Chinas Angriff auf ASML
Kiew setzt Moskau unter Druck
Irans Krieg trifft den Golf
Kiew wieder in Putins Visier
"Zerstörende Dimension erreicht": Berliner Linke weist Antisemitismusvorwurf zurück
US-Justiz: Pentagon darf Sanktionen gegen Anthropic aufrecht erhalten
Trump nennt Gipfel mit Xi erfolgreich und sieht Konsens bei "Superintelligenz"
UN-Sicherheitsrat verurteilt Huthi-Angriffe auf Saudi-Arabien
Politik
Russland: Politikwissenschaftler Kynew wegen Drogenvorwürfen festgenommen
In Russland ist nach Angaben staatlicher Medien ein bekannter Politikwissenschaftler und Kommentator unter dem Vorwurf des Drogenhandels festgenommen worden. Den Berichten vom Freitag zufolge hatte ein Gericht die Festnahme von Alexander Kynew wegen Anschuldigungen des illegalen Handels und der Verbreitung von Drogen angeordnet, was in Russland mit Haftstrafen zwischen zehn und 20 Jahren belegt werden kann.
Politik
Münchner Migrationskonferenz: Pläne für Frontex-Ausbau zu "Rückführungsagentur"
Bei der am Samstag in München stattfindenden Migrationskonferenz sollen auch Gespräche über eine Erweiterung des Mandats der Grenzschutzagentur Frontex für Rückführungen geführt werden. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) plane, Frontex "zu einer Grenzschutz- und echten Rückführungsagentur" zu machen, sagte eine Sprecherin seines Ministeriums am Freitag auf AFP-Anfrage. Zuerst hatte der "Münchner Merkur" über die Pläne berichtet.
Letzte Nachrichten
FDP und Grüne planen stärkere Rolle der KfW zu Finanzierung der Ampel-Pläne
Vor dem Auftakt ihrer Koalitionsverhandlungen haben Politiker der Ampel-Parteien ihre Vorstellungen zur Finanzierung der geplanten Investitionen konkretisiert. Der staatlichen Förderbank KfW soll dabei eine verstärkte Rolle zukommen. "Wir brauchen viele Investitionen", sagte FDP-Generalsekretär Volker Wissing am Donnerstag im ZDF-"Morgenmagazin". Dabei werde die KfW "eine Rolle spielen".
Forderungen nach eigenständigem Bauministerium werden lauter
Vor dem Hintergrund des angespannten deutschen Wohnungsmarkts werden die Forderungen nach einem eigenständigen Bauministerium lauter. Zum Start der Koalitionsgespräche über eine Ampel-Regierung forderten die Bauindustrie und die Baugewerkschaft am Donnerstag mehr "politisches Gewicht" für das zur Zeit im Innenministerium angesiedelte Themengebiet. Bauen müsse "zur Chefsache werden".
IG BAU und Bauindustrie fordern eigenständiges Bauministerium
Zum Start der Koalitionsgespräche von SPD, Grünen und FDP haben die Gewerkschaft IG BAU und die Bauindustrie ein eigenständiges Bauministerium gefordert. "Das Wohnen ist die soziale Frage unserer Zeit", sagte IG-BAU-Chef Robert Feiger den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Donnerstag. Das Thema habe "das politische Gewicht eines eigenen Bundesministeriums verdient". Ein eigenes Ressort könne für eine "echte Wohnwende" sorgen.
Biden fordert von US-Demokraten Ende des Streits um billionenschwere Reformpakete
An seinem Geburtsort in Scranton im US-Bundesstaat Pennsylvania hat US-Präsident Joe Biden einen emotionalen Appell an seine Partei gerichtet, den Streit über seine billionenschweren Reformpläne zu beenden. Die größte Volkswirtschaft der Welt laufe "Gefahr, unseren Vorsprung zu verlieren", sagte Biden am Mittwoch (Ortszeit) bei seiner Rede in einem Straßenbahn-Museum in der Arbeiterstadt, in der er einen Teil seiner Kindheit verbracht hatte.
Tesla trotz Chipkrise und Lieferproblemen mit Rekordgewinn im dritten Quartal
Der US-Elektroautobauer Tesla hat trotz anhaltender Chipkrise und weltweiter Lieferengpässe das dritte Quartal mit einem Rekordgewinn abgeschlossen. Tesla konnte seinen Nettogewinn dank starker Verkäufe mehr als vervierfachen und verdiente unter dem Strich 1,6 Milliarden Dollar (1,37 Milliarden Euro), wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Der Umsatz kletterte um 57 Prozent verglichen mit dem Vorjahresquartal auf 13,8 Milliarden Dollar.
"Macht einfach keinen Sinn": Hainer kritisiert WM-Pläne der FIFA
In der Debatte um einen neuen WM-Rhythmus hat Bayern Münchens Präsident Herbert Hainer seine Kritik an den Plänen des Fußball-Weltverbandes FIFA bekräftigt. "Spieler, Trainer, alle, die in den Vereinen Verantwortung tragen, ächzen und stöhnen über zu viele Spiele und volle Kalender – und jetzt soll der WM-Rhythmus noch mal gesteigert werden? Das macht einfach keinen Sinn", sagte der 67-Jährige dem kicker.
150 Milliarden Euro Schaden durch Cum-Ex und andere Steuertricks in Europa und USA
Der Steuerschaden durch Cum-Ex-Geschäfte und ähnliche Steuertricks ist laut einer internationalen Medienrecherche dreimal so hoch wie bisher angenommen. Insgesamt beliefen sich die Steuerschäden in Europa und den USA auf rund 150 Milliarden Euro, wie die Organisation Correctiv mitteilte. In Deutschland betrug der Schaden zwischen 2000 und 2020 demnach fast 36 Milliarden Euro. Kritiker nennen den mangelnden Kampf gegen die Steuertricks ein "fortgesetztes Staatsversagen".
Rechercheverbund: 150 Milliarden Euro Steuerschaden durch Cum-Ex und andere Tricks
Der Steuerschaden durch Cum-Ex-Geschäfte und ähnliche Steuertricks ist laut einer internationalen Medienrecherche dreimal so hoch wie bisher angenommen. Insgesamt belaufen sich die Steuerschäden auf rund 150 Milliarden Euro, wie unter anderem die Organisation Correctiv am Donnerstag erklärte. Neben Deutschland und den USA wurden demnach zwischen 2000 und 2020 mindestens zehn weitere europäische Staaten Opfer von entsprechenden Steuertricks. Der Gesamtschaden in Deutschland betrug demnach fast 36 Milliarden Euro.
Medien: FIFA-Council gegen WM-Abstimmung noch in diesem Jahr
Die Entscheidung über einen möglichen neuen Zyklus von Fußball-Weltmeisterschaften könnte sich doch bis ins nächste Jahr ziehen. Zwar setzte der Weltverband FIFA am Mittwoch für den 20. Dezember ein außerordentliches Gipfeltreffen der 211 Mitgliedsverbände an - nach Informationen der Bild-Zeitung lehnte das Council mit DFB-Co-Interimspräsident Peter Peters aber den Plan des FIFA-Präsidenten Gianni Infantino ab, dann schon über eine WM im Zwei-Jahres-Rhythmus abstimmen zu lassen.
Verlängerung: Schröder verliert erstes Boston-Spiel
Basketball-Star Dennis Schröder hat sein erstes Spiel mit den Boston Celtics zum Auftakt der NBA-Saison verloren. Bei den New York Knicks mussten sich der 28-Jährige und seine Teamkollegen mit 134:138 geschlagen geben - nach zweifacher Verlängerung. Schröder legte einen durchwachsenen Start bei seinem neuen Klub hin, dem Nationalspieler gelangen zwölf Punkte und acht Assists. Allerdings ließ der Braunschweiger auch einfache Punkte liegen und zeigte Verbesserungspotenzial in der Defense.
Australien übt scharfe Kritik an Chinas Handelspolitik
Australien hat China für dessen Handelspolitik scharf kritisiert. Die Volksrepublik habe "bedeutend" von ihrer nunmehr 20-jährigen Mitgliedschaft in der Welthandelsorganisation WTO profitiert, sagte der australische Vertreter bei einem WTO-Treffen in Genf am Donnerstag laut dem anschließend veröffentlichten Redetext. Zugleich halte sich Peking nicht an die im Rahmen der Organisation gemeinsam vereinbarten Regeln.
"Gut gemacht, Julian": Nagelsmann mit Anweisungen aus Hotel an Toppmöller
Bayern Münchens erkrankter Trainer Julian Nagelsmann hat auch in Abwesenheit maßgeblichen Anteil am 4:0-Erfolg seiner Mannschaft bei Benfica Lissabon gehabt. "Julian hat die Entscheidungen getroffen", sagte Assistenztrainer und Ersatzmann Dino Toppmöller nach dem dritten Sieg des deutschen Fußball-Rekordmeisters im dritten Spiel der Champions-League-Gruppenphase.
Bayern-Star Sane: "Guardiola hat mich neu programmiert"
Für Bayern Münchens Leroy Sane ist Trainer Pep Guardiola entscheidend für seine Entwicklung gewesen. "Pep Guardiola hat mich in Manchester quasi neu programmiert auf taktischer Ebene. Diese Zeit hat mich stark geprägt, und davon profitiere ich heute noch", sagte der Nationalspieler dem Nachrichtenportal t-online.
DFB-Frauen in Israel: Mit Spielfreude gegen Leidenschaft
An der Kulisse konnten sich die deutschen Fußballerinnen gar nicht sattsehen. Eine Nationalspielerin nach der anderen postete aus dem Teamhotel in Tel Aviv Fotos vom tollen Blick aufs Mittelmeer.
Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt deutlich
Die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt deutlich: Binnen eines Tages steckten sich 16.077 Menschen mit dem Virus an, wie das Robert-Koch-Institut am Donnerstagmorgen unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter mitteilte. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg damit auf 85,6 - nach 80,4 am Vortag und 67,0 in der Vorwoche. Der Wert gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche an.
RKI: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz auf 85,6 gestiegen
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist erneut gestiegen und liegt nun bei 85,6. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstagmorgen unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter mitteilte, wurden binnen eines Tages 16.077 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert.
Trump startet eigenes Online-Netzwerk
Der ehemalige US-Präsident Donald Trump will in Kürze sein eigenes Online-Netzwerk an den Start bringen. Truth Social heiße die Plattform, mit der er "der Tyrannei" der großen Tech-Konzerne die Stirn bieten werde, erklärte Trump am Mittwoch. Eine Testversion für ausgewählte Nutzer soll demnach im November online gehen. Anfang nächsten Jahres werde dann die Vollversion der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung stehen.
Trump verkündet Pläne für eigenes Online-Netzwerk
Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat Pläne für ein eigenes Online-Netzwerk vorgestellt. Die Plattform "TRUTH Social" werde im November als Testversion an den Start gehen, "um der Tyrannei von Big Tech die Stirn zu bieten", erklärte Trump am Mittwoch. Große Online-Netzwerke wie Twitter und Facebook hatten den Ex-Präsidenten Anfang des Jahres von ihren Plattformen verbannt.
Meghan Markle engagiert sich für Einführung bezahlten Elternurlaubs in den USA
Meghan Markle hat sich bei führenden US-Abgeordneten für die Einführung von bezahltem Elternurlaub eingesetzt. Bezahlter Urlaub nach der Geburt eines Kindes sollte "ein nationales Recht sein", schrieb die 40-Jährige in einem am Mittwoch veröffentlichten Brief an die Vorsitzende des US-Abgeordnetenhauses, Nancy Pelosi, und den Mehrheitsführer im Senat, Charles Schumer.
US-Arzneimittelbehörde lässt weitere Auffrischungsimpfungen und Kombinationen zu
Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat Auffrischungsimpfungen mit den Corona-Vakzinen von Moderna und Johnson & Johnson und zugleich auch sogenannte Kreuzimpfungen zugelassen. Damit solle weiter "proaktiv die Covid-19-Pandemie bekämpft" werden, erklärte die geschäftsführende FDA-Direktorin Janet Woodcock am Mittwoch. Impfungen böten den "sichersten und wirksamsten" Schutz vor einer Erkrankung und einem schweren oder gar tödlichen Verlauf.
Menschliche Überreste bei Suche nach Verlobtem von Gabby Petito gefunden
Bei der Suche nach dem Verlobten der bei einem US-Roadtrip getöteten Gabby Petito hat die Polizei mutmaßliche menschliche Überreste gefunden. Sie wurden zusammen mit "persönlichen Gegenständen" wie einem Rucksack des gesuchten Brian Laundrie in einem Naturschutzgebiet im Bundesstaat Florida entdeckt, wie ein Ermittler US-Bundespolizei FBI am Mittwoch vor Ort sagte.
Auch ohne Nagelsmann: FC Bayern stößt Tor zum Achtelfinale weit auf
Drittes Spiel, vier späte Treffer, dritter Sieg: Der FC Bayern hat auch ohne seinen erkrankten Trainer Julian Nagelsmann das Tor zum Achtelfinale der Champions League sperrangelweit aufgestoßen. Die Münchner siegten an der Stätte ihres zweiten Triumphs in der Königsklasse spät, aber verdient mit 4:0 (0:0) gegen ein lange Zeit äußerst gefährliches Benfica Lissabon und stehen damit dicht vor dem Einzug in die K.o.-Runde der Königsklasse.
Erneut zahlreiche afghanische Sportlerinnen aus Kabul ausgeflogen
Mehr als zwei Monate nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan sind erneut dutzende Sportlerinnen außer Landes geflohen. Fußballerinnen, Basketball-Spielerinnen und andere Sportlerinnen waren am Mittwoch unter den 369 Passagieren einer Maschine, die Kabul in Richtung Katar verlassen konnte. "Heute ist ein sehr, sehr schöner Tag für uns alle, denn nach vielen, vielen Wochen beginnt unser Treck und wir sind sehr glücklich", sagte die Basketballerin Tahera Jusofi aus Herat.
Mutmaßliche Facebook-Pläne für Umbenennung sorgen für Spott und Kritik
Mutmaßliche Pläne des Internetriesen Facebook für eine Umbenennung haben im Netz für Kritik und Spott gesorgt. Eine Aktivistengruppe namens Das echte Facebook-Aufsichtsgremium erklärte am Mittwoch, der Konzern wolle mit einem neuen Namen von seinen Problemen ablenken. "So wie Unternehmen der Tabakindustrie und der Erdölindustrie sich umbenannt haben, um von ihren Verbrechen abzulenken, denkt Facebook, dass eine Umbenennung helfen kann, das Thema zu ändern."
COVID-19 Lage: Eine Woche frei Woche in Russland
Angesichts eines neuen Höchststands bei der Zahl der täglichen Corona-Toten in Russland hat Staatschef Wladimir Putin einwöchige landesweite Ferien ausgerufen. Bei einem am Mittwoch im Fernsehen übertragenen Treffen mit Behördenvertretern sagte Putin, er unterstütze den Vorschlag der Regierung, "arbeitsfreie Tage" vom 30. Oktober bis zum 7. November zu erklären. In Russland starben zuletzt mehr als tausend Menschen am Tag im Zusammenhang mit Covid-19. Die bezahlte arbeitsfreie Woche fällt in eine Zeit, in der die Schüler in Russland ohnehin Ferien haben. Ziel der Maßnahme sei es, "das Leben und die Gesundheit unserer Bürger zu schützen", sagte Putin. Mit Blick auf die niedrige Impfquote in Russland schlug Putin einen persönlichen Tonfall an. Es erstaune ihn, wie viele Russen das Corona-Impfangebot ablehnten, sagte der 69-jährige Kreml-Chef. Sogar unter seinen "engen Freunden" gebe es solche Fälle. "Es ist merkwürdig. Menschen, die eine gute Ausbildung und wissenschaftliche Abschlüsse haben... Ich verstehe nicht, was los ist." Putin rief die Bürger auf, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. "Bitte zeigen Sie Verantwortung", appellierte er. Der Staatschef hatte seine Landsleute in der Vergangenheit schon mehrfach aufgefordert, sich immunisieren zu lassen. Heimische Impfstoffe wie Sputnik V sind im ganzen Land verfügbar, westliche Vakzine wie die von Biontech/Pfizer hingegen nicht. In Russland sind nur 35 Prozent der Menschen vollständig gegen das Virus geimpft. In Umfragen gibt mehr als die Hälfte der Russen an, sich nicht impfen lassen zu wollen. Selbst Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte am Mittwoch, er habe sich die Spritze bisher nicht geben lassen, weil er bereits "viele Antikörper" habe. Russlands Vize-Ministerpräsidentin Tatjana Golikowa bezeichnete die arbeitsfreie Woche als notwendig. "Wir haben in jüngster Zeit mehr als tausend unserer Bürger am Tag verloren. Dies sind schreckliche Zahlen." Golikowa appellierte an die