Koalition "nicht auf Kosten der Reichen- und Klientelpolitik der FDP verloren gehen", warnte die Grüne Jugend. (U.Beriyev--DTZ)
Schallenberg als neuer österreichischer Bundeskanzler vereidigt
Zwei Tage nach dem Rücktritt des österreichischen Kanzlers Sebastian Kurz hat der bisherige Außenminister Alexander Schallenberg das Amt übernommen. Bundespräsident Alexander Van der Bellen nahm Schallenberg am Montag in der Wiener Hofburg den Amtseid ab. Als neuer Außenminister vereidigt wurde der Diplomat Michael Linhart, der bisher Botschafter seines Landes in Frankreich war.
Länderfraktionschefs fordern Mitsprache der Basis bei Neuaufstellung der CDU
Die Vorsitzenden der Landtagsfraktionen von CDU und CSU dringen auf eine stärkere Beteiligung der Mitglieder bei der Neuaufstellung der CDU. Bei ihren Beratungen in Magdeburg seien sich die Fraktionschefs einig gewesen, "dass es gut ist, wenn wir eine breitere Basisbeteiligung haben", sagte Sachsen-Anhalts CDU-Fraktionschef Siegfried Borgwardt am Montag.
Zwei Tote bei Absturz von Kleinflugzeug im Siebengebirge
Beim Absturz eines Kleinflugzeugs im nordrhein-westfälischen Siebengebirge sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Das mehrsitzige Motorflugzeug stürzte am Morgen in unwegsames Waldgelände zwischen Bad Honnef und Königswinter nahe des beliebten Ausflugslokals Löwenburger Hof, wie die freiwillige Feuerwehr in Königswinter am Montag mitteilte. Demnach herrschte zum Unfallzeitpunkt dichter Nebel im Wald um die Löwenburg.
Mindestens zwei Tote bei Absturz von Kleinflugzeug im Siebengebirge
Beim Absturz eines Kleinflugzeugs im nordrhein-westfälischen Siebengebirge sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Bei der Maschine handelte es sich um eine zweimotorige Propellermaschine, wie ein Sprecher der Bonner Polizei am Montag sagte. Das Ultraleichtflugzeug sei am Morgen in einem Waldstück unterhalb der Ruine Löwenburg an der Grenze zwischen Königswinter und Bad Honnef abgestürzt.