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Lufthansa senkt Verlust im zweiten Quartal deutlich auf 756 Millionen Euro
Die Lufthansa hat angesichts steigender Passagier- und Buchungszahlen ihren Verlust deutlich gesenkt: Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, stand im zweiten Quartal unter dem Strich ein Verlust von 756 Millionen Euro, nach minus 1,5 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz kletterte um 70 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro.
Fischer in Deutschland können Ausgleich für Schäden durch Kormorane oder Biber bekommen
Binnenfischer, Betreiber von Aquakulturen und die kleine Küstenfischerei können einen finanziellen Ausgleich für Schäden bekommen, die Kormorane, Grau- und Silberreiher, Fischotter oder Biber anrichten. Die EU-Kommission habe eine entsprechende Rahmenrichtlinie genehmigt, teilte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) am Mittwoch mit. Sie gilt bis Ende 2026. Bis zu sieben Millionen Euro stehen zur Verfügung.
Mehr Plattenspieler und mehr Vinylplatten verkauft
Trotz des Erfolgs von Streamingplattformen wie Spotify bleibt auch der klassische Plattenspieler beliebt: Im ersten Halbjahr wurden 63.000 Geräte verkauft, das waren acht Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie der Unterhaltungselektronikverband Gfu am Mittwoch mitteilte. Demnach hält der Trend zum Plattenspieler schon seit 2016 an. Der Durchschnittspreis lag im ersten Halbjahr bei 221 Euro.
Deutschlands Automarkt schwächelt - Im Juli ein Viertel weniger Pkw neu zugelassen
Deutschlands Automarkt schwächelt: Die Zahl der Neuzulassungen schrumpfte im Juli stark um 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg am Mittwoch mitteilte. Der Absatz von Elektroautos nahm zwar weiter zu - aber nicht mehr so stark wie in den Vormonaten. Größter Bremsklotz sei der Chipmangel, erklärte Experte Peter Fuß von EY: Millionen Autos könnten nicht gebaut und ausgeliefert werden.
Ein Viertel weniger Neuzulassungen im Juli
Die Zahl der Neuzulassungen in Deutschland ist im Juli stark geschrumpft. Im Vergleich zum Juli 2020 wurden rund 236.400 Pkw neu angemeldet, das waren 24,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg am Mittwoch mitteilte. Es war der erste monatliche Rückgang nach vier Wachstumsmonaten in Folge, wie der Verband der Deutschen Automobilindustrie (VDA) erklärte.
Deutschland steigert Ausgaben pro Kopf für die Schiene auf 88 Euro
Die Allianz pro Schiene hat der scheidenden Bundesregierung eine gemischte Bilanz bei der Bahnpolitik ausgestellt. Zwar seien die jährlichen Investitionen in die Schiene zwischen 2016 und 2020 von 64 Euro auf 88 Euro pro Kopf und damit um knapp 38 Prozent gestiegen, teilte das Bündnis am Mittwoch mit. Jedoch erreiche Deutschland damit weiterhin international "nicht einmal Mittelmaß".
Preise für Benzin und Diesel steigen - Ölpreis sinkt leicht
Der Preisanstieg an den Zapfsäulen geht weiter, obwohl der Ölpreis zuletzt etwas gesunken ist. Wie der ADAC am Mittwoch mitteilte, kostet ein Liter Super E10 aktuell im bundesweiten Mittel 1,560 Euro, das sind 0,7 Cent mehr als vor einer Woche. Der Preis für Diesel-Kraftstoff stieg demnach um 0,3 Cent auf 1,394 Euro. Gleichzeitig sei der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent seit vergangener Woche um etwa einen Dollar gefallen.
Bundesarbeitsgericht setzt Entscheidung über Nachtzuschlag bis zum EuGH-Urteil aus
Das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt hat ein Verfahren über Zuschläge für Nachtarbeit bis zu einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) in einem ähnlichen Fall ausgesetzt. Im aktuellen Fall klagt ein Angestellter im Schichtdienst in der Süßwarenbranche auf einen höheren Nachtzuschlag. In dem Fall, der dem EuGH bereits vorliegt, geht es um das Unternehmen Coca-Cola; die Fragen stellten sich "in gleicher Weise", erklärte das BAG am Mittwoch. (Az. 10 AZR 397/20 (A))
Produktion strombasierter Kraftstoffe könnte Arbeitsplätze in Deutschland schaffen
Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) hat für die sogenannten Power-to-X-Technologien geworben. Die Produktion von strombasierten Kraftstoffen könnte in Deutschland neue Arbeitsplätze schaffen: "Für die Entwicklung und Produktion von PtX-Technologien wird das gebündelte Knowhow von Forschern, Ingenieuren und technischen Fachkräften aus Deutschland gebraucht", erklärte Schulze am Mittwoch bei der Vorstellung eines globalen Potenzialatlas des Fraunhofer-Instituts.
