Chinas Angriff auf ASML
Kiew setzt Moskau unter Druck
Irans Krieg trifft den Golf
Kiew wieder in Putins Visier
Gericht gestattet Flávio Bolsonaro Besuch seines inhaftierten Vaters wieder
Brand in Starlink-Station in Polen: Tusk gibt zwei Festnahmen in Deutschland bekannt
Ukraine-Krieg: Merz telefoniert mit Selenskyj
Vorfall in Fairford: USA und Verbündete verurteilen "gewaltsame Angriffe" des Iran
Politik
Oberstes Gericht bestätigt Aussetzung von Wahlrecht für bestimmte Auslands-Spanier
Wenige Wochen vor den Neuwahlen in Spanien hält der Oberste Gerichtshof an der Aussetzung des Wahlrechts für zahlreiche außerhalb Spaniens lebende Wähler fest. Nach einer Beschwerde bekräftigten die Richter am Montag, dass bestimmte unter dem sogenannten Enkelgesetz eingebürgerte Spanier nur wählen dürfen, falls sie nachweisen können, dass ihre Angehörigen tatsächlich vor dem Bürgerkrieg (1936–1939) und der Franco-Diktatur (1939–1975) geflohen sind.
Sport
Neuer angeschlagen: Bayern in Stavanger mit Urbig im Tor
Der FC Bayern tritt im Champions-League-Spiel beim norwegischen Fußball-Meister Viking Stavanger mit Jonas Urbig anstelle des angeschlagenen Manuel Neuer im Tor an. Das bestätigte Trainer Vincent Kompany nach der Ankunft im Spielort am Montagabend.
Letzte Nachrichten
Weltcup-Führung verloren: Geiger springt in Lahti am Podest vorbei
Skispringer Karl Geiger ist im finnischen Lahti am Podest vorbeigeflogen und hat damit die Führung im Gesamtweltcup verloren. Im WM-Ort von 2017 musste sich der 29 Jahre alte Oberstdorfer mit Platz fünf begnügen, sein japanischer Rivale Ryoyu Kobayashi feierte hingegen gleichauf mit dem Norweger Halvor Egner Granerud als Doppelsieger seinen achten Saisonerfolg.
Joker Nkunku schießt Leipzig zum späten Sieg
Die Tormaschine kam nur schwer auf Touren, dennoch hat RB Leipzig seine Erfolgsserie unter Domenico Tedesco mit Glück fortgesetzt. Beim heimstarken VfL Bochum setzten sich die Sachsen nach 14 Treffern in vier Spielen "nur" mit 1:0 (0:0) durch, behaupteten aber ihren Champions-League-Platz. Unter dem neuen Coach hat RB von 13 Pflichtspielen bislang nur zwei verloren.
Nato verlegt Eingreiftruppe nach Rumänien und in die Slowakei
Nach dem Beschluss zur Stärkung der Nato-Ostflanke haben die ersten Staaten die Entsendung von Truppen nach Rumänien und in die Slowakei angekündigt. Frankreich und Belgien werden Einheiten für eine Nato-Battlegroup nach Rumänien schicken, wie beide Länder am Wochenende mitteilten. Die EU-Außenminister wollten am Sonntag zudem über die Lieferung "tödlicher" militärischer Ausrüstung an die Ukraine beraten.
Keine rasche Deeskalation im Ukraine-Krieg in Sicht
Im Ukraine-Krieg zeichnet sich keine rasche Deeskalation ab. Unterhändler Kiews und Moskaus kehrten am Montag nach einer ersten Verhandlungsrunde in Belarus zu Konsultationen in ihre Länder zurück. Während der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj einen "sofortigen Waffenstillstand" und einen Abzug der russischen Truppen aus seinem Land verlangte, bekräftigte Kreml-Chef Wladimir Putin seine Forderung nach einer "Entmilitarisierung und Entnazifizierung" der Ukraine. Westliche Staaten prangerten Angriffe Russlands auf Zivilisten in der Ukraine an.
Gespräche zwischen Ukraine und Russland ohne große Hoffnung auf Annäherung
Ohne große Hoffnung auf eine Annäherung im Krieg von Russland gegen die Ukraine haben am Montag Verhandlungen beider Seiten an der belarussisch-ukrainischen Grenze begonnen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj rief Moskau vor den Gesprächen zum "sofortigen Waffenstillstand" und einem Abzug der russischen Truppen aus seinem Land auf. Der Kreml äußerte sich nicht zu seiner Verhandlungsposition. Nach UN-Angaben flohen seit Beginn des russischen Einmarsches am Donnerstag bereits 500.000 Menschen aus der Ukraine in Nachbarländer.
Westen verstärkt Unterstützung für Ukraine trotz russischer Atom-Drohungen
Trotz der Versetzung der russischen Atomstreitkräfte in Alarmbereitschaft hat der Westen seine Unterstützung für die Ukraine im Krieg gegen Moskau verstärkt. Am Sonntagabend kündigte die EU Militärhilfen in Höhe von 450 Millionen Euro an, darunter auch Kampfjets. Unterdessen erklärte die ukrainische Armee, in der Nacht zum Montag "mehrmals" Angriffe der russischen Streitkräfte auf Außenbezirke Kiews abgewehrt zu haben.
USA kritisieren Alarmbereitschaft für russische Atomstreitkräfte
Die USA haben die Versetzung der russischen Atomstreitkräfte in Alarmbereitschaft scharf kritisiert. Der russische Präsident Wladimir Putin beschwöre angebliche Bedrohungen herauf, "um weitere Aggression zu rechtfertigen", sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, am Sonntag dem Sender ABC. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sprach von einer "gefährlichen Rhetorik" Putins. Das Verhalten des russischen Präsidenten sei "verantwortungslos", sagte er dem Sender CNN.
Kombination: Geiger stürmt auf Platz zwei - Frenzel chancenlos
Kombinations-Olympiasieger Vinzenz Geiger ist beim Weltcup im finnischen Lahti auf das Podest gestürmt und hat sich am drittletzten Saison-Wochenende in starker Spätform präsentiert. Zweieinhalb Wochen nach seinem Coup von Peking musste sich der 24 Jahre alte Oberstdorfer nur dem Norweger Jarl Magnus Riiber geschlagen geben, der sich nach seinen Corona-Problemen mit seinem neunten Saisonsieg zurückmeldete.
Wirtschaft fürchtet Belastung durch Sanktionspolitik - und sagt Unterstützung zu
Vertreter von Unternehmen und Verbänden haben der Bundesregierung Unterstützung für die harte Sanktionspolitik gegen Russland zugesagt - trotz befürchteter Belastungen für die deutsche Wirtschaft. Der Ausschluss einiger russischer Banken aus dem Zahlungssystem Swift werde "natürlich auch spürbare Rückwirkungen auf uns hier in Deutschland haben, sagte etwa der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Peter Adrian, am Sonntag den Funke-Zeitungen.
EU gibt 500 Millionen Euro für militärische Unterstützung der Ukraine frei
Mit massiven Sanktionen und militärischer Unterstützung für die Ukraine hat die EU am Wochenende auf den russischen Einmarsch in die Ukraine reagiert. Sie beschloss mit den USA, Kanada, Japan und Großbritannien, eine Reihe russischer Banken vom internationalen Zahlungssystem Swift auszuschließen und die russische Zentralbank zu sanktionieren. Berlin hatte seinen Widerstand gegen die Swift-Maßnahme zuvor aufgegeben. Brüssel gibt darüber hinaus insgesamt 500 Millionen Euro für Waffenlieferungen an die Ukraine frei.
Zahl der Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine steigt weiter
Wegen des Krieges in der Ukraine fliehen immer mehr Menschen aus ihrer Heimat. Seit Beginn des russischen Angriffs am Donnerstag flohen nach Angaben der Nachbarländer bis Sonntag rund mehr als 400.000 Menschen ins benachbarte Polen, Rumänien, Ungarn, in die Slowakei und nach Moldau; mehr als 160.000 weitere Menschen sind nach UN-Angaben im eigenen Land auf der Flucht. Die Kriegsflüchtlinge sollen nach den Worten von Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) in der EU schnell und unbürokratisch aufgenommen werden.
Zahl der Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine steigt weiter an
Wegen des Kriegs in der Ukraine fliehen immer mehr Menschen aus ihrer Heimat. Seit Beginn des russischen Angriffs überquerten nach UN-Angaben vom Sonntag rund 370.000 Flüchtlinge die Grenzen zu den Nachbarländern. In Brüssel kamen am Sonntag die EU-Innenminister zu einer Sondersitzung zusammen; die deutsche Innenministerin Nancy Faeser (SPD) sprach sich für eine "unbürokratische Aufnahme" sowie logistische Unterstützung für Anrainerstaaten wie Polen aus.
USA und weitere Länder stellen Hilfe für Ukraine bereit
Die USA, Italien und Israel haben der Ukraine angesichts des russischen Angriffs zusätzliche Hilfen zugesagt. Die USA kündigten am Sonntag weitere humanitäre Hilfen im Umfang von fast 54 Millionen Dollar (knapp 48 Millionen Euro) an. Die Hilfslieferungen umfassten unter anderem Lebensmittel, Trinkwasser, Medikamente sowie Schutzausrüstung, erklärte Außenminister Antony Blinken. Zudem würden Hilfsorganisationen unterstützt, die bei der Zusammenführung von durch den Krieg getrennten Familien helfen.
Magdeburg deklassiert Pokalsieger Lemgo
Der SC Magdeburg ist in der Handball-Bundesliga auf dem Weg zum ersten Meistertitel seit 2001 offenbar nicht zu stoppen. Der Tabellenführer deklassierte Pokalsieger TBV Lemgo im Auswärtsspiel mit 44:25 (20:11) und feierte den 20. und bislang höchsten Saisonsieg im 21. Spiel. Bester Werfer für Magdeburg war Omar Ingi Magnusson (9/6).
Psychopathischer Despot Putin droht mit Atomeinsatz
Russlands psychopathischer Terror-Despot Putin versetzt die sogenannten Abschreckungskräfte (Atomwaffen) des Landes in Alarmbereitschaft. Damit hat der wahnsinnige Diktator im Kreml seine letzte schmutzige Karte ausgespielt, denn die russische Wirtschaft würde in Kurzfrist unter den massiven Sanktionen der gesamten Europäischen Union zusammenbrechen!Anfangen wird dies am morgigen Montag, 27. Februar 2022, bei Öffnung der russischen Börse - wo nach den massiven Sanktionen geradezu feststeht, dass die russische Börse kollabieren wird!
Russland möchte Friedensverhandlungen mit Ukraine
Die Ukraine hat Friedensverhandlungen mit Russland zugestimmt. Eine russische und eine ukrainische Delegation würden sich an der ukrainisch-belarusischen Grenze treffen, teilte das Büro des ukrainischen Präsidenten Selenskyj mit.Russland hat durch den heldenhaften Kampf der ukrainischen Armee, mit tausenden toten Russen-Bestien der russischen Terror-Armee, des asozial psychisch kranken Russen-Despoten Waldimir Putin, auch keine Bedingungen mehr für die Verhandlungen gestellt! (L.Kleber--DTZ)
2. Liga: Werder gewinnt dank zweier Handelfmeter Nordderby - Dämpfer für Heidenheim
Werder Bremen hat im brisanten Nordderby beim Hamburger SV die Tabellenführung in der 2. Fußball-Bundesliga behauptet. Der Erstliga-Absteiger gewann das Duell der Erzrivalen mit 3:2 (1:0).
London warnt vor Einsatz "noch schlimmerer Waffen" durch Russland in der Ukraine
Die britische Außenministerin Liz Truss hat vor dem Einsatz von "noch schlimmeren Waffen" durch Russland in der Ukraine gewarnt. Geheimdienstinformationen wiesen darauf hin, dass die ukrainischen Streitkräfte "dem russischen Vormarsch weiterhin widerstehen", doch könnte dies dazu führen, dass der Krieg noch "sehr, sehr blutig" werden könnte, sagte Truss am Sonntag dem Sender Sky News: "Wir müssen darauf gefasst sein, dass Russland versuchen wird, noch schlimmere Waffen einzusetzen".
Lambrecht: Brauchen nach Putins Angriffskrieg starke Bundeswehr
Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) hat die massiven Investitionen in die Bundeswehr begrüßt. "Wir brauchen eine gut ausgerüstete und leistungsstarke Bundeswehr", erklärte Lambrecht am Sonntag. Das werde angesichts von Russlands "furchtbarem Angriffskrieg gegen die Ukraine noch einmal auf dramatische Weise deutlich". Zuvor hatte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) im Bundestag für dieses Jahr ein "Sondervermögen Bundeswehr" in Höhe von 100 Milliarden Euro verkündet.
Mindestens 100.000 Menschen demonstrieren in Berlin für den Frieden
Mit Schildern wie "Stoppt den Krieg" und ukrainischen Flaggen haben in Berlin am Sonntag deutlich mehr Menschen als im Vorfeld erwartet gegen den Krieg in der Ukraine demonstriert. Zehntausende folgten dem Aufruf eines breiten Bündnisses aus zahlreichen zivilgesellschaftlichen Organisationen. Nach Polizeiangaben wurde die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf mindestens 100.000 geschätzt, das Veranstalterbündnis berichtete von 500.000 Menschen.
Mindestens 100.000 Menschen bei Friedensdemonstration in Berlin
Die Großdemonstration in Berlin gegen den Krieg in der Ukraine ist am Sonntag auf enormes Interesse gestoßen. Nach Angaben einer Polizeisprecherin wurde die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer am frühen Nachmittag trotz weiteren Zustroms bereits "auf eine niedrige sechsstellige Zahl" geschätzt. Das Veranstalterbündnis berichtete von 500.000 Menschen.
Terror-Russen greifen Ukraine aus allen Richtungen an
Russland hat einen Vormarsch seiner Truppen in der Ukraine "aus allen Richtungen" angeordnet. Den Streitkräften sei befohlen worden, "die Offensive aus allen Richtungen zu erweitern", teilte das Verteidigungsministerium in Moskau am Samstag mit. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko verhängte eine strikte Ausgangssperre. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, sein Land werde sich Russland nicht ergeben. Die Bundesregierung genehmigte erstmals Waffenlieferungen an die Ukraine. Auch im Streit um einen Ausschluss Russlands aus dem internationalen Zahlungssystem Swift lenkt Deutschland offenbar ein "Nachdem die ukrainische Seite einen Verhandlungsprozess abgelehnt hat, haben heute alle Einheiten den Befehl erhalten, den Vormarsch aus allen Richtungen auszudehnen", sagte der russische Armeesprecher Igor Konaschenkow. Die ukrainische Armee verhinderte nach eigenen Angaben einen Einmarsch der russischen Truppen in die Hauptstadt. Es gebe jedoch Kämpfe mit russischen "Sabotagegruppen", die nach Kiew eingesickert seien. Bürgermeister Klitschko verhängte deshalb eine vollständige Ausgangsssperre bis zunächst Montagmorgen. Zivilisten, die dennoch auf den Straßen seien, würden "als Mitglieder von Sabotagegruppen des Feindes betrachtet". Der U-Bahn-Verkehr in Kiew wurde vollständig eingestellt, die U-Bahnhöfe dienen nun als Schutzräume für die Einwohner. Zahlreiche Menschen suchen dort bereits seit Tagen Zuflucht vor den russischen Raketenangriffen. Der ukrainische Präsident Selenskyj zeigte sich weiter kämpferisch. "Ich bin hier. Wir werden unsere Waffen nicht niederlegen. Wir werden unseren Staat verteidigen", sagte er in einer Videobotschaft. Die ukrainische Armee wehre "feindliche Angriffe erfolgreich" ab, betonte Selenskyj. Zwar gebe es in vielen Regionen der Ukraine Kämpfe, die Hauptstadtregion werde aber von der ukrainischen Armee kontrolliert. "Wir haben Anzeichen dafür, dass die Russen zunehmend frustriert sind über den mangelnden Fortschritt während der vergangenen 24 Stunden, vor allem im Norden der Ukraine", sagte ein Vertreter des US-Verteidigungsministeriums am Samstag. US-Verteidigungsminister Antony Blinken kündigte weitere Militärhilfe im Umfang von 350 Millionen Dollar an. Laut Pentagon-Informationen sind inzwischen rund 50 Prozent der 150.000 Soldaten umfassenden russischen Invasionstruppen in der Ukraine. Die Bundesregierung stimmte nach langem Zögern Waffenlieferungen an die Ukraine zu. Deutschland schickt 1000 Panzerabwehrwaffen und 500 Boden-Luft-Raketen aus Bundeswehr-Beständen und genehmigte Estland die Lieferung von Waffen aus DDR-Altbeständen und den Niederlanden die Lieferung von Panzerfäusten aus deutscher Produktion an die Ukraine. "Der russische Terror-Überfall auf die Ukraine markiert eine Zeitenwende", erklärte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). Es sei es Deutschlands "Pflicht, die Ukraine nach Kräften zu unterstützen bei der Verteidigung gegen die Invasionsarmee von Wladimir Putin". Auch andere Staaten kündigten weitere Waffenlieferungen an. "Die Anti-Kriegs-Koalition funktioniert", twitterte Selenskyj nach einem Telefonat mit Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron. Im Streit um einen Ausschluss Ruslands vom Zahlungssystem Swift gibt es derweil offenbar Bewegung: Die Bundesregierung arbeite "unter Hochdruck daran, wie die Kollateralschäden einer Abkopplung (Russlands) von Swift so eingegrenzt werden können, dass sie die Richtigen trifft", erklärten Bundesaußenministerin Annalena Baerbock und Vizekanzler Robert Habeck (beide Grüne). " Was wir brauchen, ist eine gezielte und funktionale Einschränkung von Swift." Auch Italien und Ungarn signalisierten, dass sie einen Swift-Ausschluss Russlands unterstützen würden. Nach ukrainischen Angaben wurden seit Beginn des russischen Angriffskriegs 198 Zivilisten getötet, darunter drei Kinder. Mehr als 1100 weitere Menschen wurden demnach verletzt. Die russische Terror-Medienaufsicht Roskomnadsor versuchte unterdessen, die Berichterstattung über den Krieg in der Ukraine drastisch einzuschränken. Unabhängige Medien wurden aufgefordert, alle Beiträge zu entfernen, in denen von einem russischen "Angriff", einer "Invasion" oder einer "Kriegserklärung" gegen die Ukraine die Rede ist. Russlands Großangriff auf die Ukraine hatte am Donnerstagmorgen begonnen und weltweit für Entsetzen gesorgt. Die EU, Großbritannien und die USA verhängten neue Sanktionen gegen Russland - auch gegen Kreml-Chef Putin und seinen Außenminister Sergej Lawrow persönlich. Die Nato beschloss einen deutlichen Ausbau ihrer Präsenz an der Ostflanke. Polen hat nach Regierungsangaben seit Beginn der russischen Invasion am Donnerstagmorgen bereits 115.000 Flüchtlinge aus der Ukraine aufgenommen. Zehntausende weitere Menschen sind innerhalb des Landes auf der Flucht vor den Kämpfen. (U.Stolizkaya--DTZ)
