Deutsche Tageszeitung - Grieche Pierrakakis zum neuen Eurogruppen-Chef gewählt

Grieche Pierrakakis zum neuen Eurogruppen-Chef gewählt


Grieche Pierrakakis zum neuen Eurogruppen-Chef gewählt
Grieche Pierrakakis zum neuen Eurogruppen-Chef gewählt / Foto: © AFP

Der griechische Finanzminister Kyriakos Pierrakakis ist zum neuen Präsidenten der Eurogruppe gewählt worden. Die Finanzminister der 20 Länder der Eurozone stimmten am Donnerstag in Brüssel für Pierrakakis, der den zurückgetretenen Iren Paschal Donohoe beerbt. Er setzte sich damit gegen seinen belgischen Kollegen Vincent Van Peteghem durch, der sich ebenfalls zur Wahl gestellt hatte.

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Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) gratulierte seinem griechischen Kollegen und zeigte sich davon überzeugt, "dass wir die vertrauensvolle Zusammenarbeit in der Eurogruppe sehr gut fortführen werden".

EU-Ratspräsident António Costa bemerkte mit Blick auf die griechische Schuldenkrise vor zehn Jahren, "einen weiten Weg zurückgelegt". Die Wahl von Pierrakakis sei eine "bedeutende Anerkennung dieses Forschritts", schrieb Dosta im Onlinedienst X. Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis sprach von einem "stolzen Tag für mein Land".

Der 42-jährige Pierrakakis ist seit März Finanzminister in seiner Heimat, nach er zuvor schon die Ressorts Bildung und Digitales leitete.

Griechenlands Schulden- und Finanzkrise beschäftigten die Eurogruppe damals sehr und es drohte zwischenzeitlich der Ausschluss Athens aus der Währungsunion. Nach Jahren schmerzhafter Reformen und Einsparungen kann das Land inzwischen ein Haushaltsplus verzeichnen und hat ein höheres Wirtschaftswachstum als die meisten anderen EU-Länder.

In der Eurogruppe stimmen die Länder mit der Gemeinschaftswährung ihre Wirtschaftspolitik ab. Alle zweieinhalb Jahre wählt die Gruppe ihren Chef mit einfacher Mehrheit.

Donohoe war seit 2020 Vorsitzender der Eurogruppe. Erst im Juli war er für eine weitere Amtszeit gewählt worden. Im November gab er dann allerdings seinen Rücktritt bekannt, um einen Spitzenposten bei der Weltbank anzutreten.

(L.Svenson--DTZ)

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