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14 Afghanen nach Evakuierung durch italienische Soldaten in Bayern aufgegriffen
Wenige Tage nach ihrer Evakuierung aus Kabul durch italienische Soldaten haben Bundespolizisten in Bayern 14 Afghanen aufgegriffen. Sie seien am Wochenende bei Kontrollen von Fahrzeugen auf der Autobahn 93 an der Grenze zu Österreich bei der illegalen Einreise ins Bundesgebiet erwischt worden, wie die Bundespolizei am Montag in Rosenheim mitteilte. Zehn Afghanen reisten demnach in einem Reisebus ein, eine vierkörpfige Familie fuhr in einem Auto mit.
Bundesregierung unterstützt Entwicklung von Medikamenten gegen das Coronavirus
Die Bundesregierung unterstützt die Entwicklung von Medikamenten gegen das Coronavirus: Konkret sollen sechs Vorhaben gefördert werden, wie Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und Gesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU) am Montag in Berlin sagten. Die Gesamtfördersumme beläuft sich auf 150 Millionen Euro.
Inzidenz unter Ungeimpften in Hessen um Vielfaches höher als unter Geimpften
Das Bundesland Hessen und die Stadt Stuttgart haben am Montag erstmals die Sieben-Tage-Inzidenz bei Corona-Fällen getrennt nach Geimpften und Ungeimpften ausgewiesen. Die Unterschiede zwischen diesen beiden Gruppen sind groß: In Hessen liegt die Inzidenz unter Menschen ab zwölf Jahren ohne vollständigen Impfschutz aktuell bei 272,3 - unter den vollständig Geimpften bei 9,7, wie aus dem täglichen Bulletin der Landesregierung hervorging.
Palästinensischen Häftlingen gelingt Flucht aus israelischem Hochsicherheitsgefängnis
Sechs palästinensischen Häftlingen ist ein spektakulärer Ausbruch aus einem israelischen Hochsicherheitsgefängnis gelungen. Die Inhaftierten, darunter ein prominenter Ex-Anführer einer militanten Organisation, flüchteten nach Angaben der israelischen Gefängnisbehörde am frühen Montagmorgen durch einen Tunnel. Die radikalislamische Hamas im Gazastreifen feierte den Gefängnisausbruch als "heroischen Akt". Israels Regierungschef Naftali Bennett bezeichnete das Geschehen als "sehr ernsten" Zwischenfall.
Sechs Palästinenser aus israelischem Hochsicherheitsgefängnis ausgebrochen
Sechs palästinensische Häftlinge, darunter ein prominenter früherer Anführer, sind durch einen Tunnel aus einem israelischen Hochsicherheitsgefängnis ausgebrochen. Nach Angaben der israelischen Gefängnisverwaltung alarmierten Anwohner am frühen Montagmorgen die Behörden, nachdem sie "verdächtige Personen" nahe der Gilboa-Haftanstalt im Norden des Landes beobachtet hatten. Die islamistische Hamas-Organisation feierte den Gefängnisausbruch als "heroischen Akt", Israels Regierungschef Naftali Bennett sprach von einem "sehr ernsten" Zwischenfall.
Quarantäne in den Schulen soll nur noch für fünf Tage gelten
Die Corona-Quarantäne in Schulen soll künftig nur noch für fünf Tage gelten - und auch nicht mehr für ganze Klassen. Dies hat die Gesundheitsministerkonferenz am Montag beschlossen, wie deren Vorsitzender Klaus Holetschek (CSU) mitteilte. Die Runde folgte damit einem Vorschlag von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Bislang wird die Schulquarantäne bei auftretenden Corona-Fällen unterschiedlich gehandhabt - mit teilweise strengeren Regeln.
Spahn schlägt Fünf-Tage-Quarantäne an Schulen vor
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat vor den Beratungen mit seinen Länderkollegen zu den Quarantäneregeln an den Schulen erneut für Einheitlichkeit geworben. Spahn schlug am Montag in Berlin eine Quarantäne von fünf Tagen vor, nach denen ein Freitesten möglich sein soll. Zudem solle die Regelung nur für die umsitzenden Schüler gelten, nicht für die gesamte Klasse.
Bundesregierung macht Hilfen von Zugeständnissen der Taliban abhängig
Die Bundesregierung hat ihre Bereitschaft zur humanitären Hilfe für Menschen in Afghanistan bekräftigt - für eine Wiederaufnahme der Entwicklungszusammenarbeit stellt sie aber konkrete Bedingung an die herrschenden Taliban. Die neuen Machthaber müssten die Frauen- und Menschenrechte achten, sie müssten eine inklusive Regierung bilden und zudem verhindern, dass das Land "zu einem neuen Hort des Terrorismus" werde, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts am Montag in Berlin.
Cyber-Angriffe vor Bundestagswahl: Berlin richtete schwere Vorwürfe an Russland
Die Bundesregierung hat sich in scharfem Ton gegen russische Beeinflussungsversuche vor der Bundestagswahl verwahrt. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amts forderte am Montag eine sofortige Einstellung der Cyber-Kampagnen und drohte der russischen Regierung mit Konsequenzen, sollte sie der Forderung nicht nachkommen. "Die Bundesregierung betrachtet dieses inakzeptable Vorgehen als Gefahr für die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland und für den demokratischen Willensbildungsprozess und als schwere Belastung für die bilateralen Beziehungen", sagte sie.
Linke wirbt mit Wahl-Sofortprogramm für Koalition mit SPD und Grünen
Die Linke wirbt mit einem Sofortprogramm zur Bundestagswahl für eine Koalition mit SPD und Grünen. Die Partei stehe für einen "Politikwechsel", den es in Bündnissen mit Union und FDP nicht geben werde, sagte Spitzenkandidatin Janine Wissler am Montag. Zum Angebot der Linken gehörten insbesondere eine sofortige Anhebung des Mindestlohns auf 13 Euro und ein bundesweiter Mietendeckel. Forderungen nach einem Bekenntnis zur Nato lehnte Ko-Kandidat Dietmar Bartsch als "abstrus" ab.
Washingtons erster Politiker in Haft fordert mehr politische Teilnahme für Gefangene
Washingtons einziger Politiker in Haft, der 45-jährige Joel Caston, hat eine größere Beteiligung Strafgefangener in der Politik gefordert. "Wenn man uns eine Chance gibt, können wir am politischen Prozess teilnehmen", sagte Caston der Nachrichtenagentur AFP. Inhaftierte könnten "eine Bereicherung und nicht eine Belastung für unsere Gemeinschaft sein". Caston ist der erste Inhaftierte, der in Washington in ein politisches Amt gewählt wurde.
Gesundheitsministerium bringt Ende kostenloser Corona-Schnelltests auf den Weg
Das Bundesgesundheitsministerium hat die weitgehende Abschaffung kostenloser Corona-Schnelltests ab dem kommenden Monat auf den Weg gebracht. In einem Referentenentwurf zur Neufassung der Testverordnung sind nach AFP-Informationen vom Montag nur noch wenige Ausnahmen nach dem Wegfall der bisherigen Regelung ab dem 11. Oktober vorgesehen. Für 12- bis 17-Jährige soll es demnach eine Übergangsphase bis Ende November geben, bevor auch bei ihnen Schnelltests bezahlt werden müssen.
Bericht: Bundesregierung konkretisiert Ende der kostenlosen Corona-Tests
Das Vorhaben der Bundesregierung, die kostenlosen Corona-Schnelltests weitgehend abzuschaffen, konkretisiert sich. Ein Referentenentwurf für die neue Testverordnung aus dem Bundesgesundheitsministerium sehe vor, dass sich grundsätzlich nur noch diejenigen kostenlos testen lassen dürfen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht gegen das Coronavirus geimpft werden könnten, berichtete das Magazin "Business Insider" am Montag. Auch für Geimpfte solle es keine kostenlosen Schnelltests mehr geben.
Gewerkschaft: Deutschland vergibt Chancen bei eingewanderten Lehrkräften
Deutschland verschenkt angesichts des Mangels an Lehrkräften Chancen bei der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse. Zu diesem Schluss kommt die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mit Sitz in Frankfurt am Main in einer am Montag vorgestellten Untersuchung. Demnach könnten jedes Jahr hunderte zusätzliche Lehrkräfte mit Migrationshintergrund an deutschen Schulen tätig werden, wenn das Verfahren verbessert würde.
Keine Autos und höhere Steuern mit SPD und Grünen?
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat angesichts der schwachen Umfrageergebnisse für die Union vor einer verpassten Regierungsbeteiligung gewarnt. Nach Information von Deutsche Tageszeitung sagte der Parteichef, zwar sei eine Trendwende noch möglich, "es ist aber in der Tat sehr ernst, und es wird knapp". Sollten CDU und CSU nicht in der Regierung sein, "kommen schwerste Zeiten auf die Partei zu". Ziel müsse es sein, stärkste Fraktion im Bundestag zu werden, um einen Linksrutsch durch eine rot-grün-rote Regierung zu verhindern, forderte er. Die Union müsse "noch deutlicher machen", dass es "nur zwei" Möglichkeiten gebe: "Entweder einen Linksrutsch mit der Linkspartei oder mit einer Ampel". Denn auch die Ampel - ein Bündnis aus SPD und Grünen mit der FDP - sei ein "verdünnter Linksrutsch", da die Liberalen kleinste Partei wären. "Die Alternative ist dagegen ein Bündnis unter bürgerlicher Führung." Am Ende von Rot-Grün sei Deutschland schon einmal mit fünf Millionen Arbeitslosen fast bankrott gewesen. "Ein Linksrutsch führt immer in die Arbeitslosigkeit und Verschuldung", sagte Söder nach Information von Deutsche Tageszeitung, in einem aktuellen Interview". Laut aktuellen Umfragen verliert die Union immer weiter an Anschluss zur SPD. Der "Sonntagstrend" des Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag von "Bild am Sonntag" sah die Sozialdemokraten bei 25 Prozent. Das war ein Punkt mehr als in der Vorwoche. Die Union verlor hingegen einen Punkt und lag bei 20 Prozent. Der Vorsprung der SPD war somit so groß wie nie seit Beginn der "Sonntagstrend"-Umfragen 2010. Die Grünen verloren einen Punkt und lagen bei 16 Prozent. Die AfD legte um einen Punkt auf zwölf Prozent zu. Die FDP blieb bei 13 Prozent, die Linke kam auf sieben Prozent. Für den "Sonntagstrend" befragte Insa im Zeitraum vom vergangenen Montag bis Freitag 1427 Menschen. Für mögliche Koalitionsverhandlungen nach der Bundestagswahl Ende September formulierte Söder in dem Interview eine rote Linie: Für die CSU sei es "essenziell", dass es einen Ausgleich für einen steigenden CO2-Preis gebe. "Wir brauchen dazu eine deutliche Erhöhung der Pendlerpauschale, um den ländlichen Raum nicht zu benachteiligen". Erhöhe sich der Benzinpreis um zehn Cent, müsse die Pendlerpauschale um einen Cent erhöht werden. "Das ist eine Koalitionsforderung der CSU, von der wir nicht abrücken werden", bekräftigte Söder. "Unabhängig davon lehnen wir auch Tempolimit und Flugverbote ab". Nach Andsicht von Journalisten hofft die SPD nach der Bundestagswahl am 26. September auf eine rot-rot- grüne Koalition mit den Grünen und der Partei Die Linke, was einen totalern Linksruck von Deutschland bedeuten wird, mt ungeahnten Auswirkungen für die Bürger in Deutschland und vor allem die deutsche Wirtschaft! (V.Sørensen--DTZ)
Linke werben offensiv für Koalition mit SPD und Grünen
Drei Wochen vor der Bundestagswahl haben die Linken offensiv für eine Koalition mit SPD und Grünen geworben. "Das Fenster ist so weit geöffnet wie noch nie. Wann, wenn nicht jetzt?", sagte die Linken-Vorsitzende Susanne Hennig-Wellsow der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz stellte hingegen erneut grundsätzliche Überlegungen für Koalitionspartner auf, denen die Linken derzeit nicht entsprechen. CSU-Chef Markus Söder warnte die Union vor der drohenden Opposition. Jüngsten Umfragen zufolge sind mehrere Koalitionen nach der Bundestagswahl möglich. Eine Insa-Umfrage der "Bild am Sonntag" bestätigte den auch von anderen Instituten gemessenen Trend, wonach die SPD die höchste Zustimmung in den Umfragen genießt. Bei Insa konnte die SPD auf 25 Prozent zulegen, während CDU/CSU auf 20 Prozent verloren. Die Grünen liegen dort bei 16 Prozent, gefolgt von der FDP mit 13 Prozent, der AfD mit zwölf Prozent und der Linken mit sieben Prozent. Henning-Wellsow sagte der "FAS" mit Blick auf ein damit rechnerisch mögliches rot-rot-grünes Bündnis, es sei "das erste Mal in der Geschichte der Partei", dass sich die Linke so ernsthaft auf Sondierungsgespräche vorbereite. Nach Informationen der Zeitung suche die Linke bereits Verhandlungsführer für Koalitionsverhandlungen mit SPD und Grünen. Linken-Fraktionschefin Amira Mohamed Ali steht nach eigenen Angaben zudem im engen Kontakt mit SPD-Bundestagsabgeordneten. "Soweit ich weiß, ist ein relevanter Teil der SPD-Fraktion sehr offen Rot-Grün-Rot", sagte sie der Zeitung. Allerdings hatte die SPD-Spitze zuletzt Distanz zu einer solchen Koalition gezeigt, ohne sie ganz auszuschließen. Kanzlerkandidat Olaf Scholz erneuerte im Berliner "Tagesspiegel" seine Kritik an der Weigerung der Linken, im Bundestag dem Evakuierungseinsatz der Bundeswehr in Kabul zuzustimmen. "Die Ablehnung der Bundeswehr-Rettungsentscheidung durch die Partei Die Linke war schlimm," sagte Scholz. Außerdem erfülle die Linke nicht seine Anforderungen an ein Regierungsbündnis wie ein klares Bekenntnis zur Nato, zu solidem Haushalten und zur transatlantischen Partnerschaft. "Diese Anforderungen sind unverhandelbar." Er werde da nicht wackeln. "Wer SPD wählt, um mich als Kanzler zu bekommen, kann sich darauf verlassen, dass das gilt." SPD-Chefin Saskia Esken sagte den Scholz-Äußerungen entsprechend der "Welt am Sonntag", "Bedingung für ein Regierungsbündnis mit der SPD ist, dass Koalitionspartner eine solide Haushaltspolitik mitverfolgen und klar zur Nato und zu einer starken, souveränen EU stehen. Das ist nicht verhandelbar." Scholz setzt vor allem auf ein Bündnis mit den Grünen. "Ich möchte gerne mit den Grünen zusammen regieren", sagte der Vizekanzler dem "Tagesspiegel". "Ich habe in verschiedenen Regierungen schon mit den Grünen zusammengearbeitet, im Bund wie in Hamburg." Den Umfragen zufolge wären SPD und Grüne aber auf einen dritten Koalitionspartner angewiesen - dafür käme außer der Linken auch die FDP in Frage. CSU-Chef Söder sagte in der "Welt am Sonntag", angesichts der schlechten Umfragewerte sei es "sehr ernst" für die Union. Sollten CDU und CSU nicht in der Regierung sein, "kommen schwerste Zeiten auf die Partei zu". Die Union müsse "noch deutlicher machen", dass es "nur zwei" Möglichkeiten gebe: "Entweder einen Linksrutsch mit der Linkspartei oder mit einer Ampel." Denn auch die Ampel sei ein "verdünnter Linksrutsch", da die Liberalen kleinste Partei wären. Die FDP forderte von Scholz und der Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock, dass sie ein "Linksbündnis glasklar ausschließen". Der Vizechef der FDP-Bundestagsfraktion, Michael Theurer, erklärte, wer wie die Linke die Nato auflösen und Deutschland aus dem Militärbündnis verabschieden möchte, "darf nicht über die Zukunft des Landes entscheiden". (S.A.Dudajev--DTZ)
SPD-Kanzlerkandidat Scholz von Frankreichs Präsident Macron empfangen
SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz ist am Montag mit Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron in Paris zusammengetroffen. Bei dem Gespräch im Elysée-Palast soll es unter anderem um den von Scholz vorgeschlagenen internationalen Klimaclub und die Corona-Krise gehen. Das Treffen gilt aber auch als Kennenlern-Termin mit Blick auf den anstehenden Wechsel im Kanzleramt in Berlin. Scholz liegt in den Umfragen zur Bundestagswahl Ende September derzeit vorne.
Hohe Haftstrafe für Symbolfigur der belarussischen Protestbewegung
Eine der wichtigsten Symbolfiguren der Protestbewegung in Belarus ist zu elf Jahren Haft verurteilt worden: Die prominente Regierungskritikerin Maria Kolesnikowa wurde am Montag zusammen mit Oppositionsanwalt Maxim Snak schuldig gesprochen, der für zehn Jahre ins Gefängnis muss, wie ein Oppositionsmedium mitteilte. International sorgte das Urteil für Empörung: Mehrere westliche Staaten forderten die Freilassung der Verurteilten.
Symbolfigur der Opposition in Belarus zu elf Jahren Haft verurteilt
In Belarus ist eine der wichtigsten Symbolfiguren der Protestbewegung zu elf Jahren Haft verurteilt worden: Die prominente Regierungskritikerin Maria Kolesnikowa wurde am Montag zusammen mit Oppositionsanwalt Maxim Snak schuldig gesprochen, der für zehn Jahre ins Gefängnis muss, wie ein Oppositionsmedium mitteilte. Die Bundesregierung verurteilte den Richterspruch als Sinnbild für die Unterdrückung der Opposition in Belarus.
Belarussische Oppositionelle Kolesnikowa zu elf Jahren Haft verurteilt
Nach den Massenprotesten im vergangenen Jahr ist in Belarus die prominente Oppositionspolitikerin Maria Kolesnikowa zu elf Jahren Haft verurteilt worden. Ihr ehemaliger Anwalt Maxim Snak muss ebenfalls lange ins Gefängnis, er bekam eine zehnjährige Haftstrafe, wie ein Oppositionsmedium am Montag mitteilte. Beiden war wegen der Massenproteste gegen den autoritär regierenden Präsidenten Alexander Lukaschenko eine "Verschwörung zur Machtergreifung" sowie der "Aufruf zu Aktionen gegen die nationale Sicherheit" vorgeworfen worden.
Rundumschlag von CSU-Chef Söder gegen SPD, Grüne, Linke und FDP
Mit einem Rundumschlag gegen die politische Konkurrenz hat CSU-Chef Markus Söder auf die schlechten Umfragewerte der Union reagiert. Beim politischen Gillamoos-Frühschoppen im bayerischen Abensberg sagte Söder am Montag, ein Bündnis aus SPD, Grünen und Linken stünde für höhere Steuern, Bürokratie und Enteignungen. "Für unser Land ist links immer falsch und noch mehr links total falsch."
Bundeswahlleiter empfiehlt frühzeitigen Antrag auf Briefwahl
Bundeswahlleiter Georg Thiel empfiehlt Menschen, die bei der Bundestagswahl ihre Stimme per Brief abgeben wollen, den entsprechenden Antrag möglichst bald zu verschicken. Der Antrag solle "so schnell wie möglich" gestellt werden, damit die erforderlichen Unterlagen rechtzeitig eintreffen, erklärte er am Montag. Grundsätzlich ist die Beantragung noch bis zum 24. September um 18.00 Uhr möglich; in Ausnahmefällen auch noch am Wahltag, dem 26. September, bis 15.00 Uhr.
Iran verurteilt Angriff der Taliban im Pandschir-Tal "scharf"
Der Iran hat die Offensive der radikalislamischen Taliban im afghanischen Pandschir-Tal "scharf" verurteilt. "Die Nachrichten aus Pandschir sind wirklich beunruhigend", sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Said Chatibsadeh, am Montag in Teheran. Die Islamisten hatten kurz zuvor erklärt, die letzte Bastion des Widerstands in Afghanistan "vollständig erobert" zu haben.
Menschenrechtler zeigen deutsche Firmen wegen möglicher Zwangsarbeit in China an
Die Menschenrechtsorganisation European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) hat beim Generalbundesanwalt in Karlsruhe Strafanzeige gegen mehrere deutsche Textilmarken und Händler gestellt. Unter anderem Hugo Boss und Lidl profitierten direkt oder indirekt von Zwangsarbeit von Uiguren in der chinesischen Region Xinjiang, warf ihnen die Organisation am Montag in Berlin vor. Damit könnten die Unternehmen in Verbrechen gegen die Menschlichkeit involviert sein.
Landkreise warnen vor Belastungen durch Anspruch auf Ganztagsbetreuung
Vor den Beratungen von Bund und Ländern zum Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in der Grundschule haben die deutschen Landkreise vor einer stärkeren finanziellen Belastung gewarnt. "Bislang ist die Kostenfrage zwischen den Beteiligten wie eine heiße Kartoffel hin- und hergeschoben worden", sagte Landkreistag-Präsident Reinhard Sager den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Montag. "Am Ende sind es aber die Landkreise und Städte, die auf den Ausgaben sitzenzubleiben drohen."
Kanzleramtsminister Braun für einheitliche Corona-Regeln in Schulen
Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) hat sich für einheitliche Quarantäne-Regeln in den Schulen ausgesprochen. Die Regelung solle sich eng an dem Beschluss der Ministerpräsidenten orientieren, der eine fünftägige Quarantäne "plus dann Freitestmöglichkeit" vorsehe, sagte Braun am Montag im ZDF-"Morgenmagazin". "Ich glaube, dass wir auch so am besten die Ausbreitung in den Schulen verhindern können."
Taliban melden vollständige Kontrolle über Afghanistan
Die letzte Bastion des Widerstands in Afghanistan ist offenbar in der Hand der islamistischen Taliban: Die neuen Machthaber am Hindukusch erklärten das Pandschir-Tal am Montagmorgen für "vollständig erobert". Die gegen die Taliban kämpfende Nationale Widerstandsfront (NRF) kündigte derweil an, ihren Kampf fortzusetzen und rief zum "nationalen Widerstand" gegen die Taliban auf.
Taliban nehmen Pandschir-Tal "vollständig" ein
Die radikalislamischen Taliban haben nach eigenen Angaben die letzte Bastion des Widerstands in Afghanistan eingenommen. Das Pandschir-Tal sei "vollständig erobert", erklärte der Taliban-Sprecher Sabihullah Mudschahid am Montag. "Mit diesem Sieg ist unser Land vollständig aus dem Sumpf des Krieges befreit." Kurz zuvor hatten die Widerstandskämpfer noch einen Waffenstillstand vorgeschlagen.
Taliban würden sich über Besuch Merkels in Afghanistan freuen
Die radikalislamischen Taliban würden sich nach den Angaben eines Sprechers über einen Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Afghanistan freuen. "Angela Merkel würde besonders herzlich aufgenommen werden", sagte der Taliban-Sprecher Sabihullah Mudschahid am Sonntag bei "Bild Live". Er sagte weiter: "Wir würden uns wirklich sehr über sie freuen".
Widerstandskämpfer im Pandschir-Tal schlagen Waffenstillstand mit Taliban vor
Die Widerstandskämpfer im Pandschir-Tal in Afghanistan haben nach schweren Gefechten mit den Taliban in den vergangenen Tagen einen Waffenstillstand vorgeschlagen. In der Nacht zum Montag erklärte die Nationale Widerstandsfront (NRF), sie schlage vor, dass die Taliban ihre "Militäroperationen im Pandschir-Tal stoppen" und sich zurückziehen sollten. "Im Gegenzug werden wir unsere Kräfte anweisen, von Militäraktionen abzusehen". Unterdessen machten die Taliban laut UN-Angaben Sicherheitsgarantien für humanitäre Helfer.
Deutscher Botschafter in China nach wenigen Tagen im Amt überraschend gestorben
Deutschlands Botschafter in China, Jan Hecker, ist im Alter von 54 Jahren nach nur wenigen Tagen im Amt überraschend gestorben. Der Tod des Diplomaten stehe "in keinerlei Zusammenhang" mit seiner politischen Funktion, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts am Montag ohne Angaben zu den genauen Todesumständen zu machen. Hecker war zuvor lange außenpolitischer Berater und damit ein enger Vertrauter von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). "Der Tod Jan Heckers erschüttert mich zutiefst", teilte Merkel in ungewohnt persönlichen Worten mit.
Deutscher Botschafter in China nach wenigen Tagen im Amt gestorben
Der deutsche Botschafter in China und Merkel-Vertraute, Jan Hecker, ist nach nur wenigen Tagen im Amt gestorben. "Mit tiefer Trauer und Bestürzung haben wir von dem plötzlichen Tod des deutschen Botschafters in China erfahren", teilte das Auswärtige Amt am Montagmorgen mit. "Unsere Gedanken sind in diesem Moment bei seiner Familie und den Menschen, die ihm nahestanden." Zu den genauen Todesumständen des 54-Jährigen wollte das Auswärtige Amt keine Auskunft geben.