Chinas Angriff auf ASML
Kiew setzt Moskau unter Druck
Irans Krieg trifft den Golf
Kiew wieder in Putins Visier
OpenAI veröffentlicht neues KI-Modell - Nach Aus für ein anderes
Kasachstans Präsident preist bei Besuch in Berlin "exzellente" Beziehungen zu Putin
Erste Regierungschefin Marokkos: König ernennt Fatima Ezzahra El Mansouri
Proteste gegen Sparpläne und Missstände an Schulen erschüttern Frankreich
Sport
Offiziell: Manchester City im Finanzskandal schuldig
Manchester City ist wegen schwerwiegender Verstöße gegen Finanzregeln offiziell in den meisten Anklagepunkten für schuldig befunden worden. Das teilte die Premier League am Dienstag mit, nachdem eine unabhängige Kommission zu dem Entschluss gekommen war. Der Verein kann gegen die Feststellungen bis Freitag Berufung einlegen. Über die Sanktion wird in einer gesonderten Anhörung entschieden.
Boulevard
AfD muss Bundesgeschäftsstelle räumen - noch keine neuen Räume
Die AfD muss ihre Bundesgeschäftsstelle in Berlin räumen - hat aber noch kein neues Büro. Ein Großteil der aktuellen Räume muss nach einem Urteil des Berliner Landgerichts vom vergangenen Jahr bis Mittwoch geräumt werden, wie ein Sprecher am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP bestätigte. Eine neue Immobilie sei aber noch nicht gefunden. Mitarbeitende müssten deshalb von zuhause aus arbeiten.
Letzte Nachrichten
WTA Finals: Muguruza dritte Halbfinalistin
Die zweimalige Grand-Slam-Gewinnerin Garbine Muguruza (Spanien) hat beim WTA-Saisonfinale das dritte Ticket für die Vorschlussrunde ergattert. Die 28-Jährige besiegte in ihrem Abschlussmatch in Gruppe B die bereits für das Halbfinale qualifizierte Estin Anett Kontaveit mit 6:4, 6:4 und sicherte sich noch den Gruppensieg.
Videospiel "Fortnite" in China eingestellt
Angesichts des wachsenden Drucks der chinesischen Behörden auf internationale Tech-Konzerne und des Vorgehens gegen Onlinesucht hat der Hersteller Epic Games am Montag die chinesische Version seines Videospiels "Fortnite" eingestellt. Der US-Softwareriese hatte den Schritt bereits vor zwei Wochen angekündigt. Chinesische Spieler bestätigten, dass sie am Montag nicht mehr auf das Spiel zugreifen konnten.
Irak kündigt ersten Rückführungsflug für Migranten an belarussisch-polnischer Grenze an
Die irakische Regierung hat einen ersten Flug zur Rückführung von Migranten an der belarussisch-polnischen Grenze angekündigt. Irakische Staatsbürger könnten am Donnerstag auf "freiwilliger" Basis in ihre Heimat zurückkehren, sagte Außenamtssprecher Ahmed al-Sahaf in der Nacht zum Montag im irakischen Fernsehen. Die irakischen Behörden hätten im Grenzgebiet "571 Iraker registriert", die sich bereit erklärt hätten, freiwillig in ihre Heimat zurückzukehren.
CDU-Politiker von Stetten gegen Wiedereinführung von Homeoffice-Pflicht
Aus der Union kommt heftige Kritik an einer möglichen Wiedereinführung der Homeoffice-Pflicht. Der Vorsitzende des Parlamentskreises Mittelstand der Unionsfraktion im Bundestag, Christian von Stetten, sagte der "Augsburger Allgemeinen" vom Montag, eine erneute Homeoffice-Pflicht "wäre das falsche Signal für eine sich langsam wieder normalisierende Wirtschaft". Eine 3G-Pflicht am Arbeitsplatz sei "ein sinnvollerer Ansatz, der Schutz bietet und den Wirtschaftskreislauf nicht unnötig hemmt."
Modeschöpfer Joop entschuldigt sich für Kommentar zu früherem Umgang mit Models
Modedesigner Wolfgang Joop hat sich für seine in einem Interview getätigte Aussage zum früheren Umgang mit Models entschuldigt. Im Gespräch mit dem Magazin "Spiegel" habe er "auf die Korruption und Frivolität der siebziger und achtziger Jahre der Branche" hingewiesen, "deren Bestandteil bedauerlicherweise auch der respektlose und missbräuchliche Umgang mit Models war", erklärte Joop am Sonntagabend bei Instagram.
Ein Tor, zwei Vorlagen: Draisaitl bleibt das Maß der Dinge
Der deutsche Eishockey-Ausnahmespieler Leon Draisaitl sorgt in der NHL weiter für Furore. Der 26-Jährige führte die Edmonton Oilers beim 5:4 gegen die St. Louis Blues bereits zum elften Saisonsieg. "Er hat einen tollen Lauf", lobte Connor McDavid seinen kongenialen Sturmpartner.
Frauen verklagen Katar wegen Zwangsuntersuchungen am Flughafen
Eine Gruppe von Frauen wollen Katar wegen gynäkologischer Zwangsuntersuchungen auf dem Flughafen in Doha verklagen. Sieben betroffene Passagierinnen planten rechtliche Schritte, um "eine Botschaft an die katarischen Behörden zu senden", sagte der in Sydney ansässige Anwalt Damian Sturzaker am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Frauen "kann man nicht auf diese Weise behandeln".
Nach Auftaktsieg in Turin: Zverev hofft auf "hochinteressantes Match" gegen Medwedew
Nach seinem Auftaktsieg bei den ATP Finals blickt Alexander Zverev gespannt dem Duell mit Titelverteidiger Daniil Medwedew entgegen. "Er ist die Nummer zwei der Welt, ich die Nummer drei. Wir sind zwei Spieler auf sehr gutem Niveau", sagte der Tennis-Olympiasieger, nachdem sein erster Vorrundengegner Matteo Berrettini vor seinem Turiner Heimpublikum verletzungsbedingt aufgegeben hatte: "Ich hoffe, dass es ein hochinteressantes Match wird am Dienstag."
Zverev hofft auf "hochinteressantes Match" gegen Medwedew
Nach seinem Auftaktsieg bei den ATP Finals blickt Alexander Zverev gespannt dem Duell mit Titelverteidiger Daniil Medwedew entgegen. "Er ist die Nummer zwei der Welt, ich die Nummer drei. Wir sind zwei Spieler auf sehr gutem Niveau", sagte der Tennis-Olympiasieger, nachdem sein erster Vorrundengegner Matteo Berrettini vor seinem Turiner Heimpublikum verletzungsbedingt aufgegeben hatte: "Ich hoffe, dass es ein hochinteressantes Match wird am Dienstag."
Flick will "Hochkaräter" im März
Bundestrainer Hansi Flick richtete nach dem gelungen Abschluss der WM-Qualifikation den Blick sofort auf das WM-Jahr. "Unser Ziel ist es, dass wir im März einen wirklichen Hochkaräter haben", sagte Flick nach dem 4:1 (2:0) der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Armenien.
Weiteres Opfer von Massenpanik bei Konzert in Houston gestorben
Nach der Massenpanik bei einem Musikfestival im texanischen Houston vergangene Woche hat es ein weiteres Todesopfer gegeben. Ein neunjähriger Junge, der bei dem Vorfall schwer verletzt und anschließend in ein künstliches Koma versetzt worden war, erlag seinen Verletzungen, wie der Anwalt Ben Crump am Sonntag (Ortszeit) mitteilte. Er ist das zehnte Todesopfer des Unglücks.
Maori-Stamm fordert Ende von Haka-Aufführungen bei Anti-Impf-Protesten
Der neuseeländische Maori-Stamm Ngati Toa hat sich gegen die Aufführung des traditionellen Haka-Tanzes bei Demonstrationen von Impfgegnern ausgesprochen. "Ngati Toa verurteilt die Verwendung des Ka Mate Haka, um Botschaften gegen die Covid-19-Impfung zu verbreiten", erklärte der in der Nähe von Wellington ansässige Stamm am Sonntag. "Wir bestehen darauf, dass die Demonstranten sofort aufhören, unsere Kulturschätze zu benutzen."
Rücktritte an Spitze von Ecuadors Armee und Gefängnisbehörde nach Gewaltausbruch
Nach dem erneuten Blutbad in einer Haftanstalt in Ecuador mit mindestens 68 Toten sind die Spitzen von Gefängnisverwaltung und Armee zurückgetreten. Präsident Guillermo Lasso nahm am Montag die Rücktrittsgesuche des Direktors der Gefängnisbehörde, Bolívar Garzón, sowie von Generalstabschef Jorge Cabrera an, wie das Büro des Staatschefs mitteilte.
