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Einzelhandel appelliert an Bund und Länder: Kein neuer Corona-Lockdown
Trotz der seit Wochen wieder steigenden Corona-Infektionsraten in Deutschland fordert der Einzelhandel den Verzicht auf neue Lockdowns. Zu den für Dienstag geplanten Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Länderchefs sagte der Hauptgeschäftsführer des Einzelhandelsverbands HDE, Stefan Genth, der Zeitung "Die Welt" (Samstagsausgabe): "Es muss klar sein, dass es keinen Lockdown mit Geschäftsschließungen mehr gibt." Dies würden "viele Geschäfte nicht mehr verkraften".
Bewährungsstrafen für US-Investor und französischen Banker in Russland
In einem Aufsehen erregenden Prozess hat ein russisches Gericht Bewährungsstrafen gegen den US-Investor Michael Calvey und den französischen Banker Philippe Delpal verhängt. Die Richter erlegten Calvey am Freitag eine fünfeinhalbjährige Bewährungsstrafe auf, Delpal erhielt viereinhalb Jahre auf Bewährung. Bewährungsstrafen zwischen dreieinhalb und fünf Jahren erhielten zudem fünf russische Mitarbeiter Calveys und Delpals.
Handelsverband: "Dürfen Bargeld nicht aufs Abstellgleis schieben"
Der Handelsverband Deutschland (HDE) will das Bezahlen mit Scheinen und Münzen nicht abschreiben. "Wir dürfen das Bargeld nicht aufs Abstellgleis schieben", sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth dem Portal t-online. Bargeld werde derzeit oft unter den Generalverdacht von Geldwäsche gestellt und künstlich kriminalisiert. "Da muss mehr Sachlichkeit in die Debatte, das ist völlig unangemessen."
Unternehmen in USA schufen fast eine Million neue Jobs im Juli
Die US-Wirtschaft hat im vergangenen Monat fast eine Million neue Jobs geschaffen und damit wie im Juni schon mehr als erwartet. Besonders viele Neueinstellungen gab es im Juli im Gastgewerbe, im Freizeit- und Unterhaltungssektor sowie im Bildungsbereich, wie das US-Arbeitsministerium am Freitag mitteilte. Die US-Wirtschaft setzt damit ihre Erholung von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie fort. Die Arbeitslosenquote sank auf 5,4 Prozent.
Umsatz von Huawei wegen anhaltender US-Sanktionen eingebrochen
Angesichts der anhaltenden Spannungen mit den USA ist der Umsatz des chinesischen Telekommunikationskonzerns Huawei deutlich eingebrochen. Das Unternehmen erzielte nach Angaben vom Freitag im zweiten Quartal einen Umsatz von gut 168 Milliarden Yuan (rund 22 Milliarden Euro) - ein Rückgang um 38 Prozent verglichen mit dem Vorjahreszeitraum. Zum Gewinn äußerte Huawei sich nicht.
Reederei Maersk verneunfacht Gewinn im zweiten Quartal
AP Möller-Maersk, die größte Containerschiffsreederei der Welt, profitiert von der aktuell enormen Nachfrage nach Frachtkapazitäten und den gestiegenen Preisen. Im zweiten Quartal von April bis Juni legte der Nettogewinn von Maersk im Vergleich zum Vorjahr um das Neunfache auf 3,7 Milliarden Dollar (3,14 Milliarden Euro) zu, wie der dänische Konzern am Freitag mitteilte. Für fast eine Milliarde Dollar kauft Maersk zwei E-Commerce-Anbieter.
Frankreichs Winzern droht historischer Ernteeinbruch wegen Aprilfrösten
Frankreichs Winzer stehen angesichts des frostigen Wetters im Frühjahr vor einem Erntedesaster: Wie das französische Landwirtschaftsministerium am Freitag mitteilte, könnte die diesjährige Weinproduktion auf ein "historisches Tief" fallen. Einbußen von 24 bis 30 Prozent seien in diesem Jahr zu erwarten. Grund dafür ist vor allem ein ungewöhnlich kühler und frostiger April.
Industrieproduktion sinkt dritten Monat in Folge
Der weltweite Materialmangel bremst die deutsche Industrie massiv aus - vor allem die Autohersteller. Im Juni sank die Produktion im produzierenden Gewerbe den dritten Monat in Folge, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Der Rückgang betrug 1,3 Prozent im Vergleich zum Mai. Analysten hatten eine Zunahme erwartet.
Handelsunternehmen starten landesweite Impfkampagne
Plakate in Schaufenstern und an Kassen sowie ein Impfangebot vor Ort: Mit einer koordinierten Kampagne wollen Supermärkte und andere Handelsunternehmen die Corona-Impfbereitschaft in der Bevölkerung stärken. Wie der Handelsverband Deutschland (HDE) und der Immobilienwirtschaftsverband ZIA am Freitag mitteilten, erreichen die beteiligten Firmen täglich rund 40 Millionen Kundinnen und Kunden an zehntausenden Standorten bundesweit. Diese Reichweite wolle die Aktion nutzen.
Deutsche Bahn bereitet sich auf Streik der Lokführer vor
Im Tarifkonflikt mit der Lokführergewerkschaft GDL bereitet sich die Deutsche Bahn (DB) auf Streiks vor. Es sei davon auszugehen, "dass es eine weitere Eskalation gibt", sagte DB-Personalvorstand Martin Seiler am Freitag. Er rief erneut zur Rückkehr an den Verhandlungstisch auf. Die GDL will am Dienstag das Ergebnis ihrer Urabstimmung bekanntgeben. Gewerkschaftschef Claus Weselsky rechnet mit einer großen Zustimmung zum Arbeitskampf.
Fronten im Tarifkonflikt bei der Bahn verhärtet - GDL rechnet mit Streiks
Im Tarifkonflikt zwischen der Deutschen Bahn und der GDL bleiben die Fronten verhärtet - die Lokführergewerkschaft rechnet mit Streiks. "Wir spüren: Die Beteiligung an der Urabstimmung ist groß. Wir rechnen damit, dass die Belegschaft ’ja’ zum Arbeitskampf sagt", sagte Gewerkschaftschef Claus Weselsky der "Süddeutschen Zeitung" vom Freitag. Die Stimmung unter den Beschäftigten sei "schlecht".
RTL Deutschland übernimmt Magazine von Gruner + Jahr für 230 Millionen Euro
Zeitschriften wie "Stern", "Geo" und "Brigitte" gehören künftig zu RTL: Die beiden Medienunternehmen RTL Deutschland und Gruner + Jahr bündeln ihre Kräfte und schließen sich zusammen. Wie der Bertelsmann-Konzern, zu dem der Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr gehört, und RTL Deutschland am Freitag mitteilten, soll auf diese Weise ein "nationaler crossmedialer Medien-Champion" gebildet werden. RTL übernimmt demnach die Magazine von G+J für 230 Millionen Euro.
RTL Deutschland und Gruner + Jahr fusionieren
Microsoft verlangt bei Rückkehr in die Büros Impfung der Beschäftigten
Der US-Technologiekonzern Microsoft verlangt bei der Rückkehr seiner Beschäftigten aus dem Homeoffice in die Büros künftig einen Impfnachweis. Das Unternehmen rechne frühstens Anfang Oktober mit einer vollständigen Wiederöffnung der Büros in den USA, teilte es am Donnerstag mit. Im September werde es losgehen "und dann werden wir auch einen Impfnachweis von allen Angestellten, Lieferanten und Gästen fordern, die die Microsoft-Gebäude betreten".
Kölsch-Brauer klagen über schleppendes Geschäft
Kühles Wetter, ausbleibende Touristen und das frühe Aus bei der Fußball-EM: Die Kölsch-Brauer klagen über ein schleppendes Geschäft im ersten Halbjahr. "Wir haben im ersten Halbjahr 2021 rund 647.000 Hektoliter Bier verkauft, das ist ein Rückgang von mehr als 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr", sagte der Geschäftsführer des Kölner Brauerei-Verbands, Christian Kerner, dem "Kölner Stadt-Anzeiger" vom Freitag.
Grüne fordern Ausweitung der Kurzarbeit auf vom Hochwasser betroffene Beschäftigte
Die Grünen haben eine Ausweitung des Kurzarbeitergeldes auf persönlich vom Hochwasser betroffene Beschäftigte gefordert. "Es geht nicht nur um die Unternehmen, sondern auch um die Beschäftigten", sagte der Grünen-Abgeordnete Wolfgang Strengmann-Kuhn der Nachrichtenagentur AFP. Eine Erweiterung der geltenden Sonderregelungen zur Kurzarbeit auf Beschäftigte, die wegen der Überflutungen nicht an ihren Arbeitsplatz gelangen könnten, wäre eine "unbürokratische Unterstützung".
Hälfte aller Neuwagen in den USA soll bis 2030 mit alternativem Antrieb fahren
US-Präsident Joe Biden will die Autoindustrie seines Landes grüner machen - auch mit Blick auf die Konkurrenz in Europa und China. Im Jahr 2030 soll die Hälfte aller neuverkauften Fahrzeuge in den USA mit einem alternativen Antrieb ausgestattet sein, wie aus einer am Donnerstag (Ortszeit) von Biden unterzeichneten Exekutivanordnung hervorgeht. Die drei großen Hersteller General Motors, Ford und Stellantis mit der Marke Chrysler erklärten sich mit dem Ziel einverstanden.
Amazon verlängert Homeoffice bis Januar 2022
Der Onlinehandelskonzern Amazon verlängert wegen der Corona-Pandemie die Möglichkeit für seine Büroangestellten, von zuhause aus zu arbeiten, bis Januar 2022. Wie der Konzern am Donnerstag mitteilte, müssen die Angestellten nicht ab dem 7. September, sondern erst zum 3. Januar wieder regelmäßig ins Büro gehen. Dies gelte für die USA und andere Länder, die aber nicht benannt wurden.
China nimmt 53 stillgelegte Kohleminen wieder in Betrieb
China hat wegen einer hohen Stromnachfrage die Inbetriebnahme mehrerer eigentlich schon stillgelegter Kohleminen erlaubt. Die Planungsbehörde gab am Mittwoch grünes Licht für die Wiederöffnung von 15 Minen, befristet auf ein Jahr. In der vergangenen Woche hatten Behörden bereits die neuerliche Inbetriebnahme von 38 stillgelegten Kohleminen in der Inneren Mongolei angekündigt.
In Kalifornien verdursten die Mandelbäume
Eine verheerende Dürre und die strenge Regulierung des Wasserverbrauchs haben Daniel Hartwig keine Wahl gelassen: Tausende der wertvollen Mandelbäume auf seiner Farm in Kalifornien musste er ausreißen. "Es bricht mir das Herz", sagt er, während er über die Landschaft vor ihm blickt, die früher voller Leben war. Jetzt verdecken verschrumpelte gelbe Blätter die Hülsen, aus denen die diesjährige Mandelernte hätte werden sollen - wenn nur der Regen gekommen wäre.
Venezuela streicht ab Oktober sechs Nullen aus seiner Währung
Angesichts von Hyperinflation und schwerer Wirtschaftskrise streicht Venezuela ab Oktober sechs Nullen aus seiner Währung. Alle Summen in der nationalen Währung Bolívar "werden dann durch eine Million geteilt", teilte die Zentralbank des Landes am Donnerstag mit. Ab Oktober gelte gleichzeitig die neue digitale Währung, der "Digitale Bolívar".
Vonovia veröffentlicht neues Angebot für Übernahme von Deutsche Wohnen
Der Wohnungskonzern Vonovia startet wie angekündigt den dritten Versuch zur Übernahme der Deutsche Wohnen. Vonovia veröffentlichte am Donnerstag das neue Angebot an die Aktionäre der Deutschen Wohnen: Sie sollen 53 Euro pro Anteilsschein erhalten, einen Euro mehr als beim vorigen Angebot, das Ende Juli an der Mindestannahmeschwelle gescheitert war.
Deutsche Post DHL setzt Wachstumskurs im zweiten Quartal fort
Der Logistikkonzern Deutsche Post DHL profitiert weiter stark vom Online-Handel und hat seinen Wachstumskurs fortgesetzt. Wie das Unternehmen am Donnerstag erklärte, stieg der Umsatz im zweiten Quartal im Vorjahresvergleich um 22,2 Prozent auf insgesamt 19,5 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Steuern betrug 2,1 Milliarden Euro, im Vorjahresquartal lag dieser bei 912 Millionen Euro. Der Nettogewinn belief sich auf 1,3 Milliarden Euro, nach 525 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.
Schlüsselübergabe zur Nachnutzung des Berliner Flughafen Tegel
Mit einer symbolischen Schlüsselübergabe hat am Donnerstag offiziell die Nachnutzung des ehemaligen Flughafens Tegel in der Hauptstadt begonnen. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller übergab die Schlüssel für das Areal symbolisch an die landeseigene Tegel Projekt GmbH, wie diese mitteilte. Eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Europas komme damit in die Umsetzung.
In den USA soll die Hälfte aller Neuwagen bis 2030 elektrisch sein
US-Präsident Joe Biden will die Autoindustrie seines Landes grüner machen - auch mit Blick auf die Konkurrenz in Europa und China. Im Jahr 2030 soll die Hälfte aller verkauften Fahrzeuge in den USA elektrisch fahren, eine entsprechende Exekutivanordnung werde Biden am Donnerstag unterzeichnen, teilte das Weiße Haus mit. Die drei großen Hersteller General Motors, Ford und Stellantis mit der Marke Chrysler erklärten sich demnach mit dem Ziel einverstanden.
IWH: Insolvenzen im Juli auf historischem Tiefstand
So wenig Unternehmen und Privatpersonen wie nie haben im Juli Insolvenz anmelden müssen. Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) zählte vergangenen Monat nur 639 Insolvenzen, das waren zehn Prozent weniger als im Juni und 25 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Auch im August sei kein spürbarer Anstieg zu erwarten.
Über 220 Milliarden Euro Schaden jährlich durch kriminelle Attacken auf Unternehmen
Deutschlands Unternehmen erleiden jedes Jahr Milliardenschäden durch kriminelle Attacken. In den Jahren 2020 und 2021 erreichten diese Schäden mit 223 Milliarden Euro einen neuen Rekordwert, wie der Branchenverband Bitkom und der Verfassungsschutz am Donnerstag mitteilten. Das ist mehr als doppelt so viel wie in den Jahren 2018 und 2019. Neun von zehn Firmen wurden demnach 2020/2021 Opfer von Diebstahl, Spionage oder Sabotage.
Kurzarbeit im Juli auf dem niedrigsten Stand seit Beginn der Corona-Krise
Die Zahl der Kurzarbeiterinnen und Kurzarbeiter ist weiter deutlich gesunken. Sie schrumpfte laut einer Schätzung des Münchner Ifo-Instituts von 1,39 Millionen Menschen im Juni auf 1,06 Millionen Menschen im Juli. Das ist die niedrigste Zahl seit Beginn der Corona-Krise im Februar 2020, wie das Ifo am Donnerstag erklärte. "Vor allem in den Branchen mit Corona-Lockerungen ging die Kurzarbeit erneut kräftig zurück", erklärte Ifo-Umfrageexperte Stefan Sauer.
Deutlich mehr Aufträge für Verarbeitendes Gewerbe im Juni
Das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland hat im Juni 2021 deutlich mehr Aufträge verbucht als im Vormonat. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte, stieg der preisbereinigte Auftragseingang nach vorläufigen Zahlen um 4,1 Prozent im Vergleich zum Mai. Ein wichtiger Faktor dabei waren Großaufträge - ohne sie ergibt sich ein niedrigerer Anstieg der Auftragszahlen von 1,7 Prozent. Trotz steigender Auftragszahlen stagnierten aber die Umsätze.
Bayer übernimmt US-Biotechfirma Vividion
Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer verstärkt seinen Bereich der Krebsforschung und übernimmt das US-Biotechnologieunternehmen Vividion. Vereinbart wurden ein Kaufpreis von 1,5 Milliarden Dollar (knapp 1,27 Milliarden Euro) sowie zusätzliche erfolgsabhängige Zahlungen in Höhe von 500 Millionen Dollar, wie der Leverkusener Konzern am Donnerstag mitteilte. Das US-Unternehmen Vividion ist auf innovative Techniken zur Heilung von Krebs- und Immunerkrankungen spezialisiert.
Mehr Passagiere, mehr Buchungen: Lufthansa halbiert Verlust im zweiten Quartal
Die Lufthansa ist auf dem Weg aus der Krise: Dank steigender Passagierzahlen und Buchungen konnte Deutschlands größte Fluggesellschaft ihren Verlust im zweiten Quartal halbieren. Er sank von minus 1,5 Milliarden Euro auf minus 756 Millionen Euro, wie die Lufthansa am Donnerstag mitteilte. Sie erwartet eine weiter positive Entwicklung - die Kapazität wird ihrer Einschätzung nach im Gesamtjahr 2021 aber nur 40 Prozent des Vorkrisenniveaus erreichen.
Lufthansa senkt Verlust im zweiten Quartal deutlich auf 756 Millionen Euro
Die Lufthansa hat angesichts steigender Passagier- und Buchungszahlen ihren Verlust deutlich gesenkt: Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, stand im zweiten Quartal unter dem Strich ein Verlust von 756 Millionen Euro, nach minus 1,5 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz kletterte um 70 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro.