Riyad entre dans la guerre
Indiens Nicobar-Trumpf
Chinas Chipangriff auf ASML
Chinas Batterie-Offensive
Überflutungsrisiko behindert Rettungseinsätze nach Sturzflut in Nepal und Tibet
Terzic nach Fehlstart mit Bilbao: "Trage die Verantwortung"
Vor Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: ZDF-Umfrage ergibt keine absolute AfD-Mehrheit
Transportschäden beim Online-Kauf: Rechte und Pflichten der Verbraucher
Boulevard
Überflutungsgefahr: Sucheinsatz im Zentrum von Katastrophengebiet in Tibet ausgesetzt
Nach der verheerenden Sturzflut im nepalesisch-chinesischen Grenzgebiet ist wegen der Gefahr einer erneuten Überflutung der Rettungseinsatz im Zentrum des Katastrophengebiets in Tibet unterbrochen worden. Ein See, der sich hinter Schlamm- und Geröllmassen aufgestaut habe, beginne, über die Ufer zu treten, berichtete der chinesische Staatssender CCTV am Freitag. Daher seien alle Rettungsteams inmitten des Katastrophengebiets in der autonomen Region Tibet angewiesen worden, sich einen Kilometer weit zurückzuziehen und auf weitere Anweisungen zu warten.
Sport
Schröder zur Frauen-WM: "Natürlich drücken wir die Daumen"
Wenn die deutschen Basketballerinnen kommende Woche bei ihrer Heim-WM in Berlin auflaufen, ist ihnen die Unterstützung durch die Weltmeister sicher. "Natürlich drücken wir die Daumen", sagte Kapitän Dennis Schröder nach dem Doppelspieltag in Köln, wo am Donnerstag beide Nationalteams angetreten waren.
Letzte Nachrichten
USA verhängen wegen Fall Nawalny Sanktionen gegen sieben Russen
Die USA verhängen wegen des Giftanschlags auf den Kreml-Kritiker Alexej Nawalny und wegen dessen Inhaftierung Sanktionen gegen sieben hochrangige Russen. Die US-Nachrichtendienste seien mit hoher Sicherheit zu dem Schluss gekommen, dass Mitarbeiter des russischen Geheimdienstes FSB den Anschlag mit einem Nervengift aus der Nowitschok-Gruppe verübt hätten, sagte ein US-Regierungsvertreter am Dienstag. Es sind die ersten US-Sanktionen gegen Russland unter dem neuen Präsidenten Joe Biden. Biden hatte einen härteren Kurs gegenüber Moskau angekündigt.
EU-Sanktionen zu Nawalny gegen vier hochrangige Russen in Kraft
Die EU hat ihre Sanktionen gegen Russland wegen des Vorgehens gegen den Kreml-Kritiker Alexej Nawalny in Kraft gesetzt. Sie verhängte Einreise- und Vermögenssperren gegen vier leitende Vertreter des Justiz- und Strafverfolgungssystems, wie sie am Dienstag im EU-Amtsblatt mitteilte. Betroffen sind Generalstaatsanwalt Igor Krasnow, der Direktor der Gefängnisverwaltung, Alexander Kalaschnikow, der Chef des Ermittlungskomitees, Alexander Bastrykin, und der Leiter der Nationalgarde, Viktor Solotow.
Teheran warnt vor Iran-kritischer Resolution bei IAEA-Sitzung
Die Regierung in Teheran hat am Dienstag vor der Annahme einer Iran-kritischen Resolution durch die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) gewarnt. Regierungssprecher Ali Rabii sagte, die Annahme einer solchen Resolution könne die Bemühungen um eine Rettung des Atomabkommens von 2015 gefährden. Zugleich versicherte Rabii, die iranische Führung bleibe an einer abgestimmten Lösung interessiert.
Drei LGBTQ-Aktivistinnen in Polen freigesprochen
Ein Gericht in der polnischen Stadt Plock hat drei lesbische Menschenrechtsaktivistinnen freigesprochen, die die Jungfrau Maria auf Postern mit einem regenbogenfarbenen Heiligenschein gezeigt und damit im April 2019 für die LGBTQ-Bewegung geworben hatten. Das Ziel der Angeklagten sei es gewesen, für ihre eigene Gleichberechtigung zu kämpfen, nicht jedoch, die Gefühle anderer zu verletzen, sagte die Richterin Agnieszka Warchol am Dienstag. Die Angeklagten Joanna Gzyra-Iskandar, Anna Prus and Elzbieta Podlesna hätten im Falle eines Schuldspruchs mit einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren rechnen müssen.
Merkel will Lockdown-Verlängerung bis Monatsende
Bund und Länder streben einem Bericht zufolge eine grundsätzliche Verlängerung des Lockdowns bis zum 28. März an - es soll aber zugleich weitere Lockerungen geben. Bereits ab Montag sollten weniger strenge Kontaktbeschränkungen gelten, berichtete das Magazin "Business Insider" am Dienstag unter Berufung auf einen Beschlussentwurf von Montagabend. Demnach dürften sich wieder mehrere Mitglieder zweier Haushalte treffen. Erlaubt werde dies für maximal fünf Personen, wobei Kinder unter 14 Jahren nicht mitgezählt würden. Buchhandlungen, Blumengeschäfte und Gartenmärkte sollen demnach einheitlich in allen Bundesländern öffnen dürfen - derzeit gibt es hier einen Flickenteppich. Voraussetzung seien Hygienekonzepte und eine Begrenzung auf einen Kunden pro 20 Quadratmeter. Auch die bisher noch geschlossenen körpernahen Dienstleistungsbetriebe sowie Fahr- und Flugschulen sollen dem Bericht zufolge wieder öffnen dürfen, wobei ein tagesaktueller negativer Schnelltest Voraussetzung sei. Dabei sollten auch Selbsttests akzeptiert werden. Daten für diese Öffnungsschritte wurden in dem Bericht nicht genannt. Abhängig vom Infektionsgeschehen zeigt der Entwurf laut "Business Insider" weitere Öffnungsperspektiven auf. Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 35 solle der Einzelhandel öffnen dürfen. Dies war bereits bei der vorangegangenen Bund-Länder-Runde am 10. Februar vereinbart worden. Dem neuen Entwurf zufolge sollten dann auch Museen, Galerien, zoologische und botanische Gärten sowie Gedenkstätten wieder öffnen, berichtete "Business Insider". Auch könnten dann bis zu zehn Menschen wieder gemeinsam draußen Sport machen. Bund und Länder wollen dem Bericht zufolge allerdings auch eine "Notbremse" einführen: Die aktuell geltenden Regeln sollen demnach wieder in Kraft treten, sobald die Sieben-Tages-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen einen bestimmten Wert überschreitet. Die konkrete Schwelle ist demnach noch Gegenstand der Gespräche. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder beraten am Mittwochnachmittag über das weitere Vorgehen. (W.Novokshonov--DTZ)
Metallindustrie: Arbeitgeber mit Kritik an Warnstreiks
Mit Warnstreiks haben Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie am Dienstag bundesweit für mehr Lohn in den aktuellen Tarifverhandlungen demonstriert. Die Arbeitgeber kritisierten die Aktionen "in dieser extrem schwierigen Zeit". Die Gewerkschaft habe die Arbeitsniederlegungen schon lange beschlossen und geplant - das zeige, "dass die IG Metall keine schnelle Lösung in der Friedenspflicht wollte", sagte Gesamtmetallpräsident Stefan Wolf nach Information von Deutsche Tageszeitung, in einem aktuellen Interview. Wolf warf der Industriegewerkschaft vor, sie habe "das Gefühl, ihren Mitgliedern Warnstreiks bieten zu müssen". Weder die Unternehmen noch die Mehrheit der Beschäftigten hätten in dieser extrem schwierigen Zeit dafür Verständnis. "Jetzt ist Zeit für Lösungen und nicht für Warnstreiks", sagte der Gesamtmetallpräsident nach Information von Deutsche Tageszeitung, in einem aktuellen Interview. IG-Metall-Chef Jörg Hofmann dagegen kritisierte, trotz mittlerweile bis zu vier Verhandlungsrunden in den einzelnen Tarifgebieten gebe es "praktisch keine Bewegung auf Arbeitgeberseite". Die IG Metall habe klare Forderungen ausgesprochen, auf die die Arbeitgeber gar nicht oder mit inhaltsleeren Vorschlägen reagiert hätten, sagte Hofmann der "NOZ". "So können wir keine Tarifverhandlungen führen, und so werden wir auch keinen Weg aus der Krise finden." Im RBB-Inforadio sagte Hofmann, die Industrie müsse ihre Beschäftigten an der momentanen Erholung von der Corona-Krise beteiligen. Es