Deutsche Tageszeitung - Gericht: Reiseveranstalter muss wegen mit Handtüchern reservierter Liegen zahlen

Gericht: Reiseveranstalter muss wegen mit Handtüchern reservierter Liegen zahlen


Gericht: Reiseveranstalter muss wegen mit Handtüchern reservierter Liegen zahlen
Gericht: Reiseveranstalter muss wegen mit Handtüchern reservierter Liegen zahlen / Foto: © AFP/Archiv

Mit Handtüchern reservierte Sonnen- oder Poolliegen sorgen bei Urlaubern mitunter für Verdruss - und bei einer Pauschalreise kann dies laut einem Gerichtsurteil sogar einen Mangel darstellen. Das Amtsgericht Hannover sah die entsprechende Klage eines Mannes, der mit seiner Familie eine Pauschalreise auf die griechische Insel Kos unternommen hatte, als begründet an, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag mitteilte. Insgesamt hatte der Kläger 986,70 Euro gefordert. (Az. 527 C 9826/25)

Textgröße ändern:

Laut dem Urteil des Amtsgerichts, das bereits im April erging, war die Reise "aufgrund fehlender zur Nutzung zur Verfügung stehender Liegen mangelbehaftet". Der Kläger hatte demnach moniert, dass nach der Frühstückszeit bereits sämtliche Liegen mit Handtüchern reserviert gewesen seien, ohne dass andere Gäste diese genutzt hätten - und obwohl die Regeln des Hotels eben jenes Verhalten untersagt hätten.

Da er sich diesbezüglich aber vergeblich an den Reiseveranstalter wandte, darf der Reisepreis dem Urteil zufolge für die geltend gemachten zehn Tage um täglich 15 Prozent gemindert werden. Der Gerichtssprecher wies darauf hin, dass es sich um einen Einzelfall handele. Bereits im Jahr 2023 sei das Amtsgericht in einem ähnlichen Fall aber ebenfalls zu dem Schluss gekommen, dass der Reiseveranstalter zum Einschreiten gehalten ist. Andernfalls könne sich der Reisepreis mindern, weil die Reiseleistung mangelhaft sei.

(L.Møller--DTZ)

Empfohlen

Haftstrafe wegen Veruntreuung für Ex-Mann von Schottlands früherer Regierungschefin Sturgeon

Der Ex-Mann von Schottlands ehemaliger Regierungschefin Nicola Sturgeon und frühere Chef der Regierungspartei SNP, Peter Murrell, ist am Dienstag wegen der Veruntreuung von Parteifinanzen zu fünf Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Murrell hatte sich im vergangenen Monat schuldig bekannt, mehr als 400.000 Pfund (rund 464.000 Euro) der SNP veruntreut zu haben.

Polizist stirbt bei Fahrsicherheitstraining auf dem Hockenheimring

Bei einem dienstlichen Fahrsicherheitstraining auf dem Hockenheimring ist ein Polizist tödlich verunglückt. Der 53 Jahre alte Mann sei am Montagabend mit seinem Dienstmotorrad aus noch unklarer Ursache in einer Rechtskurve von der Fahrbahn abgekommen, teilte die Polizei am Dienstag im baden-württembergischen Aalen mit. Er sei dann mit einer Reifenwand kollidiert. Trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen sei der Polizeibeamte noch vor Ort verstorben.

ARD und ZDF streiten vor Verfassungsgericht für höheren Rundfunkbeitrag

Der Dauerstreit über den Rundfunkbeitrag ist am Dienstag vor dem Bundesverfassungsgericht ausgetragen worden. Karlsruhe verhandelte über Beschwerden von ARD und ZDF. Sie wehren sich dagegen, dass der Beitrag 2025 nicht erhöht wurde - anders als es die unabhängige Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) empfohlen hatte. Das verstoße gegen die Rundfunkfreiheit, argumentieren sie. Die Sender hoffen, dass das Gericht nachträglich eine Beitragssteigerung anordnet. (Az. 1 BvR 2524/24 und 1 BvR 2525/24)

WM unter Wasser: Zehntausende Fans in Philadelphia müssen Stadionplätze verlassen

Blitze in der Nähe des Stadions, klatschnasse Fans und eine lange Unterbrechung: Ein Unwetter in Philadelphia hat den Zuschauern des WM-Spiels zwischen Frankreich und dem Irak einiges abverlangt. Zehntausende Fans mussten am Montagabend ihre Plätze verlassen und in geschützten Stadion-Bereichen Unterschlupf suchen. Erst nach mehr als zwei Stunden wurde die zur Halbzeit unterbrochene Partie fortgesetzt. Die Vorsichtsmaßnahme stieß bei einigen Fans auf Unverständnis.

Textgröße ändern: