Deutsche Tageszeitung - Nato-Generalsekretär Rutte für Treffen mit Trump nach Washington gereist

Nato-Generalsekretär Rutte für Treffen mit Trump nach Washington gereist


Nato-Generalsekretär Rutte für Treffen mit Trump nach Washington gereist
Nato-Generalsekretär Rutte für Treffen mit Trump nach Washington gereist / Foto: © AFP/Archiv

Nato-Generalsekretär Mark Rutte ist für ein Treffen mit US-Präsident Donald Trump nach Washington gereist. "Der Generalsekretär wird den US-Präsidenten treffen", erklärte die Nato am Dienstag. Rutte werde bis Mittwoch in der US-Hauptstadt bleiben.

Textgröße ändern:

Rutte und Trump würden "mehrere Fragen im Zusammenhang mit der Unterstützung der NATO für die Ukraine und den Bemühungen der USA um einen dauerhaften Frieden" behandeln, erklärte ein Vertreter des Verteidigungsbündnisses gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

Die europäischen Verbündeten Kiews unterstützen Trumps Forderung nach einem baldigen Frieden in der Ukraine. Das Treffen des US-Präsidenten mit seinem ukrainischen Kollegen Wolodymyr Selenskyj am Freitag in Washington hatte jedoch bei den Europäern Sorgen vor einem Friedensabkommen zum Nachteil der Ukraine und der Sicherheit Europas bestärkt. Trump hatte Selenskyj bei dem Treffen einem hochrangigen ukrainischen Vertreter zufolge zur Aufgabe der ostukrainischen Region Donbass gedrängt. Mehrere europäische Staats- und Regierungschefs, unter ihnen auch Selenskyj und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), sprachen sich indes dafür aus, dass die derzeitige Frontlinie im Ukraine-Krieg lediglich der "Ausgangspunkt" für Verhandlungen mit Russland sein sollte.

Ein US-Beamter verkündete unterdessen, dass es doch kein baldiges Treffen zwischen Trump und dem russischen Staatschef Wladimir Putin geben werde. Es gebe "keine Pläne" für ein solches Treffen in "unmittelbarer Zukunft". Trump hatte vergangene Woche Donnerstag ein Treffen mit Putin binnen zwei Wochen in der ungarischen Hauptstadt Budapest angekündigt.

(U.Beriyev--DTZ)

Empfohlen

Chamenei kündigt Rache für Tötung seines Vaters an - Trump droht Iran mit Vernichtung

Trotz weiter geplanter Gespräche rücken Washington und Teheran nicht von ihrem Konfrontationskurs ab. Irans oberster Führer Modschtaba Chamenei kündigte am Samstag "Rache" an für die Tötung seines Vaters Ali Chamenei bei den US-israelischen Angriffen Ende Februar. US-Präsident Donald Trump drohte seinerseits dem Iran für den Fall eines auf ihn verübten Mordanschlags mit der "vollständigen" Vernichtung. Washington setzte Teheran zudem laut Berichten ein Ultimatum für die Öffnung der Straße von Hormus.

Verletzte bei russischen Angriffen auf Kiew - Selenskyj fordert rasche Patriot-Lizenz

Russland hat seine Raketen- und Drohnenangriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew fortgesetzt - dabei wurden nach offiziellen Angaben am Samstag mindestens elf Menschen verletzt. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, die Armee habe "die meisten" Flugkörper abgeschossen, "aber nicht die ballistischen". Er appellierte an die USA, die zugesagte Lizenz zur Herstellung von Patriot-Luftabwehrsystemen rasch zu erteilen. In den USA zeichnen sich derweil verschärfte Russland-Sanktionen ab.

Irans oberster Führer droht mit Rache für Tötung seines Vaters

Irans oberster Führer Modschtaba Chamenei hat Vergeltung angekündigt für die Tötung seines Vaters Ali Chamenei bei den US-israelischen Angriffen Ende Februar. "Diese Rache ist der Wille unserer Nation und muss unweigerlich vollzogen werden", schrieb er in einem am Samstag veröffentlichten Brief.

Grüne pochen auf Festhalten an Treibhausgasneutralität bis 2045

Die Grünen pochen darauf, an dem gesetzlich festgelegten Ziel festzuhalten, bis 2045 Treibhausgasneutralität in Deutschland zu erreichen. "Das verbindliche Klimaziel 2045 gibt Planungs- und Zukunftssicherheit", sagte Bundestags-Fraktionsvize Julia Verlinden am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. Hintergrund sind Forderungen von Wirtschaftsvertretern sowie der Gewerkschaft IGBCE, die Klimaschutzvorgabe aufzuschieben.

Textgröße ändern: