Chinas Angriff auf ASML
Kiew setzt Moskau unter Druck
Irans Krieg trifft den Golf
Kiew wieder in Putins Visier
Besuch von Papst Leo in Frankreich: Friedensbotschaft für Europa
Bayern-Frauen nach Dämpfer enttäuscht, aber "stolz"
Klopp-Debüt: ter Stegen zurück, Kimmich zentral - Treus Chance?
UN-Generaldebatte: Reden von Irans Präsident Peseschkian und Selenskyj erwartet
Technik
Außergewöhnliche Ehre: Trump empfängt Xi am Flughafen persönlich zum Staatsbesuch
Der chinesische Präsident Xi Jinping wird ab Mittwoch (gegen 22.00 Uhr MESZ) zu einem Staatsbesuch in den USA erwartet. Als Zeichen der besonderen Ehrerbietung will US-Präsident Donald Trump den Gast persönlich auf dem Militärflughafen Joint Base Andrews südöstlich von Washington empfangen. Für Donnerstag ist ein Gespräch im Weißen Haus geplant. Dabei dürfte es um die Handelsbeziehungen, den Iran-Krieg und um Künstliche Intelligenz gehen.
Politik
Marokkaner wählen neues Parlament
Nach einem Wahlkampf mit den zentralen Themen Kaufkraft, Arbeit und soziale Ungleichheit wird in Marokko am Mittwoch ein neues Parlament gewählt. Nach der Wahl der 395 Mitglieder des Repräsentantenhauses kann die stärkste Partei den Regierungschef bestimmen, der von König Mohammed VI. ernannt wird. Der Monarch des nordafrikanischen Landes gibt in strategischen Bereichen den Kurs vor.
Letzte Nachrichten
EU-Spitzen beraten mit Balkanstaaten über Beitrittsperspektive
Die EU-Spitzen setzen am Mittwoch ihr Gipfeltreffen in Slowenien mit Beratungen über die Beitrittsperspektive für die Balkanländer fort. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihre EU-Kollegen kommen dafür in Brdo pri Kranju mit den Staats- und Regierungschefs von Albanien, Nordmazedonien, Bosnien und Herzegowina, Serbien, Montenegro und dem Kosovo zusammen.
Spitzengremien von Grünen und FDP ziehen erstes Sondierungs-Fazit
Die Spitzengremien von Grünen und FDP wollen am Mittwoch in getrennten Sitzungen ein Zwischenfazit der Gespräche über die Bildung einer neuen Regierung ziehen. Beide Parteien werden von Union und SPD gleichermaßen als Partner für eine Dreierkoalition umworben. Nach Abschluss der ersten bilateralen Sondierungsrunde wollen Grüne und FDP am Vormittag darüber beraten, wie es mit der Regierungsbildung weitergehen soll. Bei den Grünen tauschen sich Parteirat und Parteivorstand aus (ab 09.00 Uhr), bei der FDP der Bundesvorstand (10.00 Uhr).
"Keine leichte Entscheidung": Pau Gasol beendet Karriere
Der spanische Basketballstar Pau Gasol macht Schluss. Nach 22 Profijahren hat der 41-Jährige am Dienstag sein Karriereende verkündet. "Es war keine leichte Entscheidung, aber eine gut durchdachte. Ich wollte bis zum Ende meiner Karriere spielen und genießen und nicht von einer Verletzung zum Aufhören gezwungen werden", sagte Gasol, der mit den Los Angeles Lakers in der nordamerikanischen Profiliga NBA zweimal Champion wurde, in Barcelona.
Bericht: Grüne fordern strengere Regulierung von Facebook
Die Grünen haben eine strengere Regulierung des US-Internetgiganten Facebook gefordert. "Auch extrem marktmächtige Akteure wie Facebook müssen endlich angemessen reguliert werden", sagte Fraktionsvize Konstantin von Notz der "Augsburger Allgemeinen" vom Mittwoch. Die jüngsten Enthüllungen der früheren Mitarbeiterin Frances Haugen demonstrierten den Einfluss, den Facebook habe. Die Plattform und ihre Tochterunternehmen Instagram und Whatsapp waren am Montag aufgrund technischer Probleme stundenlang nicht aufrufbar gewesen.
Großbritannien hat große Probleme bei Anwerbung europäischer Lkw-Fahrer
Großbritannien hat große Probleme, dringend benötigte Tanklasterfahrer aus der EU anzuwerben. Wie Premierminister Boris Johnson der BBC am Dienstag am Rande des Parteitags der Konservativen in Manchester sagte, hat die Regierung bislang nur 127 Anträge auf ein Sonderkontingent an Arbeitserlaubnissen erhalten. Das ist weniger als die Hälfte der geplanten 300 Sondervisa. Johnson widersprach aber der britischen Zeitung "The Times", die von nur 27 Anträgen berichtet hatte.
Osnabrücker Zoll findet 50.000 Ecstasy-Tabletten in Kofferraum von Auto
Bei einer Kontrolle auf der Autobahn 30 haben Zöllner aus Osnabrück am Montag 50.000 Ecstasy-Tabletten gefunden. Sie kontrollierten ein polnisches Auto, das aus den Niederlanden kam, wie der Zoll am Dienstag mitteilte. Im Kofferraum sei ein Karton mit den Drogen gewesen, die mehr als 400.000 Euro wert gewesen seien.
Emirate wollen Asteroiden-Gürtel zwischen Mars und Jupiter erforschen
Die Vereinigten Arabischen Emirate haben am Dienstag eine 3,6 Milliarden Kilometer lange Weltraummission angekündigt, die 2033 mit einer Landung auf einem Asteroiden zwischen Mars und Jupiter enden soll. Die fünfjährige Mission werde 2028 beginnen, teilte die Raumfahrtbehörde der Emirate mit.
Ehepaar stirbt bei Schwelbrand in Wohnhaus in Baden-Württemberg
Bei einem Schwelbrand in einem Wohnhaus in Baden-Württemberg ist ein Ehepaar ums Leben gekommen. Ein 72-Jähriger und seine 69-jährige Ehefrau konnten nur noch tot geborgen werden, wie die Polizei in Ludwigsburg am Dienstag mitteilte. Demnach wurden beide am Montagnachmittag in ihrer verrußten Wohnung in Schwieberdingen gefunden, als ein Taxifahrer den 72-Jährigen zu einem Arzttermin abholen wollte.
Klimaschützer fordern enge Kooperation Deutschlands mit Frankreich und Polen
Umweltverbände haben eine engere Zusammenarbeit der großen EU-Länder Deutschland, Frankreich und Polen beim Klimaschutz angeregt. Germanwatch und 13 weitere Organisationen forderten in einem offenen Brief am Dienstag, das für politischen Austausch existierende "Weimarer Dreieck" der drei Länder um neue "Koordinierungs- und Austauschformate für einen intensiven Klimadialog" zu erweitern.
Streamingdienst HBO Max kommt nach Europa
Der Streamingdienst HBO Max ist bald auch in mehreren europäischen Ländern verfügbar. Der Streaminganbieter präsentierte die Details seines Markteintritts in Europa bei einer Veranstaltung am Dienstag. Als Streamingdienst der Produktionsfirma Warner Media beinhaltet das Angebot von HBO Max Klassiker wie Batman, Harry Potter und die Erfolgsserie Game of Thrones. In Deutschland wird der Dienst jedoch vorläufig nicht zugänglich sein.
Neuer Bond-Film bricht mehrere Zuschauer-Rekorde
Nach der mehrfach verschobenen Weltpremiere hat der neue James-Bond-Film bereits nach wenigen Tagen mehrere Zuschauer-Rekorde gebrochen. "Keine Zeit zu sterben" spielte schon am Eröffnungswochenende beispiellose 29 Millionen Euro ein, wie Universal Pictures am Dienstag mitteilte. Das voraussichtlich letzte Abenteuer mit Daniel Craig in der Rolle des britischen Geheimagenten 007 war zuvor wegen der Corona-Pandemie um eineinhalb Jahre verschoben worden.
DOSB-Wahlen: NRW-Präsident Klett tritt im Team an
Stefan Klett hat die Aufstellung eines Teams für die Präsidentschaftswahlen im DOSB angekündigt, "in dem die Interessen der Landessportbünde sehr wahrnehmbar vertreten sein werden". Das sagte der Präsident des LSB in Nordrhein-Westfalen dem Sport-Informations-Dienst. Klett reagierte damit auf die Unterstützung von 14 Spitzenverbänden für Tischtennis-Funktionär Thomas Weikert, von der die SZ am Montag berichtet hatte.
Zulauf bei Rechtsextremisten in Sachsen - Linke verüben mehr Gewalttaten
Rechtsextremisten und Linksextremisten haben in Sachsen im vergangenen Jahr Zulauf erhalten. Der rechtsextremistischen Szene im Freistaat wurden im Jahr 2020 laut dem am Dienstag in Dresden veröffentlichten Verfassungsschutzbericht 4800 Personen zugeordnet. Im Jahr davor waren es noch 3400 gewesen.
Laschet schlägt Wüst als NRW-Regierungschef und CDU-Landesvorsitzenden vor
Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet hat den amtierenden Landesverkehrsminister Hendrik Wüst (beide CDU) als seinen Nachfolger vorschlagen. "Hendrik Wüst hat für sein junges Alter schon eine ganze Menge politische Erfahrung", sagte Laschet am Dienstag im Düsseldorfer Landtag. Zuvor hatte er seinen Personalvorschlag erst dem CDU-Landesvorstand und dann der CDU-Landtagsfraktion unterbreitet, wo der Vorschlag auf "sehr viel Zustimmung" gestoßen sei.
Laschet will Wüst als NRW-Regierungschef und CDU-Landesvorsitzenden vorschlagen
Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet will den amtierenden Landesverkehrsminister Hendrik Wüst (beide CDU) als seinen Nachfolger vorschlagen. Laschet will den 46-Jährigen dem CDU-Vorstand am Dienstag sowohl für das Amt des Ministerpräsidenten als auch für den Landesvorsitz seiner Partei empfehlen, wie die Nachrichtenagentur AFP aus Kreisen der die Landesregierung tragenden Fraktionen erfuhr. Wüst wurde seit Wochen als Favorit für die Nachfolge gehandelt.
Rumänische Regierung inmitten vierter Corona-Welle gestürzt
Die rumänische Regierung ist inmitten einer vierten Welle der Corona-Pandemie gestürzt worden. Das Parlament in Bukarest nahm am Dienstag mit deutlicher Mehrheit einen entsprechenden Misstrauensantrag gegen das Kabinett von Ministerpräsident Florin Citu an. Der 49-Jährige hatte in den vergangenen Monaten heftige Kritik von links und rechts einstecken müssen.
Rumänische Regierung durch Misstrauensvotum gestürzt
Die rumänische Regierung ist durch ein Misstrauensvotum im Parlament gestürzt worden. 281 Abgeordnete stimmten dem Abstimmungsergebnis zufolge am Dienstag in Bukarest für den eingebrachten Misstrauensantrag gegen die Regierung des Liberalen Florin Citu. Gegenstimmen gab es keine, da Citus Partei und seine Verbündeten die Abstimmung boykottiert hatten.
Film von Oscar-prämiertem Regisseur-Duo über spektakuläre Höhlenrettung in Thailand
Für ihren Dokumentarfilm "Free Solo" über einen völlig furchtlosen Kletterer haben Elizabeth Chai Vasarhelyi und Jimmy Chin bereits einen Oscar erhalten. Nun haben sie einen weiteren Dokumentarfilm gemacht, der "Free Solo" noch in den Schatten stellen soll: Es geht dabei um die sensationelle Rettung einer Jugend-Fußballmannschaft aus zwölf Jungen, die 2018 nach 18 Tagen aus einer überfluteten Höhle befreit worden war.
Macron und Blinken plädieren für verstärkte Zusammenarbeit
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat überraschend US-Außenminister Antony Blinken im Elysée empfangen. Es gehe darum, "Vertrauen wiederherzustellen", teilte der Elysée am Dienstag mit. Es war das erste Treffen des französischen Präsidenten mit einem hochrangigen US-Politiker nach der U-Boot-Krise, die Frankreich stark verärgert hatte. Blinken war zuvor mit seinem französischen Kollegen Jean-Yves Le Drian zusammengetroffen. Das Treffen mit Macron war nicht angekündigt gewesen.
Frankreichs Präsident Macron empfängt US-Außenminister Blinken
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat überraschend US-Außenminister Antony Blinken im Elysée empfangen. Es gehe darum, "Vertrauen wiederherzustellen", teilte der Elysée am Dienstag mit. Es ist das erste Treffen des französischen Präsidenten mit einem hochrangigen US-Politiker nach der U-Boot-Krise, die Frankreich stark verärgert hatte. Blinken war zuvor mit seinem französischen Kollegen Jean-Yves Le Drian zusammengetroffen. Das Treffen mit Macron war zuvor nicht angekündigt gewesen.
Arbeiter stirbt nach Stromschlag auf Autobahnbaustelle in Bayern
Auf einer Autobahnbaustelle in der Nähe von Neumarkt in der Oberpfalz hat ein Arbeiter am Montag einen tödlichen Stromschlag erlitten. Der 21-Jährige war auf der A3 dabei, einen Kompressor mithilfe eines Autokrans zu verladen, als der Kranausleger offenbar eine Hochspannungsleitung berührte, wie die Polizei in Regensburg am Dienstag mitteilte. Der junge Mann habe das Bewusstsein verloren und sei einige Stunden später in einer Klinik gestorben.
Parteien schließen erste Gesprächsrunde über künftige Regierung ab
Die Parteien haben die erste Runde bilateraler Beratungen über die künftige Regierung abgeschlossen: Nach dem Gespräch von Union und Grünen am Dienstag bekundeten CDU-Chef Armin Laschet und der CSU-Vorsitzende Markus Söder Interesse an weiteren Beratungen über ein mögliches Jamaika-Bündnis. FDP und Grüne wollen aber zunächst intern die bisherigen Begegnungen auswerten und dann über das weitere Vorgehen entscheiden.
Unionschefs wollen Gespräche mit Grünen fortsetzen - Grünen-Spitze zurückhaltend
Nach dem ersten Sondierungstreffen mit den Grünen haben die Vorsitzenden von CDU und CSU für eine Fortsetzung der Gespräche mit dem Ziel einer gemeinsamen Regierungsbildung geworben. CDU-Chef Armin Laschet und der CSU-Vorsitzende Markus Söder sahen im Anschluss an die Beratungen der Sondierungsteams am Dienstag keine unüberwindbaren Gegensätze. Die Grünen ließen allerdings offen, ob sie die Gespräche fortführen wollen: Eine Entscheidung wollen sie am Dienstag und Mittwoch in internen Beratungen treffen.
Unionschefs wollen Gespräche nach Treffen mit Grünen fortsetzen
Nach dem ersten Sondierungstreffen mit den Grünen nach der Bundestagswahl haben die Vorsitzenden von CDU und CSU die Hoffnung auf eine Fortsetzung geäußert. Es seien in den Beratungen der Sondierungsteams keine unüberwindbaren Gegensätze deutlich geworden, sagte CDU-Chef Armin Laschet am Dienstag in Berlin. "Das müsste man vertiefen, das würde sich lohnen." Die Entscheidung über eine Fortsetzung liege nun aber bei den Grünen und der FDP.
216.000 Missbrauchsopfer in der katholischen Kirche Frankreichs seit 1950
Das Ausmaß sexueller Gewalt in der katholischen Kirche Frankreichs hat über die Landesgrenzen hinaus für Erschütterung gesorgt. Etwa 216.000 Minderjährige wurden seit 1950 Opfer sexuellen Missbrauchs von Priestern und Ordensleuten, wie aus einem am Dienstag in Paris vorgestellten Bericht einer unabhängigen Untersuchungskommission hervorgeht. Die Zahl der Opfer steigt demnach auf 330.000, wenn Missbrauchstaten von Laien hinzugerechnet werden, die etwa in katholischen Schulen oder Jugendgruppen tätig waren. Der Papst zeigte sich bestürzt.
Mehr als 216.000 Missbrauchsopfer in der katholischen Kirche Frankreichs seit 1950
Das Ausmaß sexueller Gewalt in der katholischen Kirche Frankreichs erschüttert das ganz Land: 216.000 Minderjährige wurden seit 1950 Opfer sexuellen Missbrauchs von Priestern und anderen Würdenträgern, wie aus einem am Dienstag in Paris vorgestellten Bericht einer unabhängigen Untersuchungskommission hervorgeht. Die Zahl der Opfer steigt demnach auf 330.000, wenn Missbrauchstaten von Laien hinzugerechnet werden, die etwa in katholischen Schulen oder Jugendgruppen tätig waren.
Ehemalige Sekretärin von Konzentrationslager Stutthof aus Haft entlassen
Die am Landgericht Itzehoe angeklagte ehemalige Sekretärin des Konzentrationslagers Stutthof ist unter Anordnung von Sicherungsmaßnahmen aus der Haft entlassen worden. Das Gericht setzte den Haftbefehl auf eine Haftbeschwerde der 96-Jährigen hin außer Vollzug, wie es am Dienstag mitteilte. Es sei sichergestellt, dass die Angeklagte zum nächsten Gerichtstermin erscheinen werde, hieß es auf Anfrage.
Russland: Deutsche Gasspeicher sind nur knapp befüllt
Die Gasspeicher in Deutschland sind derzeit nur zu rund 68 Prozent befüllt. "Die Füllstände der Gasspeicher in Deutschland liegen aktuell bei rund 68 Prozent und damit niedriger als in den Vorjahren", sagte ein Sprecher des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) der Düsseldorfer "Rheinischen Post" vom Dienstag. Versorgungsengpässe seien aber nicht zu erwarten. Grund für die niedrigen Lagerbestände sei der vergangene lange Winter, in dem besonders viel Erdgas verbraucht wurde. Die Wiederbefüllung der Vorratssilos habe somit von einem besonders niedrigen Stand aus und vergleichsweise spät begonnen. Mit Engpässen sei jedoch trotz der niedrigen Gasvorräte nicht zu rechnen. "Auch in diesem Winter gilt: Wer mit Erdgas heizt, hat eine warme Wohnung", erklärte der Sprecher weiter. Deutschland verfüge über die größten Gasspeicher der EU, die Gasversorgung basiere außerdem auf mehreren Säulen. "Deutschland bezieht Erdgas auch während der Wintermonate kontinuierlich aus zahlreichen unterschiedlichen Lieferländern wie Norwegen, Russland, Niederlande oder auch aus eigener deutscher Förderung", erläuterte der BDEW-Sprecher. Der Energieexperte des RWI-Leibniz-Institutes in Essen, Manuel Frondel, forderte angesichts der niedrigen Gasvorräte, die Pipeline Nord Stream 2 in Betrieb zu nehmen. "Versorgungsengpässe im Winter sind unwahrscheinlich und wären sogar auszuschließen, wenn Nordstream 2 in Betrieb wäre", sagte Frondel der "Rheinischen Post". Auch wenn das Gas voraussichtlich nicht knapp wird, teurer wird es in jedem Fall: Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) forderte angesichts der zuletzt deutlich gestiegenen Energiepreise eine Entlastung der Verbraucher durch eine Abschaffung der EEG-Umlage. In den Vergangenen Jahren machte diese laut IW rund 20 Prozent des deutschen Haushaltsstrompreises aus. Demnach könnte eine vierköpfige Familie bei einer Abschaffung der Umlage "deutlich über 300 Euro im Jahr" sparen. Den Grund für die hohen Energiepreise sahen die Experten des IW im erhöhten CO2-Preis. Für eine Familie mit Einfamilienhaus beliefen sich die Mehrkosten für das Heizen auf rund 120 Euro pro Jahr, in den kommenden zwei Jahren werden die Mehrkosten demnach auf 140 beziehungsweise 165 Euro steigen. Auch der europäische CO2-Preis wirke sich auf den Strompreis aus: Seit Jahresbeginn hat sich der Preis für den Ausstoß einer Tonne CO2 verdoppelt, dies wirke sich wiederum auf den Börsenstrompreis aus. (W.Uljanov--DTZ)
Ex-Mitarbeiterin: Sehr fragwürdige "Facebook-Praktiken"
Die ehemalige Facebook-Mitarbeiterin Frances Haugen will am Dienstag vor dem US-Kongress eine strenge Regulierung des Online-Riesen Facebook fordern. Die Whistleblowerin erhebt schwere Vorwürfe gegen das US-Unternehmen, zu dem auch die Online-Dienste Instagram und WhatsApp gehören. Facebook setze nur auf den eigenen Profit und nehme dabei in Kauf, dass die Gesellschaft gespalten und kaputt gemacht werde, kritisiert Haugen. Ein mehrstündiger Ausfall der Plattformen hatte am Montag die Abhängigkeit vieler Nutzer von den Onlinediensten weltweit verdeutlicht. Ihrem ehemaligen Arbeitgeber wirft die frühere Facebook-Produktmanagerin vor, den eigenen Gewinn über die Sicherheit der Nutzer zu stellen. "Ich habe mich gemeldet, weil ich eine erschreckende Wahrheit erkannt habe: Fast niemand außerhalb von Facebook weiß, was innerhalb von Facebook passiert", will Haugen einer vorbereiteten Erklärung zufolge vor dem US-Kongress aussagen, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg News meldete. Die Konzernführung halte wichtige Informationen vor der Öffentlichkeit, der US-Regierung, den Aktionären und Regierungen auf der ganzen Welt zurück. Das "Wall Street Journal" hatte zuvor berichtet, Facebook sei bei seinen eigenen Untersuchungen selbst zu dem Schluss gekommen, dass insbesondere die Plattform Instagram der psychischen Gesundheit von Jugendlichen schaden könne. So zitierte die Zeitung den Satz: "Wir machen Probleme mit dem eigenen Körperbild für eine von drei Teenagerinnen schlimmer." Erst am Sonntag hatte sich Haugen als Whistleblowerin zu erkennen gegeben, die Dokumente des Konzerns an Behörden und das "Wall Street Journal" weitergereicht hatte. Sie habe in der Vergangenheit auch für andere Unternehmen der Branche wie Google und Pinterest gearbeitet, aber Facebook sei "bedeutend schlimmer" als alles, was sie zuvor gesehen habe, sagte die 37-Jährige im TV-Sender CBS. "Die heutige Version von Facebook reißt unsere Gesellschaften auseinander und führt zu ethnischer Gewalt auf der ganzen Welt." Facebook-Vizepräsident Nick Clegg wies die Vorwürfe entschieden zurück. Senator Richard Blumenthal erklärte bereits im Vorfeld von Haugens Aussage vor dem US-Kongress: "Die Handlungen von Facebook machen deutlich, dass wir nicht darauf vertrauen können, dass es sich selbst kontrolliert. Wir müssen eine stärkere Aufsicht in Betracht ziehen". Instagram und andere Plattformen, die auf die Selbstinszenierung der Nutzerinnen und Nutzer setzen, geraten immer wieder in die Kritik, vor allem Minderjährige nicht ausreichend vor den Nachteilen zu schützen - etwa vor Cybermobbing oder psychischen Problemen. Zuletzt legte Facebook nach einer Welle der Kritik die Entwicklung einer Instagram-Version für Kinder auf Eis. Der Facebook-Konzern kämpfte zuletzt mit einer Reihe von Problemen: Die Dienste Facebook, Instagram und WhatsApp waren am Montag von einer siebenstündigen Panne betroffen - Milliarden Konten waren nicht aufrufbar. Facebook machte eine fehlerhafte Neukonfiguration von Routern für den Totalausfall der Plattformen verantwortlich und entschuldigte sich bei den Nutzern. (P.Tomczyk--DTZ)
US-Jury verurteilt Tesla zu Millionenzahlung wegen Rassismus
Eine Jury im US-Bundesstaat Kalifornien hat den Elektroautobauer Tesla wegen rassistischer Vorkommnisse in seinem Werk in Fremont zur Zahlung von 137 Millionen Dollar (gut 118 Millionen Euro) Schadenersatz verdonnert. Das Urteil erging am Montag vor einem Gericht in San Francisco auch deshalb, weil Tesla trotz Hinweisen nichts gegen die Beleidigungen unternommen haben soll, wie die Agentur Bloomberg News unter Berufung auf einen Anwalt des Geschädigten berichtete.
Hurrikan "Ida" könnte Versicherer 30 Milliarden Dollar kosten
Hurrikan "Ida" hat in den USA Schäden in Milliardenhöhe verursacht. Der Schweizer Rückversicherer Swiss Re schätzt die versicherten Schäden auf 28 bis 30 Milliarden Dollar (24 bis 25,8 Milliarden Euro), wie das Unternehmen am Dienstag in Zürich mitteile. Auf Swiss Re entfallen demnach rund 750 Millionen Dollar.
Facebook-Whistleblowerin fordert vor Kongress strenge Regulierung von Plattform
Die ehemalige Facebook-Mitarbeiterin und Whistleblowerin Frances Haugen hat vor dem US-Kongress eine strenge Regulierung des Online-Riesen gefordert. "Ich glaube, dass die Produkte von Facebook Kindern schaden, Spaltung anheizen und unsere Demokratie schwächen", sagte die 37-Jährige am Dienstag vor einem Senatsausschuss. "Der Kongress muss handeln. Sie (die Facebook-Verantwortlichen) werden diese Krise nicht ohne Ihre Hilfe lösen."