Chinas gefährliche Schieflage
Russlands Energie am Limit
Neoms teurer Wüstentraum
Schwedens stille Wende
Yamals Boxershort sorgt in Deutschland für Ausnahmezustand
Mexikos Torwart-Ikone Ochoa beendet Fußballkarriere
Mehrheit der Rentnerinnen erhält gesetzliche Altersbezüge unter Armutsgrenze
Iran-Krieg: Hegseth schätzt Kosten auf 37,5 Milliarden Dollar - USA greifen erneut an
Sport
Bayern-Jungstar Bischof: "Will nächsten Schritt machen"
Tom Bischof startet beim FC Bayern mit neuer Trikotnummer, aber auch mit viel Selbstvertrauen in die neue Saison. "Ich will jetzt den nächsten Schritt machen", betonte der Kapitän der deutschen U21-Nationalmannschaft auf der Vereinsseite.
Sport
"Schade, ihn zu verlieren": Evenepoel hadert mit Lipowitz-Aus
Remco Evenepoel fiel nach seinem zweiten Tour-Etappensieg innerhalb von drei Tagen seiner Familie in die Arme, auf dem Podium riss er jubelnd die Arme in die Höhe. Und doch war die Freude beim Zeitfahr-Dominator getrübt. Der tragische Sturz seines deutschen Teamkollegen Florian Lipowitz ließ auch Evenepoel nicht unberührt.
Letzte Nachrichten
Frankreichs Ex-Premier Fillon im Aufsichtsrat von russischem Ölkonzern Sibur
Der frühere französische Premierminister François Fillon ist in den Aufsichtsrat des russischen Ölkonzerns Sibur berufen worden. Das Unternehmen veröffentlichte am Donnerstag eine aktualisierte Liste der Aufsichtsratsmitglieder, auf der Fillon als unabhängiger Direktor bezeichnet wird. Das Unternehmen wird von Leonid Michelson, einem der reichsten russischen Männer, und Gennady Timschenko, einem Vertrauten von Präsident Wladimir Putin, geleitet.
Trauerfeier für Prinz Philip im Frühjahr geplant
Rund ein Jahr nach dem Tod von Prinz Philip soll dem Ehemann von Königin Elizabeth II. im Frühjahr mit einer offiziellen Trauerfeier gedacht werden. Die Zeremonie werde auf Wunsch der Monarchin in der Westminister Abbey in London stattfinden, teilte der Buckingham-Palast am Donnerstag mit. Ein konkretes Datum wurde nicht genannt. Philip war am 9. April mit 99 Jahren gestorben, wegen strenger Corona-Auflagen wurde er nur im engsten Familienkreis beigesetzt.
Zweijähriges Kind erfriert in Österreich offenbar bei der Suche nach den Eltern
Offenbar auf der Suche nach seinen Eltern ist ein Kleinkind in Österreich in der Nacht allein auf die Straße gelaufen und erfroren. Das zweijährige Kind sei am Abend allein zu Hause gewesen, berichtete am Donnerstag die Nachrichtenagentur APA. Die Eltern sollen bei Nachbarn gewesen sein. Sie hatten ein Babyfon im Einsatz, dieses habe aber offenbar nicht Alarm geschlagen.
Spanische Regierung verkündet Einigung über Arbeitsmarktreform
Die spanische Regierung hat sich mit Gewerkschaften und Arbeitgebern auf eine Reform des Arbeitsmarktes geeinigt. Es handele sich um ein "historisches Abkommen, das die Angleichung des spanischen Arbeitsmarktes an den europäischen Markt ermöglicht", erklärte das Arbeitsministerium am Donnerstag. Brüssel hatte Madrid eine Frist bis Jahresende gesetzt. Ohne die Reform würde Spanien nicht die vollen dem Land zustehenden 140 Milliarden Euro aus dem Corona-Wiederaufbaufonds ausgezahlt bekommen.
Kroatien will Auswanderer mit Prämienzahlungen zurücklocken
Kroatien will Auswanderer mit Prämienzahlungen zurück in ihre Heimat locken. Das am Donnerstag vorgestellte Programm richtet sich an Kroaten, die in andere EU-Staaten ausgewandert sind. Unter dem Motto " Ich wähle Kroatien" sollen die Teilnehmer bis zu 26.000 Euro erhalten, wenn sie vom EU-Ausland nach Kroatien zurückkommen und ein Unternehmen gründen.
Polnische Regierung ruft im Streit mit EU Verfassungsgericht in Warschau an
Im Streit um Rechtsstaatlichkeit und EU-Gelder hat die polnische Regierung nun das Verfassungsgericht in Warschau angerufen. Dass die Auszahlung von EU-Geldern an Warschau von der Einhaltung der Rechtsstaatlichkeit abhängig sein solle, sei "von Natur aus sehr gefährlich", erklärte am Donnerstag Justizminister Zbigniew Ziobro. Dadurch werde der EU-Kommission "Erpressung und selbst extreme wirtschaftliche Gewalt" erlaubt. "Deshalb habe ich entschieden, das polnische Verfassungsgericht anzurufen."
Guardiola bestätigt: Torres vor Wechsel zu Barca
Der spanische Fußball-Nationalspieler Ferran Torres steht unmittelbar vor einem Wechsel vom englischen Meister Manchester City zum FC Barcelona. Wie City-Teammanager Pep Guardiola am Donnerstag bestätigte, bat der 21 Jahre alte Stürmer den Verein um die Freigabe.
RKI stuft beliebte Reiseländer wie Spanien und USA als Hochrisikogebiete ein
Kurz vor Weihnachten hat das Robert-Koch-Institut (RKI) mehrere Länder neu als Corona-Hochrisikogebiete eingestuft - darunter auch beliebte Ferienziele. Auf der am Donnerstag veröffentlichten Liste stehen nun auch Spanien inklusive der Balearen und der Kanarischen Inseln sowie Portugal einschließlich Madeiras und der Azoren. Ebenfalls als Hochrisikogebiet eingestuft sind nun die USA, Zypern, Finnland und Monaco.
Zweites Corona-Medikament in Pillenform erhält Notfallzulassung in den USA
In den USA ist nach dem Corona-Medikament Paxlovid des US-Pharmariesen Pfizer auch der Wirkstoff Molnupiravir des Konkurrenten MSD zugelassen worden. Die US-Arzneimittelbehörde FDA erteilte am Donnerstag eine Notfallzulassung für das antivirale Medikament in Pillenform für Risikopatienten ab 18 Jahren. Das in Europa unter dem Namen Lagevrio bekannte Medikament ist zur Behandlung von Covid-19-Erkrankungen mit leichten bis mittelschweren Symptomen gedacht und soll einen schweren Krankheitsverlauf verhindern.
Nach Böller-Verbot gibt es erneut Finanzhilfen für pyrotechnische Industrie
Nach dem erneuten Böller-Verbot zu Silvester bekommt die pyrotechnische Industrie ähnliche Hilfen wie im Vorjahr. Es werde eine Sonderregelung für Unternehmen geschaffen, die vom Verkaufsverbot betroffen sind, teilte das Bundeswirtschaftsministerium am Donnerstag mit. Dies sei bei den Beratungen von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) mit den Ministerpräsidenten am vergangenen Dienstag so beschlossen worden.
OLG München rechnet mit Anklage gegen früheren Wirecard-Chef Braun bis in drei Monaten
Das Oberlandesgericht München rechnet im Prozess gegen den früheren Chef von Wirecard, Markus Braun, mit einer Anklage bis zum nächsten Haftprüfungstermin in drei Monaten. "Es sieht so aus, als ob das bis zum nächsten Haftprüfungstermin anklagefertig ist", sagte ein Sprecher des Oberlandesgerichts München am Donnerstag auf Anfrage. Die Staatsanwaltschaft verdächtigt Braun, einer der Hauptverantwortlichen für "gewerbsmäßigen Bandenbetrug" bei dem ehemaligen Dax-Konzern zu sein.
Supreme Court prüft Anfang Januar Impfvorgaben für US-Angestellte
Der Oberste Gerichtshof der USA wird sich Anfang des kommenden Jahres mit den Corona-Impfvorgaben der Regierung von Präsident Joe Biden für Millionen Beschäftigte befassen. Der Supreme Court in Washington setzte am Mittwochabend (Ortszeit) für den 7. Januar eine Sonderanhörung an.
Traditioneller König Dadah Sagbadjou Glèlè von Abomey gestorben
Der traditionelle König von Abomey im westafrikanischen Benin, Dadah Kêfa Sagbadjou Glèlè, ist gestorben. Das Königreich befinde sich in Trauer, der Monarch sei zu seinen Vorfahren "heimgekehrt", sagte am Donnerstag ein hochrangiger Vertreter Abomeys der Nachrichtenagentur AFP. Demnach starb der Monarch bereits am 17. Dezember. Nach den Gepflogenheiten in Abomey ist es nicht gestattet, über den König zu sagen, dass er "tot" ist.
Mutmaßlich erster Todesfall im Zusammenhang mit Omikron-Infektion in Deutschland
In Deutschland ist erstmal ein Todesfall nach einer mutmaßlichen Infektion mit der Omikron-Variante des Coronavirus gemeldet worden. Das geht aus dem am Donnerstag vom Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlichten Tagesbericht zur Zahl der Omikron-Fälle hervor. Demnach starb ein Patient oder eine Patientin im Alter zwischen 60 und 79 Jahren, bei dem oder der eine Ansteckung mit Omikron nachgewiesen oder aufgrund eines variantenspezifischen PCR-Tests vermutet wurde.
Nach Abbruch wegen Rassismus: Duisburg-Osnabrück wird wiederholt
Das wegen einer rassistischen Beleidigung abgebrochene Drittligaspiel zwischen dem MSV Duisburg und dem VfL Osnabrück wird wiederholt, soll aber nicht zum Präzedenzfall werden. Auf die Neuansetzung entschied das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Donnerstag nach einem entsprechenden Antrag beider Vereine.
Putin dankt russischem Weihnachtsmann für seinen Job als Präsident
Kremlchef Wladimir Putin hat nach eigener Aussage seinen Job dem russischen Weihnachtsmann zu verdanken. Auf die Frage, wie er zu "Ded Moros" alias "Väterchen Frost" stehe, sagte der russische Präsident am Donnerstag auf seiner Jahres-Pressekonferenz, er habe schon immer gute Beziehungen zu ihm gehabt: "Ich bin ihm dankbar, dass ich in meiner Eigenschaft als Präsident mit Ihnen sprechen kann".
Lufthansa will nach Weihnachten wegen Omikron 33.000 Flüge streichen
Die Lufthansa will wegen der Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus nach Weihnachten 33.000 Flüge streichen. Das sagte Konzernchef Carsten Spohr der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" ("FAS"). Er verwies auf die neuen Reisebeschränkungen und die Unsicherheit der Passagiere: "Ab Mitte Januar bis Februar sehen wir einen scharfen Abriss in den Buchungen." Daher müsse die Lufthansa im Winterflugplan 33.000 Flüge oder rund zehn Prozent streichen.
Baerbock will mehr Ausreisemöglichkeiten für schutzbedürftige Afghanen schaffen
Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) will die Ausreisemöglichkeiten für besonders schutzbedürftige Afghanen und Afghaninnen erweitern. Etwa 15.000 Menschen, die eine Aufnahmezusage von Deutschland hätten, befänden sich noch in dem Land, sagte Baerbock am Donnerstag bei der Vorstellung eines Aktionsplans für Afghanistan in Berlin. Diese Menschen in Sicherheit zu bringen, habe für die Bundesregierung höchste Priorität.
Baerbock will Bemühungen um Ausreise schutzbedürftiger Afghanen verstärken
Angesichts von Berichten über schwere Menschenrechtsverletzungen durch die Taliban hat Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) angekündigt, die Bemühungen um die Ausreise besonders schutzbedürftiger Menschen aus Afghanistan zu verstärken. Etwa 15.000 Menschen, die eine Aufnahmezusage von Deutschland hätten, befänden sich nach wie vor in Afghanistan, sagte Baerbock am Donnerstag in Berlin. Die gezielte Ausreise dieser Menschen zu ermöglichen, habe für die Bundesregierung höchste Priorität.
Nach mehr als 30 Jahren hat der Irak alle Kriegsreparationen an Kuwait gezahlt
Der Irak hat nach mehr als 30 Jahren die gesamten Reparationszahlungen beglichen, die ihm nach dem Golfkrieg von 1990 auferlegt worden waren. Die letzte Tranche sei überwiesen worden, sagte der Regierungsberater Mosche Saleh am Donnerstag nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur INA. Als Gesamtsumme nannte er den Betrag von umgerechnet 46,3 Milliarden Euro.
Coldplay-Sänger kündigt letztes Album der Band für 2025 an
Traurige Weinachtbotschaft für alle Coldplay-Fans: Die britische Popband will ab 2025 keine neue Musik mehr aufnehmen. "Unser letztes richtiges Album wird 2025 erscheinen, und danach werden wir wohl nur noch touren", sagte Coldplay-Sänger Chris Martin am Donnerstag in einem Interview mit der BBC-Moderatorin Jo Whiley. Möglicherweise gebe es danach noch gemeinsame Projekte mit anderen Musikern, "aber der Coldplay-Katalog ist dann gewissermaßen abgeschlossen".
Palast: Genesung von Prinzessin Charlene wird noch Monate dauern
Prinzessin Charlene von Monaco wird noch längere Zeit in medizinischer Behandlung außerhalb des Fürstentums bleiben. Wie der Fürstenpalast am Donnerstag mitteilte, verläuft ihre Genesung "zufriedenstellend". Doch werde es "voraussichtlich noch einige Monate dauern", bis sie sich wieder vollkommen erholt habe. Demnach werden ihr Ehemann, Fürst Albert II., und ihre Kinder sie über die Weihnachtstage besuchen.
Handball: Vertrag mit Bundestrainer Gislason bis 2024 verlängert
Alfred Gislason bleibt bis mindestens 2024 Bundestrainer der deutschen Handballer. Der Isländer und der Deutsche Handballbund (DHB) einigten sich am Mittwoch vor Heiligabend auf eine Verlängerung des aktuell bis Ende Februar 2022 geltenden Vertrages. Die neue Laufzeit umfasst die WM 2023 in Polen und Schweden, die EM 2024 in Deutschland sowie die Olympischen Spiele 2024 in Paris.
ZdK-Präsidentin nennt Reformen Existenzfrage der katholischen Kirche
Die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Irme Stetter-Karp, hält Reformen für eine Existenzfrage der römisch-katholischen Kirche. "Bei über 200.000 Kirchenaustritten pro Jahr ist es doch offensichtlich, dass die Reformverweigerung und die Kommunikationsverweigerung (…) kein Weg in die Zukunft ist", sagte Stetter-Karp im Deutschlandfunk. Vor allem der Ausschluss der Frauen vom Weiheamt könne kein Weg in die Zukunft sein, sagte sie in dem Gespräch, das am Sonntag ausgestrahlt werden soll.
Steinmeier warnt vor Entzweiung: "Wir sind ein Land"
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Bundesbürger angesichts des verbreiteten Streits über den richtigen Weg in der Corona-Pandemie ermahnt, sich nicht zu entzweien. Es mache sich nach zwei Jahren Pandemie Frust breit, Gereiztheit, Entfremdung und leider auch offene Aggression, sagte Steinmeier in seiner Weihnachtsansprache, die am Samstagabend ausgestrahlt wird.
Liverpool-Partie am Boxing Day abgesagt - auch Watford spielt nicht
Doch kein Spiel für Jürgen Klopp und den FC Liverpool am Boxing Day: Wie die Premier League am Donnerstag mitteilte, ist die Partie am Sonntag gegen Leeds United aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt worden. Auch das Spiel zwischen den Wolverhampton Wanderers und dem FC Watford, das ebenfalls für den zweiten Weihnachtstag geplant war, findet nicht statt.
Verfassungsschützer sehen AfD als Treiber radikaler Corona-Proteste
Nach Überzeugung von Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) wird die AfD "immer mehr zum Treiber der radikalen Corona-Proteste". Die AfD-Fraktion im Thüringer Landtag gebe "sogar Tipps heraus, wie man illegale Demos als Spaziergänge tarnt und mit der Polizei Katz und Maus spielt", sagte Maier der neuen Ausgabe des Magazins "Spiegel". "Diese Partei ist dabei, die Demokratie von innen auszuhöhlen."
Nordmazedoniens Ministerpräsident Zaev tritt offiziell zurück
Mehrere Wochen nach seiner Rücktrittsankündigung hat Nordmazedoniens Ministerpräsident Zoran Zaev sein Amt offiziell niedergelegt. Das Parlament bestätigte ein entsprechendes Gesuch Zaevs am Donnerstag und ebnete damit den Weg für seinen Rücktritt. Der Regierungschef reagierte damit auf das schlechte Abschneiden seiner Partei bei den Kommunalwahlen. Der stellvertretende Finanzminister Dimitar Kovacevski wird Zaevs Amt in den kommenden Tagen übernehmen. Er war kürzlich zum Parteivorsitzenden der SDSM ernennt worden.
Mutmaßlicher Selbstmordattentäter in Kabul erschossen
In der afghanischen Hauptstadt Kabul ist ein mutmaßlicher Selbstmord-Attentäter erschossen worden. Der mutmaßliche Attentäter habe sich am Donnerstag am Zugang zu einem Zentrum für die Ausgabe von Reisepässen befunden, teilte die Polizei mit. Er sei erschossen worden, bevor er sich in die Luft habe sprengen können.
Merz schließt Zusammenarbeit mit AfD absolut aus
Der designierte CDU-Vorsitzende Friedrich Merz hat angekündigt, eine Kooperation seiner Partei mit der AfD unter allen Umständen verhindern zu wollen. "Mit mir wird es eine Brandmauer zur AfD geben", sagte Merz nach Information von Deutsche Tageszeitung. Den Landesverbänden "vor allem im Osten" drohte er sofortige Parteiausschlussverfahren an, falls es zu einer Zusammenarbeit mit der AfD kommen sollte. Merz sagte in dem Interview: "Wenn irgendjemand von uns die Hand hebt, um mit der AfD zusammenzuarbeiten, dann steht am nächsten Tag ein Parteiausschlussverfahren an." Dies sei seine "glasklare Ansage" an die "Landesverbände vor allem im Osten". Der CDU-Bundesparteitag hatte 2018 einen Unvereinbarkeitsbeschluss mit der AfD gefasst, der "jegliche Koalitionen oder ähnliche Formen der Zusammenarbeit" betrifft. Die AfD sei eine Partei, "die rechtsextremes Gedankengut, Antisemitismus und Rassismus in ihren Reihen bewusst duldet", hieß es damals. Merz sagte nun, er werde im Verhältnis zur AfD von Anfang an "sehr konsequent sein". Die CDU sei "nicht die XYZ-Partei, die mit jedem kann." Versöhnliche Töne schlug Merz in dem Interview gegenüber der früheren Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an, die ihn 2002 vom Fraktionsvorsitz verdrängt hatte. "Ich würde mich freuen, wenn Angela Merkel und die CDU auch in Zukunft beieinander bleiben, an mir wird es jedenfalls nicht scheitern", sagte er. "Ich möchte zu allen meinen lebenden vier Vorgängern ein gutes Verhältnis haben." Merz, der seit Jahren ein schlechtes Verhältnis zur ehemaligen Kanzlerin hat, gestand ein, Merkels Leistung in der Partei zu wenig gewürdigt zu haben. "Wir haben Merkel völlig unterschätzt", sagte Merz unter Bezug auf die Zeit vor deren Aufstieg. Weiter sagte er: "Schauen Sie sich mal unsere Führung vor gut 20 Jahren an: Kohl, Schäuble, Rühe, Koch, Wulff, Müller. Frauen haben in der Führung damals praktisch keine Rolle gespielt." Merkel sei "ein frauenpolitischer Schrittmacher" für die CDU gewesen.Merz warnte seine CDU davor, von einem allzu raschen Wiederaufstieg zu träumen. "Bei uns haben viele noch nicht kapiert, was es heißt, in der Opposition zu sein", sagte er. Der früheren Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) soll unter Merz eine wichtige Rolle im Parteiapparat zukommen: Auf dem Parteitag im Januar solle sie zur Bundesschatzmeisterin der CDU gewählt werden, hieß es aus Parteikreisen gegenüber Deutsche Tageszeitung. Der bisherige CDU-Schatzmeister Philipp Murmann kandidiert nicht wieder.Merz hatte sich vergangene Woche bei einem CDU-Mitgliederentscheid über den Parteivorsitz durchgesetzt. Er soll auf einem Parteitag am 21. und 22. Januar offiziell zum Nachfolger von Armin Laschet bestimmt werden. (V.Korablyov--DTZ)
Deutschland will neues Corona-Medikamente aus USA
Die Bundesregierung bemüht sich um die rasche Beschaffung des Corona-Medikaments Paxlovid, das in den USA bereits im Schnellverfahren zur Behandlung von Erkrankten zugelassen wurde. Das Bundesgesundheitsministerium steht nach Angaben eines Sprechers vom Donnerstag mit Herstellern "in Verhandlung, um Kontingente für Deutschland zu sichern und zeitnah für die Versorgung zur Verfügung zu stellen". Dies gelte neben dem Präparat Paxlovid des US-Konzerns Pfizer auch für das Mittel Lagevrio, das vom US-Unternehmen MSD hergestellt wird. Beides sind antivirale Mittel, die das Virus dabei hindern, sich zu reproduzieren. Die Präparate sind in der EU noch nicht zugelassen. Bei der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) seien aber bereits "Bewertungsverfahren mit dem Ziel der Zulassung begonnen worden", sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministerium der Nachrichtenagentur AFP. Die Mittel sollten in Deutschland nach der Zulassung vor allem für Risikopatienten eingesetzt werden - etwa Patienten über 60 Jahre und Menschen mit Leiden wie Adipositas und Diabetes. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte der Corona-Pille Paxlovid am Mittwoch eine Notfallzulassung für Risikopatienten ab zwölf Jahren erteilt. US-Präsident Joe Biden versprach Pfizer staatliche Unterstützung, um die Produktion des Medikaments schnell hochzufahren. Paxlovid senkt laut Pfizer die Gefahr einer Krankenhauseinweisung oder eines Todes um knapp 90 Prozent. Die FDA hatte dazu erklärt: "Diese Zulassung bringt zu einem mit dem Auftreten neuer Varianten entscheidenden Zeitpunkt in der Pandemie ein neues Werkzeug, um Covid-19 zu bekämpfen." Paxlovid kombiniert den neuen Wirkstoff Nirmatrelvir mit dem Medikament Ritonavir, das bereits zur Behandlung von HIV-Patienten eingesetzt wird. Patienten nehmen über einen Zeitraum von fünf Tagen zwei Mal täglich zwei Tabletten Nirmatrelvir und eine Tablette Ritonavir zu sich. Die US-Regierung hat bereits für einen Preis von 5,3 Milliarden Dollar (knapp 4,7 Milliarden Euro) zehn Millionen Packungen bestellt. Die EU-Arzneimittelbehörde EMA unterstützte in der vergangenen Woche den Einsatz von Paxlovid für Notfälle. (W.Uljanov--DTZ)
Stromanbieter Stromio stellt Lieferung ein
Der Stromanbieter Stromio mit den Marken Stromio und Grünwelt Energie hat ohne Vorwarnung die Lieferung eingestellt. Stromio sei "seit einigen Wochen mit einer nie dagewesenen Preisexplosion an den europäischen Energiehandelsplätzen konfrontiert", erklärte das Unternehmen auf seiner Internetseite zur Begründung. Seit Mittwoch habe der örtliche Ersatzversorger automatisch und ohne Unterbrechung die Versorgung der Kunden übernommen.