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Tiktok am häufigsten heruntergeladene App des Jahres 2020
Das bei Kindern und Jugendlichen beliebte Onlinenetzwerk Tiktok ist die am häufigsten heruntergeladene App des vergangenen Jahres. Die chinesische Smartphone-App übertrumpfte damit Platzhirsch Facebook und dessen Nachrichtendienste Messenger und Whatsapp, wie die Marktanalysefirma App Annie am Dienstag mitteilte. Ein Jahr zuvor befand sich Tiktok noch auf Rang vier des Rankings. Der Aufstieg ist auch angesichts der Probleme Tiktoks mit der US-Regierung bemerkenswert.
Hacker erbeuten Kryptowährungen im Wert von bis zu 600 Millionen Dollar
Bei einer Cyberattacke auf den US-Dienstleister Poly Network haben Hacker offenbar Kryptowährungen in einem Rekordwert von bis zu 600 Millionen Dollar (510 Millionen Euro) erbeutet. Poly Network teilte am Dienstag im Onlinedienst Twitter mit, dass Unbekannte seine Sicherheitsvorkehrungen geknackt und die Einlagen von "zehntausenden" Kunden auf von ihnen kontrollierte Konten umgeleitet hätten. Dem Unternehmen zufolge handelte es sich um den größten Diebstahl in der Geschichte der Kryptowährungen.
Hacker stehlen Kryptowährungen im Wert von bis zu 600 Millionen Dollar
Hacker haben bei einem Angriff in den USA offenbar Kryptowährungen im Wert von bis zu 600 Millionen Dollar (510 Millionen Euro) gestohlen. Das US-Unternehmen Poly Network teilte am Dienstag auf der Internet-Plattform Twitter mit, dass Unbekannte seine Sicherheitsvorkehrungen geknackt und die Einlagen von "zehntausenden" Kunden auf von ihnen kontrollierte Konten umgeleitet hätten. Dem Unternehmen zufolge handelte es sich um den größten Diebstahl in der Geschichte der Kryptowährungen.
Streik der Lokführer zwingt Bahnverkehr vielerorts zum Stillstand
Der Streik der Lokführerinnen und Lokführer hat am Mittwoch vielerorts den Bahnverkehr zum Stillstand gezwungen. Der Arbeitskampf der Gewerkschaft GDL führe landesweit zu "starken Beeinträchtigungen" mit Streikschwerpunkten in Ostdeutschland und einigen Metropolregionen, erklärte die Bahn. Das Unternehmen reagierte mit Ersatzfahrplänen und Bussen und verstärkte das Personal auf den Bahnhöfen. GDL-Chef Claus Weselsky verteidigte die kurzfristige Ankündigung der Streiks, an der es viel Kritik gegeben hatte.
Streik der Lokführer beeinträchtigt Bahnverkehr massiv
Wegen des Streiks der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) stehen bei der Deutschen Bahn viele Züge still. Wie das Unternehmen am Mittwochmorgen mitteilte, wirkt sich der Streik "stark auf den Zugverkehr aus". Der Ersatzfahrplan sei jedoch "stabil angelaufen". GDL-Chef Claus Weselsky wies am Morgen Vorwürfe zurück, den Arbeitskampf zu spät angekündigt zu haben.
Streik der Lokführer bei der Deutschen Bahn begonnen
Bahnreisende müssen sich bundesweit auf Zugausfälle und Verspätungen einstellen: Am Mittwochmorgen um 02.00 Uhr hat der Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) im Personenverkehr begonnen. Die Auswirkungen werden laut der Deutschen Bahn erst zum frühen Morgen hin sichtbar werden. Im Güterverkehr, der schon seit Dienstagabend bestreikt wird, mussten laut einem Unternehmenssprecher erste Züge stehenbleiben.
Facebook stoppt Kampagne zur Verbreitung von Corona-Falschinformationen
Facebook hat eine internationale Kampagne zur Verbreitung von Falschinformationen über Corona-Impfungen gestoppt. Wie das US-Unternehmen am Dienstag erklärte, versuchte eine russische Werbeagentur bekannten Persönlichkeiten auf verschiedenen Online-Plattformen Fake News unterzujubeln. Aufgefallen sei die Kampagne, nachdem Influencer in Deutschland und Frankreich Nachforschungen angestellt und Alarm geschlagen hätten.
IW: Schäden von bis zu 100 Millionen Euro täglich durch Bahnstreik
Durch den am Dienstag von der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) angekündigten Bahnstreik könnten der deutschen Wirtschaft täglich Schäden von bis zu 100 Millionen Euro entstehen. Dies zeigten Erfahrungswerte aus früheren GDL-Streiks, erklärte das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) am Dienstag. Insbesondere wenn sich die Fahrdienstleiter in größerem Ausmaß am Streik beteiligten, könne die Kostenrechnung weiter ansteigen, warnte das IW.
So wenig Flugreisende an deutschen Flughäfen wie zuletzt 1971 im ersten Halbjahr 2021
Die Nachfrage nach Passagierflügen ist auch im ersten Halbjahr 2021 historisch niedrig geblieben. An deutschen Flughäfen sanken die Passagierzahlen im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 im ersten Halbjahr 2021 um 86 Prozent, wie der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) am Dienstag erklärte. Jedoch zieht die Nachfrage seit dem Sommer demnach wieder deutlich an.
Verbraucherschützer fordern Herstellerabgabe auf zuckrige Getränke
Im Kampf gegen Übergewicht und Fehlernährung wollen Verbraucherschützer die Hersteller besonders zuckerhaltiger Getränke mit einer Abgabe zur Kasse zu bitten - und damit verstärkte Anreize für gesündere Getränke schaffen. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) veröffentlichte am Dienstag ein Positionspapier, in dem die Einführung einer Herstellerabgabe gefordert wird, die proportional zum Zuckergehalt der Getränke ansteigt.
Berlin will Gebäude stärker begrünen
Die Berliner Landesregierung will Gebäude stärker begrünen und ändert dazu die Bauordnung. Ein entsprechender Gesetzesentwurf wurde am Dienstag beschlossen, wie der Senat nach seiner Sitzung mitteilte. Der Entwurf sieht vor, dass ab dem 1. Januar 2024 ein Fünftel eines neu zu bebauenden Grundstücks zu begrünen ist.
Deutsche Unternehmen wollen weiter auf globale Lieferketten setzen
Die Corona-Pandemie hat sich massiv auf die internationalen Lieferketten ausgewirkt - dennoch wollen nur wenige deutsche Unternehmen die globale Beschaffung künftig ersetzen und stattdessen neue nationale Lieferketten aufbauen. Wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie des Münchener Ifo-Instituts für die Konrad-Adenauer-Stiftung hervorgeht, will von 5000 befragten Unternehmen nur jedes zehnte in Zukunft vermehrt auf heimische Lieferketten setzen.
Bayer erleidet erneute Niederlage in US-Glyphosatverfahren
Im Streit um den glyphosathaltigen Unkrautvernichter Roundup hat der Bayer-Konzern in den USA erneut eine juristische Niederlage erlitten. Ein Berufungsgericht im kalifornischen San Francisco bestätigte am Montag ein Urteil aus dem Jahr 2019 zu Gunsten eines Ehepaares, das seine Krebserkrankung auf die jahrelange Nutzung des Mittels zurückführt. Zugleich erhielt das Gericht aber die Reduzierung der Strafzahlung und Entschädigung von zwei Milliarden Dollar (1,7 Milliarden Euro) auf 86,7 Millionen Dollar aufrecht.
Konjunkturerwartungen von Finanzexperten sinken erneut
Die Konjunkturerwartungen von Finanzmarktexpertinnen und -experten in Deutschland haben sich im August weiter verschlechtert. Der Index des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) sank um 22,9 Punkte auf einen neuen Wert von 40,4 Punkten. "Die ZEW-Konjunkturerwartungen gehen zum dritten Mal in Folge zurück", erklärte ZEW-Präsident Achim Wambach am Dienstag. "Dies weist auf zunehmende Risiken für die deutsche Konjunktur hin, wie etwa eine mögliche vierte Covid-Welle ab Herbst oder eine Abschwächung des Wachstums in China."
Lokführer kündigen Streik an - Bahn verringert Fernverkehrsangebot
Bahnreisende müssen sich bundesweit auf Zugausfälle und Verspätungen einstellen: Im Tarifstreit mit der Deutschen Bahn (DB) hat die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) zu Streiks aufgerufen. Wie GDL-Chef Claus Weselsky in Frankfurt am Main sagte, soll die erste Arbeitskampfmaßnahme am Dienstagabend ab 19.00 Uhr im Güterverkehr beginnen, um 02.00 Uhr am Mittwochmorgen sollen dann Streiks im gesamten Personenverkehr und auch der Infrastruktur folgen. Die Bahn reagierte mit Ersatzfahrplänen und kritisierte die Streiks als "unnötig und völlig überzogen".
GDL ruft zu Streiks bei der Bahn bereits ab Dienstagabend auf
Bahnreisende müssen sich bundesweit auf Zugausfälle und Verspätungen einstellen: Im Tarifstreit mit der Deutschen Bahn hat die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) zu Streiks aufgerufen. Wie GDL-Chef Claus Weselsky in Frankfurt am Main sagte, soll die erste Arbeitskampfmaßnahme am Dienstagabend ab 19.00 Uhr im Güterverkehr beginnen, um 02.00 Uhr am Mittwochmorgen sollen dann Streiks im gesamten Personenverkehr und auch der Infrastruktur folgen. Die Bahn kritisierte die Streiks als "unnötig und völlig überzogen".
Leichte Erholung beim Inlandstourismus nach Lockerungen von Corona-Regeln
Die Situation der Beherbergungsbetriebe in Deutschland hat sich im Juni leicht gebessert. Insgesamt übernachteten im Juni 30,9 Millionen in- und ausländische Gäste in deutschen Beherbergungsbetrieben, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Dies entspricht einem Plus von 6,1 Prozent im Vorjahresvergleich. Im Juni 2019, vor der Corona-Pandemie, lagen die Übernachtungszahlen jedoch um 39 Prozent höher.
Weselsky bekräftigt Forderungen der Lokführergewerkschaft GDL
Vor der Verkündung des Ergebnisses einer Urabstimmung zu möglichen Streiks bei der Deutschen Bahn hat GDL-Chef Claus Weselsky die Forderungen der Lokführergewerkschaft bekräftigt. "Unsere Menschen haben durchgearbeitet, wie alle anderen", sagte er am Dienstag im Bayerischen Rundfunk. "Deshalb haben sie einen Anspruch auf eine adäquate Lohnerhöhung."
Zahl der Unternehmensinsolvenzen auch im Mai gesunken
Der rückläufige Trend bei der Zahl der Unternehmensinsolvenzen hat sich auch im Mai fortgesetzt. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte, meldeten die deutschen Amtsgerichte 1116 beantragte Unternehmensinsolvenzen. Das waren 25,8 Prozent weniger als im Mai 2020.
Lieferdienst Delivery Hero kauft fünf Prozent der Anteile von Konkurrent Deliveroo
Der deutsche Lieferdienst Delivery Hero hat fünf Prozent der Aktien seines britischen Konkurrenten Deliveroo aufgekauft. Das britische Unternehmen bestätigte das Geschäft am Montag in einer Mitteilung. Delivery Hero erwarb demnach 5,09 Prozent der Anteile, nähere Angaben zur Transaktion wurden nicht gemacht. Anleger begrüßten die Beteiligung von Delivery Hero, an der Londoner Börse stieg die Deliveroo-Aktie zeitweise um knapp 9,4 Prozent.
IW: Vierter Lockdown würde zehn Milliarden Euro kosten
Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat angesichts drohender Milliardenschäden für die Wirtschaft vor einem vierten Corona-Lockdown gewarnt. Obwohl sich weite Teile der Wirtschaft nach Aufhebung wichtiger Corona-Einschränkungen aktuell erholen, liege der Wertschöpfungsverlust in der zweite Jahreshälfte 2021 bei rund 30 Milliarden Euro, wie das IW am Montag erklärte. Ein neuerlicher Lockdown würde diesen Verlust im vierten Quartal um weitere zehn Milliarden Euro steigen lassen.
