Chinas Batterie-Offensive
Europas KI unter Druck
Australiens eiserne Grenze
Chinas Schatten über Mexiko
Selenskyj entlässt ukrainische Botschafterin in den USA
Vizeweltmeisterin Pfeif holt erneut EM-Silber vom Turm
Waldbrände: Rund 65.000 US-Bürger müssen Häuser verlassen
Wegen geplatztem Lindström-Transfer: Neapel greift Schalke an
Sport
Nach elf Jahren: Gulacsi verlässt RB Leipzig
Die Wege von Torwart Peter Gulacsi und dem Fußball-Bundesligisten RB Leipzig trennen sich nach elf Jahren. Der 36 Jahre alte Ungar wechselt zum spanischen Erstligisten FC Villarreal, wie beide Klubs am Montag bestätigten. Ersatz steht offenbar bereit: Übereinstimmenden Medienberichten zufolge wird der norwegische WM-Stammkeeper Örjan Nyland (35), in der Saison 2022/23 bereits bei den Sachsen unter Vertrag, zu RB zurückkehren.
Politik
Trump: Gespräche mit dem Iran finden derzeit statt
Die Verhandlungen der Vereinigten Staaten mit dem Iran haben nach den Worten von US-Präsident Donald Trump begonnen. Die Gespräche "laufen gerade", sagte Trump am Montag vor Journalisten im Weißen Haus. Die Gespräche fänden auf Wunsch des Iran und mit "Unterstützung" Saudi-Arabiens, der Vereinigten Arabischen Emirate und Katars statt. Dies sei "die letzte Chance" für den Iran, ein gutes Abkommen zu erreichen, fuhr der US-Präsident fort.
Letzte Nachrichten
George Clooney bittet Medien um Verzicht auf Fotos seiner Kinder
Hollywood-Star George Clooney hat aus Angst um das Wohl seiner Kinder die Medien gebeten, keine Bilder von ihnen zu veröffentlichen. Die Arbeit seiner Frau Amal Clooney als Menschenrechtsanwältin bringe es mit sich, dass die gemeinsamen Kinder Ziel möglicher Vergeltungsmaßnahmen seien, erklärte der 60-Jährige in einem in der Zeitschrift "Variety" und anderen US-Medien veröffentlichten offenen Brief.
Zverev beim Masters in Paris souverän im Halbfinale
Tennis-Olympiasieger Alexander Zverev hat beim ATP-Masters in Paris souverän das Halbfinale erreicht. Der an Nummer vier gesetzte Hamburger gewann in einem Match auf Top-Niveau gegen den Norweger Casper Ruud (Nr. 6) mit 7:5, 6:4. Schon beim Masters in Cincinnati Ende August hatte Zverev ebenfalls das Viertelfinale gegen Ruud souverän für sich entschieden.
1:1 in Mainz: Gladbach sucht weiter nach der Konstanz
Offensiv harmlos, defensiv anfällig: Borussia Mönchengladbach sucht in der Fußball-Bundesliga weiter nach der Konstanz. Die zuletzt so furios aufspielende Mannschaft von Trainer Adi Hütter musste sich nach einem dürftigen Auftritt beim starken FSV Mainz 05 mit einem 1:1 (1:0) begnügen und verpasste den Sprung auf einen Europacup-Platz.
Österreich verschärft Corona-Schutzmaßnahmen
Angesichts eines starken Anstiegs der Infektionsfälle werden die Corona-Maßnahmen in Österreich deutlich verschärft. Nach einem Beschluss von Regierung und Landeshauptleuten vom Freitag gilt ab Montag für die meisten Bereiche des öffentlichen Lebens die 2G-Regelung: Der Besuch von Restaurants, Friseuren oder Veranstaltungen ab 25 Gästen ist dann nur noch für Geimpfte und Genesene erlaubt. Bei der Arbeit sollen weiterhin auch Tests möglich sein.
Gelungener Debütantenball: Deutsche Handballer mit Sieg gegen Portugal
Geglückter Start in die neue Zeitrechnung: Die deutschen Handballer haben beim Debütantenball nach der Olympia-Enttäuschung Appetit gemacht. In Spiel eins nach dem Viertelfinal-Aus von Tokio bezwang das nahezu vollständig umgekrempelte DHB-Team um den neuen Kapitän Johannes Golla den EM-Sechsten Portugal mit 30:28 (18:13) und nährte mit dem Testspielerfolg die Hoffnung auf eine erfolgreiche Europameisterschaft im Januar.
Polizei fängt acht Kamele und ein Lama nach nächtlichem Zug durch Madrid ein
Die spanische Polizei hat acht Zirkus-Kamele und ein Lama bei einem nächtlichen Zug durch Madrids Straßen erwischt. Die Tiere seien gegen 05.00 Uhr morgens im südlichen Stadtbezirk Carabanchel entdeckt und sicher zu ihrem Besitzer zurückgebracht worden, teilte die Polizei am Freitag im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Auf beigefügten Fotos waren die ungewöhnlichen Nachtschwärmer zu sehen.
Suche nach Hörmann-Nachfolger: Mronz zieht zurück
Sportmanager Michael Mronz (54) hat sich aus dem Bewerbungsverfahren um das Amt des Präsidenten im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) zurückgezogen. "Ich kann bestätigen, dass ich die Findungskommission um ihren Vorsitzenden, Bundespräsident a.D. Christian Wulff, darum gebeten habe, mich aus den weiteren Erörterungen bezüglich einer Nachfolge im DOSB-Präsidentenamt auszunehmen", sagte Mronz der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
SPD und Linke in Mecklenburg-Vorpommern über Inhalte von Koalitionsvertrag einig
Nach acht Gesprächsrunden haben SPD und Linke in Mecklenburg-Vorpommern ihre Koalitionsverhandlungen inhaltlich abgeschlossen. Die Verhandlungsführerinnen, Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) und Linken-Landtagsfraktionschefin Simone Oldenburg, sprachen am Freitag von fairen und ergebnisorientierten Gesprächen. Die großen inhaltlichen Blöcke seien zu Ende verhandelt, strittige Punkte gebe es keine mehr, sagte Schwesig. Über die Verteilung der Ressorts zwischen beiden Parteien solle in der kommenden Woche beraten werden.
Bart-ab-Anweisung bringt Maltas Polizeigewerkschaft auf die Palme
"Glattrasiert" oder "sauber rasiert", das ist derzeit bei Maltas Polizei die Frage: Aus Protest gegen eine Anweisung an alle männlichen Beamten, künftig ohne Bart zum Dienst zu erscheinen, hat deren Gewerkschaft MPU ihre Mitglieder nun zum genauen Gegenteil aufgerufen. Die vor kurzem erlassene Richtlinie sei nicht durch das Gesetz gedeckt, das lediglich eine "saubere Rasur" verlange, erklärte die MPU am Freitag.
Prinz Charles reist zur offiziellen Abschaffung der Monarchie nach Barbados
Prinz Charles reist Ende November für die Zeremonie zur Abschaffung der Monarchie in die ehemalige britische Kolonie Barbados. Der britische Thronfolger werde auf Einladung von Premierministerin Mia Amor Mottley als Ehrengast an den Feierlichkeiten teilnehmen, erklärte sein Büro am Freitag. Barbados wird am 30. November offiziell zur Republik, Charles’ Mutter Queen Elizabeth II. verliert dadurch ihren Status als Staatsoberhaupt.
Standing Ovations für Thomas Gottschalk bei Neuauflage von "Wetten, dass..?"
Mit Standing Ovations ist Fernsehmoderator Thomas Gottschalk zur Neuauflage der Unterhaltungsshow "Wetten, dass..?" begrüßt worden. Als der 71-Jährige am Samstagabend in Nürnberg auf die Bühne trat, erhoben sich die Zuschauer im Saal und applaudierten minutenlang. "Ich freu’ mich, dass ihr Euch so freut", reagierte der Moderator.
ZDF strahlt "Wetten, dass..?"- Sondersendung aus Nürnberg aus
Das ZDF strahlt am Samstagabend (20.15 Uhr) eine Sondersendung der Unterhaltungsshow "Wetten, dass..?" aus. Die Jubiläumssendung des vor sieben Jahren eingestellten Klassikers wird von Thomas Gottschalk und Michelle Hunziker moderiert und live aus Nürnberg übertragen. Als Gäste werden unter anderem die Abba-Sänger Björn Ulvaeus und Benny Andersson, Schlagerstar Helene Fischer, Rocker Udo Lindenberg und Schauspieler Heino Ferch erwartet.
Seit Jahren marode Autobahnbrücke in Wiesbaden soll gesprengt werden
Die seit Jahren marode Salzbachtalbrücke der Autobahn 66 in Wiesbaden soll am Samstag (12.00 Uhr) gesprengt werden. Das Ereignis kann auf der Internetseite der Autobahn GmbH West in einem Livestream verfolgt werden. Zuschauer vor Ort sind aus Sicherheitsgründen nicht zugelassen, der Bereich wird weiträumig abgesperrt. Bei schlechtem Wetter könnte der Termin kurzfristig noch verschoben werden.
Bei der CDU beginnt Bewerbungsfrist für Parteivorsitz
Bei der CDU fällt der Startschuss für die Wahl des neuen Bundesvorsitzenden: Ab Samstag können die Kandidatinnen und Kandidaten ihre Bewerbung einreichen - Voraussetzung dafür ist die Unterstützung einer Parteigliederung wie etwa eines Landes- oder Bezirksverbands. Die Bewerbungsfrist geht am 17. November zu Ende. Danach sollen sich die Kandidatinnen und Kandidaten zwei Wochen lang der Basis vorstellen.
Weitere Klimaproteste zur COP26 in Glasgow
Knapp eine Woche nach dem Beginn der Weltklimakonferenz COP26 sind im schottischen Glasgow und weiteren Städten weltweit am Samstag Demonstrationen für mehr Klimaschutz geplant. Am Freitag waren in Glasgow bereits tausende junge Menschen einem Protestaufruf der Bewegung Fridays for Future gefolgt und hatten konkretere Maßnahmen gegen den Klimawandel gefordert. Am Samstag werden den Organisatoren zufolge nun bis zu 50.000 Teilnehmer in Glasgow erwartet, darunter auch die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg.
Polizistin als Serienmörderin ihrer Familie
Weil sie nach und nach ihren Freund und fünf Verwandte ermordet hat, um unter anderem deren Lebensversicherungen zu kassieren, ist eine ehemalige Polizistin in Südafrika zu sechs Mal lebenslänglich sowie zu weiteren 95 Jahren Haft verurteilt worden. Die hohe Strafe solle sicherstellen, dass die 46-Jährige niemals wieder aus dem Gefängnis komme, sagte Richter Ramarumo Monama am Freitag.
USA nehmen mit Trauergottesdienst Abschied von Colin Powell
Mit einem Trauergottesdienst in der Hauptstadt Washington haben die USA Abschied vom verstorbenen früheren Außenminister Colin Powell genommen. An der Zeremonie in der Washington National Cathedral nahmen am Freitag unter anderem Präsident Joe Biden und seine Vorgänger Barack Obama und George W. Bush teil. Eingeladen waren auch die früheren Außenministerinnen Madeleine Albright, Condoleezza Rice und Hillary Clinton sowie ranghohe Militärs wie Generalstabschef Mark Milley.
Mehrere Länder fordern ihre Staatsbürger zum Verlassen Äthiopiens auf
Angesichts des eskalierenden Konflikts um die nordäthiopische Region Tigray haben die USA und weitere Staaten ihre Bürger zum Verlassen des afrikanischen Landes aufgefordert. Zuvor hatten neun Rebellengruppen die Bildung einer Allianz gegen die Regierung von Ministerpräsident Abiy Ahmed angekündigt. Der UN-Sicherheitsrat forderte in einer gemeinsamen Erklärung die Konfliktparteien auf, einen dauerhaften Waffenstillstand auszuhandeln.
Tschechiens Präsident will Oppositionsführer mit Regierungsbildung beauftragen
Einen Monat nach der Parlamentswahl in Tschechien hat Präsident Milos Zeman seine Unterstützung für eine rasche Regierungsbildung angekündigt. Er sei bereit, den Chef des Oppositionsbündnisses Spolu (Gemeinsam), Petr Fiala, mit der Regierungsbildung zu beauftragen, sagte der 77-Jährige am Freitag in einem Radiointerview - einen Tag nach seiner Entlassung von der Intensivstation. Fiala kündigte eine Koalition aus fünf Parteien der bisherigen Opposition an.
Ministerium: 13-jähriger Palästinenser stirbt nach Protest im Westjordanland
Bei Zusammenstößen zwischen palästinensischen Demonstranten und israelischen Sicherheitskräften im Westjordanland ist nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums ein 13-Jähriger getötet worden. Er sei im Dorf Deir al-Hatab östlich von Nablus in den Bauch geschossen worden und später im Krankenhaus gestorben, teilte das Ministerium am Freitag mit. Die israelische Armee äußerte sich zunächst nicht dazu.
BKA warnt vor betrügerischen Mails von angeblichem Direktor
Das Bundeskriminalamt (BKA) hat vor betrügerischen Emails gewarnt, die derzeit in seinem Namen versandt werden. Darin würden die Empfänger beschuldigt, kinderpornografisches Material abgerufen zu haben, teilte das BKA am Freitag in Wiesbaden mit. Der Verfasser gebe sich unter dem Kürzel "Holzer.BKA" fälschlicherweise als BKA-Direktor aus.
USA rufen Staatsbürger dringend zum Verlassen von Äthiopien auf
Die USA haben ihre Staatsbürger angesichts des eskalierenden Konflikts in Äthiopien dringend zur Ausreise aus dem ostafrikanischen Land aufgerufen. "Wir empfehlen allen US-Bürgern in Äthiopien, das Land so bald wie möglich zu verlassen", erklärte die US-Botschaft in Addis Abeba am Freitag. "Die Sicherheitslage in Äthiopien ist sehr instabil."
Sachsen führt ab Montag landesweit 2G-Regel ein
Angesichts der steigenden Zahl von Neuinfektionen führt Sachsen landesweit die 2G-Regel ein. Ab Montag haben zu Innenräumen von Gaststätten sowie zu anderen Veranstaltungen in Innenbereichen nur noch Geimpfte und Genesene Zugang, wie Landessozialministerin Petra Köpping (SPD) am Freitag in Dresden sagte. Das Landeskabinett beschloss dazu eine neuen Corona-Verordnung, die bis zum 25. November gilt. Das betrifft auch Großveranstaltungen.
Ex-Mitarbeiter von Macron zu drei Jahren Haft verurteilt
Der frühere Sicherheitsbeauftragte des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, Alexandre Benalla, ist zu drei Jahren Haft verurteilt worden, davon zwei Jahre auf Bewährung. Benalla muss ein Jahr lang eine elektronische Fessel tragen, aber nicht hinter Gitter, wie ein Gericht am Freitag in Paris urteilte. Der 30-Jährige wurde wegen Gewalt gegen Demonstranten, Fälschung von Dokumenten und illegalen Waffenbesitzes verurteilt.
In Ampel-Verhandlungen läuft nichts mehr rund...
In den Verhandlungen von SPD, Grünen und FDP über die Bildung einer Ampel-Koalition scheint es vor allem aus Sicht der Grünen nicht mehr so rund zu laufen. Bei den für die Grünen "entscheidenden Stellschrauben" seien die Ampel-Unterhändler "noch nicht so weit, dass wir den Deckel drauf machen können", sagt Parteichefin Annalena Baerbock am Freitag im Inforadio des RBB. Sie äußerte Zweifel, ob der angestrebte Koalitionsvertrag wie geplant bis Ende November stehen werde. "Wir können noch nicht sagen, wann er (der Koalitionsvertrag) fertig ist, weil wir bei zentralen Baustellen noch nicht sehen, dass wir sagen können, dann sind wir fertig", sagte Baerbock. "Diese Erneuerung des Landes soll in den nächsten vier Jahren greifen. Und da kommt es jetzt nicht auf vier Tage mehr oder weniger an in den Gesprächen." Zuvor hatte auch Grünen-Bundesgeschäftsführer Michael Kellner kritisiert, es gebe bislang in den Verhandlungen "zu wenig Fortschritt, was die inhaltliche Substanz anbetrifft". Den Grünen gehe es um eine "neue Bundesregierung, die Veränderung in diesem Land erreicht" und Probleme "in den wesentlichen Kernbereichen löst", betonte nun Baerbock. "Wenn wir den Klimaschutz wirklich ernst nehmen würden", dann müsse sich das quer durch die Bundesregierung zeigen und dürfe nicht nur Sache einer Partei sein. Momentan gebe es noch zu viele Baustellen, sagte Baerbock generell zum Stand der Verhandlungen. Als Beispiel nannte sie die Verkehrspolitik. "Gerade im Verkehrsbereich muss deutlich aufgeholt werden, was in den letzten Jahren nicht passiert ist", sagte Baerbock. "Und da sind wir noch nicht so weit, dass wir sagen können, wir haben jetzt alle Weichen dafür gestellt, auf den 1,5-Grad-Pfad zu kommen." Besorgt mit Blick auf die Klimapolitik der künftigen Regierung äußerte sich die Fridays-for-Future-Aktivistin Luisa Neubauer. "Was wir aus den Verhandlungen hören, lässt Schlimmes vermuten", sagte sie der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Neubauer forderte klare Ansagen "über ein Ende fossiler Energien, ein Ende fossiler Subventionen, Ende der Flächenversiegelung und den Beginn ehrlicher, klimagerechter Politik". Zur ebenfalls heiklen Finanzpolitik hieß es hierzu, die Ampel-Parteien könnten Probleme mit der Schuldenbremse dadurch umgehen, dass größere Investitionsvorhaben aus dem regulären Haushalt ausgegliedert werden. Dem Magazin zufolge könnte dafür die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) in ein staatliches Wohnungsbauunternehmen mit der Rechtsform einer GmbH umgewandelt werden. Diese GmbH könnte dann in eigener Verantwortung Kredite aufnehmen. Ebenso erwägen die Ampel-Parteien laut "Spiegel", Kreditprogramme der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sowie den Energie- und Klimafonds deutlich auszubauen. Der während der Corona-Pandemie eingerichtete Wirtschaftsstabilisierungsfonds könnte in einen dauerhaften "Transformationsfonds" überführt werden. Eine gewisse finanzielle Entlastung erhoffen sich SPD, Grüne und FDP laut einem Bericht der "Rheinischen Post" zudem von der Steuerschätzung, die kommende Woche vorgelegt wird. Diese könnte deutlich besser ausfallen als noch die Mai-Prognose, hieß es unter Berufung auf Einschätzungen von Wirtschaftsexperten. Möglich seien jeweils im Jahresvergleich ein Einnahme-Plus von 5,7 Prozent für 2021 und von fünf Prozent für 2022. Die ursprünglich vor allem von der FDP geforderte Einrichtung eines eigenen Digitalministeriums scheint vom Tisch zu sein. Das "Handelsblatt" berichtete, auch bei den Liberalen habe sich die Einschätzung durchgesetzt, dass die damit verbundene Umstukturierung zu komplex sei und die Digitalisierung eher behindern würde. (V.Korablyov--DTZ)
Rocker: Lebenslang für Männer nach Mord in Cottbus
Gut eineinhalb Jahre nach tödlichen Schüssen auf einen 31-Jährigen in der Cottbuser Innenstadt hat das Landgericht der brandenburgischen Stadt zwei Männer am Freitag wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die beiden 31 und 33 Jahre alten Angeklagten ihr Opfer töten wollten, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Sie hätten dabei aus Heimtücke gehandelt. Der Geschädigte soll, nachdem er bereits getroffen worden war, noch zu flüchten versucht haben. Die Angeklagten folgten ihm nach Auffassung des Gerichts jedoch und schossen dem arg- und wehrlosen Opfer weitere Male in den Rücken. Insgesamt seien aus wenigen Metern Entfernung sechs Schüsse abgegeben worden. Die Richter sahen außerdem "sonstige niedere Beweggründe". Die Angeklagten hätten das Recht in die eigene Hand genommen und Selbstjustiz geübt. Sie hätten Rache nehmen wollen für eine empfundene Demütigung und Ärger des einen Angeklagten nach einer früheren körperlichen Auseinandersetzung mit dem Geschädigten. Auch hätten sie einer weiteren Auseinandersetzung zuvorzukommen wollen. Mit dem Urteil kam das Gericht der Forderung der Staatsanwaltschaft nach lebenslangen Freiheitsstrafen nach. Die Verteidiger der beiden Angeklagten hatten hingegen maximal sieben Jahre Haft gefordert. Die am 1. März 2020 auf offener Straße begangene Tat hatte seinerzeit in Cottbus für breite Diskussionen gesorgt. Sowohl die Täter als auch das Opfer wurden anschließend einer örtlichen Mischszene aus Rockern, Rechtsextremen und Hooligans zugerechnet. (P.Vasilyevsky--DTZ)
Flick stützt Kimmich: "Falsch und unfair"
Nach DFB-Direktor Oliver Bierhoff hat sich auch Hansi Flick in der Impfdebatte um Joshua Kimmich klar hinter den Fußball-Nationalspieler gestellt. "Er gehört nicht an den Pranger", sagte der Bundestrainer im FAZ-Interview: "Ich finde es bedauerlich, dass diese Diskussion nun auf seinem Rücken ausgetragen wird, spurlos ist das nicht an ihm vorübergegangen. Was mit ihm in der Diskussion aktuell geschieht, ist falsch und unfair."
Sängerin Wencke Myhre mit Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet
Die norwegische Sängerin Wencke Myhre ist mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verlieh der 74-Jährigen und dem 86 Jahre alten norwegischen Theologen und Politiker Gunnar Stalsett am Freitag in Oslo den Orden, wie das Bundespräsidialamt mitteilte. Beide hätten "Türen und Herzen" in Norwegen und Deutschland geöffnet, erklärte Steinmeier.
Fußgänger in Berlin von Kehrmaschine erfasst und gestorben
In Berlin ist ein 63-jähriger Fußgänger von einer Kehrmaschine erfasst worden und dabei verstorben. Der Unfall ereignete sich am Freitagmorgen, als der Mann eine Kreuzung im Bezirk Lichtenberg überquerte, wie die Polizei mitteilte. Dabei sei er von einer Kehrmaschine einer privaten Firma erfasst worden, die von einem 50-Jährigen gelenkt worden sei.
Zwei Festnahmen nach Diebstahl von Rennrädern der italienischen Nationalmannschaft
Zwei Wochen nach dem Diebstahl von 22 Rennrädern des italienischen Nationalteams hat die französische Polizei im Norden Frankreichs zwei junge Männer festgenommen. Es handele sich um zwei Verdächtige im Alter von 18 und 19 Jahren, teilte die Polizei am Freitag mit. Sie sollen am Diebstahl der Rennräder im Wert von 400.000 Euro während der Bahnrad-Weltmeisterschaft in Roubaix beteiligt gewesen sein.
Ex-Elysée-Mitarbeiter Benalla zu drei Jahren Haft verurteilt
Der ehemalige Elysée-Mitarbeiter Alexandre Benalla ist zu drei Jahren Haft verurteilt worden, davon zwei auf Bewährung. Ein Jahr lang muss er eine elektronische Fessel tragen, aber nicht hinter Gitter, wie ein Gericht am Freitag in Paris urteilte. Der 30-Jährige wurde insbesondere wegen Gewalt gegen Demonstranten verurteilt, aber unter anderem auch wegen Fälschung von Dokumenten und illegalem Waffenbesitz.
Ein Toter und mehr als hundert Verletzte bei Protesten im Irak
Bei Protesten in der irakischen Hauptstadt Bagdad gegen das Ergebnis der Parlamentswahlen sind am Freitag mindestens ein Mensch getötet und mehr als hundert weitere verletzt worden. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, gab es insgesamt 125 Verletzte, darunter 27 Zivilisten. Die meisten Verletzten sind demnach Angehörige der Sicherheitskräfte. Später verlautete aus Sicherheitskreisen, dass ein Demonstrant gestorben sei. Die UN-Mission im Irak verurteilte die Gewalt.