Riyad entre dans la guerre
Indiens Nicobar-Trumpf
Chinas Chipangriff auf ASML
Chinas Batterie-Offensive
Verfolgungsjagd mit Polizei: Mit über 150 km/h durch Dortmunder Innenstadt
"Durchbruch": Tarifabschluss im Einzelhandel in NRW erzielt
Verbraucherstimmung deutlich verbessert
SPD-Fraktionschef Miersch vor Wahl in Sachsen-Anhalt: "Da ist noch Spiel"
Politik
US-Medien: CIA-Direktor Ratcliffe warnte in Moskau vor Angriff auf Nato-Staaten
Bei seinem Besuch in Moskau hat der Chef des US-Geheimdienstes CIA, John Ratcliffe, die russische Seite laut US-Medienberichten vor einem möglichen Angriff auf Nato-Mitgliedstaaten gewarnt. Das "Wall Street Journal" berichtete am Mittwoch, Hintergrund seien US-Geheimdiensteinschätzungen, wonach der russische Präsident Präsident Wladimir Putin in den kommenden Jahren womöglich einen "begrenzten Angriff" ausführen lassen könnte.
Sport
US Open: Muchova/Mensik holen Mixed-Titel
Das tschechische Duo Karolina Muchova / Jakub Mensik hat den Mixed-Wettbewerb bei den US-Open gewonnen. Die beiden Tennis-Profis setzten sich in dem Turnier, in dem eine Frau und ein Mann Seite an Seite spielen, im Finale gegen Belinda Bencic aus der Schweiz und ihren italienischen Partner Flavio Cobolli 6:3, 1:6, 10:6 durch.
Letzte Nachrichten
IT-Sicherheitsunternehmen Norton kauft Konkurrenten Avast für über acht Milliarden Dollar
Das IT-Sicherheitsunternehmen NortonLifeLock aus den USA übernimmt seinen tschechischen Konkurrenten Avast zu einem Preis von über acht Milliarden Dollar. So solle ein führendes Unternehmen für Verbraucher im Bereich IT-Sicherheit entstehen, erklärten beide Unternehmen am Mittwoch. Die Corona-Pandemie hatte zuletzt zu vermehrten Onlineaktivitäten geführt, zugleich war es immer wieder zu folgenschweren Hackerangriffen gekommen.
Polnisches Parlament stimmt über umstrittenes Mediengesetz ab
Einen Tag nach dem Zerbrechen der nationalkonservativen Regierungskoalition in Polen stimmt das Parlament am Mittwoch über ein umstrittenes Mediengesetz ab. Der Gesetzesentwurf war einer der Auslöser für das Zerwürfnis zwischen der Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) von Ministerpräsident Mateusz Morawiecki und dem Juniorpartner, der Partei Verständigung.
Nach Dopingfällen: DLV-Asse nachträglich Team-Europameister 2015
David Storl, Christina Obergföll und Co. sind nachträglich zum Team-Europameister von 2015 ernannt worden. Nach einem weiteren Dopingfall in der vor sechs Jahren zunächst siegreichen russischen Mannschaft sind die deutschen Leichtathleten, die damals mit der Silbermedaille von den Titelkämpfen in Tscheboksary zurückgekehrt waren, nun auf den Goldrang aufgerückt. Darüber informierte der Europäische Leichtathletik-Verband den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV).
Messi "sehr glücklich" bei PSG: "Ich möchte einen Neuanfang"
Der sechsmalige Weltfußballer Lionel Messi geht nach dem tränenreichen Abschied aus Barcelona voller Vorfreude in die neue Aufgabe beim französischen Spitzenklub Paris St. Germain. "Als ich hier angekommen bin, habe ich mich glücklich gefühlt", sagte der 34-Jährige bei seiner Vorstellung im Prinzenpark am Mittwoch: "Ich genieße die Zeit in Paris wirklich, und meine Familie fühlt sich sehr wohl. Ich möchte einen Neuanfang in meinem Leben."
EVG sieht Existenzkampf der GDL als wichtigstes Motiv für Streiks
Die mit der Lokführergewerkschaft GDL konkurrierende Gewerkschaft EVG sieht in dem Bahnstreik vor allem einen Kampf um die Existenz der Arbeitnehmervertretung. "Die Forderungen kommen zum Schluss", sagte EVG-Chef Klaus-Dieter Hommel am Mittwoch der "Welt". Aus Sicht der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) sei das "keine normale Tarifauseinandersetzung, sondern ein Streik um die zukünftige Existenz der GDL".
Hafturteil nach tödlichem Angriff auf Feuerwehrmann in Augsburg rechtskräftig
Nach dem tödlichen Angriff auf einen Feuerwehrmann in Augsburg muss ein 17-Jähriger für viereinhalb Jahre in Haft. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe verwarf seine Revision gegen das Urteil des Augsburger Landgerichts vom November 2020, wie er am Mittwoch mitteilte. Das Urteil wegen Körperverletzung mit Todesfolge und gefährlicher Körperverletzung ist damit rechtskräftig. (Az. 1 StR 194/21)
Im internationalen Vergleich nur wenige Neugründungen von Firmen in Deutschland
In Deutschland werden im internationalen Vergleich besonders wenig neue Unternehmen gegründet. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage, die das RKW-Kompetenzzentrum zusammen mit der Leibniz-Universität Hannover für das Bundeswirtschaftsministerium erstellt hat und über die das "Handelsblatt" am Mittwoch berichtete. Für die Umfrage wurden rund 136.000 Menschen befragt.
Indigener Staatsanwalt in Mexiko ermordet
Im Süden Mexikos ist ein indigener Staatsanwalt ermordet worden. Gregorio Pérez Gómez sei tot in seinem Auto in San Cristóbal de las Casas im Bundesstaat Chiapas aufgefunden worden, teilte die Staatsanwaltschaft des Bundesstaates am Dienstag (Ortszeit) mit. Vor seinem Tod hatte Gómez demnach "gewalttätige Ereignisse" im Zusammenhang mit einer örtlichen Bürgerwehr im Ort Pantelhó untersucht.
Streit um Wahlreform in US-Bundesstaat Texas spitzt sich weiter zu
Im US-Bundesstaat Texas spitzt sich ein Streit um eine Wahlrechtsreform weiter zu: Nachdem dutzende Regionalabgeordnete der Demokratischen Partei nach Washington gereist waren, um eine Abstimmung zu verhindern, wollen die republikanischen Abgeordneten sie laut US-Medienberichten nun zur Rückkehr zwingen. Der Vorsitzende des texanischen Repräsentantenhauses, der Republikaner Dade Phelan, habe am Dienstagabend (Ortszeit) Haftbefehle für die 52 abwesenden demokratischen Abgeordneten unterzeichnet, berichtete die "Dallas Morning News" unter Berufung auf Phelans Sprecher.
Bahnstreik lässt Buchungen von Mietwagen in die Höhe schnellen
Die Streikankündigung der Lokführer hat die Buchungen von Mietwagen als Alternative zur Bahn in die Höhe schnellen lassen. Wie das Vergleichsportal Check 24 am Mittwoch mitteilte, stiegen die Buchungen nach der Ankündigung der Streiks am Dienstagvormittag durch die Lokführergewerkschaft GDL deutlich an. Demnach wurden bundesweit rund 74 Prozent mehr Leihwagen gebucht als am Dienstag vor einer Woche.
Sizilien vermeldet mit 48,8 Grad Hitzerekord für Italien und ganz Europa
Eine unbarmherzige Rekordhitze und unzählige Waldbrände machen den Menschen in den Mittelmeerländern immer mehr zu schaffen. Auf Sizilien wurde am Mittwoch nach Angaben der regionalen Behörden mit 48,8 Grad Celsius ein neuer Hitzerekord für Italien und sogar für ganz Europa gemessen. Auf der griechischen Insel Euböa erzielte die Feuerwehr erste Erfolge, auf der Halbinsel Peloponnes musste der Einsatz allerdings ausgeweitet werden. In Algerien stieg die Zahl der Brandopfer auf 69.
Waldbrände und Hitzewelle machen Mittelmeerländern weiter schwer zu schaffen
Gluthitze und Waldbrände machen den Mittelmeer-Anrainern weiter schwer zu schaffen. Auf der griechischen Insel Euböa erzielte die Feuerwehr im Kampf gegen einen verheerenden Waldbrand am Mittwoch immerhin erste Erfolge, auf der Halbinsel Peloponnes musste der Einsatz gegen ein Feuer allerdings ausgeweitet werden. In Algerien stieg die Zahl der Brandopfer laut Staatsfernsehen auf 65. Für das ebenfalls unter Waldbränden leidende Italien wurden Rekordtemperaturen vorhergesagt.
Fortschritte im Kampf gegen die Waldbrände auf griechischer Insel Euböa
Im Kampf gegen die verheerenden Brände auf der griechischen Insel Euböa haben die Behörden am Mittwoch leichte Fortschritte gemeldet. "Ich denke, wir können sagen, dass die Feuerfronten langsam unter Kontrolle gebracht werden", sagte der Bürgermeister der Inselstadt Istiea, Giannis Kontzias, am Mittwoch dem staatlichen Fernsehsender ERT.
Mitarbeiter von britischer Botschaft wegen Spionage für Russland festgenommen
Die Bundesanwaltschaft hat einen Mitarbeiter der britischen Botschaft in Berlin wegen Verdachts auf Spionage für Russland festnehmen lassen. David S. soll einem russischen Geheimdienst gegen Geld Dokumente übergeben haben, wie die Behörde am Mittwoch in Karlsruhe mitteilte. Die Festnahme am Dienstag in Potsdam sei das Ergebnis gemeinsamer Ermittlungen deutscher und britischer Behörden.
Historischer Rückgang bei neuen Ausbildungsverträgen im Corona-Jahr 2020
Die Corona-Krise hat sich deutlich auf dem Ausbildungsmarkt bemerkbar gemacht. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte, sank die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in der dualen Berufsausbildung im Jahr 2020 auf einen historischen Tiefstand. Insgesamt 465.700 Menschen begannen eine Ausbildung, das sind 9,3 Prozent weniger als im Jahr 2019. Besonders betroffen waren Berufe, die auch stark von der Pandemie betroffen waren.
Corona-Lockdown in Australiens zweitgrößter Stadt Melbourne verlängert
Der Corona-Lockdown in Australiens zweitgrößter Stadt Melbourne ist um eine weitere Woche verlängert worden. Die seit dem 5. August geltenden Restriktionen für die fünf Millionen Einwohner der Küstenmetropole sollen mindestens bis zum 19. August fortdauern, wie der Regierungschef des Bundesstaates Victoria, Daniel Andrews, am Mittwoch mitteilte. Er reagierte damit auf den Nachweis von 20 weiteren Corona-Infektionen seit dem Vorabend.
AfD scheitert vor Bundesverfassungsgericht mit Eilantrag zu Bundestagspräsidium
Die AfD-Bundestagsfraktion ist vor dem Bundesverfassungsgericht mit dem Versuch gescheitert, den Bundestag vorläufig zu neuen Verfahrensregeln für die Wahl von Parlamentsvizepräsidenten verpflichten zu lassen. Eine entsprechende einstweilige Anordnung lehnte das Gericht als unzulässig ab, wie es am Mittwoch in Karlsruhe mitteilte. In der laufenden Legislaturperiode hatten alle kandidierenden AfD-Abgeordneten die notwendige Mehrheit verfehlt - schließlich zog die Fraktion Ende 2020 vor das Bundesverfassungsgericht. (Az. 2 BvE 9/20)
Bildungsgewerkschaften attackieren Bund-Länder-Runde
Gewerkschaften aus dem Bildungsbereich sind mit den jüngsten Bund-Länder-Beschlüssen zur Corona-Politik äußert unzufrieden. "Der Kanzlerinnengipfel hat versäumt, mit bundesweit einheitlichen und verbindlichen Leitlinien für Klarheit zu sorgen, in welcher Pandemie-Situation an Kitas, Schulen und Hochschulen welche Maßnahmen ergriffen werden müssen", sagte die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Maike Finnern, den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland vom Mittwoch.
Oppositionsführerin in Nicaragua flieht aus Angst vor Festnahme nach Costa Rica
Nach dem Ausschluss der größten Oppositionspartei Nicaraguas von der Präsidentschaftswahl ist deren Vorsitzende aus Angst vor ihrer Festnahme nach Costa Rica geflohen. "Niemand ist mehr sicher", sagte Kitty Monterrey in einem Interview mit dem Sender Telenoticias am Dienstag (Ortszeit). In den vergangenen Wochen waren bereits mehr als 30 Oppositionspolitiker festgenommen worden. Der langjährige Präsident Daniel Ortega strebt eine vierte Amtszeit an.
Inflationsrate im Juli sprunghaft auf 3,8 Prozent gestiegen
Die Inflationsrate ist im Juli sprunghaft angestiegen und auf den höchsten Stand seit Jahrzehnten geklettert - verantwortlich dafür sind aber vor allem Sondereffekte in Zusammenhang mit der Corona-Krise. Im Vergleich zum Vorjahresmonat legten die Verbraucherpreise im Juli um 3,8 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Eine höhere Inflationsrate gab es demnach zuletzt im Dezember 1993 mit 4,3 Prozent.
Forsa-Umfrage: SPD legt zu - Union sinkt auf 23 Prozent
Die Union hat in einer aktuellen Forsa-Umfrage deutlich an Zuspruch verloren, während sich die SPD verbessern konnte. In dem am Mittwoch veröffentlichten "RTL/ntv-Trendbarometer" büßte die CDU/CSU drei Prozentpunkte ein und sank auf 23 Prozent, die SPD verbesserte sich um drei Punkte auf 19 Prozent. In der Kanzlerpräferenz gewann SPD-Kandidat Olaf Scholz fünf Prozentpunkte.
Razzia gegen mutmaßliche Schleuser in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen
In Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen ist die Polizei mit einer Razzia gegen mutmaßliche Schleuser vorgegangen. Ermittelt werde gegen sieben griechische Staatsbürger im Alter von 19 bis 59 Jahren, teilte die Staatsanwaltschaft Stralsund am Mittwoch mit. Ihnen werde unter anderem Menschenhandel, Ausbeutung und Urkundenfälschung vorgeworfen. Der Hauptbeschuldigte wurde demnach festgenommen.
Sane will "wirklich wichtige Spiele" entscheiden
Fußball-Nationalspieler Leroy Sane vom Rekordmeister Bayern München ist sich seines polarisierenden Bildes in der Öffentlichkeit bewusst. "Ich weiß selbst, dass ich ein Spieler bin, bei dem es in der Öffentlichkeit selten ’Grau’ gibt, sondern häufig nur Schwarz oder Weiß", sagte der 25-Jährige der Sport Bild. Anders als für große Teile der Öffentlichkeit seien für ihn selbst aber nicht nur die blanken Zahlen entscheidend.
Taliban erobern früheren Bundeswehrstandort Faisabad
Die radikalislamischen Taliban haben die Provinzhauptstadt Faisabad im Norden Afghanistans und damit einen weiteren früheren Bundeswehr-Standort erobert. Die Islamisten rückten am Dienstagabend in die Stadt ein, wie ein lokaler Abgeordneter am Mittwoch berichtete. Ein Besuch von Präsident Aschraf Ghani in der belagerten Stadt Masar-i-Scharif im Norden des Landes wurde am Mittwoch überschattet von der Kapitulation hunderter afghanischer Sicherheitskräfte nahe Kundus, das wenige Tage zuvor von den Taliban erobert worden war.
Taliban nehmen mit Faisabad weitere Provinzhauptstadt ein
Die radikalislamischen Taliban haben mit Faisabad im Norden Afghanistans eine weitere Provinzhauptstadt erobert. "Gestern Abend gerieten die Sicherheitskräfte, die seit mehreren Tagen gegen die Taliban kämpften, stark unter Druck", berichtete der örtliche Abgeordnete Sabihullah Attik der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch. Nun sei die Stadt in der Provinz Badachschan, in der bis 2012 Bundeswehrsoldaten stationiert waren, in den Händen der Miliz. Präsident Aschraf Ghani flog am Mittwoch in die belagerte Stadt Masar-i-Scharif im Norden des Landes.
Rummenigge: "Einen Messi kann ich mir in Deutschland schwer vorstellen"
Karl-Heinz Rummenigge hat in seiner Zeit als Vorstandsvorsitzender des Fußball-Rekordmeisters Bayern München eine Verpflichtung von Superstar Lionel Messi nie ernsthaft erwogen. "Das Gehaltsniveau wäre bei uns, so wie es bei Barcelona passiert ist, über Messi nach oben gezogen worden. Das zweite Problem: Einen Messi kann ich mir schwer in einem Land wie Deutschland vorstellen", sagte er der Sport Bild. Grund dafür sei unter anderem die deutsche Neidkultur.
Völler über Job als DFB-Präsident: "Andere Persönlichkeiten besser geeignet"
Sport-Geschäftsführer Rudi Völler vom Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen hat erneut jegliche Ambitionen auf das Präsidentenamt beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) zurückgewiesen. "Für dieses Amt sind andere Persönlichkeiten besser geeignet", sagte der 61-Jährige der Sport Bild. Bereits unmittelbar nach dem Rücktritt von Fritz Keller hatte Völler betont, dass das Präsidentenamt "definitiv nichts" für ihn sei.
Nach Aufgabe in Wimbledon: Serena Williams fehlt auch in Cincinnati
Tennis-Superstar Serena Williams hat ihre Teilnahme für das am Montag beginnende Masters-Turnier in Cincinnati abgesagt. Wie die 23-malige Grand-Slam-Siegerin mitteilte, mache ihr weiter die in Wimbledon Ende Juni zugezogene Beinverletzung zu schaffen. Damals hatte die 39 Jahre alte US-Amerikanerin ihr Erstrundenmatch gegen Alexandra Sasnowitsch (Belarus) beim Stand von 3:3 aufgeben müssen.
Bahn: Erste Auswirkungen des GDL-Streiks spürbar
Bahnreisende müssen sich bundesweit auf Zugausfälle und Verspätungen einstellen: Laut Deutscher Bahn waren am frühen Mittwochmorgen bereits "erste Streikauswirkungen spürbar". Der Ersatzfahrplan für Züge im Nah- und Fernverkehr sei angelaufen, sagte ein Konzernsprecher. Seit Mittwochmorgen um 02.00 Uhr hat die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) auch im Personenverkehr zu Streiks aufgerufen. Im Güterverkehr, der schon seit Dienstagabend bestreikt wird, mussten laut dem Sprecher Züge stehenbleiben. Der Streik soll der GDL zufolge bis Freitagmorgen um 02.00 Uhr andauern. Die Bahn bat Reisende, nicht dringend nötige Fahrten zu verschieben. Am Mittwoch und Donnerstag fährt demnach nur ein Viertel der Züge im Fernverkehr. Im Nahverkehr hat die Bahn ein "Mindestfahrplanangebot" erstellt, die Ausfälle sind laut Sprecher je nach Region unterschiedlich. Laut Gewerkschaftschef Weselsky hatten in einer Urabstimmung der GDL 95 Prozent der Teilnehmenden für den Streik gestimmt. Die GDL will dadurch im Tarifstreit mit der Bahn ein neues Angebot erzwingen. Das zuletzt von der Bahn vorgelegte Angebot bezeichnete sie als "nicht verhandelbar". Weselsky gab am Dienstag dem Bahn-Management die Schuld für die Eskalation. "Wer den Arbeitnehmern in die Taschen greifen will und sich selbst schamlos bedient, hat eine Antwort verdient, wie wir sie geben werden", sagte Weselsky. Die Gewerkschaft sei sich ihrer Verantwortung bewusst. Jedoch: Es gebe "keinen günstigen Zeitpunkt" für einen Streik, "nicht mal nachts". Die Bahn kritisierte die Ankündigung der GDL scharf und sprach von einer "unnötigen Eskalation auf dem Rücken der Bahnkunden". "Die GDL-Spitze eskaliert zur Unzeit", erklärte Bahn-Personalvorstand Martin Seiler am Dienstag. Kritik gab es auch an der Kurzfristigkeit der angekündigten Maßnahmen. Die Bahn kündigte wegen des Streiks "besondere Kulanzregelungen" an. Bereits gebuchte Fahrkarten für betroffene Strecken behalten ihre Gültigkeit demnach bis zum 20. August, die Zugbindung entfällt. Auch eine kostenfreie Erstattung der Zugtickets ist möglich. Die Bahn rechnet zudem an den Streiktagen mit einer sehr hohen Auslastung der verbleibenden Züge und wies auf die Maskenpflicht hin. Außerdem richtete sie eine kostenfreie Sonderhotline ein (08000/996633). (O.Tatarinov--DTZ)
SPD will "sofortigen Neustart" beim Klimaschutz
Nach der Veröffentlichung des alarmierenden Sachstandsberichts des Weltklimarats IPCC zur Erderwärmung hat SPD-Spitzenkandidat Olaf Scholz einen "sofortigen Neustart" beim Klimaschutz nach der Bundestagswahl versprochen. "Als Bundeskanzler werde ich im ersten Jahr für Tempo sorgen", sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ) vom Mittwoch. "Das Baurecht, die Genehmigungs- und Beteiligungsverfahren müssen wir beschleunigen", sagte er weiter. Die Genehmigung einer Windkraftanlage dürfe nicht "sechs Jahre dauern, sondern muss in sechs Monaten gelingen", forderte er. Das Gleiche gelte für die umstrittenen Stromtrassen von Norddeutschland in den Süden. Dabei rechnet der derzeitige Vizekanzler mit Widerstand aus der Bevölkerung. Allerdings: "Vor diesen Konflikten darf man sich aber nicht drücken, wenn Deutschland ein erfolgreiches Industrieland bleiben soll". Mehr Klimaschutz geht für Scholz nicht mit weniger Komfort einher: "Wir müssen anders leben, aber nicht schlechter", sagte er. Ein Elektroauto zu fahren sei beispielsweise in vielerlei Hinsicht angenehmer als ein herkömmliches Auto, sagte er laut NOZ. "Für die SPD ist Klimaschutz ein Industrieprojekt, kein Umerziehungskurs." Laut dem am Montag veröffentlichten IPCC-Bericht erwärmt sich die Erde noch schneller als bislang angenommen und wird bereits gegen 2030 1,5 Grad wärmer als im vorindustriellen Zeitalter sein - zehn Jahre früher als noch 2018 prognostiziert. Ob in einer SPD-geführten Regierung der durch seine Auftritte in zahlreichen Talkshows zur Corona-Pandemie bekannte Karl Lauterbach (SPD) Gesundheitsminister wird, will Scholz noch nicht festlegen. "Ich halte aber nichts davon, jetzt über die Vergabe von Ämtern zu spekulieren", sagte er. Er fände es außerdem "irritierend", wie "im Wochentakt neue Ministerien erfunden werden und Ansprüche angemeldet werden". Er selbst wolle sich auch im Falle einer erfolgreichen Bundestagswahl im September nicht um den Vorsitz seiner Partei bemühen. "Das habe ich klar ausgeschlossen", bekräftigte Scholz. Bei Koalitionsverhandlungen erwartet er auch keine Konflikte mit den Parteivorsitzenden Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken, die formal die Verhandlungshoheit besitzen. "Wir sind ein gutes Team und in vielen Fragen sehr einig". Beim Thema gendergerechte Sprache wirbt Scholz für Entspanntheit. Er selbst bemühe sich, von beiden Geschlechtern zu sprechen oder bei Aufzählungen mal die eine, dann die andere Form zu wählen. Er habe auch kein Problem damit, von Indianerinnen und Indianern zu sprechen, was in einigen Kreisen als rassistisch angesehen wird. Hier komme es "auf den Kontext an", sagte er und fügte hinzu, dass er als Kind alle Bücher des Western-Autors Karl May gelesen habe. (V.Korablyov--DTZ)
Basketball-Star Schröder verkündet Wechsel zu den Boston Celtics
Basketball-Star Dennis Schröder hat seinen Wechsel zu NBA-Rekordchampion Boston Celtics verkündet. "Dies ist eine der besten Franchises in der Geschichte der NBA und es wird eine Ehre sein, das Grün und Weiß anzuziehen und das zu tun, was ich liebe", schrieb der 27-Jährige in einer Instagram-Story. Wie ESPN berichtete, erhält Schröder einen Einjahresvertrag über 5,9 Millionen US-Dollar.
Tiktok am häufigsten heruntergeladene App des Jahres 2020
Das bei Kindern und Jugendlichen beliebte Onlinenetzwerk Tiktok ist die am häufigsten heruntergeladene App des vergangenen Jahres. Die chinesische Smartphone-App übertrumpfte damit Platzhirsch Facebook und dessen Nachrichtendienste Messenger und Whatsapp, wie die Marktanalysefirma App Annie am Dienstag mitteilte. Ein Jahr zuvor befand sich Tiktok noch auf Rang vier des Rankings. Der Aufstieg ist auch angesichts der Probleme Tiktoks mit der US-Regierung bemerkenswert.