Samsung-Erbe kommt am Freitag auf Bewährung frei
Der wegen Korruption zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilte Erbe des Elektronikkonzerns Samsung, Lee Jae Yong, kommt auf Bewährung frei. Das Justizministerium in Seoul kündigte dies am Montag für Freitag an. Lee war im Januar ins Gefängnis gegangen. Seitdem hatten sich immer mehr Politiker und Unternehmer für seine Freilassung ausgesprochen.
Alibaba-Manager muss nach Vergewaltigungsvorwürfen Posten räumen
Ein Manager des chinesischen Onlineriesen Alibaba muss nach Vergewaltigungsvorwürfen seinen Posten räumen. Alibaba-Chef Daniel Zhang verurteilte am Montag außerdem den "Zwang", bei Geschäftsverhandlungen und -abschlüssen Alkohol zu trinken - das sei "schrecklich". Eine namentlich nicht bekannte Alibaba-Mitarbeiterin hatte ihrem Vorgesetzten und einem Kunden sexuelle Übergriffe während einer Geschäftsreise vorgeworfen; sie wurde eigenen Angaben zufolge zum Trinken genötigt und anschließend vergewaltigt.
VW-Kantine in Wolfsburg serviert nach Werksurlaub nur noch Gerichte ohne Fleisch
Veganes Curry statt Currywurst: In der Kantine des Volkswagen Markenhochhauses in Wolfsburg gilt nach dem Werksurlaub ein neuer, ausschließlich vegetarischer und veganer Speiseplan. Rund 150 neue Rezepte habe das VW-Gastronomieteam entwickelt, wie der Konzern am Montag mitteilte. Sie alle seien fleischlos, einzige Ausnahme seien "hin und wieder" auch Gerichte mit Fisch.
Lokführergewerkschaft erwartet über 90 Prozent Zustimmung zum Streik
Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat am Montag die Stimmen ihrer Mitglieder zu möglichen Streiks bei der Deutschen Bahn (DB) ausgezählt. "Wir erwarten über 90 Prozent Zustimmung zum Streik", sagte GDL-Chef Claus Weselsky am Vormittag in Frankfurt am Main. Das Ergebnis der Urabstimmung und weitere Details zu den möglichen Arbeitskampfmaßnamen will Weselsky am Dienstag bekanntgeben.
Lokführergewerkschaft GDL zählt Stimmen zu Arbeitskampf bei der Deutschen Bahn aus
Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat am Montag mit der Auszählung der Mitgliederstimmen zu möglichen Streiks bei der Deutschen Bahn (DB) begonnen. "Wir erwarten über 90 Prozent Zustimmung zum Streik", sagte GDL-Chef Claus Weselsky in Frankfurt am Main. Das Ergebnis der Urabstimmung und weitere Details zu den möglichen Arbeitskampfmaßnamen will Weselsky am Dienstag bekanntgeben.
Vier von fünf Unternehmen in der Elektroindustrie klagen über Materialmangel
Wie viele andere Branchen in Deutschland klagt auch die Elektroindustrie über Materialmangel und Lieferengpässe. Diese bereiteten inzwischen vier von fünf Unternehmen der Branche Schwierigkeiten, teilte am Montag der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) in Frankfurt am Main mit. Im Hoch- und Tiefbau dagegen entspannt sich die Lage einer Ifo-Umfrage zufolge dagegen etwas.
China Telecom kann mit Börsengang in Shanghai mehr als sieben Milliarden Euro einnehmen
Nach dem Rauswurf an der Wall Street will der chinesische Telekommunikationsriese China Telecom den wohl größten Börsengang des Jahres in Shanghai über die Bühne bringen. China Telecom bietet seine Aktien für je 4,53 Yuan an und könnte so 47,1 Milliarden Yuan (6,2 Milliarden Euro) einnehmen, wie aus den am Freitag eingereichten Unterlagen hervorgeht. Die Finanznachrichtenagentur Bloomberg berichtete, China Telecom könne eine Mehrzuteilungsoption ziehen und so sogar umgerechnet über sieben Milliarden Euro einnehmen.
Deutschlands Exporte im Juni wieder über Vorkrisenniveau
Deutschlands Exporte sind im Juni weiter gewachsen und lagen erstmals wieder über dem Niveau vor Ausbruch der Corona-Pandemie. Sie kletterten um 1,3 Prozent im Vergleich zum Mai und um 23,6 Prozent im Vergleich zum Juni 2020, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Auch die Importe erreichten wieder Vorkrisenniveau.
Ifo-Umfrage: Materialengpässe auf dem Bau gehen leicht zurück
Die Materialengpässe auf Deutschlands Baustellen gehen einer Ifo-Umfrage zufolge leicht zurück. Im Juli meldeten 48,8 Prozent der Betriebe auf dem Hochbau, ihre Geschäfte hätten unter Lieferverzögerungen bei Vorprodukten gelitten. Im Juni waren es 50,4 Prozent gewesen, wie das Ifo am Montag mitteilte. Im Tiefbau sank die Zahl der betroffenen Unternehmen demnach von 40,5 Prozent auf 33,9 Prozent.
Verbraucherschützer hält Versicherungspflicht gegen Extremwetter für denkbar
Angesichts zunehmender Extremwetterschäden hält der Chef des Bundesverbands der Verbraucherzentralen (vzbv), Klaus Müller, eine Pflichtversicherung für Hausbesitzer für notwendig - sofern sich künftig nicht deutlich mehr Hausbesitzer freiwillig versichern. Aktuell besäßen 47 Prozent der Hausbesitzer eine Elementarschaden-Versicherung, sagte Müller den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagsausgabe). "Diese freiwillige Quote muss dringend auf mindestens 80 Prozent erhöht werden", forderte er.
Bahn: Scheuer mahnt im Tarifkonflikt zu Besonnenheit
Angesichts drohender Streiks bei der Deutschen Bahn hat Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) die Tarifparteien zur Besonnenheit aufgerufen. "Gerade jetzt brauchen wir ein Miteinander", sagte Scheuer nach Information von DEUTSCHE TAGESZEITUNG. Die Corona-Zeit habe die Bahn "hart getroffen", betonte er. Die Lokführergewerkschaft GDL will am Dienstag das Ergebnis ihrer Urabstimmung bekanntgeben. Gewerkschaftschef Claus Weselsky rechnet mit einer großen Zustimmung zum Arbeitskampf. "Unheimlich viele" Mitglieder hätten ihre Stimme abgegeben, sagte er der "WamS". Er erwarte eine Zustimmung "oberhalb von 90 Prozent". Die "Bild am Sonntag" berichtete, dass die Bahn bereits an einem Notfahrplan arbeite. Im Falle eines Streiks müssten demnach 860 Fernverkehrszüge und bis zu 21.000 Regionalzüge und S-Bahnen umdisponiert werden. Bahn-Personalvorstand Martin Seiler drohte mit juristischen Schritten. "Sollte es der GDL um rechtswidrige Forderungen gehen, würden wir gegen einen Streik vorgehen", sagte er in einem Interview. Neben Lohnerhöhungen streiten die beiden Parteien auch über die Auslegung des neuen Tarifeinheitsgesetzes (TEG). Dieses schreibt vor, dass in einem Betrieb der Tarifvertrag mit der Gewerkschaft gilt, die dort die meisten Mitglieder hat. Die GDL konkurriert dabei mit der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG). Die Bahn hatte Mitte Juli vorgeschlagen, dass künftig die Tarifverträge beider Gewerkschaften in einem Betrieb nebeneinander zur Anwendung kommen. Für ein GDL-Mitglied würde dann das GDL-Tarifwerk gelten, für ein EVG-Mitglied das EVG-Tarifwerk. Nichtorganisierte könnten zwischen einem der beiden Tarifwerke wählen. Dies lehnte die GDL Ende Juli aber ab. (N.Loginovsky--DTZ)