Menschen, die Situation nicht durch Reisen im Inland zu "verschlimmern". Die russischen Behörden hatten zuvor einen neuen Höchstwert der täglichen Covid-19-Opfer registriert. Binnen 24 Stunden seien 1028 Menschen durch eine Corona-Infektion ums Leben gekommen, teilten sie am Mittwoch mit. Damit zählte das Land seit Beginn der Pandemie nach Behördenangaben insgesamt 226.353 Corona-Tote. Die russische Statistikbehörde Rosstat, die eine weitere Definition von Corona-Todesfällen anwendet, hatte hingegen bereits Anfang Oktober von mehr als 400.000 Toten gesprochen. Am Mittwoch wurden außerdem 34.074 neue Corona-Ansteckungen verzeichnet. Am Dienstag hatte bereits Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin erstmals seit dem Sommer wieder Corona-Restriktionen verhängt. Ungeimpfte Menschen ab 60 Jahren sind demnach künftig verpflichtet, von zuhause aus zu arbeiten. Außerdem wird die Impfpflicht für Behördenmitarbeiter in der Hauptstadt ausgeweitet. Die Regelungen sollen am Montag in Kraft treten und bis mindestens Ende Februar gelten. Die zweitgrößte Stadt des Landes plant ebenfalls Restriktionen. Ab dem 1. November soll in St. Petersburg ein Gesundheitspass eingeführt werden, um den Zugang zu größeren Veranstaltungen zu regulieren. Putin hat den Umgang seines Landes mit der Corona-Pandemie immer wieder als vorbildlich bezeichnet. Inzwischen grassiert aber auch in den oberen politischen Rängen die Angst vor einem Kontrollverlust. Die Informationskampagne zur Corona-Pandemie sei den Behörden "komplett entglitten", sagte am Wochenende der stellvertretende Vorsitzende des Unterhauses, Pjotr Tolstoi. Die Menschen hätten "nicht das Vertrauen, loszugehen und sich impfen zu lassen", betonte er. Nach Ansicht von Experten und Verantwortlichen könnte Russland das Schlimmste noch bevorstehen. Gesundheitsminister Michail Muraschko verwies vor Journalisten bereits auf den wachsenden Druck auf Krankenhäuser im Land. (P.Tomczyk--DTZ)
Tschechien verhängt erneut Corona-Maßnahmen
Wegen der sich verschärfenden Corona-Situation in Tschechien hat die Regierung neue Maßnahmen zur Eindämmung des Virusgeschehens angekündigt. Ab dem 1. November müssen Restaurants, Clubs und Diskotheken die Impfbescheinigungen, Corona-Tests oder Nachweise über eine Genesung ihrer Gäste von Covid-19 überprüfen, wie Gesundheitsminister Adam Vojtech am Mittwoch ankündigte. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes werde ab kommender Woche in Innenräumen Pflicht - auch am Arbeitsplatz. Die Regierung wird außerdem Corona-Tests ab November nur noch kostenpflichtig anbieten und deren Gültigkeitsdauer verkürzen. Sie hofft, damit der ins Stocken geratenen Impfkampagne wieder Auftrieb zu geben. Allein am Dienstag waren 3246 Corona-Infektionen gemeldet worden, mehr als doppelt so viele wie am gleichen Tag der Vorwoche. Seit Beginn der Pandemie wurden mehr als 1,7 Millionen Ansteckungen in dem Land mit 10,7 Millionen Einwohnern registriert. Zum Vergleich: Im mit mehr als 80 Millionen Einwohnern deutlich bevölkerungsreicheren Deutschland steckten sich 4,4 Millionen Menschen mit dem Virus an. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums starben außerdem in der vergangenen Woche insgesamt 51 Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion - im Vergleich mit 44 Todesfällen im gesamten Monat September. Die Zahlen wecken Erinnerungen an den Anfang des Jahres, als das Land mehrere Wochen lang weltweit die meisten Ansteckungen und Todesfälle pro Kopf verzeichnete. (S.A.Dudajev--DTZ)
Drohne soll zwischen Lavaströmen eingeschlossene Hunde auf La Palma retten
Mit einer beispiellosen Rettungsaktion per Drohne wollen Helfer auf der Kanaren-Insel La Palma vier Hunde retten, die nach dem Ausbruch des Vulkans Cumbre Vieja zwischen Lavaströmen eingeschlossen sind. Das spanische Drohnen-Unternehmen Aerocameras bereitete am Mittwoch unter Hochdruck die Rettungsaktion vor. "Wir haben keinerlei Erfahrung darin, ein lebendes Tier mit einer Drohne zu transportieren - noch hat das sonst jemand", betonte Firmenchef Jaime Pereira im Privatsender Telecinco.
Nächster Tiefschlag für Wolfsburg: Bubi-Sturm zerlegt zahnlose Wölfe
Nächster Tiefschlag für zahnlose Wölfe: Das Achtelfinale der Champions League ist für den VfL Wolfsburg in weite Ferne gerückt. Die Mannschaft von Trainer Mark van Bommel verlor bei RB Salzburg nach einer ganz schwachen zweiten Halbzeit mit 1:3 (1:1) und musste im Kampf um den anvisierten Einzug in die K.o.-Runde den nächsten Rückschlag einstecken.
FC Bayern: Nagelsmann in Lissabon nicht auf der Bank
Bayern München muss im Champions-League-Spiel bei Benfica Lissabon kurzfristig ohne seinen Trainer Julian Nagelsmann auskommen. Der 34-Jährige kann im dritten Gruppenspiel nach Angaben des deutschen Rekordmeisters wegen eines "grippalen Infekts" nicht auf der Bank sitzen, er fuhr erst gar nicht mit ins Stadion da Luz. Die Aufgaben von Nagelsmann übernehmen seine Assistenten Dino Toppmöller und Xaver Zembrod.
EU-Parlament stellt Kommission im Rechtsstaats-Streit mit Polen Ultimatum
Das EU-Parlament hat der Europäischen Kommission im Streit um die Anwendung des neuen Rechtsstaatsmechanismus ein Ultimatum gesetzt. Das Parlament werde die Kommission vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) verklagen, sollte diese den Rechtsstaatsmechanismus nicht bis zum 2. November aktivieren, heißt es in einem Brief von Parlamentschef David Sassoli vom Mittwoch.
Newcastle United bittet Fans um Verzicht auf arabische Kostüme im Stadion
Nach der Übernahme des Premier-League-Klubs Newcastle United durch eine saudiarabische Investorengruppe hat der Verein seine Anhänger aufgerufen, keine arabischen Kostüme im Stadion zu tragen. Die Vereinsführung appellierte am Mittwoch an die Fans, auf "traditionelle arabische Kleidung oder im Nahen Osten übliche Kopfbedeckungen zu verzichten, wenn sie diese Kleidung normalerweise nicht tragen würden".
Bahnrad-WM: Deutsche Teamsprinterinnen gewinnen Gold mit Weltrekord - Männer holen Bronze
Die deutschen Teamsprinterinnen haben dem Bund Deutscher Radfahrer (BDR) bei der Bahn-WM in Roubaix einen perfekten Start beschert. Die Titelverteidigerinnen Emma Hinze (Cottbus), Pauline Grabosch (Erfurt) und Lea Sophie Friedrich (Dassow) gewannen am Mittwoch in 46,064 Sekunden Gold im Finale gegen Russland und verbesserten den Weltrekord zum dritten Mal binnen weniger Stunden. Bronze sicherte sich das Trio aus Großbritannien, das sich im Rennen um Platz drei gegen Japan durchsetzte.