Ecuador schickt nach Gefängnismassaker Militär zur Bewachung der Haftanstalt
Ecuador hat nach einem erneuten Gewaltausbruch in einem Gefängnis das Militär zur Sicherung der Haftanstalt entsandt. Bewaffnete Soldaten bewachten am Sonntag gemeinsam mit der Polizei das Gefängnis Guayas 1 in der Hafenstadt Guayaquil, wie AFP-Reporter berichteten. Bei Bandenkämpfen ab Freitagabend waren in dem Gefängnis mindestens 68 Insassen getötet und 25 weitere verletzt worden.
Bundesweite Corona-Inzidenz steigt auf 303,0
Der Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen setzt sich fort. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Montagmorgen unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter mitteilte, erhöhte sich der Wert auf 303,0 und erreichte damit den achten Tag in Folge einen neuen Höchststand. Am Sonntag hatte die Inzidenz bei 289,0 gelegen.
Trump-Konzern tritt Pacht von Luxushotel in Washington ab
Das Unternehmen Trump Organization von Ex-US-Präsident Donald Trump tritt die Pacht für ein Luxushotel in Washington an einen anderen Hotel-Konzern ab. Der Pachtvertrag wird für 375 Millionen Dollar an die CGI Merchant Group übertragen, wie mehrere US-Medien am Sonntag übereinstimmend berichteten. Demnach hat CGI einen weiteren Vertrag mit dem Hilton-Konzern geschlossen, der das Hotels künftig über seine Tochterfirma Waldorf Astoria unter diesem Namen betreiben will.
Argentiniens Regierung verliert auch im Senat die Mehrheit
Das in Argentinien regierende Mitte-links-Bündnis hat bei den Zwischenwahlen am Sonntag (Ortszeit) auch im Senat seine Mehrheit verloren. Nach Auszählung von mehr als 90 Prozent der Stimmen dürfte die Regierungskoalition von Präsident Alberto Fernández im Oberhaus künftig nur noch über 35 von 72 Sitze verfügen. Im Abgeordnetenhaus - dem Unterhaus - hatte das Regierungsbündnis zuvor schon keine Mehrheit mehr.
Argentiniens Regierung verliert bei Zwischenwahl Mehrheit im Parlament
Das in Argentinien regierende mitte-links Bündnis hat bei den Zwischenwahlen seine Mehrheit im Parlament verloren. Nach vorläufigen Ergebnissen büßte die Regierung von Präsident Alberto Fernández ihre Mehrheit im Senat ein, wie die Nachrichtenagentur AFP am Sonntagabend (Ortszeit) aus informierten Kreisen erfuhr. Demnach bleiben der Regierungskoalition künftig nur noch 35 der 72 Senatssitze.
Israel gibt Corona-Impfungen für Kinder ab fünf Jahren frei
Israel hat den Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer für Kinder ab fünf Jahren freigegeben. Damit könnten bald auch alle Kinder zwischen fünf und zwölf mit dem Vakzin geimpft werden, erklärte das israelische Gesundheitsministerium am Sonntag. Bisher war der Impfstoff in Israel für Kinder ab zwölf Jahren zugelassen. Ein Expertengremium hatte dem Ministerium nun aber eine Senkung der Altersgrenze empfohlen.
Berrettini gibt auf: Zverev mit Auftaktsieg bei den ATP Finals
Tennis-Olympiasieger Alexander Zverev hat sich bei den ATP Finals in eine gute Ausgangslage im Kampf ums Halbfinale gebracht - allerdings von der Aufgabe von Matteo Berrettini profitiert. Der Weltranglistendritte führte am Sonntagabend in Turin in seinem ersten Vorrundenmatch gegen den Wimbledonfinalisten mit 7:6 (9:7), 1:0, ehe sich der Italiener erst an den seitlichen Bauchmuskeln behandeln ließ und kurz darauf aufgab.
NFL: Rodgers führt Green Bay nach Corona-Erkrankung zum Sieg
Star-Quarterback Aaron Rodgers hat mit den Green Bay Packers im ersten Spiel nach seiner schlagzeilenträchtigen Corona-Erkrankung einen klaren Sieg gefeiert. Bei Schneefall im Lambeau Field setzten sich die Packers gegen die Seattle Seahawks mit 17:0 durch. Rodgers, wertvollster Spieler der Vorsaison, blieb ohne Touchdown-Pass.
Britische Anti-Terror-Polizei nimmt drei Männer nach Explosion fest
Nach der tödlichen Explosion eines Autos vor einem Krankenhaus in Liverpool hat die britische Anti-Terror-Polizei drei Männer festgenommen. Die Männer im Alter zwischen 21 und 29 Jahren seien im Stadtteil Kensington "unter dem Anti-Terror-Gesetz" festgenommen worden, erklärte die Polizei am Sonntagabend im Internetdienst Twitter. Bei der Explosion vor einer Frauenklinik am Sonntagmorgen war ein Mensch ums Leben gekommen und ein weiterer verletzt worden.
Siebter Streich unter Flick: DFB-Team geht mit viel Rückenwind ins WM-Jahr
Siebter Streich zum Schluss: Die deutsche Nationalmannschaft hat die WM-Qualifikation auch mit einer B-Elf standesgemäß beendet und durch das 4:1 (2:0) beim Katar-Casting in Armenien den beeindruckenden Startrekord von Bundestrainer Hansi Flick weiter ausgebaut.
DFB-Auswahl beendet WM-Qualifikation erfolgreich
Die deutsche Nationalmannschaft hat die WM-Qualifikation erfolgreich abgeschlossen. Die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) besiegte Armenien in Eriwan mit 4:1 (2:0). Bundestrainer Hansi Flick baute damit seinen Startrekord auf sieben Siege in Serie aus.
Anti-Korruptionspartei in engem Rennen mit Konservativen bei Wahl in Bulgarien
Die Anti-Korruptionspartei "Wir setzen den Wandel fort" liegt bei der Parlamentswahl in Bulgarien laut ersten Prognosen in einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit der konservativen Gerb-Partei des langjährigen Regierungschefs Boiko Borissow. Die erst im September von zwei ehemaligen Geschäftsleuten gegründete Anti-Korruptionspartei kam demnach bei der Wahl am Sonntag auf gut 23 Prozent der Stimmen und lag damit nur knapp hinter der Gerb-Partei mit knapp 25 Prozent.
USA rufen Kuba zu Aufhebung von Demonstrationsverbot auf
Die USA haben Kuba aufgerufen, das Verbot der für Montag geplanten landesweiten Demonstrationen aufzuheben. Die Regierung in Havanna sei aufgefordert, die Rechte der Kubaner zu respektieren und ihnen friedliche Versammlungen "ohne Angst vor Repressionen durch die Regierung oder Gewalt" zu erlauben, erklärte US-Außenminister Antony Blinken am Sonntag. Auch die Internet- und Telefonverbindungen dürften nicht gekappt werden.
DOSB: Verbändegruppen fordern weitere Aufklärung
Ingo Weiss und Jörg Ammon fordern nach der "Brief-Affäre" im DOSB weitere Aufklärung. Die beiden Sprecher der Spitzensportverbände und Landessportbünde räumten nach der Konferenz der Mitgliedsorganisationen des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) am Sonntag in Düsseldorf ein, noch kein klares Bild über die juristischen Verfahren zu haben, die Präsident Alfons Hörmann zuletzt nahezu im Alleingang angestrengt hatte.
Beschäftigte sollen den Impfstatus offenlegen müssen
Im Kampf gegen die steigenden Corona-Infektionen schlägt Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) einschneidende Änderungen für Beschäftigte und Betriebe vor: In einem DEUTSCHE TAGESZEITUNG vorliegenden Gesetzentwurf heißt es, Beschäftigte seien verpflichtet, am Arbeitsplatz einen Impf- oder Genesenennachweis vorzulegen. Wer dies nicht kann, muss sich demnach täglich testen lassen. Der Arbeitgeber muss die Nachweise kontrollieren - sonst droht ein Bußgeld. Außerdem will Heil die Homeoffice-Pflicht wieder einführen. Beschäftigte dürften die Arbeitsstätte nur betreten, "wenn sie über einen aktuellen Nachweis –geimpft, genesen oder getestet – verfügen", heißt es in dem Entwurf. "Verantwortlich für die Beibringung des Testzertifikats (zum Beispiel durch Wahrnehmung eines Bürgertests)" seien die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Der Test darf nicht älter als 24 Stunden sein, ein PCR-Test 48 Stunden. Zur Kontrolle der Nachweise "werden die Betriebe verpflichtet", heißt es in der Verordnung weiter. Dies liege auch in ihrem Interesse, weil etwa Personalausfälle durch Erkrankung oder Quarantäne vermieden werden könnten. Wenn ein Beschäftigter keinen Nachweis vorlegt, soll dies dem Gesetzentwurf zufolge als Ordnungswidrigkeit gelten. Arbeitgebern droht demnach ein Bußgeld, wenn sie ihrer "Kontroll- und Dokumentationspflicht" nicht nachkommen. Zur Begründung dieser strengen Vorgaben heißt es in dem Entwurf, "die Verarbeitung der Nachweise über den Status geimpft, genesen oder getestet von Beschäftigten zum Zwecke der Zugangsbeschränkung der Arbeitsstätte ist im Sinne dieser Vorschrift aus Gründen des öffentlichen Interesses im Bereich der öffentlichen Gesundheit erforderlich, um die Weiterverbreitung der Coronavirus-Krankheit-2019 an diesem Ort zu begrenzen". Die Datenverarbeitung stehe auch nicht außer Verhältnis zu den datenschutzrechtlichen Belangen der betroffenen Beschäftigten. Zur Homeoffice-Pflicht heißt es im Gesetzentwurf: "Der Arbeitgeber hat den Beschäftigten im Fall von Büroarbeit oder vergleichbaren Tätigkeiten anzubieten, diese Tätigkeiten in deren Wohnung auszuführen, wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen." Die Beschäftigten ihrerseits hätten dieses Angebot anzunehmen, soweit keine Gründe entgegenstünden. Die Homeoffice-Pflicht war zum 1. Juli in diesem Jahr aufgehoben worden. DEUTSCHE TAGESZEITUNG erfuhr, die Bundestagsfraktionen der Ampel-Parteien berieten seit dem Wochenende über den Entwurf aus dem Hause Heil. SPD-Chefin Saskia Esken hatte sich bereits Samstagabend für Nachbesserungen des Entwurfs für das neue Infektionsschutzgesetz ausgesprochen. "Es ist sehr gut möglich und ich würde es an Stellen auch befürworten, dass wir den Gesetzentwurf nochmal nachschärfen", sagte Esken dem ARD-Hauptstadtstudio. Diskutiert werden müsse neben regelmäßigen Corona-Tests für Beschäftigte in Bereichen wie der Pflege oder in Schulen "auch eine Impfpflicht in diesen Bereichen". Zu einem möglichen weiteren Lockdown sagte Esken, "wir wollen es möglich machen, dass alle gut geschützt sind und dass wir gut durch den Winter kommen mit Beschränkungen, die diejenigen, die vernünftig sind, die geimpft sind, die sich auch regelmäßig testen lassen, die eine Auffrischimpfung bekommen, dass die diese Beschränkungen nicht ertragen müssen". Die Infektionen in Deutschland steigen derzeit stark. Am Sonntag lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 289 und erreichte damit den siebten Tag in Folge einen neuen Höchststand. (W.Uljanov--DTZ)
Lufthansa zahlt alle seine Corona-Finanzhilfen zurück
Früher als geplant hat die Lufthansa alle Corona-Hilfen des Staates zurückgezahlt. Am Freitag sei eine Milliarde Euro an den Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) der Bundesrepublik gegangen, nicht abgerufene Mittel seien zudem gekündigt worden, teilte die Lufthansa mit. Konzernchef Carsten Spohr sprach von einem "mentalen Befreiungsschlag". Die Lufthansa hatte in der Corona-Krise mit der Bundesregierung und der EU-Kommission ein insgesamt neun Milliarden Euro schweres staatliches Rettungspaket ausgehandelt - drei Milliarden Euro als Darlehen der staatlichen Förderbank KfW und sechs Milliarden Euro aus dem WSF. Der Konzern nahm nach eigenen Angaben rund 3,8 Milliarden Euro in Anspruch. Darin enthalten sind rund 306 Millionen Euro, mit denen der WSF seine Aktienbeteiligung am Unternehmen aufbaute. Der Fonds will die Anteile früheren Angaben zufolge frühestens in fünf Monaten verkaufen - spätestens aber bis Oktober 2023. Die Lufthansa hatte bereits im Februar einen Kredit der staatlichen Förderbank KfW in Höhe von einer Milliarde Euro vorzeitig getilgt. Im Oktober zahlte der Konzern 1,5 Milliarden Euro an den WSF, nun eine weitere Milliarde. Die Rückzahlungen ermöglicht hätten vor allem "die steigende Nachfrage nach Flugreisen, die schnelle Restrukturierung und Transformation" sowie "das Vertrauen der Kapitalmärkte in das Unternehmen", teilte Lufthansa mit. Der Konzern gab seit November 2020 mehrere Anleihen aus und lieh sich so Geld von Investoren; im Oktober gab die Airline neue Aktien aus und sammelte so knapp 2,2 Milliarden Euro ein. Der Konzern strich zudem mehr als 30.000 Stellen. Lufthansa-Chef Carsten Spohr erklärte am Freitag, er bedanke sich im Namen aller Beschäftigten bei der Bundesregierung und den Steuerzahlern. "In der schwersten finanziellen Krise unserer Unternehmensgeschichte haben sie uns eine Zukunftsperspektive gegeben. Dadurch konnten wir mehr als 100.000 Arbeitsplätze erhalten." Gegenüber Journalisten sagte Spohr: "Als wir nach den drei besten Jahren unserer Unternehmensgeschichte plötzlich auf finanzielle Hilfe angewiesen waren, war das ein großer Schock. Dass wir nun vor fast allen anderen in der Branche finanziell wieder auf eigenen Beinen stehen können, ist deshalb mental sehr wichtig." Auch nach Rückzahlung aller Kredite und Einlagen an den WSF bleibe "noch mehr als dreimal so viel Liquidität wie vor der Krise". Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) erklärte, die frühzeitige Rückzahlung zeige, dass die in der Corona-Pandemie eingesetzten Instrumente "wirken" und "die richtigen Anreize für eine rasche Rückkehr zur Selbständigkeit" setzen. Der WSF habe als Kriseninstrument funktioniert. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) erklärte: "Der Kranich hat wieder ordentlich Auftrieb." Die Hilfe sei zudem ein gutes Geschäft für die Staatskasse gewesen – "denn wie es aussieht, wird der Staat am Ende seines Engagements ein Plus machen." Medienkreise berichteten vorab aus seiner neuen Ausgabe, dass aktuell das Schweizer Catering-Unternehmen Gategroup um Hilfe vom WSF bittet. Gategroup hatte im Dezember 2020 das Europageschäft der Lufthansa-Tochter LSG endgültig übernommen. Die Hilfe ist möglich, weil das Schweizer Unternehmen Standorte in Deutschland hat - um wieviel Geld es gehen soll, wird laut "Spiegel" noch geprüft. Die Übernahme der LSG bereue Gategroup aber nicht, berfuhr DEUTSCHE TAGESZEITUNG. "Mittel- und langfristig bietet die Übernahme für uns weiterhin eine gute Perspektive." (L.Møller--DTZ)
DFB-Präsidenten-Wahl: Uneinige Amateure schlagen neben Neuendorf auch Peters vor
Auf der Suche nach einem neuen Präsidenten für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) ist die viel beschworene Einigkeit der Landesverbände im Amateurlager kurz vor Ablauf der Nominierungsfrist am Montag (15. November) offenbar zerbrochen. Informationen des Fachmagazins kicker zufolge schlug der westfälische Verband (FLVW) bei den abschließenden Beratungen der "Landesfürsten" zusammen mit den 20 weiteren Landesorganisationen zwar erwartungsgemäß Mittelrhein-Präsident Bernd Neuendorf vor, nominierte aber zugleich auch den DFB-Interimspräsidenten Peter Peters.
Jahresabschluss in Armenien: Flick gibt Reservisten eine Chance
Hansi Flick gibt zum Jahresabschluss der deutschen Fußball-Nationalmannschaft einigen Reservisten eine Bewährungschance. Der Bundestrainer schickt im letzten WM-Qualifikationsspiel am Sonntag (18.00 Uhr/RTL) in Eriwan gegen Armenien unter anderem den Gladbacher Florian Neuhaus als Ersatz des angeschlagenen Leon Goretzka von Beginn an aufs Feld.
Dritter Sieg im dritten Spiel: DEB-Team gewinnt Deutschland Cup
Mit dem dritten Sieg im dritten Spiel hat die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft erstmals seit sechs Jahren den Deutschland Cup gewonnen. Das Team von Bundestrainer Toni Söderholm bezwang in der entscheidenden Partie am Sonntag in Krefeld die Slowakei mit 4:1 (2:0, 1:1, 1:0) und holte sich mit der Maximalausbeute von neun Punkten den Siegerpokal.