Chinas Angriff auf ASML
Kiew setzt Moskau unter Druck
Irans Krieg trifft den Golf
Kiew wieder in Putins Visier
Russland-Geschäft von Nestlé und Auchan unter russische Verwaltung gestellt
Europa League: Tor-Debüt für Woltemade, Baur trifft für Celtic
Vor Abgeordnetenhauswahl in Berlin: Linke in Umfrage knapp vor CDU
Wahllokale im Fernen Osten geöffnet: Parlamentswahl in Russland hat begonnen
Sport
Handball: Nur Magdeburg in Champions League noch ungeschlagen
Der deutsche Handball-Meister SC Magdeburg hat in der Champions League die erste Nullnummer des gesamten Bundesliga-Trios verhindert. Der dreimalige Titelgewinner blieb durch ein gänzlich ungefährdetes 39:29 (20:11) beim HC Kriens-Luzern auch nach seinem zweiten Vorrundenspiel ungeschlagen. Dagegen ging Neuling MT Melsungen in der zweiten Runde am Tag nach der ersten Niederlage von Vorjahresfinalist Füchse Berlin (29:35 gegen KC Veszprem) beim 24:25 (15:13) in Polen gegen Wisla Plock ebenfalls erstmals geschlagen von Parkett.
Politik
Vor Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: SPD schiebt sich in Umfrage vor AfD
Drei Tage vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig in einer Umfrage für das ZDF die lange Zeit führende AfD überholt. Der am Donnerstag in Mainz veröffentlichten Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen zufolge kommen die Sozialdemokraten auf 37 Prozent und damit auf drei Prozentpunkte mehr als in der Vorwoche. Die AfD von Ministerpräsidentenkandidat Leif-Erik Holm erreicht bei einem Minus von einem Punkt 36 Prozent.
Letzte Nachrichten
Urlauberin und Rettungsschwimmer sterben bei Badeunfall auf Sylt
Bei einem Badeunfall auf Sylt sind eine Urlauberin und ein Rettungsschwimmer ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei vom Freitag geriet die 63-Jährige am Donnerstagnachmittag vor dem Strand der schleswig-holsteinischen Insel in eine lebensbedrohliche Lage und drohte zu ertrinken. Andere Badegäste und zwei Rettungsschwimmer eilten zur Hilfe. Gemeinsam gelang es ihnen, die Frau an Land zu bringen.
Erste aus Kabul gerettete Afghanen erreichen Brandenburg
Die ersten afghanische Ortskräfte und ihre Familien sind in Brandenburg angekommen. Wie ein Sprecher des Innenministeriums in Potsdam erklärte, erreichte die Gruppe von 59 Menschen in der Nacht zum Freitag die landeseigene Aufnahmeeinrichtung in der Gemeinde Doberlug-Kirchhain. Darunter befanden sich demnach 29 Kinder und Jugendliche.
Arbeitsminister Heil will Ausbildungsmarkt weiter stärken
Angesichts eines historischen Rückgangs bei neuen Ausbildungsverträgen wegen der Corona-Pandemie hat sich Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) für eine Stärkung des Ausbildungsmarkts ausgesprochen. "Der Ausbildungsmarkt befindet sich zwar weiter im Aufholprozess, aber er erholt sich langsamer als der Arbeitsmarkt insgesamt", sagte Heil den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitagsausgaben). "Wir kämpfen weiter um jeden Ausbildungsplatz". Die Bundesregierung habe bereits 150 Millionen Euro in die betriebliche Berufsausbildung investiert.
Chinesische Taikonauten treiben mit Außeneinsatz Ausbau ihrer Raumstation voran
Chinesische Astronauten haben bei einem zweiten Außeneinsatz im All binnen weniger Wochen den Ausbau der Weltraumstation "Tiangong" vorangetrieben. Die Taikonauten Liu Boming und Nie Haisheng verließen am Freitag das Kernmodul von "Tiangong", um Fußstützen und eine Werkbank am Roboterarm der Station zu befestigen, wie die chinesische Raumfahrtbehörde mitteilte. Es handelte sich um den dritten Weltraumspaziergang chinesischer Astronauten überhaupt.
2,8 Millionen Menschen dürfen dieses Jahr erstmals den Bundestag wählen
Bei der diesjährigen Bundestagswahl dürfen etwa 2,8 Millionen Menschen zum ersten Mal wählen gehen. "Nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes können am 26. September rund 1,4 Millionen Frauen und ebenso viele Männer erstmalig ihre Stimmen abgeben", erklärte Bundeswahlleiter Georg Thiel am Freitag in Wiesbaden. Die potenziellen Erstwählenden sind demnach zwischen dem 15. September 1999 und dem 26. September 2003 geboren und damit seit der letzten Bundestagswahl 2017 volljährig geworden.
Umfrage: Studierende in Deutschland unterstützen Frauenquote in Wirtschaft, Politik und Bildung
Studenten und Studentinnen in Deutschland unterstützen laut einer aktuellen Umfrage mehrheitlich eine Frauenquote in Politik, Wirtschaft und bei der Vergabe von Professuren. Die Unterstützung für eine Frauenquote war bei Studentinnen allerdings deutlich stärker ausgeprägt als bei Studenten, wie das Internetportal Studitemps am Freitag mitteilte. Unterschiede zwischen den Geschlechtern gab es auch bei der Einschätzung beruflicher Konsequenzen nach einer Elternzeit: Frauen machen sich häufiger Sorgen um negative Folgen nach einer beruflichen Unterbrechung.
Schlechte Umfragewerte für die Union - CSU erhöht Druck auf Laschet
Kurz vor ihrem Start in die heiße Wahlkampfphase schwächelt die Union weiter in den Umfragen - das heizt den internen Zwist zwischen CSU und CDU an. Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) müsse sagen, "welchen Weg er für Deutschland will", verlangte CSU-Generalsekretär Markus Blume. Laschet selbst setzt offenbar auf die Präsentation weiterer Köpfe neben ihm selbst. CDU-Vize Jens Spahn schloss eine Auswechslung des Kanzlerkandidaten auf den letzten Metern aus.
CSU-Generalsekretär Blume dringt auf "Vollgas" im Unions-Wahlkampf
Angesichts der schwachen Umfragewerte der Union erhöht die CSU den Druck auf Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU). "Ich halte es schon für dringend notwendig, dass wir jetzt auch als Union deutlich machen, dass der Kanzlerkandidat sagt, welchen Weg er für Deutschland will", sagte CSU-Generalsekretär Markus Blume am Freitag in der RTL/ntv-Sendung "Frühstart".
Impfstoffhersteller Johnson & Johnson wechselt seinen Chef aus
Der US-Pharmakonzern und Corona-Impfstoffhersteller Johnson & Johnson wechselt seinen Chef aus. Der langjährige Vorsitzende Alex Gorsky werde den Posten aus "familiären gesundheitlichen Gründen" am 3. Januar 2022 abgeben, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Er übergibt demnach an Vorstandsmitglied Joaquin Duato, der selbst bereits seit über 30 Jahren für den Konzern arbeitet. Gorsky bleibt der Mitteilung zufolge aber Vorsitzender des Verwaltungsrats.
Mann stürzt bei Traunstein mit Gleitschirm ab und stirbt
Am Balsberg im bayerischen Unterwössen nahe Traunstein ist am Donnerstag ein Mann mit einem Gleitschirm abgestürzt und gestorben. Der 61-Jährige sei Flugschüler an der dortigen Flugschule gewesen, teilte die Polizei in Rosenheim am Freitag mit. Nach zuerst reibungslosem Flug sei sein Gleitschirm aus zunächst ungeklärtem Grund eingeklappt. Der Mann sei aus 30 Metern Höhe auf eine Wiese gestürzt.
Strenges Datenschutzgesetz in China verabschiedet
China nimmt seine Internetfirmen strenger an die Leine: Am Freitag verabschiedete der ständige Ausschuss des Nationalen Volkskongresses ein Datenschutzgesetz, das die Datensammelei von Online-Riesen wie Tencent und Alibaba einschränken soll. Unter anderem wird es den Firmen erschwert, Nutzerprofile aus den gesammelten Daten zu erstellen sowie unterschiedliche Preise für ein und dieselbe Dienstleistung auf Basis dieser Profile zu verlangen. Das Gesetz orientiert sich an EU-Datenschutzregelungen.
Lauterbach sagt wachsende Zahl von Corona-Infektionen bei Geimpften voraus
SPD Gesundheitsexperte Karl Lauterbach geht davon aus, dass die Zahl der Corona-Infektionen bei vollständig geimpften Menschen steigen wird. "Durchbruchinfektionen ereignen sich bei Personen, deren Corona-Impfung länger als sechs Monate zurückliegt", sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Freitag. "Wir werden also vermutlich bald mehr Fälle sehen, sobald die Impfung bei etlichen Geimpften in Deutschland mehr als ein halbes Jahr zurückliegt."
Polizei in Schleswig-Holstein schießt Verdächtigem ins Bein
Im Rahmen eines Polizeieinsatzes ist einem Mann im schleswig-holsteinischen Appen ins Bein geschossen worden. Eine Zeugin hatte die Polizei alarmiert, weil der Verdächtige am Donnerstagabend mit einem Messer bewaffnet unterwegs war, wie die Polizei in Itzehoe am Freitag mitteilte. Der 30-jährige kam mit einer Schussverletzung am Bein in ein Hamburger Krankenhaus.
Erzeugerpreise im Juli so stark gestiegen wie seit 1975 nicht mehr
Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte steigen weiter rasant an: Im Juli dieses Jahres lagen sie um 10,4 Prozent über den Preisen des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Das war der höchste Anstieg gegenüber dem Vorjahresmonat seit Januar 1975 - damals waren die Preise im Zusammenhang mit der ersten Ölkrise stark gestiegen.
Rund 1,2 Millionen Mini-Jobbern zwischen 25 und 65 droht später Altersarmut
Mehr als die Hälfte der ausschließlich gering Beschäftigten zwischen 25 und 65 Jahren zahlt keine Beiträge in die Rentenkasse ein und ist damit von Armut im Alter bedroht. Insgesamt ergäben sich 1,2 Millionen Mini-Jobber in dieser Altersgruppe, denen Altersarmut drohe, berichtete die "Rheinische Post" am Freitag unter Berufung auf eine Antwort der Regierung auf eine Anfrage der Linksfraktion.
Facebook will afghanische Nutzer durch Sicherheitsmaßnahmen vor Taliban schützen
Facebook will afghanische Nutzer nach der Machtübernahme der Taliban online durch neue Sicherheitsmaßnahmen schützen. "Wir arbeiten eng mit unseren Partnern in der Industrie, der Zivilgesellschaft und der Regierung zusammen, um jede erdenkliche Unterstützung zum Schutz der Menschen zu leisten", schrieb der für die Sicherheitsstrategie zuständige Nathaniel Gleicher im Onlinedienst Twitter am Donnerstag (Ortszeit). Auch Nutzer des zu Facebook gehörenden Dienstes Instagram in Afghanistan sollen Informationen zum Schutz ihrer Konten erhalten.
Ironman auf Hawaii erneut verschoben: Scharfe Kritik von Frodeno und Lange
Der dreimalige Weltmeister Jan Frodeno und der zweimalige Champion Patrick Lange haben die erneute Verschiebung des prestigeträchtigen Ironman auf Hawaii scharf kritisiert. Dass es wieder "keinerlei Innovation" und "nur" die Verlegung in den Februar gebe, sei "ein weiterer Beweis für schwaches Krisenmanagement und Mangel an Bereitschaft zu kreativen Ideen", sagte Frodeno auf SID-Anfrage.
Kein Rennen in 2021: Ironman auf Hawaii erneut verschoben
Nach 2020 wird es auch in diesem Jahr keinen Ironman auf Hawaii geben. Der legendäre Wettbewerb, zugleich die Weltmeisterschaft im Triathlon, fällt wegen der Corona-Pandemie erneut aus und soll im Februar nachgeholt werden. Dies teilte der Veranstalter mit, der für 2022 nun mit zwei Wettkämpfen auf Hawaii plant. Einen im Februar, einen zum traditionellen Termin im Oktober.
Osaka scheitert in Cincinnati - Barty ohne Mühe
Tennis-Superstar Naomi Osaka (23) ist beim WTA-Turnier in Cincinnati bereits im Achtelfinale ausgeschieden. Die Weltranglistenzweite aus Japan unterlag der Schweizerin Jil Teichmann 6:3, 3:6, 3:6 und musste in der Generalprobe für die US Open damit den nächsten Rückschlag einstecken. Das Grand-Slam-Turnier in Flushing Meadows beginnt am 30. August.
Maas kritisiert BND-Einschätzungen zu Afghanistan
Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat die Arbeit des Bundesnachrichtendienstes (BND) zu Afghanistan kritisiert. "Der BND hat offensichtlich eine falsche Lageeinschätzung vorgenommen, so wie andere Dienste auch", sagte der Minister dem "Spiegel" in einem am Freitag veröffentlichten Interview. Damit habe der Geheimdienst eine erhebliche Verantwortung für das außenpolitische Debakel rund um den Afghanistan-Einsatz.
Bundesweite Corona-Inzidenz weiter auf 48,8 gestiegen
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen steigt und steigt: Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Freitag eine Inzidenz von 48,8 im Vergleich zu 44,2 am Vortag. Vor einer Woche hatte der Wert noch bei 30,1 gelegen. Darüber hinaus registrierte das RKi 9280 Neuinfektionen binnen 24 Stunden und 13 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-Erkrankung.
Schumacher über Neuer: "Kann bis ins hohe Alter spielen"
Der frühere Nationalkeeper Toni Schumacher (67) erwartet, dass Welttorhüter Manuel Neuer noch einige Jahre auf dem Platz steht. "Wenn Manuel fit ist, kann er bis ins hohe Alter spielen. Ich traue ihm zu, dass er noch mit 38 oder 39 Jahren auf dem Platz steht", sagte die Kölner Vereinsikone im Sport1-Podcast "Meine Bayern-Woche".
Zur Kontakt-Nachverfolgung: Spielerinnen tragen Tracker bei Eishockey-WM
Die Eishockey-Spielerinnen müssen vor und während der anstehenden WM in Kanada (20. bis 31. August) einen Tracker bei sich tragen. Dieser dient bei einem Coronafall der besseren Kontakt-Nachverfolgung. Auf dem Eis darf das kleine, in einem Armband befindliche Gerät jedoch abgenommen werden.
Rehm hadert mit verweigertem Olympia-Start: "Noch keine Begründung bekommen"
Para-Weitspringer Markus Rehm tappt bezüglich der Gründe für die Ablehnung seiner Olympia-Teilnahme immer noch im Dunkeln. Er könne nicht so richtig damit abschließen, weil er "vom CAS noch keine Begründung bekommen habe", sagte der 32-Jährige dem Sport-Informations-Dienst: "Die Grundlage würde mich schon interessieren, weil ich es ohne Feedback nicht nachvollziehen kann. Da bin ich schon schwer enttäuscht."
Matip: Klopp "bis in die Haarspitzen motiviert"
Aus der Sicht von Abwehrspieler Joel Matip vom FC Liverpool steht sein Teammanager Jürgen Klopp immer noch mit voller Leidenschaft an der Seitenlinie des Premier-League-Klubs. "Er ist immer noch bis in die Haarspitzen motiviert. Er will nicht das erreichen, was er vorher erreicht hat. Er will immer besser werden", sagte der ehemalige Bundesliga-Profi im Interview mit Sky.
Entwarnung nach Alarm am US-Kapitol
Nach dem Alarm am Kapitol haben die US-Behörden Entwarnung gegeben: Im Fahrzeug eines 49-Jährigen, der vor dem US-Parlament in Washington mit einer Explosion gedroht hatte, wurde keine Bombe gefunden, wie die Kapitol-Polizei mitteilte. Es seien aber Materialien für einen möglichen Bombenbau gefunden worden.
Biden will "alle notwendigen Ressourcen" für Afghanistan-Evakuierungen mobilisieren
Trotz der äußerst schwierigen Lage vor Ort hat US-Präsident Joe Biden versprochen, alle US-Bürger aus Afghanistan in Sicherheit zu bringen. "Wir werden Sie nach Hause bringen", sagte Biden am Freitag im Weißen Haus. Eine ähnliche Zusage machte er für die Ortskräfte. Die Nato rief die radikalislamischen Taliban auf, die Evakuierungsmaßnahmen westlicher Länder nicht zu behindern. Die Rettungsflüge der USA mussten am Freitag für mehrere Stunden unterbrochen werden.
Weiterhin unübersichtliche Lage am Kabuler Flughafen erschwert Evakuierungen
Nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan erschwert die weiterhin unübersichtliche Lage am Kabuler Flughafen die Evakuierungsmaßnahmen westlicher Länder erheblich. Es sei eine "große Herausforderung", die Menschen in die bereitstehenden Flugzeuge zu bringen, sagte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Freitag. Die Taliban forderte er auf, die Evakuierungen nicht zu behindern. Die Vereinten Nationen warnten vor einer humanitären Katastrophe in Afghanistan.
Vereinte Nationen warnen vor Verschärfung der Hungersnot in Afghanistan
Angesichts der dramatischen Lage in Afghanistan seit der Machtübernahme der radikalislamischen Taliban warnen die Vereinten Nationen vor einer Verschärfung der Hungersnot in dem bitterarmen Land. "Jeder dritte Mensch" sei von schwerem oder akutem Hunger bedroht, sagte die Leiterin des Welternährungsprogramms (WFP) in Afghanistan, Mary-Ellen McGroarty, am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. Die UNO warnte zudem vor der systematischen Verfolgung von afghanischen Regierungsmitarbeitern und Nato-Ortskräften.
Über 9000 Menschen bisher bei dramatischer Rettungsaktion aus Kabul ausgeflogen
Angesichts der dramatischen Lage in Afghanistan seit der Machtübernahme der radikalislamischen Taliban haben westliche Länder inzwischen weit über 9000 Menschen aus Kabul ausgeflogen - und Tausende warten immer noch verzweifelt auf ihre Rettung. Die Bundeswehr flog bis spät in die Nacht zum Freitag deutsche Staatsbürger und afghanische Ortskräfte aus Kabul aus, insgesamt nun mehr als 1640 Menschen. Gleichzeitig laufen weltweit hektische diplomatische Bemühungen, um in der Krise international eng zusammenzuarbeiten.
Kabul: Bundeswehr fliegt erneut 180 Menschen aus
Die Bundeswehr hat in der Nacht zu Freitag noch einmal mehr als 180 Menschen aus Kabul ausgeflogen. Ein weiteres Transportflugzeug vom Typ A400M startete mit 181 Menschen an Bord in Richtung der usbekischen Hauptstadt Taschkent, wie die Bundeswehr im Online-Dienst Twitter mitteilte. Unmittelbar zuvor war demnach ein A400M mit 184 Menschen an Bord aus Kabul kommend in Taschkent gelandet. Die Bundeswehr hat somit seit dem Beginn ihrer Evakuierungsflüge mehr als 1640 Menschen aus der afghanischen Hauptstadt ausgeflogen. Die radikalislamischen Taliban hatten am Sonntag die Macht in Kabul übernommen. Westliche Staaten arbeiten seitdem hektisch daran, vor allem ihre Staatsbürger und gefährdete afghanische Ortskräfte in Sicherheit zu bringen. (S.A.Dudajev--DTZ)
Spahn erwägt Auffrischungsimpfung für alle Bürger
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erwägt ein Angebot für eine Corona-Auffrischungsimpfung für alle Bürger. Der Minister sagte den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND), die Länder würden bereits schrittweise mit den sogenannten Booster-Impfungen in den Pflegeeinrichtungen und für besonders gefährdete Menschen beginnen. Außerdem könnten sich diejenigen noch einmal impfen lassen, die bislang nur Vektorimpfstoffe bekommen hätten. "In einem zweiten Schritt können wir dann darüber nachdenken, auch allen anderen eine Auffrischimpfung anzubieten", sagte Spahn weiter. "Eine Booster-Impfung ist von den Zulassungen gedeckt, sie verstärkt und verlängert den Impfschutz", betonte der Minister. Auch Impfstoff sei ausreichend vorhanden. Für die Auffrischungsimpfungen setzt Spahn dem Bericht zufolge vor allem auf die Arztpraxen. Ende September würden viele Impfzentren in den Standby-Modus gehen. "Aber die Arztpraxen sind ja noch da. Allein die schafften bis zu fünf Millionen Impfungen in der Woche." Zur Forderung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), vor einer dritten Impfung zunächst die ärmeren Staaten mit Impfstoffen zu versorgen, sagte Spahn: "Mein Ziel ist beides: Auffrischimpfungen gewährleisten und den ärmeren Staaten Impfstoff spenden." Letzteres tue Deutschland bereits, indem alle noch ausstehenden Astrazeneca-Lieferungen direkt an die internationale Impfstoffinitiative Covax gingen. "Außerdem wird auf der ganzen Welt die Produktion von mRNA-Impfstoffen hochgefahren", fügte der CDU-Politiker hinzu. Spahn schloss aus, dass es für Geimpfte oder Genesene noch einmal einen Lockdown geben werde. "Für Geimpfte und Genesene kommt keine solche Einschränkung mehr", versicherte der Minister. "So ist heute die Rechtslage." Spahn ging aber davon aus, dass private Veranstalter, Hotels oder Restaurants immer stärker dazu übergehen werden, Ungeimpfte auch mit einem Corona-Test nicht mehr einzulassen. "2G wird in viele Bereichen ohne staatlichen Eingriff kommen und zwar, weil Veranstalter und Gastronomen von ihrem Hausrecht Gebrauch machen", sagte er dem RND. Sollten Ungeimpfte doch mit einem Test Zugang erhalten, plädiert Spahn demnach bei bestimmten Veranstaltungen mit engem Kontakt wie in Diskos für einen sicheren PCR-Test statt eines Schnelltests. Für einen Restaurantbesuch reiche jedoch ein Schnelltest aus. (Y.Ignatiev--DTZ)