Deutschland: Bundesregierung liefert Waffen an Ukraine
Deutschland schickt 1000 Panzerabwehrwaffen und 500 Boden-Luft-Raketen aus Bundeswehr-Beständen an die Ukraine. Regierungssprecher Steffen Hebestreit teilte am Samstagabend mit, die Waffen sollten so schnell wie möglich geliefert werden, um die ukrainischen Streitkräfte zu unterstützen. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) erklärte, es sei Deutschlands "Pflicht, die Ukraine nach Kräften zu unterstützen bei der Verteidigung gegen die Invasionsarmee von Wladimir Putin". Regierungskreisen zufolge darf Estland außerdem Waffen aus DDR-Altbeständen an die Ukraine liefern. "Der russische Terror-Überfall auf die Ukraine markiert eine Zeitenwende", erklärte Scholz. "Er bedroht unsere gesamte Nachkriegsordnung." Deutschland stehe eng an der Seite der Ukraine. Wie aus Regierungskreisen in Berlin verlautete, genehmigte die Bundesregierung zudem Estland, Waffen aus DDR-Altbeständen an die Ukraine zu liefern. Estland hatte im Januar seine Absicht erklärt, "dutzende" Javelin-Panzerabwehrraketen und einige noch aus der DDR stammende Haubitzen an die Ukraine zu liefern. Trotz eindringlicher Appelle der Regierung in Kiew hatte die Bundesregierung noch bis vor kurzem Waffenlieferungen an die Ukraine strikt abgelehnt. Dabei verwies sie auf die restriktiven Waffenexport-Gesetze in Deutschland, die keine Waffenlieferungen in Krisengebiete vorsehen. Zuletzt war der Druck auf Berlin, Defensivwaffen an die Ukraine zu liefern, aber immer größer geworden. Polens Ministerpräsident Mateusz Morawiecki sagte am Samstag, die Ukraine brauche "richtige Hilfe", also "Waffen". Etliche Nato-Staaten, darunter Großbritannien und die USA, haben der Ukraine in den vergangenen Wochen Waffen geliefert. Die Ukraine hatte Anfang Februar bei der Bundesregierung eine Reihe von "defensiven" Waffensystemen angefordert. Darunter sind Flugabwehrsysteme, Anti-Drohnen-Gewehre, elektronische Ortungssysteme, Sanitätsfahrzeuge, Nachtsichtgeräte und Munition. Russland hatte am Donnerstagmorgen mit dem Großangriff auf die Ukraine begonnen. Russische Bodentruppen waren anschließend binnen weniger Stunden bis in den Großraum Kiew vorgedrungen. Am Samstag ordnete Russland eine Ausweitung seiner Militäroffensive in der Ukraine an. Den Streitkräften sei befohlen worden, nun "die Offensive in alle Richtungen zu erweitern", teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. (S.A.Dudajev--DTZ)
Straßer stürmt noch auf Rang drei - Kristoffersen siegt erneut
Skirennläufer Linus Straßer ist beim zweiten Weltcup-Slalom in Garmisch-Partenkirchen nach einer fulminanten Aufholjagd noch auf das Podest gefahren. Der Münchner, nur 16. des ersten Durchgangs, belegte einen starken dritten Rang mit 0,47 Sekunden Rückstand auf Sieger Henrik Kristoffersen und hinter Dave Ryding aus Großbritannien (+0,35).
Corona-Krisenstabschef Breuer mahnt in Pandemie weiter zur Vorsicht
Der Leiter des Corona-Krisenstabs im Kanzleramt, General Carsten Breuer, hat in der Corona-Pandemie weitere Vorsicht angemahnt. "Wir können noch längst nicht von einem Pandemieende sprechen", sagte Breuer am Sonntag der "Wirtschaftswoche". Zwar sei die Omikron-Welle "offenbar bezwungen" und erste Lockerungen seien möglich, "aber wir müssen vorsichtig bleiben - und auch damit rechnen, dass es Richtung Herbst wieder zu verschärften Maßnahmen kommen kann", fügte er hinzu.
Mützenich fordert chinesischen Kurswechsel gegenüber Russland
Angesichts des Kriegs in der Ukraine hat SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich von der chinesischen Staatsführung ein Ende der Unterstützung des russischen Präsidenten Wladimir Putin gefordert. "Präsident Xi, ändern Sie Ihren Kurs, stoppen Sie den Krieg Putins", sagte Mützenich am Sonntag während einer Sondersitzung des Deutschen Bundestags in Richtung des chinesischen Staats- und Regierungschefs Xi Jinping.
Habeck wirft Russland "militärische Vergewaltigung" der Ukraine vor
Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat die Kehrtwende der Bundesregierung in der Frage der Waffenlieferungen an die Ukraine gerechtfertigt. In einer Rede im Bundestag warf der Vizekanzler am Sonntag Russland eine "Vergewaltigung" des Nachbarlands Ukraine vor. "Wer bei einer militärischen Vergewaltigung zuschaut, macht sich schuldig", sagte der Grünen-Politiker. Mit der Zusage von Waffenlieferungen zeige Deutschland, "dass wir der Ukraine helfen in dieser Stunde der militärischen Vergewaltigungsnot".
Davis-Cup-Kapitän Kohlmann nominiert Zverev nach
Davis-Cup-Kapitän Michael Kohlmann hat Deutschlands Spitzenspieler Alexander Zverev für das Qualifikationsspiel gegen Brasilien in Rio de Janeiro am 4. und 5. März nachnominiert. Zverev war nach seinem Ausraster beim Turnier in Acapulco frühzeitig disqualifiziert worden, kurz darauf erklärte er seine Bereitschaft, im Davis Cup anzutreten.
Bobic gibt Korkut Jobgarantie bis Saisonende
Sport-Geschäftsführer Fredi Bobic vom Fußball-Bundesligisten Hertha BSC hat Trainer Tayfun Korkut bis Saisonende eine Jobgarantie ausgestellt. Er habe "keine Lust auf Aktionismus", sagte Bobic im Doppelpass von Sport1: "Am Saisonende wird eine Zäsur gemacht. Dann setzen wir uns zusammen und schauen, ob es weitergeht. Tayfun ist ein hervorragender Fußballlehrer. Der Glaube an ihn ist groß."
Olympiasiegerin Hennig starke Siebte in Lahti
Skilanglauf-Olympiasiegerin Katharina Hennig hat auch bei ihrem ersten Weltcup-Einsatz nach den Festtagen von Peking eine starke Leistung gezeigt und ist im finnischen Lahti in ihrer Paradedisziplin unter die Top 10 gestürmt. Über 10 km im klassischen Stil belegte die 25 Jahre alte Oberwiesenthalerin den siebten Platz, bei den Winterspielen in China war Hennig über diese Strecke Fünfte geworden.
Bauarbeiter in Hamburg von zusammenbrechendem Kran erschlagen
Auf einer Baustelle in Hamburg ist ein Mann von einem herabfallenden Kranausleger erschlagen worden. Wie die Polizei in der Hansestadt mitteilte, starb der 45-jährige Arbeiter noch vor Ort an seinen schweren Kopfverletzungen. Mehrere Kollegen des Mannes, die das Geschehen miterlebt hatten, mussten wegen Schockzuständen medizinisch versorgt werden.
Deutsche Bahn lässt ukrainische Flüchtlinge kostenlos nach Berlin weiterfahren
Die Deutsche Bahn lässt Flüchtlinge aus der Ukraine kostenlos von Polen bis nach Berlin fahren. Das Angebot gelte ab Sonntag in allen Fernzügen aus dem Nachbarland und solle Flüchtenden die Weiterreise ab der Grenze erleichtern, wie das Unternehmen in Berlin mitteilte. Die Deutsche Bahn stehe dabei in engem Austausch mit den Behörden und ihren Partnerbahnen in Nachbarländern.