Deutsche Tageszeitung - Hamas-Behörde: Mindestens 22 Tote bei israelischen Angriffen im Gazastreifen

Hamas-Behörde: Mindestens 22 Tote bei israelischen Angriffen im Gazastreifen


Hamas-Behörde: Mindestens 22 Tote bei israelischen Angriffen im Gazastreifen
Hamas-Behörde: Mindestens 22 Tote bei israelischen Angriffen im Gazastreifen / Foto: © AFP

Bei israelischen Luftangriffen im Süden des Gazastreifens sind am Samstag nach Angaben der Hamas-Behörden mindestens 22 Menschen getötet worden, die meisten von ihnen Frauen und Kinder. Weitere Menschen seien nach den Angriffen noch unter den Trümmern eingeschlossen, teilte die von der radikalislamischen Palästinenserorganisation kontrollierte Zivilschutzbehörde des Gebiets mit.

Textgröße ändern:

Wohnhäuser, Zelte, Notunterkünfte und eine Polizeistation seien getroffen worden, was zu einer humanitären Katastrophe geführt habe, erklärte der Sprecher der Behörde, Mahmud Bassal. In einer vorherigen Zwischenbilanz hatte das Hamas-Gesundheitsministerium die Zahl der Toten bei den israelischen Angriffen noch mit mindestens elf beziffert.

Ein Angriff traf eine Polizeistation in der Stadt Gaza. Dabei wurden der Polizeidirektion zufolge sieben Menschen getötet. Unter den Getöteten befänden sich sowohl Polizeibeamte und Mitarbeiter der Wache als auch Zivilisten, die sich dort zum Zeitpunkt des Angriffs aufhielten, hieß es weiter.

Bei einem anderen israelischen Angriff wurde eine Notunterkunft in Al-Mawasi im Süden des Palästinensergebietes getroffen, wo zehntausende vertriebene Palästinenser in Zelten leben, wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete.

Die israelische Armee teilte mit, dass sie "als Reaktion" auf die "Verstöße der Hamas gegen das Waffenruheabkommen" in der Nacht mehrere Luftangriffe ausgeführt habe. Einzelheiten nannte sie nicht.

Seit dem 10. Oktober gilt im Gazastreifen eine fragile Waffenruhe zwischen der radikalislamischen Hamas und Israel. Beide Seiten werfen sich jedoch immer wieder Verstöße gegen die Vereinbarung vor. Israel pocht auf eine Entwaffnung der Hamas und die Zerstörung des von den Islamisten genutzten Tunnelsystems im Gazastreifen.

Nach Angaben der Hamas sind seit dem Inkrafttreten der Waffenruhe mehr als 500 Menschen bei israelischen Angriffen getötet worden. Die israelische Armee gibt die Zahl der in diesem Zeitraum im Gazastreifen getöteten israelischen Soldaten mit vier an.

(M.Dylatov--DTZ)

Empfohlen

Richterbund erwartet Beschluss von Rechtsstaatspakt bei Bund-Länder-Treffen

Der Deutsche Richterbund (DRB) hat sich "sehr zuversichtlich" gezeigt, dass Bund und Länder bei ihrem Treffen am Nachmittag einen neuen Rechtsstaatspakt schließen. DRB-Bundesgeschäftsführer Sven Rebehn sprach am Donnerstag von einem "dringend benötigten Investitionsschub für die Justiz". Der Nachrichtenagentur AFP sagte er: "Es ist höchste Zeit, dass die Politik eine personelle Trendwende für die chronisch überlastete Strafjustiz einleitet." Flankierend müsse zudem das Verfahrensrecht für Strafprozesse deutlich vereinfacht werden.

Brent-Ölpreis sinkt erstmals unter Schlusskurs vor dem Iran-Krieg

Der Ölpreis für die Nordseesorte Brent ist erstmals unter sein Schlusskurs-Niveau vor Beginn des Iran-Krieges gesunken. Für ein Barrel Brent bei Lieferung im August wurden am Donnerstag 72,44 Dollar (63,73 Euro) aufgerufen. Dies war weniger als der Schlusskurs von 72,48 Dollar am 27. Februar - dem Vorabend des Beginns der Iran-Kriegs durch US-israelische Angriffe auf das Land.

Trump liefert sich offenbar Schreiduell mit Republikaner-Senator

Dicke Luft im US-Kongress: Im Streit über den Iran-Krieg hat sich Präsident Donald Trump offenbar ein Schreiduell mit einem Parlamentarier aus dem eigenen Lager geliefert. Der republikanische Senator Bill Cassidy sagte am Mittwoch nach einem Besuch von Trump im Kapitol, er habe dem Präsidenten vorgeworfen, den Amerikanern nicht die Wahrheit über den Iran-Krieg gesagt zu haben. Dann sei es laut geworden.

Trump preist eigene Verdienste zum Auftakt der 250-Jahr-Feiern in den USA

US-Präsident Donald Trump hat offiziell die Feierlichkeiten zum 250-jährigen Bestehen der Vereinigten Staaten eingeläutet. Trump sagte am Mittwochabend (Ortszeit) bei einer Ansprache vor Anhängern in Washington, die Vereinigten Staaten seien "jung im Vergleich zu manch anderem Land, aber jeder Nation überlegen, die je gegründet wurde". In seiner gut halbstündigen Rede pries Trump seine "Amerika zuerst"-Politik (America first) und teilte gegen politische Gegner aus.

Textgröße ändern: