Chinas gefährliche Schieflage
Russlands Energie am Limit
Neoms teurer Wüstentraum
Schwedens stille Wende
Evenepoel gewinnt zum vierten Mal bei der "Klasikoa"
Kolumbien: Elf Verletzte bei Sprengstoffanschlag
Pro Asyl fordert dauerhaftes Bleiberecht für jesidische Geflüchtete
300.000 Teilnehmende bei CSD in Hamburg
Politik
Trump droht Iran mit neuen heftigen Angriffen - Teheran warnt US-Verbündete
Im Iran-Krieg stehen die Zeichen auf eine nochmalige Eskalation: US-Präsident Donald Trump hat Teheran mit neuen heftigen Angriffen gedroht. "Wir werden ihn ganz hart angehen", sagte Trump bei einer Kabinettssitzung in Camp David über den Iran. Das iranische Militär warnte am Samstag die Verbündeten Washingtons vor den "Flammen des Krieges". US-Vertretungen in mehreren Hauptstädten riefen US-Bürger auf, eine Ausreise aus der Region zu erwägen.
Boulevard
Kein Vandalismus: US-Verfahren in Streit um Schäden an "Reflecting Pool" eingestellt
Die Schäden an einem unter Aufsicht von Donald Trump renovierten Wasserbecken in Washington sind nach Erkenntnissen der Ermittler entgegen der Aussagen des US-Präsidenten nicht durch Vandalismus entstanden - sondern durch Pfusch bei den Renovierungsarbeiten. Die Staatsanwaltschaft stellte aufgrund dieser Erkenntnisse ihr Verfahren gegen den früheren US-Olympiateilnehmer David Hearn ein, wie sie am Freitag mitteilte. Sie hatte ihm ursprünglich vorgeworfen, den "Reflecting Pool" mutwillig beschädigt zu haben.
Letzte Nachrichten
Belarus verurteilt Stationierung polnischer Soldaten an gemeinsamer Grenze
Belarus hat die Stationierung polnischer Soldaten an der belarussisch-polnischen Grenze scharf verurteilt. Minsk werde auf jeden Angriff "mit Härte reagieren", warnte der belarussische Verteidigungsminister Viktor Chrenin am Freitag in einer Videoansprache. Es scheine, als wollten die "Nachbarn im Westen" - insbesondere Polen - "einen Konflikt beginnen, in den sie Europa hineinziehen wollen", sagte der Minister. Er bezeichnete die Kommunikation mit dem Westen, die aus "Ultimaten, Drohungen und Erpressungen" bestehe, als "inakzeptabel".
Abba stürmt nach Comeback deutsche Charts
Die schwedische Popband Abba hat mit ihrem Comeback im Sturm die deutschen Charts erobert. Das neue Album "Voyage" belegte als Neueinsteiger nicht nur sofort den ersten Platz der aktuellen Charts, sondern erreichte auch auf Anhieb die Spitze der Charts des gesamten Jahres, wie GfK Entertainment am Freitag in Baden-Baden mitteilte.
Umweltverbände kritisieren schwachen deutschen Auftritt in Glasgow
Umweltverbände und die Klimaschutz-Initiative Fridays for Future (FFF) haben Deutschland einen schwachen Auftritt auf der UN-Konferenz in Glasgow bescheinigt und die Ampel-Parteien zu mehr Ehrgeiz im Kampf gegen die Erderwärmung aufgefordert. Die FFF-Aktivistin Luisa Neubauer forderte besonders den voraussichtlich künftigen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) auf, seiner im Wahlkampf angekündigten Rolle als "Klimakanzler" gerecht zu werden.
Feuerwehr im Bergischen Land befreit gefesselten Mann mit Eisensäge
In einer Gaststätte im nordrhein-westfälischen Engelskirchen hat eine Karnevalsfeier für einen 40-Jährigen in Handschellen geendet. Eine Frau habe sich aus Spaß von einem Mitarbeiter des Sicherheitsdiensts die Handschellen geliehen und dem Mann angelegt, erklärte die Polizei am Freitag. Allerdings fand anschließend niemand die Schlüssel.
Dänische Königin Margrethe II. von Söder in Münchner Residenz empfangen
Die dänische Königin Margrethe II. hat ihren Deutschlandbesuch am Freitag in München fortgesetzt. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) begrüßte die Monarchin zusammen mit seiner Frau Karin Baumüller-Söder im Königsbauhof der Münchner Residenz. Dort brachte der Tölzer Knabenchor dem Ehrengast ein Ständchen, außerdem empfingen die bayerischen Gebirgsschützen und eine Abordnung der bayerischen Trachtenverbände Margrethe II. an einem roten Teppich.
EU-Behörde: Corona-Lage in zehn EU-Ländern "sehr besorgniserregend"
Die Corona-Lage ist nach Angaben der EU-Behörde ECDC in zehn Ländern der Europäischen Union "sehr besorgniserregend". In 13 weiteren EU-Staaten sei die Situation mit Blick auf die Pandemie "besorgniserregend", erklärte das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) am Freitag in Stockholm. Zu den Ländern mit "sehr besorgniserregender" Lage gehören unter anderem Polen, die Niederlande, Belgien und Tschechien.
Französischer Atomkraftwerk-Betreiber EDF der "Vertuschung" bezichtigt
Ein leitender Mitarbeiter des Atomkraftwerks Tricastin in Südfrankreich hat dem Betreiber EDF das "Vertuschen" von Zwischenfällen vorgeworfen. Er reichte Klage gegen EDF wegen Regelverletzungen und wegen Mobbings ein, wie am Freitag aus Justizkreisen in Paris verlautete. In dem Fall gehe es um "gravierende Funktionsstörungen mit Blick auf die Sicherheit und den Umweltschutz", erklärten seine Anwälte. Ein EDF-Sprecher lehnte einen Kommentar ab und verwies darauf, dass EDF sämtliche Zwischenfälle melde.
Ehemaliger Deutsche-Bank-Chef Kopper gestorben
Der ehemalige Chef der Deutschen Bank, Hilmar Kopper, ist tot. Er starb am Donnerstag im Alter von 86 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit, wie die Deutsche Bank am Freitag mitteilte. Kopper stand 48 Jahre und damit sein gesamtes Berufsleben im Dienst der größten Bank Deutschlands, Vorstandssprecher war er von 1989 bis 1997, anschließend dann Aufsichtsratsvorsitzer bis 2002.
Johnson & Johnson teilt sich in zwei Unternehmen auf
Der US-Pharmariese Johnson & Johnson folgt dem aktuellen Trend zur Aufspaltung: Der Konzern kündigte am Freitag an, die Pharmasparte und die Konsumartikelsparte sollten künftig als eigenständige Unternehmen wirtschaften. Damit würden "zwei Weltmarktführer geschaffen, die besser aufgestellt sind, um Patienten und Verbrauchern bessere Ergebnisse durch Innovationen zu liefern". Der Aktienkurs stieg im vorbörslichen Handel um mehr als 3,5 Prozent.
Spahn warnt vor weiterer Zuspitzung der Corona-Lage
Angesichts des ungebrochenen Anstiegs bei den Corona-Zahlen hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vor einer weiteren Zuspitzung der Lage gewarnt. Wenn nichts unternommen werde, könnten sich die Zahlen innerhalb von zwei Wochen verdoppeln, sagte Spahn am Freitag in Berlin. Er schlug strengere Regeln für den Besuch von Veranstaltungen vor. Dort sollte "2G-Plus" eingeführt werden. Österreich gilt ab Sonntag wieder als Hochrisikogebiet. "Wir müssen jetzt alles notwendige tun, um diese Dynamik zu brechen, sonst wird es für das ganze Land ein bitterer Dezember", sagte der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister. Spahn schlug eine 2G-Plus-Regel vor. Sie würde bedeuten, dass nur noch Geimpfte und Genesene mit einem aktuellen Coronatest Einlass bekommen. Der Bundesgesundheitsminister kündigte außerdem an, noch am Freitag eine Verordnung für die Wiedereinführung kostenloser Bürgertests zu unterzeichnen. Er gehe davon aus, dass dann ab Montag diese Tests wieder angeboten werden könnten. Außerdem kündigte Spahn an, die Vergütung für Mediziner für Corona-Impfungen deutlich zu erhöhen. Pro Impfung würden künftig 28 Euro statt bislang 20 Euro bezahlt, hinzu kommt ein Wochenendzuschlag. Per Verordnung werde er außerdem sicherstellen, dass die Impfzentren der Länder bis Mitte April hälftig vom Bund finanziert seien. Die Einstufung Österreichs als Hochrisikogebiet bedeutet, dass Menschen, die nicht geimpft oder genesen sind, in Quarantäne müssen. Ein Freitesten ist erst nach fünf Tagen möglich. Fortschritte sieht Spahn beim Impfen. Hier gebe es "wieder mehr Tempo". Zudem seien allein in dieser Woche 4,3 Millionen Dosen ausgeliefert worden - eine Vervierfachung im Vergleich zu den vergangenen Wochen. Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, sprach von einer dramatischen Lage. "Es ist fünf nach zwölf", sagte Wieler. In vielen Landkreisen gebe es bereits so viele Neuinfektionen, dass die Krankenhäuser an die Grenzen ihrer Kapazitäten gerieten. Wieler regte an, Großveranstaltungen abzusagen oder die Besucherzahlen zu reduzieren. Er rief die Menschen außerdem dazu auf, ihre Kontakte wieder zu beschränken. Laut RKI stieg die Sieben-Tage-Inzidenz auf 263,7 - und erreichte damit einen neuen Höchststand. Spahn rief Bund und Länder zu einem einheitlichen Vorgehen in der Pandemie auf und begrüßte das für kommende Woche geplante Gipfeltreffen. Die "Vielstimmigkeit" in der jüngsten Vergangenheit habe für "Verwirrung" gesorgt. Das habe dazu geführt, "dass zu viele die Corona-Auflagen nicht mehr ernst nehmen." Unterdessen berieten Vertreter der Ampel-Parteien bei einem Praxis-Panel mit Fachleuten darüber, wie das Tempo bei den Impfungen wieder erhöht werden kann. Vor Beginn der Veranstaltung beklagte die SPD-Gesundheitsexpertin Sabine Dittmar, bei den Auffrisch-Impfungen gehe es viel zu langsam voran. Ende des Monats hätten bereits 20 Millionen Menschen einen Anspruch darauf. Die Auffrisch-Impfung soll sechs Monate nach Erreichen der Grundimmunisierung verabreicht werden. Anspruch haben alle Menschen ab zwölf Jahren. Der Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen plädierte für eine Impfpflicht bei bestimmte Berufsgruppen. Diese solle einrichtungsbezogen sein, sagte er. Nach Ansicht der Deutschen Stiftung Patientenschutz müssen allerdings auch die Konsequenzen einer solchen Maßnahme berücksichtigt werden. "Vermutlich werden auch in Deutschland mehr als 100.000 Altenpflegekräfte trotz Impfpflicht eine Impfung verweigern", sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch zu AFP. Wer also eine Impfpflicht für medizinisch-pflegerisches Personal umsetzen wolle, müsse dann auch Entlassungen verantworten. (I.Beryonev--DTZ)
Gericht billigt 2G-Regelung für private Veranstaltungen
Das Verwaltungsgericht Hannover hat eine 2G-Pflicht für private Veranstaltungen bestätigt. Nach Angaben vom Freitag wies es in einem Eilverfahren den Antrag eines Ungeimpften zurück, der seinen 30. Geburtstag mit 39 Teilnehmern entgegen behördlicher Coronaschutzregeln nach dem 3G-Modell feiern wollte. 2G sei wegen des höheren Infektionsschutzes in der aktuellen Coronalage angemessen und verhältnismäßig, betonten die Richter. Gegen den Beschluss ist aber noch Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht möglich. Das Verfahren richtete sich gegen eine erst seit Freitag geltende Allgemeinverfügung der Region Hannover, die Zusammenkünfte von mehr als 25 Menschen in geschlossenen Räumen nur noch nach dem 2G-Prinzip gestattet. Dies beschränkt die Teilnahme auf Geimpfte und Genese, die Vorlage eines Coronatests reicht nicht aus. Die Regelung ist regionalspezifisch. Entsprechende Vorschriften, die in Niedersachsen landesweit gelten würden, gibt es derzeit nicht. Die Richter billigten die Verfügung. Der Schwellenwert von 25 für 2G sei ein "geeigneter Ausgleich der betroffenen Interessen", weil er auch Ungeimpften weiterhin die Teilnahme an Zusammenkünften in kleinerem Rahmen erlaube. Mit wachsender Größe steige jedoch das Infektionsrisiko. Zugleich sei es die "freie Entscheidung" jedes Menschen, sich impfen zu lassen und dadurch einer 2G-Regelung zu entgehen. Genügend Impfstoff sei seit den Sommermonaten vorhanden. Die Angaben zum Impfstatus des Klägers beruhten nach Angaben des Gerichts auf dessen eigenen Ausführungen in dem Verfahren. Er gab demnach an, auch etwa fünf Gäste seien weder geimpft noch genesen. Er argumentierte demnach, eine 2G-Regelung trage nicht zu einem höheren Infektionsschutz bei. Dies wiesen die Richter zurück. Eine 2G-Regelung biete "erwiesenermaßen" mehr Schutz als eine 3G-Regel. (M.Dylatov--DTZ)
Siebenjähriger in Nordrhein-Westfalen von Gedenkkreuz aus Stein erschlagen
Im nordrhein-westfälischen Büren ist ein Siebenjähriger von einem abbrechenden Gedenkkreuz aus Stein erschlagen worden. Wie die Polizei am Freitag in Paderborn mitteilte, ereignete sich das Unglück am Donnerstagnachmittag, während der Junge mit einem etwa gleichaltrigen Begleiter an den Gedenkkreuz spielte. Wie genau es zum Unglück kam, war demnach noch unklar.
Österreich, Tschechien und Ungarn gelten ab Sonntag als Hochrisikogebiete
Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen hat die Bundesregierung mehrere europäische Länder neu als Hochrisikogebiete eingestuft. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitag mitteilte, gelten Österreich, Tschechien und Ungarn ab Sonntag wieder als Hochrisikogebiete. Reise-Rückkehrer aus diesen Ländern müssen sich in Deutschland in Quarantäne begeben, sofern sie nicht vollständig geimpft oder genesen sind. Von der Liste der Hochrisikogebiete gestrichen werden die USA.
USA gelten ab Sonntag nicht mehr als Hochrisikogebiet
Die USA gelten von Sonntag an nicht mehr als Corona-Hochrisikogebiet. Die Bundesregierung streicht das Land von der Liste, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitag mitteilte. Durch die Entscheidung entfallen die Quarantäne-Vorschriften für aus den Vereinigten Staaten zurückkehrende Reisende. Die USA waren seit dem 15. August wieder als Hochrisikogebiet eingestuft gewesen.
Geschäftsmann muss nach Flugzeugabsturz von Fußballer Sala 18 Monate in Haft
Fast drei Jahre nach dem Flugzeugabsturz des argentinischen Fußballprofis Emiliano Sala ist ein 67-jähriger Geschäftsmann zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden. Ein Gericht im walisischen Cardiff ordnete am Freitag anderthalb Jahre Haft für David Henderson an, der bereits im Oktober der Gefährdung der Flugsicherheit für schuldig befunden worden war.
Ermittlungen zu Vergewaltigungsvorwürfen im Élysée
Die französische Justiz hat Ermittlungen nach Vergewaltigungsvorwürfen gegen einen Soldaten im Pariser Élysée-Palast aufgenommen. Der Mann wurde nicht formell als Beschuldigter, sondern vorerst als Zeuge mit Rechtsbeistand eingestuft, wie am Freitag aus Justizkreisen in Paris verlautete. Eine Soldatin wirft ihm demnach vor, sie im Juli am Ende einer Abschiedsparty im Élysée-Palast, dem Amtssitz von Präsident Emmanuel Macron, vergewaltigt zu haben.
Österreich plant Corona-Lockdown für Ungeimpfte und Ungenesene
Angesichts des rasanten Anstiegs der Corona-Infektionszahlen plant Österreich einen landesweiten Lockdown für Ungeimpfte und Ungenesene. Er wolle am Sonntag "grünes Licht" für einen solchen Lockdown geben, sagte Bundeskanzler Alexander Schallenberg am Freitag.
COP in Glasgow wegen Streits um Klimaziele und Finanzhilfen in der Verlängerung
Wegen einer Reihe von Differenzen über Hilfszahlungen und andere Verhandlungsthemen ist die UN-Klimakonferenz in Glasgow in die Verlängerung gegangen. Der britische Premierminister Boris Johnson rief die Industriestaaten am Freitag auf, für die Entwicklungsländer "Geld auf den Tisch" zu legen. Nicht nur bei Aktivisten sorgten abgeschwächte Formulierungen in den Verhandlungstexten, etwa zur Abkehr von fossilen Energieträgern, für Unmut. Der US-Klimagesandte John Kerry brandmarkte Subventionen für fossile Energie als "Inbegriff des Irrsinns".
Empörung über abgeschwächte Formulierungen in COP26-Entscheidungsentwurf
Am offiziell letzten Tag der UN-Klimakonferenz in Glasgow haben Verhandlungstexte mit abgeschwächten Formulierungen, etwa zur Abkehr von Kohle und anderen fossilen Energieträgern, für Empörung nicht nur bei Aktivisten gesorgt. Der US-Sonderbeauftragte für Klima, John Kerry, nannte Subventionen für fossile Brennstoffe den "Inbegriff des Irrsinns". Kritik gab es auch daran, dass in der Rahmenentscheidung der COP26 der Aufruf an die Staaten eingeschränkt wurde, ihre Klimaschutzziele öfter als bislang vorgesehen zu überprüfen.
Maas warnt eindringlich vor Auflösung von russischer Organisation Memorial
Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat eindringlich vor einer möglichen Auflösung der russischen Menschenrechtsorganisation Memorial durch die örtliche Justiz gewarnt. "Allein die Vorstellung, dass Memorial geschlossen werden soll, muss jeden erschüttern, der den jahrzehntelangen Einsatz dieser Organisation für Menschenrechte und für die Aufarbeitung von politischer Gewaltherrschaft kennt", erklärte Maas am Freitag.
Russischer Friedensnobelpreisträger : Gefahr für Journalisten geht vom Staat aus
Der russische Journalist und Friedensnobelpreisträger Dmitri Muratow hat die Lage der Pressefreiheit in seinem Land als dramatisch beschrieben. Im "Interview der Woche" des Deutschlandfunks sagte der Chefredakteur der Zeitung "Nowaja Gaseta", die größte Gefahr für Medienschaffende gehe vom Staat aus. Mehrere Online-Medien seien zuletzt zu "unerwünschten Organisationen" erklärt worden. Gleichwohl gebe es eine junge Generation an Journalisten, die sich nicht unterkriegen lasse.
Gemeinsame Militärübungen von Moskau und Minsk nahe polnischer Grenze
Belarus und Russland haben gemeinsame Militärübungen nahe der polnischen Grenze bekanntgegeben. Eine "gemeinsame taktische Bataillonsgruppe" mit Fallschirmjägern beider Länder halte in der Region Grodno im Westen von Belarus Übungen ab, teilte das belarussische Verteidigungsministerium am Freitag auf Telegram mit. Es begründete den Schritt mit der "Zunahme militärischer Aktivität" nahe der belarussischen Grenze.
Astrazeneca will künftig Gewinn mit Corona-Impfstoff machen
Der britisch-schwedische Pharmakonzern Astrazeneca will künftig Gewinn mit seinem Corona-Impfstoff machen. Das Unternehmen verfolge "allmählich einen Übergang hin zu einer leichten Rentabilität" des Vakzins, teilte Astrazeneca am Freitag mit. Astrazeneca hatte seinen Impfstoff anders als die Konkurrenz lange zum Selbstkostenpreis verkauft - also ohne damit einen Gewinn zu erzielen.
Julian Assange darf im Gefängnis heiraten
Wikileaks-Gründer Julian Assange darf im Gefängnis in Großbritannien heiraten. "Julian und ich haben jetzt die Erlaubnis, im Belmarsh-Gefängnis zu heiraten", schrieb seine Verlobte Stella Moris am Freitag auf Twitter. "Ich bin erleichtert, aber immer noch verärgert, dass rechtliche Schritte notwendig waren, um den illegalen Eingriff in unser Grundrecht auf Eheschließung zu stoppen."
Die Sport-Höhepunkte am Samstag, 13. November
Beim Deutschland Cup trifft die Eishockey-Nationalmannschaft im zweiten Spiel auf die Schweiz. Mit einem weiteren Sieg beim Heimturnier kann das Team von Bundestrainer Toni Söderholm die Chancen auf den Turniersieg verbessern. Sonntag wartet zum Abschluss die Slowakei. Söderholm testet in Krefeld Kandidaten für die Winterspiele in Peking.
Zverev mobilisiert in Turin die letzten Kräfte: "Bin fertig und müde"
Für die ATP Finals als abschließendes Highlight eines langen Tennisjahres mobilisiert Olympiasieger Alexander Zverev seine letzten Kraftreserven. "Ich bin fertig, ich bin müde. Ich denke, alle Topspieler sind ein bisschen müde", sagte die deutsche Nummer eins am Freitag in Turin und erklärte: "Wenn du die ganze Zeit auf einem hohen Niveau spielst, wenn du die ganze Zeit viele Matches gewinnst, ist es auch normal, dass du irgendwann müde wirst."
Jahresabschluss ohne Goretzka, Neuer und Reus
Die deutsche Nationalmannschaft wird ihren Jahresabschluss am Sonntag (18.00 Uhr/RTL) in Armenien mit einem dezimierten Kader bestreiten. Leon Goretzka erlitt beim Kung-Fu-Tritt seines Gegenspielers Jens Hofer beim Kantersieg gegen Liechtenstein (9:0) eine Prellung im Kopf-Hals-Bereich und ist "dadurch nicht einsatzbereit", teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Freitag mit. Torhüter Manuel Neuer und Marco Reus reisen "aus Gründen der Belastungssteuerung" nicht mit zum letzten WM-Qualifikationsspiel.
Furcht vor Corona-Infektion in Deutschland im Jahresvergleich stark rückläufig
Die Menschen in Deutschland haben sich zuletzt deutlich weniger vor Corona gefürchtet als noch vor einem Jahr. Das geht aus einer Umfrage der Krankenkasse DAK hervor, die am Freitag in Hamburg veröffentlicht wurde. Demnach hatten im Befragungszeitraum im Oktober 20 Prozent Angst vor einer Coronainfektion. Bei einer identischen Vorläuferumfrage vor einem Jahr waren es 37 Prozent gewesen.
Bundesverfassungsgericht feiert Präsidentenwechsel in Karlsruhe
Das Bundesverfassungsgericht hat am Freitag in Karlsruhe mit einem Festakt seinen Präsidentenwechsel begangen. Stephan Harbarth übernahm das Amt schon im Juni 2020 von Andreas Voßkuhle, wegen der Pandemie wurden die Feierlichkeiten aber auf 2021 verschoben. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) und der amtierende Bundesratspräsident Bodo Ramelow (Linke) kamen zum Festakt im Badischen Staatstheater.
"SZ": Ampel-Politiker einig bei Bargeld-Geschäften, Altersvorsorge, Anlegerschutz
Die Fachpolitiker der Ampel-Parteien haben sich laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" auf Regelungen in den Bereichen Geldanlage, Banken und Verbraucherschutz geeinigt. Die Zeitung zitierte am Freitag aus einem Papier zum Thema "Finanzmärkte". Demnach soll es auch weiterhin keine Obergrenze für Bargeldzahlungen geben. Geplant ist demnach ein öffentlich organisierter Fonds für die private Altersvorsorge und eine unabhängige Honorarberatung bei der Geldanlage statt Provisionen.
Grünen-Politiker Dahmen plädiert für berufsgruppenspezifische Impfpflicht
Der Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen hat angesichts der stark steigenden Zahl bei den täglichen Corona-Neuinfektionen für eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen plädiert. Er gehe davon aus, "dass wir eine einrichtungsbezogene Impfpflicht brauchen werden, um die Situation in den Griff zu bekommen", sagte Dahmen am Freitag vor Beginn eines Praxis-Panels zum Thema Impftempo der Ampel-Fraktionen.
Großbritannien beklagt zunehmende Ärmelkanal-Überfahrten von Migranten
Die steigende Zahl illegaler Überquerungen des Ärmelkanals sorgt für neue Spannungen zwischen Großbritannien und Frankreich. "Die britische Öffentlichkeit hat genug davon, Menschen im Ärmelkanal sterben zu sehen, während skrupellose kriminelle Banden von ihrem Elend profitieren", erklärte ein britischer Ministeriumssprecher am Freitag. "Die Zahl der illegalen Migranten, die Frankreich (am Donnerstag) verlassen haben, ist inakzeptabel."