sei "nicht akzeptabel, dass es seit zwei Jahren keine Einkommenserhöhung gegeben hat, während die Unternehmen ihre Aktionäre mit Dividenden versorgen". Die IG Metall fordert in den festgefahrenen Verhandlungen für insgesamt über 3,8 Millionen Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie unter anderem eine Entgelterhöhung im Volumen von vier Prozent für ein Jahr, um Arbeitsplätze und Einkommen der Beschäftigten zu sichern. Das Geld könne bei florierenden Unternehmen ausbezahlt, bei kriselnden aber auch zur Arbeitszeitminderung genutzt werden. Außerdem sollen alle Ausgebildeten unbefristet übernommen und ein "tarifliches Ausgleichsgeld" in Ostdeutschland gezahlt werden. Nach Angaben der Gewerkschaft wollen die Arbeitgeber aber in der Krise weiter sparen und Lohnerhöhungen frühestens im zweiten Halbjahr 2022 akzeptieren. Der Verweis der Arbeitgeber auf Pandemiebelastungen für einzelne Unternehmen sei zwar richtig, erklärte die IG Metall in Berlin. Zahlreiche Firmen erwirtschafteten aber auch in der Krise hohe Umsätze und Gewinne. Um ihre Forderungen durchzusetzen, legten am Dienstag kurz nach dem Auslaufen der Friedenspflicht um Mitternacht vielerorts Beschäftigte vorübergehend die Arbeit nieder. Vor allem die Autoindustrie war betroffen: Bei Daimler und seinem Zulieferer Lear in Bremen beispielsweise folgten nach Gewerkschaftsangaben 2100 Beschäftigte dem Aufruf zu den nächtlichen Warnstreiks. Auch in Berlin wurde Daimler bestreikt. Beim Autobauer Volkswagen, mit dem die IG Metall derzeit gesondert über Tarifthemen streitet, traten Beschäftigte im Stammwerk in Wolfsburg sowie an zahlreichen anderen Standorten – insbesondere in Niedersachsen – in den Ausstand. Beim Autozulieferer Bosch streikten Mitarbeiter in Stuttgart, Ulm, Lohr und Salzgitter; ebenso bei Continental im rheinland-pfälzischen Rheinböllen. Weitere Warnstreiks betrafen unter anderem die Unternehmen Airbus und Hydro Aluminium in Hamburg, MAN und Alstom im niedersächsischen Salzgitter sowie Thyssenkrupp im rheinland-pfälzischen Andernach. Die IG Metall erwartete, dass auf Aufruf der Regionalverbände im Tagesverlauf weitere Unternehmen hinzukommen werden. Weitere Streiks sollen bundesweit in den kommenden Tagen folgen. (M.Dorokhin--DTZ)
Volvo will bis 2030 rein elektrisch werden
Der schwedische Hersteller Volvo will ab 2030 nur noch elektrisch angetriebene Autos verkaufen - und zwar nur noch online. Bereits ab 2025 solle die Hälfte der verkauften Fahrzeuge elektrisch sein und die Hälfte auch im Internet verkauft werden, kündigte Volvo-Chef Hakan Samuelsson am Dienstag an. Volvo gehört zum chinesischen Geely-Konzern.
DOSB: "Klare Erwartungshaltung" an Merkel und Länderchefs
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) fordert am Tag vor dem nächsten Corona-Gipfel von Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten in einem Offenen Brief "eine Perspektive" für den "vereinsbasierten Sport". Dafür sei es "nun höchste Zeit" nach monatelangem Lockdown. Ein klarer Fahrplan der Sportministerkonferenz zur Öffnung des Sports basierend auf "Leitplanken" vom DOSB liege bereits vor.
Australien entlässt dutzende Flüchtlinge aus Lagern
Australien hat dutzende Flüchtlinge aus seinen umstrittenen Lagern auf pazifischen Inseln entlassen. Mehr als 60 Flüchtlinge seien in den vergangenen zwei Tagen aus Hotels und Haftanstalten in Brisbane, Sydney und Darwin entlassen worden, nachdem sie von den Inseln Nauru und Manus in Papua-Neuguinea nach Australien zur medizinischen Versorgung gebracht worden waren, erklärten die Refugee Action Coalition und Rechtsvertreter am Dienstag. Die Menschen hätten befristete Visa erhalten, nachdem sie bis zu acht Jahre in den Lagern verbracht hätten.
Deutscher Arbeitsmarkt bleibt trotz anhaltender Coronakrise weitgehend stabil
Der deutsche Arbeitsmarkt trotzt dem anhaltenden Corona-Lockdown auch weiterhin. Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Dienstag in Nürnberg berichtete, erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen im Februar nur geringfügig um 4000 auf 2,904 Millionen, lag zugleich aber um rund 500.000 höher als im Februar 2020. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) nannte das Geschehen "stabil" und verwies dabei auf positive Effekte der Kurzarbeit.
Angelina Jolie bekommt für Churchill-Gemälde mehr als acht Millionen Euro
Ein von Hollywoodstar Angelina Jolie zur Versteigerung gegebenes Gemälde des früheren britischen Premierministers und Hobbymalers Winston Churchill hat alle Erwartungen übertroffen: Das Bild mit dem Titel "The Tower of the Koutoubia Mosque" erzielte in London sieben Millionen Pfund (8,1 Millionen Euro), wie das Auktionshaus Christie’s am Montagabend mitteilte. Ursprünglich war nur ein Erlös von 1,5 bis 2,5 Millionen Pfund erwartet worden.
Gorbatschow verbringt 90. Geburtstag in Corona-Quarantäne
Der frühere sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow hat seinen 90. Geburtstag in Corona-Quarantäne verbracht. Der letzte Präsident der Sowjetunion befinde sich "für die Dauer der Pandemie im Krankenhaus in Quarantäne", sagte der Sprecher der Gorbatschow-Stiftung, Wladimir Poljakow, am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Gorbatschow werde aber mit seiner Familie und seinen Freunden feiern, wahrscheinlich bei einem Video-Treffen. Er sei allerdings - wie alle anderen auch - die Pandemie "leid".
Gesundheitsamt: Acht Coronafälle in Regensburg
Fußball-Zweitligist Jahn Regensburg beklagt mindestens acht Coronafälle, darunter vier mit der britischen Mutante. Das teilte das zuständige Gesundheitsamt auf Anfrage der ARD-Sportschau mit. Wegen der Coronafälle und der daraufhin verhängten Quarantänemaßnahmen war das für Dienstag angesetzte Viertelfinal-Spiel der Regensburger im DFB-Pokal gegen den Bundesligisten Werder Bremen abgesagt worden.
Kultklub Turbine Potsdam wird 50: Es begann mit einem Zettel
Alles begann mit einem unscheinbaren Aushang bei der regionalen Energieversorgung. Innerhalb der Betriebssportgemeinschaft Turbine Potsdam wird am 3. März 1971 eine Sektion Frauenfußball gegründet. Aus dieser erwächst einer der erfolgreichsten Fußballvereine Deutschlands: Der 1. FFC Turbine Potsdam, der am Mittwoch ein halbes Jahrhundert alt wird.
EU-Warnsystem verzeichnet 2020 Reihe gefährlicher Corona-Produkte
Die EU hat im vergangenen Jahr eine Reihe gefährlicher oder unwirksamer Produkte zum Schutz vor dem Coronavirus registriert. Neun Prozent oder 195 über ein EU-System gemeldeten 2253 Warnungen seien auf Angebote im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie zurückzuführen, erklärte die EU-Kommission am Dienstag. Betroffen waren zumeist Masken ohne ausreichende Filterwirkung. Es folgten Desinfektionsmittel mit giftigen Chemikalien sowie UV-Desinfektionsgeräte mit zu starker Strahlung.
Linksfraktion im Bundestag scheitert mit Ceta-Organklage in Karlsruhe
Das Bundesverfassungsgericht hat eine Klage der Linksfraktion im Bundestag im Zusammenhang mit dem EU-Kanada-Handelsabkommen Ceta als unzulässig abgelehnt. Die Fraktion habe nicht darlegen können, dass ihre eigenen Rechte oder die Rechte des Bundestags verletzt worden seien, sagte Vizegerichtspräsidentin Doris König am Dienstag bei der Urteilsverkündung in Karlsruhe. Die Linke hatte bemängelt, dass der Bundestag zu Ceta nur eine Stellungnahme und kein Gesetz beschlossen hatte. (Az. 2 BvE 4/16)
Bund und Länder planen trotz hoher Inzidenzwerte vorsichtige Öffnung
Obwohl die Infektionszahlen nicht wie gewünscht sinken, planen Bund und Länder begrenzte Lockerungen der strengen Corona-Auflagen. Die meisten Schutzmaßnahmen sollen allerdings laut einer Beschlussvorlage für das Spitzengespräch am Mittwoch als Regelfall zunächst bis zum 28. März verlängert werden. Bundesfinanzminister Olaf Scholz forderte indessen erneut eine klare Öffnungsperspektive.
Bund und Länder fassen baldige Lockdown-Lockerungen ins Auge
Bund und Länder fassen baldige Lockerungen der strengen Corona-Auflagen ins Auge, obwohl die Infektionszahlen nicht wie gewünscht sinken. Zwar sieht der Beschlussentwurf einer Arbeitsgruppe für die Bund-Länder-Spitzenberatungen am Mittwoch, der AFP am Dienstag vorlag, eine grundsätzliche Verlängerung des Lockdowns bis zum 28. März vor. Doch sollen bereits von Montag an die Kontaktbeschränkungen leicht gelockert werden. Der Entwurf enthält zudem einen Vier-Stufen-Plan für eine schrittweise Öffnung des öffentlichen Lebens.
Entwurf: Bund und Länder fassen baldige Lockdown-Lockerungen ins Auge
Bund und Länder fassen baldige Lockerungen der strengen Corona-Auflagen ins Auge, obwohl die Infektionszahlen nicht wie gewünscht sinken. Zwar sieht der Beschlussentwurf einer Arbeitsgruppe für die Bund-Länder-Spitzenberatungen am Mittwoch, der AFP am Dienstag vorlag, eine grundsätzliche Verlängerung des Lockdowns bis zum 28. März vor. Doch sollen bereits von Montag an die Kontaktbeschränkungen leicht gelockert werden. Der Entwurf enthält zudem einen Vier-Stufen-Plan für eine schrittweise Öffnung des öffentlichen Lebens in Abhängigkeit von der Infektionsentwicklung.
EU prüft deutsche Milliardenzahlungen an Energiekonzerne für Braunkohleausstieg
Wegen möglicher Wettbewerbsverzerrungen prüfen die EU-Wettbewerbshüter die Milliardenentschädigungen für den Braunkohleausstieg in Deutschland. Wie die EU-Kommission am Dienstag mitteilte, leitete sie eine eingehende beihilferechtliche Untersuchung zu den geplanten Zahlungen von 4,35 Milliarden Euro an die Kraftwerksbetreiber RWE und Leag ein. Es sei unsicher, ob die Gelder "auf das erforderliche Mindestmaß" beschränkt sind. Der Energiekonzern RWE betonte unterdessen, dieser Vorgang sei üblich.
EU stellt Milliardenentschädigungen für Braunkohleausstieg auf den Prüfstand
Die EU-Wettbewerbshüter stellen die Milliardenentschädigungen für den Braunkohleausstieg in Deutschland auf den Prüfstand. Wie die EU-Kommission am Dienstag mitteilte, leitete sie eine eingehende Untersuchung zu den geplanten Zahlungen von 4,35 Milliarden Euro an die Kraftwerksbetreiber RWE und Leag ein. Demnach ist nicht sicher, ob die Gelder "auf das erforderliche Mindestmaß" beschränkt sind und zu Wettbewerbsverzerrungen führen.
EuGH-Anwalt sieht in Wohngeldregelung in Oberösterreich Verstoß gegen EU-Recht
Das Bundesland Oberösterreich verstößt mit seinen Regelungen zum Wohngeld für Menschen aus Nicht-EU-Staaten gegen EU-Recht. Diese Einschätzung vertrat Generalanwalt Gerard Hogan am Dienstag bei der Verlesung seiner Schlussanträge vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg. (Az. C-94/20)
Prozess um Flugunglück mit drei Toten auf Wasserkuppe in Hessen begonnen
Rund zweieinhalb Jahre nach einem Flugunglück auf der Wasserkuppe in Hessen mit drei Toten hat am Dienstag der Prozess gegen den Piloten des Kleinflugzeugs vor dem Landgericht Fulda begonnen. Die Anklage wirft dem Mann fahrlässige Tötung vor. Das Unglück ereignete sich am 14. Oktober 2018. Eine Mutter und ihre beiden Kinder wurden dabei getötet.
Gericht: Störung von Veranstaltungen durch Behinderte grundsätzlich hinzunehmen
Besucher öffentlicher Veranstaltungen müssen krankheitsbedingte Störungen durch Menschen mit Behinderung grundsätzlich hinnehmen. Dies geht aus einem am Dienstag veröffentlichten Urteil des Landesozialgerichts (LSG) Baden-Württemberg hervor. Demnach ist es mit dem Inklusionsgedanken nicht vereinbar, behinderte Menschen allein deshalb von öffentlichen Veranstaltungen gänzlich auszuschließen, weil diese Menschen sichtbar anders sind oder durch unwillkürliche Lautäußerungen auffallen. (Az. L 6 SB 3623/20)
Zugriff auf Kommunikationsdaten nur bei schwerer Kriminalität
Ermittlungsbehörden dürfen nur zur Aufklärung schwerer Kriminalität Zugang zu Kommunikationsdaten der Bürger erhalten. Das bekräftigte am Dienstag der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg in einem Verfahren aus Estland. Danach müssen zudem die Gerichte oder andere unabhängige Stellen über den Zugriff entscheiden. Die Dauer der Speicherung muss angemessen begrenzt sein und darf dann nur in terroristischen Bedrohungslagen verlängert werden. (Az: C-746/18)
Twitter will verstärkt gegen Falschinformationen über Impfungen vorgehen
Twitter will den Kampf gegen Falschinformationen über Impfungen verstärken. Nutzer, die mehrmals irreführende Tweets über Corona-Impfungen verbreiten, sollen auch dauerhaft gesperrt werden können, wie das Online-Netzwerk am Montag (Ortszeit) in den USA mitteilte. Nach fünf Ermahnungen wegen Falschinformationen sollten Konten dauerhaft geschlossen werden.
Breites Verbändebündnis gegen Ausgrenzung, Hass und Gewalt
Ein breites Bündnis aus 435 Verbänden hat mit Blick auf den bevorstehenden Bundestagswahlkampf zu einer klaren Haltung gegen Ausgrenzung und Diskriminierung insbesondere von Behinderten oder chronisch Kranken aufgerufen. "Wir treten ein für Menschlichkeit und Vielfalt", heißt es in dem am Dienstag veröffentlichten gemeinsamen Aufruf. Gewarnt wird darin "vor Hetze und Stimmungsmache rechter Akteur*innen wie der AfD und ähnlicher Bewegungen".
Johnson öffnet Tür für weitere EM-Spiele in Großbritannien
Die Fußball-Europameisterschaft könnte im Sommer zu einem Großteil in Großbritannien ausgetragen werden. "Wir sind Gastgeber der EURO. Wir werden das Halbfinale und das Finale ausrichten", sagte der britische Premierminister Boris Johnson dem Boulevardblatt Sun: "Wenn es noch andere Spiele gibt, die wir ausrichten sollen, sind wir natürlich dabei, aber im Moment ist das der Stand der Dinge bei der UEFA."
30. Todestag von Serge Gainsbourg - Tochter will Museum öffnen
Anlässlich des 30. Todestags der französischen Chanson-Ikone Serge Gainsbourg am Dienstag hat seine Tochter angekündigt, bald ein Museum zu eröffnen. Charlotte Gainsbourg sagte der Nachrichtenagentur AFP, sie wolle das frühere Pariser Haus ihres Vaters "möglichst bis zum Jahresende" für die Öffentlichkeit zugänglich machen. Womöglich könne es sogar schon nach den Sommerferien öffnen.
Medien: Grammozis soll fünfter Trainer der Saison auf Schalke werden
Auf der Suche nach dem fünften Trainer der Saison ist Bundesliga-Schlusslicht Schalke 04 offenbar fündig geworden. Nach übereinstimmenden Medienberichten sollen sich die Königsblauen für Dimitrios Grammozis entschieden haben. Der 42-Jährige, nach anderthalb Jahren beim Zweitligisten SV Darmstadt 98 seit dem vergangenen Sommer vereinslos, soll auch bei einem Abstieg bleiben.
Verbraucherpreise in Eurozone im Februar erneut gestiegen
Die Verbraucherpreise in der Eurozone sind im Februar den zweiten Monat in Folge gestiegen. Wie die EU-Statistikbehörde Eurostat am Dienstag unter Berufung auf eine erste Schätzung mitteilte, erhöhten sich die Lebenshaltungskosten in der Währungsunion um 0,9 Prozent. Die jährliche Inflation blieb damit im Vergleich zum Januar unverändert.
Umfrage: Mehr als die Hälfte der Deutschen spürt in Coronakrise Angst und Sorge
Mehr als die Hälfte der Deutschen spürt in der Coronakrise Angst und Sorgen. Insgesamt 58 Prozent bereitet die Pandemie und deren Folgen sehr große oder große Angst, wie aus einer Umfrage der pronova BKK hervorgeht, die AFP am Dienstag vorlag. Ein Drittel sorgt sich nur wenig. Als frei von Angst und Sorge in der Pandemie bezeichnen sich nur neun Prozent der Befragten.