Deutsche Tageszeitung - US-Tech-Konzern Oracle plant Milliarden-Investitionen für KI in Großbritannien

US-Tech-Konzern Oracle plant Milliarden-Investitionen für KI in Großbritannien


US-Tech-Konzern Oracle plant Milliarden-Investitionen für KI in Großbritannien
US-Tech-Konzern Oracle plant Milliarden-Investitionen für KI in Großbritannien / Foto: © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP

Der US-Tech-Konzern Oracle will in den kommenden fünf Jahren fünf Milliarden Dollar in Großbritannien investieren, um die Entwicklung Künstlicher Intelligenz (KI) voranzubringen. Der Konzern, der auf Cloud-Dienste spezialisiert ist, wolle "die britische Regierung bei der Umsetzung ihrer Vision für KI-Innovation und -Anwendung unterstützen", erklärte Oracle am Montag. Der britische Technologieminister Peter Kyle teilte mit: "Durch die Zusammenarbeit mit weltweit führenden Technologieunternehmen wie Oracle festigen wir die Position Großbritanniens an der Spitze der KI-Revolution."

Textgröße ändern:

Der britische Premierminister Keir Starmer hat angekündigt, Regeln für KI zu lockern und so Milliarden an Investitionen anzulocken. Großbritannien soll demnach eine "KI-Supermacht" werden. Der Gründer von Oracle, Larry Ellison, ist ein enger Verbündeter von US-Präsident Donald Trump, mit dem Starmer hofft, ein Handelsabkommen abzuschließen.

Großbritannien ist wie die EU von Trumps Zöllen auf Stahl- und Aluminium betroffen. Anders als Brüssel hat London darauf aber nicht mit Gegenmaßnahmen reagiert. Die britische Regierung hofft, weil Großbritannien nicht mehr Mitglied der EU ist, sich mit Trump einfacher einigen zu können. Gerade die EU-Regeln im Bereich Datenschutz und Wettbewerbsrecht für große Tech-Konzerne sind dem US-Präsidenten ein Dorn im Auge.

Oracle ist auf sogenannte Cloud-Dienste spezialisiert; die dafür benötigte Serverinfrastruktur ist auch für die Entwicklung von KI von entscheidender Bedeutung. Mit einem weltweiten Marktanteil im Cloud-Bereich von rund fünf Prozent ist Oracle allerdings weniger bedeutsam als die Branchenriesen Google, Microsoft und Amazon. Ellison arbeitet derzeit daran, sein Unternehmen durch eine Beteiligung an dem KI-Infrastrukturprojekt Stargate der US-Regierung in die erste Liga zu bringen.

(U.Stolizkaya--DTZ)

Empfohlen

Zwei Nächte in Folge keine US-Angriffe im Iran: Teheran stoppt seine Attacken

Im Krieg mit dem Iran hat das US-Militär zwei Nächte in Folge keine Ziele mehr in dem Land angegriffen. Die iranische Armee kündigte daraufhin am Sonntag an, ihre Attacken in der Region ebenfalls einzustellen. Die für den weltweiten Öl- und Flüssiggastransport wichtige Straße von Hormus ist dagegen weiter umkämpft. Auseinandersetzungen gab es auch zwischen der jemenitischen Huthi-Miliz und Saudi-Arabien.

Waldsiedlung Zehlendorf in Berlin in Unesco-Welterbeliste aufgenommen

Die Waldsiedlung Zehlendorf im Südwesten Berlins ist in die Unesco-Welterbeliste aufgenommen worden. Das beschloss das Welterbekomitee der Organisation bei seiner aktuellen Sitzung im südkoreanischen Busan, wie die deutsche Unesco-Kommission am Sonntag in Bonn mitteilte. Die Aufnahme in die globale Liste der Kultur- und Naturerbes erfolgte demnach als Teil der so genannten Siedlungen der Berliner Moderne. Diese gehören schon seit 2008 als Beispiele für modernen Wohnungsbau zu der Welterbeliste.

Motto "Haltung ist hot": Hunderttausende ziehen bei CSD-Kundgebung durch Berlin

Hunderttausende Menschen haben am Samstag in Berlin an der diesjährigen Großkundgebung zum Christopher Street Day (CSD) teilgenommen. Unter dem Motto "Haltung ist hot" zogen die Teilnehmenden bei hochsommerlichem Wetter durch das Zentrum der Bundeshauptstadt. Eine Polizeisprecherin berichtete am Nachmittag von einem friedlichen Verlauf. Später erklärte die Polizei allerdings, Teilnehmende und zwei Einsatzkräfte seien aus einer Wohnung heraus mit einer Softairwaffe beschossen worden.

Tödlicher Unfall: Kleinflugzeug stürzt auf Wohnhaus in Niedersachsen

Der Flug eines Kleinflugzeugs in Niedersachsen hat am Samstag ein tödliches Ende genommen: Die Maschine stürzte am Vormittag auf das Dach eines Wohnhauses in der Ortschaft Ganderkesee im Landkreis Oldenburg, wie die Polizei bekannt gab. Eine erste Erkundung habe ergeben, dass ein Mensch gestorben und ein weiterer vermisst sei. Das Kleinflugzeug habe "aus bislang ungeklärter Ursache" an Höhe verloren und sei auf die Wohnsiedlung gestürzt.

Textgröße ändern: