Deutsche Tageszeitung - Schluss für chinesischen Immobilienriesen Evergrande an der Börse in Hongkong

Schluss für chinesischen Immobilienriesen Evergrande an der Börse in Hongkong


Schluss für chinesischen Immobilienriesen Evergrande an der Börse in Hongkong
Schluss für chinesischen Immobilienriesen Evergrande an der Börse in Hongkong / Foto: © AFP

Evergrande trug lange Jahre zum raschen Wirtschaftswachstum in China bei - nun wurde der mittlerweile hoch verschuldete Immobilienriese endgültig von der Börse in Hongkong genommen. Die Notierung von Evergrande an der Börse wurde am Montag zu Handelsbeginn aufgehoben. Dies hatte der zuständige Ausschuss des Handelsplatzes bereits Mitte August so entschieden.

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Der Handel mit Aktien von Evergrande war bereits seit Anfang 2024 ausgesetzt. Die Bedingungen für eine Wiederaufnahme konnte das Unternehmen nicht erfüllen, hatte der Ausschuss mitgeteilt.

Der Immobilienentwickler war im Immobilienboom in China immer größer geworden. Zeitweise war das Unternehmen umgerechnet mehrere dutzend Milliarden Euro wert. Für immer neue Bauprojekte verschuldete sich der Konzern tief, auch bei ausländischen Investoren.

Der Abstieg begann 2020, als die chinesische Regierung strengere Regeln für die Immobilienbranche beschloss und die Aufnahme von Krediten erschwerte. Evergrande konnte schnell seine Schulden nicht zurückzahlen und ging 2021 pleite. Im Januar 2024 ordnete ein Hongkonger Gericht die Zerschlagung des Konzerns an, der Handel mit Evergrande-Aktien wurde ausgesetzt. Der Konzern wurde zum Symbol für Chinas Immobilienkrise, die mittlerweile seit Jahren den Konsum der Bevölkerung und das Wirtschaftswachstum bremst.

(L.Møller--DTZ)

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