Deutsche Tageszeitung - Taiwan plant Gesetzesverschärfung gegen Industrie-Spionage aus China

Taiwan plant Gesetzesverschärfung gegen Industrie-Spionage aus China


Taiwan plant Gesetzesverschärfung gegen Industrie-Spionage aus China
Taiwan plant Gesetzesverschärfung gegen Industrie-Spionage aus China / Foto: ©

Taiwan will seine Gesetze gegen Industrie-Spionage verschärfen, um gegen die Aktivitäten der Volksrepublik China in diesem Sektor besser gewappnet zu sein. Wie Taiwans Justizministerium am Donnerstag mitteilte, können künftig für Diebstahl von geistigem Eigentum Haftstrafen zwischen fünf und zwölf Jahren verhängt werden. Das Ministerium in Taipeh sprach von Schutzmaßnahmen für "Schlüsselindustrien", die durch China und andere "äußere Mächte" ausgeraubt würden.

Textgröße ändern:

Das wichtigste politische Gremium Taiwans (MAC) teilte mit, die Abwanderung von hochtalentierten Mitarbeitern der Technologiefirmen in die Volksrepublik solle gestoppt werden. MAC-Sprecher Chiu Chui-cheng sagte, es gehe um "High-Tech- und Halbleiter-Talente" sowie um Versuche chinesischer Investoren, illegal in Taiwan zu investieren. An Taiwans Standorten werden einige der fortschrittlichsten und kleinsten Microchips hergestellt. Taiwan Semiconductor Manufacturing Co (TSMC) und der Elektronik-Gigant Foxconn beliefern Apple.

US-Vize-Präsidentin Kamala Harris beschloss am Donnerstag in Hanoi ihre Asien-Reise mit einem weiteren Seitenhieb auf China. "Wir werden unsere Stimme laut und deutlich erheben, wenn Peking Maßnahmen ergreift, die die internationale Ordnung bedrohen", sagte Harris bei einer Pressekonferenz. Harris hatte bei ihrer Reise schon zuvor der Führung in Peking vorgeworfen, die Nachbarstaaten einzuschüchtern.

(W.Uljanov--DTZ)

Empfohlen

Autonomer Fahrdienst Waymo will ab Ende 2027 Robotaxis in München anbieten

Das US-Unternehmen Waymo will künftig Robotaxis in München anbieten und dafür schon in den nächsten Wochen Fahrzeuge für Testfahrten auf die Straßen der bayrischen Landeshauptstadt bringen. "In den kommenden Wochen werden die ersten Waymo-Fahrzeuge auf den Straßen Münchens zu sehen sein – zunächst noch manuell durch die Stadt gesteuert", erklärte die Tochter der Google-Mutter Alphabet am Dienstag. "Gegen Ende 2027 wollen wir unseren Fahrdienst dann für die Öffentlichkeit zugänglich machen."

Spanien will Rückführungen von Migranten aus Ceuta beschleunigen

Die spanische Regierung will die Rückführung Tausender Migranten beschleunigen, die sich nach der massenhaften Ankunft aus Marokko Ende Juli noch in der Exklave Ceuta befinden. Das Kabinett beschloss dazu am Dienstag die Einrichtung einer zentralen Koordinierungsstelle unter Leitung von Territorialminister Ángel Víctor Torres, wie Regierungssprecherin Elma Saiz mitteilte.

Auftritt von Volkswagen-Chef Blume bei Betriebsversammlungen erntet Kritik

Nach Wochen der Unsicherheit mit Blick auf Sparpläne beim kriselnden Autobauer Volkswagen hat sich Konzernchef Oliver Blume bei einer Betriebsversammlung in Wolfsburg den Beschäftigten gestellt - seine Rede erntete jedoch vor allem Kritik. "Sämtliche relevanten Informationen" über die Auswirkungen eines zusätzlichen Jobabbaus fehlten weiterhin, erklärte Gesamt- und Konzernbetriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo am Dienstag in einer Mitteilung, die der AFP vorlag. "Oliver Blume hat seine Chance also verpasst, zu sagen, was ist."

Umfrage: Gamer geben im Schnitt mehr als 300 Euro pro Jahr für Spiele aus

Wer am Rechner oder der Konsole zockt, greift für sein Hobby häufig tief in die Tasche: Laut einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom geben drei Viertel der Gamerinnen und Gamer an, dass sie sich Computer- und Videospiele etwas kosten lassen - im Schnitt 334 Euro in den vergangenen zwölf Monaten.

Textgröße ändern: