Deutsche Tageszeitung - Alaskas Regionalparlament wehrt sich gegen von Trump angeordnete Berg-Umbenennung

Alaskas Regionalparlament wehrt sich gegen von Trump angeordnete Berg-Umbenennung


Alaskas Regionalparlament wehrt sich gegen von Trump angeordnete Berg-Umbenennung
Alaskas Regionalparlament wehrt sich gegen von Trump angeordnete Berg-Umbenennung / Foto: © AFP/Archiv

In einem ungewöhnlichen Schritt hat sich das Regionalparlament im US-Bundesstaat Alaska gegen die von Präsident Donald Trump angeordnete Umbenennung des höchsten Berg der USA gewehrt. Der von Trumps Republikanern geführte Senat in Alaska sprach sich am Freitag (Ortszeit) einstimmig gegen den Plan aus, den indigenen Namen Denali abzuschaffen und den Berg wieder Mount McKinley zu nennen. "Der Name Denali ist in der Kultur und Identität des Staates tief verankert", hieß es in der Resolution.

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"Die Bewohner des Staats sind der Meinung, dass die Namen und geographischen Gegebenheiten in dem Staat von den Bewohnern des Staates und deren Vertretern bestimmt werden sollten", hieß es weiter. Zuvor war der Text im Unterhaus des Regionalparlaments in Alaska mit einer Mehrheit beschlossen worden.

Denali ist der indigene Name für den mehr als 6000 Meter hohen Gipfel - William McKinley war ein 1901 ermordeter US-Präsident. 1917 war der Berg nach dem Republikaner benannt worden, 2015 hatte der damalige demokratische US-Präsident Barack Obama den Gipfel in Denali umbenannt. Regionalpolitiker in Alaska hatten bereits in den 1970er Jahren gefordert, den indigenen Namen zu benutzen. McKinley hatte den Berg nie besucht und keinerlei besondere Beziehung zu dem Berg oder Alaska.

Die Umbenennung des Bergs per Dekret hatte Trump bereits in seiner Antrittsrede am 20. Januar angekündigt. In seinen ersten Tagen im Amt unterschrieb er eine Reihe von Dekreten, die für einen radikalen Politikwechsel im Weißen Haus stehen. Beschlossen wurde anderem die Massenbegnadigung der Trump-Anhänger, die im Januar 2021 das Kapitol gestürmt hatten, und der Austritt aus dem Pariser Klimaschutzabkommen.

Beobachter rechnen nicht damit, dass der Vorstoß aus Alaska die Meinung des Präsidenten ändern wird, dennoch ist der Schritt in der weitestgehend geschlossen hinter Trump auftretenden republikanischen Partei ungewöhnlich.

(M.Travkina--DTZ)

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