Deutsche Tageszeitung - Menschenrechtsorganisation: Politischer Gefangener in Venezuela gestorben

Menschenrechtsorganisation: Politischer Gefangener in Venezuela gestorben


Menschenrechtsorganisation: Politischer Gefangener in Venezuela gestorben
Menschenrechtsorganisation: Politischer Gefangener in Venezuela gestorben / Foto: © AFP

In Venezuela ist laut einer Menschenrechtsorganisation ein weiterer politischer Gefangener in Haft gestorben. Der ehemalige Stadtrat José Manuel García Sabino sei am Sonntag in der Stadt Anaco in Polizeigewahrsam tot aufgefunden worden, sagte eine Vertreterin der Organisation Foro Penal der Nachrichtenagentur AFP. Demnach wurde er im Februar wegen Vorwürfen des Betrugs und der Erpressung festgenommen. Nach Angaben von Foro Penal sind seit 2014 in dem südamerikanischen Land 20 politische Gefangene in Haft gestorben.

Textgröße ändern:

Der Vertreterin von Foro Penal zufolge wurde García Sabinos Leichnam am 10. Mai entdeckt und ins Institut für Rechtsmedizin der Stadt Barcelona gebracht, um die Todesursache festzustellen. Diese sei indes noch nicht mitgeteilt worden. Nach Angaben des im Exil lebenden ehemaligen Staatsanwalts Zair Mundaray war García Sabinos Haft "eindeutig politisch", da er Korruptionsvorfälle im Rathaus öffentlich gemacht habe.

Erst vor wenigen Tagen hatten die Behörden den Tod eines weiteren Häftlings, Víctor Hugo Quero Navas, vor neun Monaten eingeräumt. Er galt seit seiner Verhaftung im Januar 2025 als vermisst. Nach der Gefangennahme von Präsident Nicolás Maduro durch die USA im Januar hatte Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez eigentlich eine Amnestie für politische Gefangene verkündet. Ungeachtet dessen befinden sich Menschenrechtsorganisationen zufolge noch immer etwa 500 von ihnen in Gewahrsam.

(O.Tatarinov--DTZ)

Empfohlen

Stichwahl ums Präsidentenamt in Bulgarien begonnen

Vor dem Hintergrund einer Reihe von Drohnenangriffen auf Handelsschiffe im Schwarzen Meer hat in Bulgarien die Stichwahl um das Präsidentenamt begonnen. Die Wahllokale in dem osteuropäischen Land öffneten am Sonntag um 7.00 Uhr (Ortszeit, 6.00 Uhr MEZ) und bleiben bis 20.00 Uhr geöffnet. Die russlandfreundliche derzeitige Präsidentin Ilijana Jotowa steht ihrem prowestlichen Herausforderer Andrej Gjurow gegenüber.

Stichwahl ums Präsidentenamt in Bulgarien

In Bulgarien entscheidet sich am Sonntag in einer Stichwahl, wer künftig an der Spitze des Staates steht. Die russlandfreundliche derzeitige Präsidentin Ilijana Jotowa steht dabei ihrem prowestlichen Herausforderer Andrej Gjurow gegenüber. Im ersten Durchgang vor einer Woche lag Jotowa mit 35 Prozent der Stimmen nur knapp vor Gjurow, der auf 32 Prozent kam.

Trump bringt Angriffe auf weitere Ziele im Iran ins Spiel

US-Präsident Donald Trump hat mögliche neue Angriffe auf Ziele im Iran ins Spiel gebracht. "Wir haben ihr Atomprogramm ausgeschaltet. Wir müssen uns noch um, ich würde sagen, ein oder zwei Anlagen kümmern, aber das können wir in zehn Minuten erledigen", sagte Trump am Samstag vor Journalisten auf seinem Anwesen Mar-a-Lago im US-Bundesstaat Florida.

Ausschreitungen bei Protesten in Frankreich - insgesamt 565 Festnahmen

Bei Ausschreitungen am Rande landesweiter Massenproteste in Frankreich sind am Samstag 565 Menschen festgenommen worden. Dies teilte das französische Innenministerium am Abend mit. In Paris wurden zudem fünf Sicherheitskräfte verletzt, darunter drei durch Molotowcocktails, wie die Polizeipräfektur mitteilte. Bei einem der Angriffe geriet die Uniform eines Gendarmen durch einen Molotowcocktail in Brand.

Textgröße ändern: