Deutsche Tageszeitung - Deutscher Städtetag fordert Ende von "Roller-Mikado" in Innenstätten

Deutscher Städtetag fordert Ende von "Roller-Mikado" in Innenstätten


Deutscher Städtetag fordert Ende von "Roller-Mikado" in Innenstätten
Deutscher Städtetag fordert Ende von "Roller-Mikado" in Innenstätten / Foto: ©

Der Deutsche Städtetag hat chaotische Zustände in Innenstädten durch eine übermäßige Zahl an Elektro-Tretrollern in Innenstädten beklagt und von der Bundesregierung eine schärfere Regulierung gefordert. "Das Roller-Mikado im öffentlichen Raum muss aufhören", sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy der "Rheinischen Post" vom Donnerstag. Die Kommunen müssten in die Lage versetzt werden, "zum Beispiel in übermäßig belegten Innenstädten" Obergrenzen für E-Tretroller festlegen zu können.

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Dedy forderte auch die Einführung einer "Negativ-Beschilderung" für E-Tretroller. "Wir brauchen Verkehrszeichen, die eindeutig bestimmen, E-Roller fahren ist hier verboten, Fahrräder bleiben aber weiterhin erlaubt", sagte er.

Die Deutsche Verkehrswacht forderte ein generelles Alkoholverbot für E-Rollerfahrer und die Einführung einer Helmpflicht. Ihr Präsident Kurt Bodewig sagte der Zeitung, Elektro-Tretroller seien zu einem großen Problem für die Sicherheit auf der Straße geworden. "Zu oft sieht man in den Städten Betrunkene, die mit den E-Rollern unterwegs sind." Das sei "brandgefährlich".

Unfälle würden dann oft Fußgänger betreffen, sagte Bodewig. "Überdies muss überlegt werden, ob diejenigen, die unter Alkoholeinfluss mit einem E-Scooter einen Unfall verursachen, nicht auch ihre existierende Fahrerlaubnis verlieren."

Die Zulassung der Roller zum Straßenverkehr 2019 sei "zwar hip, ist aber nicht verantwortungsvoll geschehen", ergänzte der Verkehrswacht-Präsident. "Bei seither einer Anzahl von Verkehrstoten im zweistelligen Bereich bin ich persönlich für eine Helmpflicht für Elektro-Tretroller." Der E-Roller sei zudem ein Kraftfahrzeug. "Das ist der Unterschied zum Fahrrad."

(W.Uljanov--DTZ)

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