Riyad entre dans la guerre
Indiens Nicobar-Trumpf
Chinas Chipangriff auf ASML
Chinas Batterie-Offensive
Prozess um Mord ohne Leiche: Lebenslange Haft in Saarbrücken
Regisseur Werner Herzog hat fast eine Million Follower - aber kein Smartphone
Tödliche Messerattacke in Supermarkt: Ermittler gehen von wahllos verübter Tat aus
Trump-Versprechen: 5000 Dollar für jeden US-Bürger bei Republikaner-Wahlsieg
Boulevard
Tödlicher Messerangriff in Freiburg: Tatverdächtiger in Untersuchungshaft
Nach einem tödlichen Messerangriff auf einen 74-Jährigen auf offener Straße in Freiburg ist der festgenommene Tatverdächtige in Untersuchungshaft genommen worden. Polizei und Staatsanwaltschaft in der baden-württembergischen Stadt betonten am Donnerstag, es handle sich entgegen öffentlicher Annahmen um einen Einzeltäter. Der 30-Jährige soll sein Opfer am Dienstagabend erstochen haben, er kam am Mittwoch in Untersuchungshaft.
Politik
Fehl-Investitionen von Krankenkassen könnten Milliardenverlust zur Folge haben
Die Bundesregierung fordert Aufklärung über womöglich milliardenschwere Fehlinvestitionen von Krankenkassen. Mindestens ein Dutzend Krankenkassen steckten insgesamt 1,1 Milliarden Euro in "leistungsgestörte Geldanlagen", wie es in einer am Donnerstag veröffentlichten Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion heißt. Es müsse nun sorgfältig aufgeklärt werden, wie es trotz der strengen Regelungen im Sozialgesetzbuch zu hohen Verlusten kommen konnte.
Letzte Nachrichten
VW rechnet mit hohem Milliardengewinn im ersten Halbjahr
Der Volkswagen-Konzern geht von glänzenden Geschäften im ersten Halbjahr aus. Die Auslieferungen an Kunden hätten sich weiter "stark" erholt, teilte der Wolfsburger Autobauer am Freitag in einer Pflichtmitteilung an die Börsen mit. Dies habe zu einem jeweils "sehr hohen" Umsatz sowie operativen Ergebnis geführt.
Ceferin: "Kein Beweis" für Zusammenhang zwischen EM und Corona-Infektionen
UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hat einen Zusammenhang zwischen der Zulassung von Zuschauern bei der Fußball-Europameisterschaft und steigenden Corona-Infektionszahlen in mehreren Teilnehmerländern bestritten. "Ich habe bislang keinen Beweis gesehen, dass es eine Verbindung gibt", sagte der Chef der Europäischen Fußball-Union (UEFA) im BBC-Podcast "The Sports Desk".
Landesamt für Umwelt kontrolliert erneut Tesla-Baustelle bei Berlin
Das Brandenburger Landesamt für Umwelt ist am Freitag erneut zu einer Kontrolle der "Giga-Factory"-Baustelle des US-Elektroautobauers Tesla in Grünheide ausgerückt. Bereits am Dienstag stellten Kontrolleure bei einer Überprüfung illegal errichtete Tanks fest. Dies sei der Anlass gewesen, "die Baustelle jetzt noch einmal komplett zu kontrollieren", sagte der Sprecher des Umweltministeriums, Sebastian Arnold, am Freitag.
Prozess gegen österreichischen Ex-Vize-Kanzler Strache vertagt bis Ende August
Der Korruptionsprozess gegen Österreichs früheren Vizekanzler Heinz-Christian Strache ist auf Ende August vertragt worden, weil während des Verfahrens neue Anschuldigungen aufgetaucht sind. "Die nächsten Anhörungen sind für den 23. und 27. August angesetzt", sagte die stellvertretende Gerichtspräsidentin Christina Salzborn der Nachrichtenagentur AFP am Freitag. Wann das Urteil verkündet werden soll, ist demnach noch unklar. Der Prozess sollte ursprünglich an diesem Freitag zu Ende gehen.
Dorsch fährt doch nicht zu Olympia - auch Vagnoman fällt aus
U21-Europameister Niklas Dorsch wird doch nicht mit zu den Olympischen Spielen nach Tokio reisen. Grund ist der am Donnerstag verkündete Wechsel des 23 Jahre alten Mittelfeldspielers zum Fußball-Bundesligisten FC Augsburg. Dorsch soll bei seinem neuen Verein, der bereits Felix Uduokhai und Marco Richter für Olympia abgestellt hat, die Vorbereitung mitmachen.
Nordrhein-Westfalen ermuntert Kommunen zu "kreativen" Impfaktionen
Nordrhein-Westfalen Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat Kommunen in seinem Bundesland zur Organisation von Impfungen an Einkaufzentren und anderen belebten Orten aufgefordert. Städte und Landkreise dürften "gern kreativ werden", erklärte Laumann am Freitag in Düsseldorf. Das Land wolle "maximale Flexibilität", um Menschen mit niedrigschwelligen Angeboten zu erreichen. Es helfe auch bei der Ausrüstung mobiler Impfteams.
Dreijähriger stibitzt schlafendem Vater tausend Euro und geht einkaufen
Ein dreijähriger Junge hat in Essen seinem schlafendem Vater tausend Euro stibitzt und ist damit zum Einkaufen aufgebrochen. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, bemerkte ein 60-jähriger Passant am Mittwochvormittag vor einem Lebensmittelmarkt das Kind mit einem Bündel von Geldscheinen in der Hand. Es handelte sich demnach um 1045 Euro. Von dem Mann alarmierte Polizisten stellten den Jungen zur Rede und befragten ihn nach der Herkunft des Gelds.
24-Jähriger in Österreich von seiner Giftschlange getötet
In Österreich ist ein 24-Jähriger von seiner eigenen Giftschlange getötet worden. Der junge Mann sei beim Füttern der Hornviper gebissen worden, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA am Freitag unter Berufung auf einen Bericht der "Kronen Zeitung" und Angaben der Polizei. Das Unglück ereignete sich demnach am Mittwoch in einem Mehrfamilienhaus in Enns im Bundesland Oberösterreich.
Ganz Spanien gilt ab Sonntag als Corona-Risikogebiet
Ganz Spanien einschließlich der Balearen und Kanaren gilt ab Sonntag als Corona-Risikogebiet. Es bestehe ein erhöhtes Risiko einer Infektion, teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitag mit. Bislang waren nur einzelne Regionen Spaniens als Risikogebiet ausgewiesen. In Irland wurden die Regionen Midlands und Midwest ebenfalls neu als Risikogebiete eingestuft. Zudem wurde Zypern als neues Hochinzidenzgebiet ausgewiesen, dort gibt es ein besonders hohes Infektionsrisiko.
Corona-Lockdown für Sydney weiter verschärft
Der Corona-Lockdown in Australiens größter Stadt Sydney ist am Freitag weiter verschärft worden. "Verlassen Sie ihr Haus nicht, es sei denn, sie müssen es unbedingt", forderte die Regierungschefin des Bundesstaates New South Wales, Gladys Berejiklian, die rund fünf Millionen Bewohner von Sydney auf. Die Bevölkerung von Sydney stehe der größten Bedrohung "seit Beginn der Pandemie" gegenüber.
Nächtliche Ausgangssperre und weitere Corona-Restriktionen in Teilen Thailands
Zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben Thailands Behörden eine nächtliche Ausgangssperre sowie andere Restriktionen in der Hauptstadt Bangkok und neun Provinzen des Landes verhängt. Die Ausgangssperre gelte ab Montag von 21.00 Uhr bis 04.00 Uhr, teilte die thailändische Regierung nach stundenlangen Beratungen der Corona-Taskforce am Freitag mit. Sie gilt demnach für die mehr als zehn Millionen Einwohner von Bangkok sowie für die benachbarten Provinzen und Provinzen im Süden des Landes.
Söder für Maskenpflicht und Tests zum Schulstart nach den Sommerferien
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich mit Blick auf den Start des neuen Schuljahres für umfassende Corona-Schutzmaßnahmen wie eine Maskenpflicht und Tests ausgesprochen. "Wir müssen im Herbst den Schutzfaktor auch für die Jüngeren erhöhen", sagt Söder dem Magazin "Spiegel" laut Vorabmeldung vom Freitag. Für Bayern stellte er einen "Schulstart mit Testen, mit Lüften und mit der Maske" in Aussicht.
Londoner Polizist bekennt sich des Mordes an Sarah Everard schuldig
Der wegen der Entführung und Vergewaltigung der Londonerin Sarah Everard angeklagte britische Polizist hat sich vor Gericht nun auch wegen Mordes schuldig bekannt. Der 48-jährige Wayne C. war am Freitag per Videoschalte aus dem Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh in den Londoner Gerichtssaal zugeschaltet, als er seine Verantwortung für den Mord eingestand. Vor einem Monat hatte er sich bereits in den Anklagepunkten Entführung und Vergewaltigung schuldig bekannt.
Prozess um Unterbringung von 26-Jährigem nach versuchtem Anschlag in München
Vor dem Landgericht München I hat am Freitag der Prozess gegen einen aus dem Iran stammenden 26-Jährigen begonnen, der im Mai vergangenen Jahres in München einen tödlichen Anschlag auf möglichst viele Christen geplant haben soll. Wegen einer paranoiden Schizophrenie des Manns geht es in dem Verfahren um dessen Unterbringung in der Psychiatrie. Nach mehreren Monaten in Untersuchungshaft ist er derzeit bereits untergebracht.
Formel 1: Ungarn lässt Zuschauer nach 3G-Regel zu
Der Große Preis von Ungarn am 1. August wird voraussichtlich vor einer größeren Zahl Zuschauer stattfinden. Der Vermarkter des Formel-1-Rennens in Mogyorod vor den Toren der Hauptstadt Budapest teilte am Freitag mit, dass alle geimpften, genesenen oder getesteten EU-Bürger, die diesen Status im sogenannten Grünen Pass nachweisen können, Karten für das elfte Saisonrennen erstehen können.
Hamburger Zoll stoppt Schaukästen mit geschützten tropischen Schmetterlingen
Der Hamburger Zoll hat Schaukästen mit geschützten tropischen Schmetterlingen beschlagnahmt. Die hundert präparierten Insekten seien von einer Frau aus Schleswig-Holstein in Thailand bestellt und bei der Einfuhr über den Hafen der Hansestadt abgefangen worden, wie die Behörde am Freitag mitteilte. Es handle sich um Wildfänge aus Malaysia, deren Import sei deshalb nicht gestattet.
Verband: Ausbau von Ladestationen für E-Autos kommt in der Fläche an
Mit der Zahl der Elektroautos wächst die Zahl der Ladestationen in Deutschland. Der Branchenverband BDEW lobte am Freitag, dass sich das Ladenetz nicht nur in den großen Städten, sondern auch in kleineren Städten und in Landgemeinden "spürbar" verdichtet. Im Ladesäulenregister des BDEW führt bei den Metropolen Berlin, bei den Großstädten Wolfsburg, bei den Mittelstädten Zwickau und bei den Kleinstädten und Landgemeinden Schwieberdingen in Baden-Württemberg.
Hilfsgüter im Kampf gegen Corona-Krise in Indonesien eingetroffen
Angesichts der dramatischen Corona-Lage in Indonesien hat das südostasiatische Land am Freitag Hilfsgüter wie Sauerstoffflaschen erhalten. Singapur schickte neben den dringend benötigten Sauerstoffflaschen auch Beatmungsgeräte zur Behandlung von Covid-19-Patienten nach Jakarta, wie Singapurs Außenministerium mitteilte. Auch Schutzmasken, Handschuhe und Schutzkittel zählten zu der Hilfslieferung mit zwei Militärmaschinen.
Notrufnummern in weiten Teilen der Schweiz stundenlang ausgefallen
In weiten Teilen der Schweiz ist in der Nacht zu Freitag stundenlang der Notruf ausgefallen. Der Schweizer Telefonanbieter Swisscom teilte am Freitag mit, er habe die Lage mittlerweile "stabilisiert". "Alle Telefondienste, inklusive der Notfallnummern" seien seit 07.53 Uhr wieder vollständig verfügbar.
Fans enttäuscht über Zuschauerverbot bei Olympia
Die Entscheidung für ein Zuschauerverbot bei den Olympischen Spielen in Tokio hat bei japanischen Sportfans Frust und Resignation ausgelöst. Die Regierung habe es vermieden, die Spiele ganz abzusagen, sei nun aber zu einem schlechten Ergebnis gekommen, kritisierte Natsuko Kamioka, die Olympia-Tickets für sich und ihren Sohn gekauft hatte. "Niemand ist glücklich." Untedessen traf die Olympische Flamme in Tokio ein. Japans Olympia-Ministerin Tamayo Marukawa hatte das vollständige Zuschauerverbot an den Wettkampforten in Tokio während der in zwei Wochen beginnenden Olympischen Spiele am Donnerstag bekannt gegeben. Die meisten Wettkämpfe werden in der japanischen Hauptstadt ausgetragen, ein paar finden aber außerhalb statt. Ob dort Zuschauer zugelassen werden, wird in Abstimmung mit den dortigen Behörden entschieden. Leer blieben die Zuschauerränge im Olympischen Stadion in Tokio auch, als Hauptstadt-Gouverneurin Yuriko Koike dort am Freitag die Olympische Flamme entgegennahm. Trotz der Probleme im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen sei die Flamme ein Zeichen der "Hoffnung", sagte Koike. "Ich glaube, dass sie so lange wie möglich warten wollten - aber in diesem Fall hätten sie früher strengere Maßnahmen erlassen müssen", beklagte Kamioka. Auch im Onlinedienst Twitter brach sich der Ärger über die Entscheidung der Regierung Bahn. "Olympia ohne Zuschauer bedeutet Olympia für Aristokraten", schrieb ein Nutzer. Ein anderer kritisierte: "Es gab keine Notwendigkeit, das Nationalstadion umzubauen." Der Umbau des Hauptaustragungsortes der Spiele mit seinen 68.000 Sitzplätzen hatte nach Schätzungen umgerechnet rund 1,1 Milliarden Euro gekostet. Zur Eröffnung der Spiele am 23. Juli werden nun aber nur offizielle Vertreter und Würdenträger zugelassen. Verständnisvoller zeigte sich Kyoko Ishikawa, die in den vergangenen 30 Jahren keine Olympischen Sommerspiele verpasst hat. Sie habe bereits mit der Entscheidung der Regierung gerechnet. "Es ist nicht wirklich überraschend und ich nehme es mir nicht zu Herzen", sagte sie nach Information von Deutsche Tageszeitung in einem aktuellen Interview. Sie hoffe aber darauf, bei den Paralympischen Spielen zuschauen zu können. Diese beginnen am 24. August; ob das Zuschauerverbot in Tokio auch dann noch aufrechterhalten wird, wollen die Behörden nach dem Ende der Olympischen Spiele entscheiden. Kommentatoren in den großen japanischen Zeitungen zeigten sich derweil skeptisch, ob das Zuschauerverbot als Corona-Eindämmungsmaßnahme ausreichen werde. Die Zeitung "Nikkei Shimbun" schrieb, selbst ohne Zuschauer könne sich das Virus während der Olympischen Spiele weiter ausbreiten. So würden auch ohne Zuschauer zehntausende Besucher im Zusammenhang mit den Spielen in Japan erwartet - die Athleten nicht eingerechnet. (A.Stefanowych--DTZ)
Impfpflicht für Gesundheitspersonal in Frankreich
In Frankreich zeichnet sich eine Impfpflicht gegen das Coronavirus für das Gesundheits- und Pflegepersonal ab. Der wissenschaftliche Beirat empfahl der Regierung am Freitag diese und weitere Auflagen. Ziel ist, die Ausbreitung der hoch ansteckenden Delta-Variante zu bremsen. Sie steht laut Gesundheitsminister Olivier Véran inzwischen für rund die Hälfte der Neuinfektionen in Frankreich. Der Corona-Beirat warnte davor, "dass eine vierte Welle im Zusammenhang mit der Delta-Variante schnell kommen könnte", weil das Impfniveau "unzureichend" sei. Zuletzt waren laut Gesundheitsbehörden rund 38 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. Die Regierung will in Kürze ein Gesetz für eine Impfpflicht auf den Weg bringen. Nach der Empfehlung des wissenschaftlichen Beirats könnte sie neben dem Gesundheitspersonal auch für andere Bereiche gelten - bis hin zu allen Dienstleistern, die einem besonderen Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind "oder eine Gefahr für andere darstellen können". Niedrig ist die Impfquote laut dem Beirat mit 40 Prozent unter anderem in der Altenpflege in Frankreich. Aber auch von den über 60-Jährigen oder bestimmten Risikogruppen wie fettleibigen Jugendlichen sei bisher nur rund die Hälfte geimpft. Daneben sprach sich der Beirat für verschärfte Maßnahmen in besonders betroffenen Gebieten aus, auch in der Hauptferienzeit im Juli und August. Unter anderem im Pariser Großraum, an der Côte d’Azur und in der Bretagne nehmen die Corona-Infektionen wieder zu. Seit Mai hatte Frankreich die Corona-Auflagen schrittweise gelockert. In der Nacht zu Samstag sollten erstmals Diskotheken wieder öffnen. Das Tragen einer Maske wird Disco-Besuchern lediglich empfohlen. (P.Vasilyevsky--DTZ)
Nahezu halbe Tonne Kokain in Nordrhein-Westfalen beschlagnahmt
In Nordrhein-Westfalen ermittelt der Zoll nach dem Fund von beinahe einer halben Tonne Kokain im Schwarzmarktwert von annähernd 31 Millionen Euro. Nach Angaben des Essener Zollfahndungsamts vom Freitag entdeckten Mitarbeiter einer Firma im Rheinkreis Neuss beim Entladen eines Frachtcontainers mit Klebstoffen vor einer Woche diverse Sporttaschen mit 451 Kilogramm Kokain. Es handelt um einen der bislang größten Kokainfunde in Land Nordrhein-Westfalen.
Grünes Licht aus Karlsruhe für geplantes EU-Patentgericht
Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat nunmehr grünes Licht für das von der EU geplante Einheitliche Patentgericht gegeben. Mit einem am Freitag veröffentlichten Beschluss wies es zwei Eilanträge gegen das vom Bundestag im November beschlossene Zustimmungsgesetz ab. (Az: 2 BvR 2216/20 und 2 BvR 2217/20)
Französische Schülerin Mila besucht nach Morddrohungen Moschee
Weil die französische Gymnasiastin Mila im Internet drastische Kritik am Islam übte, wurden ihr Mord und Vergewaltigung angedroht - nun ist die 18-Jährige einer Einladung der Pariser Moschee gefolgt. Mila sprach bei dem Rundgang mit Rektor Chems-Eddine Hafiz am Donnerstagabend von einem "versöhnlichen" Symbol. Elf Täter, die sie bedroht hatten, waren am Mittwoch zu Bewährungsstrafen wegen Online-Mobbings und je 1500 Euro Schmerzensgeld verurteilt worden.
53 Parteien können an der Bundestagswahl teilnehmen
An der Bundestagswahl im September können 53 Parteien teilnehmen. Dies teilte Bundeswahlleiter Georg Thiel am Freitag nach den Beratungen des Bundeswahlausschusses mit. Dazu gehören die im Bundestag vertretenen Parteien sowie die Freien Wähler. Hinzu kommen 44 Kleinparteien, die derzeit in keinem Parlament sitzen. Für Aufsehen sorgte die Zulassung der rechtsextremen Partei "Der Dritte Weg".
Bundeswahlausschuss hat über Zulassung kleinerer Parteien zur Wahl entschieden
Der Bundeswahlausschuss hat am Freitag über die Zulassung kleinerer Parteien zur Bundestagswahl entschieden. Von den 87 Organisationen, die eine Teilnahme beantragt hatten, wurde etwa die Hälfte zugelassen. Das Verfahren mussten nur jene Parteien durchlaufen, die weder im Bundestag noch in einem Landesparlament vertreten sind. Für Aufsehen sorgte die Zulassung der rechtsextremen Partei "Der Dritte Weg".
SPD kritisiert Zulassung von rechtsextremem "Dritten Weg" zur Bundestagswahl
Die SPD hat die Zulassung der rechtsextremen Partei "Der dritte Weg" zur Bundestagswahl scharf kritisiert. "Das ist eine Partei, die paramilitärisch organisiert ist und noch weiter rechts steht als die NPD", sagte SPD-Parlamentsgeschäftsführer Carsten Schneider am Freitag in der RTL/ntv-Sendung "Frühstart". Die Partei verfüge über eine "neonazistische und faschistische Ideologie". Der Partei gehe es wahrscheinlich darum, sich durch das Parteifinanzierungssystem festzusetzen und so im politischen Spektrum erkennbar zu machen.
Neuer Berliner U-Bahnhof "Museumsinsel" eröffnet
Auf der neuen U-Bahnlinie 5 durch die historische Mitte Berlins ist am Freitag der Bahnhof "Museumsinsel" eröffnet worden. Mit dem 175. Bahnhof im Berliner U-Bahnnetz ist der Lückenschluss auf der Linie abgeschlossen, wie die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) mitteilten.
Kölner Autobahnpolizisten finden eine Million Euro in Kleintransporter
In einem slowakischen Kleintransporter haben Polizisten auf einer Autobahn bei Köln eine Million Euro entdeckt. Den größten Teil des Bargelds fanden sie in "professionellen Schmugglerverstecken" unter dem Kofferraum und im Bereich der Beifahrertür, wie die Polizei in der nordrhein-westfälischen Stadt am Freitag mitteilte. 200.000 Euro lagerte der aus der Ukraine stammende Fahrer zudem in einer Reisetasche.
Bundesverfassungsgericht erklärt Richter in Asylverfahren für ungeeignet
Ein Richter, der Einwanderung als "Gefahr für die deutsche Kultur und Rechtsordnung sowie menschliches Leben" ansieht, eignet sich nicht als Richter in einem Asylverfahren. Das betonte das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe in einem am Freitag veröffentlichten Beschluss. Es hob damit einen Beschluss auf, mit dem das Verwaltungsgericht Gießen ein Ablehnungsgesuch gegen den Richter abgewiesen hatte. (Az: 2 BvR 890/20)
G20-Finanzminister beraten über Mindeststeuer und Klimakrise
Die Finanzminister der G20-Gruppe wollen bei ihrem Treffen in Venedig am Freitag und Samstag offiziell eine globale Mindeststeuer beschließen. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) zeigte sich im Deutschlandfunk optimistisch, dass ein gemeinsamer offizieller Beschluss zustande kommen wird. Eine Mindeststeuer von 15 Prozent für global agierende Unternehmen führe zu mehr Gerechtigkeit und beende den Steuersenkungswettbewerb der Länder, sagte der Minister.
Scholz erwartet durch globale Mindeststeuer Mehreinnahmen in Milliardenhöhe
Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) erwartet mit der Einführung einer globalen Mindeststeuer Mehreinnahmen in Milliardenhöhe für Deutschland. Eine konkrete Summe nannte er am Freitag im Deutschlandfunk mit Blick auf die noch laufenden Verhandlungen nicht. Scholz kommt am Freitag und Samstag mit den anderen Finanzministern der G20-Staaten in Venedig zusammen. Er zeigte sich optimistisch, dass die Länder das Vorhaben offiziell beschließen und dass es auch in der EU zu einer Einigung kommen wird.