Deutsche Tageszeitung - Studie: Die meisten Corona-Todesfälle gehen auf das Virus zurück

Studie: Die meisten Corona-Todesfälle gehen auf das Virus zurück


Studie: Die meisten Corona-Todesfälle gehen auf das Virus zurück
Studie: Die meisten Corona-Todesfälle gehen auf das Virus zurück / Foto: ©

Die allermeisten Corona-Todesfälle gehen einer aktuellen Studie zufolge direkt auf das Virus zurück - und nicht auf eine Vorerkrankung. In einer am Donnerstag vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) veröffentlichten Auswertung war bei 618 von 735 Verstorbenen deren Covid-19-Erkrankung die Todesursache. In sieben Prozent der Fälle waren die Verstorbenen zwar mit dem Covid-Erreger infiziert, die Infektion war aber nicht die Ursache für den Tod.

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20 Prozent der Verstorbenen wiesen den Angaben zufolge ein krankhaftes Übergewicht auf. Zu den häufigsten Vorerkrankungen zählten außerdem Bluthochdruck, eine chronische Niereninsuffizienz oder eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung.

Im Mittelwert - dem so genannten Median - waren die COVID-19-Verstorbenen 83 Jahre alt, 75 Prozent aller Todesopfer waren älter als 76 Jahre. Die verstorbenen Männer waren demnach statistisch etwas jünger als die Frauen, und es verstarben mehr Männer als Frauen.

Bei 84 Prozent der Corona-Toten sei das Virus die Ursache für das Ableben, sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der Nachrichtenagentur AFP. "Die allermeisten Menschen sterben nicht mit, sondern an Covid-19." Deshalb müsse der Schutz der Hochrisikogruppe endlich konsequent greifen. "Da die meisten Virustoten in den Pflegeheimen zu zählen sind, ist das mit einem sicheren Infektionsgrundschutz und täglichen Testungen möglich."

Das Institut für Rechtsmedizin des UKE hatte seit Beginn der Pandemie eine Evaluation von 735 SARS-CoV-2 assoziierten Todesfällen aus dem Jahr 2020 durchgeführt, Rund zwei Drittel der Untersuchten starben während der zweiten Pandemie-Welle ab Oktober, die meisten im Dezember.

(V.Korablyov--DTZ)

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