E-Lkw-Hersteller Nikola revidiert Ziele drastisch nach unten
Der Elektro-Lkw-Hersteller Nikola, gegen dessen Gründer wegen Betrugs ermittelt wird, hat seine Ziele für das laufende Jahr drastisch nach unten revidiert. Nikola werde bis Ende des Jahres 25 bis 50 Lkw ausliefern und nicht wie zuvor angekündigt 50 bis 100, teile das US-Unternehmen am Dienstag mit. Der angepeilte Umsatz werde höchstens 7,5 Millionen Dollar (6,2 Millionen Euro) betragen - nicht wie zunächst angekündigt 15 bis 30 Millionen Dollar.
Insolvenzantragspflicht für unwettergeschädigte Unternehmen wird ausgesetzt
Die Insolvenzantragspflicht für von dem schweren Unwetter im Juli geschädigte Firmen wird vorübergehend ausgesetzt. Das Kabinett beschloss am Mittwoch eine entsprechende Vorlage aus dem Justizministerium, die eine Aussetzung rückwirkend ab dem 10. Juli bis zunächst Ende Oktober vorsieht. In der Zwischenzeit soll den Unternehmen die Möglichkeit gegeben werden, wirtschaftliche Hilfen in Anspruch zu nehmen.
Bodenhaltung bei Legehennen weiterhin dominierende Haltungsform
Bei den Legehennen in Deutschland gewinnt die Freilandhaltung zunehmend an Bedeutung - die Bodenhaltung ist jedoch weiterhin die dominierende Haltungsform. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte, hatte die Bodenhaltung 2020 einen Anteil von 65 Prozent, 2010 waren es 66 Prozent. Allerdings nahm der Anteil der Freilandhaltung in dem Zeitraum deutlich zu: von 17 auf 31 Prozent.
Immer mehr Unternehmen rechnen auch nach Corona mit deutlich mehr Homeoffice
Die Corona-Pandemie hat die Arbeitswelt schon nachhaltig verändert: Einer aktuellen ZEW-Umfrage zufolge rechnen sehr viele Unternehmen in der Informationswirtschaft und im Verarbeitenden Gewerbe mit deutlich mehr Homeoffice nach Corona. "Dabei ist nicht nur der Anteil an Unternehmen mit langfristigen Homeoffice-Plänen gewachsen, sondern auch der Anteil an Beschäftigten, die solche Angebote in der Zeit nach Corona voraussichtlich in Anspruch nehmen werden", erklärte am Mittwoch Daniel Erdsiek vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW).
Studie: 13 Prozent der Haushalte bleibt nach Miete weniger als das Existenzminimum
Rund zwei Millionen Menschen in Deutschland bleibt nach Zahlung ihrer Mietkosten weniger als das gesetzlich festgeschriebene Existenzminimum zum Leben. Knapp 1,1 Millionen oder 12,9 Prozent aller Miethaushalte in Großstädten befanden sich zuletzt in einer solch schwierigen wirtschaftlichen Lage, wie eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung ergab. Besonders betroffen sind demnach Alleinerziehende: Jedes vierte alleinerziehende Elternteil hatte nach Zahlung der Mietkosten weniger Geld zur Verfügung als im Arbeitslosengesetz als Regelbedarf festgelegt.
Umfrage: Anteil der von Existenznot bedrohten Betriebe halbiert sich
Die Unternehmen in Deutschland erholen sich zusehends von der Corona-Krise. Der Anteil der Betriebe, die sich akut in ihrer Existenz bedroht sehen, halbierte sich von acht Prozent im Mai auf vier Prozent im Juli, wie eine repräsentative Befragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ergab. Knapp ein Drittel der Betriebe gab demnach an, nicht von der Corona-Krise betroffen zu sein.
Anhaltender Chipmangel schlägt Autobauern aufs Gemüt
Der anhaltende weltweite Chipmangel zwingt die internationalen Autobauer zu vorsichtigen Ausblicken für das Geschäftsjahr. Der US-Konzern General Motors (GM) und der japanische Autobauer Toyota vermeldeten am Mittwoch Milliardengewinne für die zu Ende gegangenen Quartale. Die Lieferengpässe dürften aber im zweiten Halbjahr anhalten - daher zeigten sich die Konzerne teils zurückhaltend.
Toyota verfünffacht Quartalsgewinn
Der japanische Autokonzern Toyota hat im Quartal von April bis Juni seinen Gewinn mehr als verfünffacht. Toyota verdiente knapp 898 Milliarden Yen (6,9 Milliarden Euro) - ein Rekord für dieses Quartal, wie ein Sprecher am Mittwoch sagte. Der Umsatz stieg um 72,5 Prozent auf umgerechnet 61,3 Milliarden Euro.
Commerzbank im zweiten Quartal mit 527 Millionen Euro Verlust
Deutschlands zweitgrößte Bank, die Commerzbank, hat im Quartal von April bis Juni einen Verlust von 527 Millionen Euro gemacht. Grund seien Einmaleffekte und die Restrukturierungsaufwendungen, teilte die Bank am Mittwoch mit. Die Bank will bis 2024 Filialen schließen und die Stellen von etwa 40.000 auf 32.000 abbauen. Ein im Mai mit den Arbeitnehmervertretern beschlossener Sozialplan sieht vor, dies vor allem über Altersteilzeit oder Vorruhestand umzusetzen.
Deutsche Bahn bezieht ab 2023 Strom aus norwegischem Wasserkraftwerk
Die Deutsche Bahn (DB) wird ab 2023 Strom aus einem Wasserkraftwerk im Süden Norwegens beziehen. Der Strom werde durch das im Mai eingeweihte Unterseekabel Nordlink geliefert, teilte die DB am Mittwoch mit. Der Vertrag mit dem norwegischen Energieunternehmen Statkraft über jährlich fast 190 Gigawattstunden Strom läuft über zehn Jahre.
Auch Lancia und Alfa Romeo sollen in wenigen Jahren komplett elektrisch fahren
Die beiden Sportwagenmarken Lancia und Alfa Romeo sollen in wenigen Jahren nur noch als E-Autos erhältlich sein. Lancia werde 2026 komplett elektrisch, Alfa Romeo auf den wichtigsten Absatzmärkten 2027, kündigte der Mutterkonzern Stellantis am Dienstag an. Anfang Juli hatte der Autobauer bereits mitgeteilt, dass die Marke Opel in Europa 2028 komplett auf Elektromobilität umgestellt wird.
Continental stellt ab 2022 Reifen aus recycelten PET-Flaschen her
Der Reifenhersteller Continental will ab 2022 Reifen aus recycelten PET-Flaschen herstellen. Durch die Herstellung von wiederaufbereitetem Polyester aus Plastikflaschen könne künftig herkömmliches Polyester in der Produktion komplett ersetzt werden, erklärte Continental in Hannover am Dienstag. Das wiedergewonnene Material soll demnach in der Reifenkarkasse zum Einsatz kommen - 60 recycelte PET-Flaschen ergeben demnach genug Polyester für einen kompletten Reifensatz.
Wechsel an der Spitze von US-Spielentwickler Activision Blizzard
An der Spitze des US-Computerspielentwicklers Activision Blizzard kommt es nach einem Sexismus-Skandal zu einem Führungswechsel. J. Allen Brack, Chef der Abteilung Blizzard Entertainment, verlasse das Unternehmen, "um sich neuen Möglichkeiten zu widmen", wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Abgelöst wird er von den langjährigen Mitarbeitern Jen Oneal und Mike Ybarra.
Gewinnrückgang bei Alibaba - Umsatz wächst aber ungebrochen
Der chinesische Onlineriese Alibaba hat im vergangenen Quartal weniger Gewinn gemacht - blickt aber auf ein anhaltend hohes Umsatzwachstum. Der Nettogewinn belief sich zwischen April und Juni auf 45,1 Milliarden Yuan (5,8 Milliarden Euro), wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Das waren fünf Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz wuchs um 34 Prozent auf fast 206 Milliarden Yuan.
Energieverbrauch in Deutschland im ersten Halbjahr deutlich gestiegen
Mit der Lockerung vieler Corona-Einschränkungen ist der Energieverbrauch in Deutschland im ersten Halbjahr wieder gestiegen. Im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2020 lag er um 4,3 Prozent höher, wie die Arbeitsgemeinschaft (AG) Energiebilanzen am Dienstag mitteilte. Dabei stieg der Kohleverbrauch deutlich an - der Anteil der Erneuerbaren Energien am Stromerzeugungsmix dagegen sank witterungsbedingt. Die CO2-Emissionen nahmen um 6,3 Prozent zu.
Ganz Berlin soll als Gebiet mit angespanntem Wohnungsmarkt gelten
Der Berliner Senat hat am Dienstag beschlossen, die ganze Stadt zu einem Gebiet mit angespanntem Wohnungsmarkt zu bestimmen. Dazu wird die entsprechende Rechtsvorlage nach dem Baulandmobilisierungsgesetz erlassen, wie der Senat nach seiner Sitzung mitteilte. Die Genehmigungspflicht für die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen in bestehenden Wohngebäuden ab fünf Wohnungen gelte dann stadtweit.
Floristinnen und Floristen bekommen fünf Prozent mehr Lohn
Die rund 32.000 Floristinnen und Floristen in Deutschland bekommen mehr Geld: Rückwirkend zum 1. Juli steigt ihr Lohn um drei Prozent, Anfang 2022 dann um weitere zwei Prozent, wie die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) am Dienstag mitteilte. Der Tarifvertrag läuft bis Ende Juni 2022.
Nachfrage nach Lithium für E-Autos könnte den britischen Bergbau wiederbeleben
Weltweit stellen Autohersteller ihre Flotten auf elektrisch angetriebene Fahrzeuge um - und sie alle brauchen Lithium zur Herstellung von Batterien. Ein britisches Unternehmen hofft nun, in das Geschäft mit dem Lithium-Abbau einzusteigen und den Bergbau im Südwesten Englands wiederzubeleben. Vor fünf Jahren gründete der ehemalige Investmentbanker Jeremy Wrathall sein Unternehmen Cornish Lithium, das seitdem in der Region Cornwall tätig ist.
Rückkehr der Touristen sorgt in Spanien für Rekord-Rückgang der Arbeitslosigkeit
In Spanien ist die Arbeitslosigkeit im Juli so stark wie nie seit Beginn der Statistik 1996 gesunken - was vor allem an der Rückkehr der Touristen liegt. Wie das spanische Arbeitsministerium am Dienstag mitteilte, fanden im vergangenen Monat fast 200.000 Arbeitslose einen neuen Job, darunter waren fast 134.000 Stellen im Dienstleistungssektor. Er wird in Spanien vom Tourismus dominiert.
Energiekonzern BP dank steigender Ölpreise wieder in der Gewinnzone
Der britische Ölkonzern BP hat angesichts weltweit steigender Ölpreise im zweiten Quartal 2021 wieder Gewinn geschrieben. Der Konzern verkündete am Dienstag einen Nettogewinn von 3,1 Milliarden Dollar (2,6 Milliarden Euro) für den Zeitraum April bis Juni 2021. Im Vorjahresquartal hatte der Ölkonzern nach Steuern einen Verlust von rund 16,8 Milliarden Dollar erlitten, als die Corona-Pandemie die globalen Ölpreise in den Negativbereich drückte.
Umfrage: Erwerbstätige weniger besorgt um Job aber unzufriedener mit Politik
Viele Berufstätige in Deutschland durchleben den zweiten Sommer unter Pandemie-Bedingungen mit gemischten Gefühlen: Zwar machten sich weniger Menschen Sorgen um ihren Arbeitsplatz, immer mehr Erwerbstätige waren jedoch unzufrieden mit dem Krisenmanagement der Politik, wie die Hans-Böckler-Stiftung am Dienstag anlässlich der Veröffentlichung einer Studie mitteilte. Soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten seien durch die Pandemie sichtbarer geworden und könnten ein Grund für die wachsende Unzufriedenheit sein, erklärten die Experten.
Umfrage: Gemischte Gefühle bei Berufstätigen im zweiten Corona-Sommer
Viele Berufstätige in Deutschland durchleben den zweiten Sommer unter Pandemie-Bedingungen mit gemischten Gefühlen. Das ist das Ergebnis einer Erwerbstätigenbefragung, die das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung seit Frühjahr 2020 vornimmt. Demnach fürchteten im Juli 2021 weniger Menschen als noch im Winter 2020, ihren Job zu verlieren. Gleichzeitig stieg die Unzufriedenheit mit dem Krisenmanagement der Politik deutlich an.
IWF erhöht Finanzkapazitäten deutlich um 650 Milliarden Dollar
Zur besseren Unterstützung ärmerer Länder hat der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Finanzkapazitäten deutlich aufgestockt. Der Gouverneursrat, oberstes Leitungsgremium des IWF, gab am Montag grünes Licht für neue sogenannte Sonderziehungsrechte im Umfang von 650 Milliarden Dollar (rund 547 Milliarden Euro). IWF-Chefin Kristalina Georgieva sprach von einer "historischen Entscheidung" und einer nötigen Injektion in die Weltwirtschaft "in Zeiten einer nie dagewesenen Krise".