Deutsche Tageszeitung - Erste Ostermärsche beginnen an Gründonnerstag - Fokus auch auf Wehrpflicht

Erste Ostermärsche beginnen an Gründonnerstag - Fokus auch auf Wehrpflicht


Erste Ostermärsche beginnen an Gründonnerstag - Fokus auch auf Wehrpflicht
Erste Ostermärsche beginnen an Gründonnerstag - Fokus auch auf Wehrpflicht / Foto: © AFP/Archiv

Mit den ersten Protesten unter anderem in Erfurt, Jena und Regensburg starten am Gründonnerstag-Nachmittag die diesjährigen Ostermärsche. Diese richten sich in diesem Jahr vor allem gegen die Kriege in Nahost und der Ukraine sowie gegen die Wehrpflicht, wie das Netzwerk Friedenskooperative mitteilte. Dieses rechnet aufgrund der Wehrpflichtdebatte in diesem Jahr mit einer höheren Beteiligung von jungen Menschen. Dabei sollen in 18 Städten Schülerinnen und Schüler selbst zum Thema sprechen.

Textgröße ändern:

"Junge Menschen dürfen nicht zum Dienst an der Waffe gezwungen werden, daher lehnen wir die Pläne der Wiedereinführung der Wehrpflicht entschieden ab", erklärte Kristian Golla vom Netzwerk Friedenskooperative. Das verpflichtende Ausfüllen des Wehrdienst-Fragebogens, der Zwang zur Musterung und Pläne für eine vollumfängliche Reaktivierung der Wehrpflicht seien "ein massiver Eingriff in die Freiheit junger Menschen".

Insgesamt sind über hundert Veranstaltungen um das Osterwochenende herum geplant, Hauptaktionstage sind dabei Karsamstag und Ostermontag. Allein am Samstag sollen demnach Aktionen in rund 70 Städten wie Duisburg, Hannover München und Stuttgart stattfinden. Am Ostersonntag sind nur vereinzelte Veranstaltungen geplant, am Montag aber noch einmal rund 30, unter anderem in Dresden und Hamburg.

Gefordert wird bei den Ostermärschen "eine Kehrtwende in der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik", wie Willi van Ooyen von der Infostelle Ostermarsch in Frankfurt betonte. Es solle "ein Signal gegen Krieg, Aufrüstung und weitere Militarisierung" gesetzt werden.

Eine konkrete Forderung erhebt dabei die "Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen": Die Bundesregierung solle den USA eine etwaige Nutzung militärischer Stützpunkte für Angriffe auf den Iran untersagen. "Wir sollten die militärischen Basen der USA für den Krieg gegen den Iran nicht zur Verfügung stellen", sagte der politische Geschäftsführer der Gesellschaft, Yannick Kiesel, dazu dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

(U.Beriyev--DTZ)

Empfohlen

Prien: Interessen jüngerer Menschen stärker berücksichtigen

Nach den "GenZ"-Protesten vom Wochenende hat Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) dazu aufgerufen, die Interessen jüngerer Menschen stärker zu berücksichtigen. "Das sind genau die Debatten, die wir jetzt führen müssen, die auch die jungen Menschen sehr zurecht einfordern", sagte Prien am Montag im Sender RBB. Sie wies darauf hin, dass dafür auch ältere Generationen etwas abgeben müssten.

Trump zeigt sich von Sieg seiner Republikaner bei US-Kongresswahlen überzeugt

Zwei Tage vor den US-Kongresswahlen hat sich US-Präsident Donald Trump überzeugt von einem Sieg seiner Republikaner gezeigt. "Wir werden gewinnen", sagte er am Sonntag (Ortszeit). Die Demokraten seien "extreme und gefährliche Radikale", sagte Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Iowa. Sie würden den Wohlstand der Bürger "stehlen" und Migranten ins Land lassen, die dann "plündern, vergewaltigen und brandschatzen" würden.

Zwei Tage vor US-Kongresswahlen: Trump bekräftigt Drohung gegen Iran

Zwei Tage vor den US-Kongresswahlen hat Präsident Donald Trump seine Drohung bekräftigt, die Angriffe gegen den Iran wieder aufzunehmen. "Der einzige Grund, warum ich mit dem Iran noch nicht fertig bin, ist, dass ich nett sein will", sagte Trump am Sonntag vor Anhängern bei einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Iowa. Er wolle "all diese Leben retten". "Aber irgendwann werden wir ihnen einen harten Schlag versetzen müssen."

Koalitiongespräche für mögliche rot-grün-rote Regierung in Berlin starten

In Berlin starten am Montag (10.00 Uhr) die Koalitionsverhandlungen zur Bildung einer möglichen rot-grün-roten Regierung. Dazu kommen die Verhandler von Linken, Grünen und SPD nach Parteiangaben im Abgeordnetenhaus zusammen. Dazu gehören unter anderem auch die Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp, SPD-Landeschef Steffen Krach und Grünen-Spitzenkandidat Werner Graf.

Textgröße ändern: