Deutsche Tageszeitung - Israelischer Rechtsaußen-Minister bedauert "unglückliche" Äußerung über Saudi-Arabien

Israelischer Rechtsaußen-Minister bedauert "unglückliche" Äußerung über Saudi-Arabien


Israelischer Rechtsaußen-Minister bedauert "unglückliche" Äußerung über Saudi-Arabien
Israelischer Rechtsaußen-Minister bedauert "unglückliche" Äußerung über Saudi-Arabien / Foto: © AFP

Der rechtsextreme israelische Finanzminister Bezalel Smotrich hat sich für eine "unglückliche" Äußerung über Saudi-Arabien entschuldigt - er hatte dem Land geraten, "weiter auf Kamelen (zu) reiten". "Meine Äußerung zu Saudi-Arabien war unglücklich, und ich bedauere jede Kränkung, die sie verursacht haben mag", sagte Smotrich am Donnerstag in einer Videobotschaft im Onlinedienst X. Die Wortwahl des Ministers war von israelischen Politikern kritisiert worden.

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Smotrich hatte sich mit seiner umstrittenen Aussage bei einer Konferenz am Donnerstag dagegen verwahrt, dass Saudi-Arabien die Anerkennung eines palästinensischen Staats im Gegenzug für eine Normalisierung seiner Beziehungen zu Israel fordert. "Reitet weiter auf Kamelen durch die saudiarabische Wüste, und wir werden uns weiterentwickeln – mit einer Wirtschaft, einer Gesellschaft, einem Staat und all den großartigen und wunderbaren Dingen, die wir zu leisten vermögen", sagte der Minister.

Der israelische Oppositionschef Jair Lapid rief den rechtsextremen Finanzminister daraufhin im Onlinedienst X zu einer Entschuldigung auf. "An unsere Freunde im Königreich Saudi-Arabien und im Nahen Osten: Smotrich repräsentiert nicht den Staat Israel", erklärte Lapid.

Der ehemalige Verteidigungsminister Benny Gantz vertrat die Ansicht, dass Smotrichs Äußerungen "von Unwissenheit und mangelndem Bewusstsein für seine Verantwortung als hochrangiger Minister in der Regierung zeugen".

Smotrich ist bekannt für seine provokanten Äußerungen, die oft nicht mit der offiziellen Linie der Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu übereinstimmen. In den sogenannten Abraham-Abkommen, die 2020 unter Vermittlung von US-Präsident Donald Trump während dessen erster Amtszeit geschlossen worden waren, hatten Israel und mehrere arabische Ländern eine Normalisierung ihrer Beziehungen vereinbart.

Die Gespräche über eine Normalisierung zwischen Saudi-Arabien und Israel wurden jedoch nach dem Beginn des Gaza-Kriegs, der durch den Großangriff der radikalislamischen Hamas auf Israel am 7. Oktober ausgelöst worden war, auf Eis gelegt.

(O.Zhukova--DTZ)

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