Chinas gefährliche Schieflage
Russlands Energie am Limit
Neoms teurer Wüstentraum
Schwedens stille Wende
In der Türkei festgenommener Deutsche-Welle-Journalist Uludag vorerst freigelassen
Ryanair bietet wegen Flugsteuer weniger Flüge aus Belgien an
Mit Balkongitter: Von Diebstahl betroffene Apollo-Galerie im Louvre wieder geöffnet
Ausfall bis Ende September: Torhüter Seimen fehlt Stuttgart
Politik
Gedenken an rechtsextremen Anschlag an OEZ: Steinemier fordert in München Konsequenzen
In München ist am Mittwoch an die neun Todesopfer des rechtsextremistisch motivierten Anschlags am Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) vor zehn Jahren erinnert worden. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier rief bei der Gedenkveranstaltung dazu auf, Konsequenzen aus solchen Taten zu ziehen und deren "harten ideologischen Kern" nicht zu übersehen. Staat und Gesellschaft dürften zu den Ursachen solcher Attentate nicht schweigen.
Politik
Furcht vor Eskalation im Iran-Krieg wächst - Trump droht mit Angriffen auf Brücken und Kraftwerke
Nach neuen US-Angriffen im Iran und Gegenangriffen Teherans wächst die Angst vor einer weiteren Eskalation in dem Krieg. US-Präsident Donald Trump drohte am Mittwoch mit Angriffen auf Brücken und Kraftwerke im Iran und zwar jedes Mal, wenn der Iran Schiffe in der Straße von Hormus attackiert. Zuvor hatte die US-Armee die elfte Nacht in Folge Ziele im Iran angegriffen - darunter offenbar auch erstmals wieder die Hauptstadt Teheran. Der Iran reagierte mit Gegenangriffen. Der Ölpreis stieg in der Folge stark an. Vermittler Pakistan warnte davor, Saudi-Arabien in den Krieg hineinzuziehen.
Letzte Nachrichten
Öffentliche Schulden durch Corona-Pandemie erheblich gestiegen
Die öffentlichen Schulden sind auch als Folge der Corona-Pandemie deutlich gestiegen. Bund, Länder, Gemeinden und die Sozialversicherung waren zum Ende des dritten Quartals mit 2284,2 Milliarden Euro verschuldet, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mit. Dies entspreche einer Pro-Kopf-Verschuldung von 27.477 Euro.
Studie: DIW warnt vor "spekulativen Übertreibungen" auf dem Immobilienmarkt
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) warnt angesichts der immer weiter steigenden Immobilienpreise vor "spekulativen Übertreibungen", insbesondere in Großstädten. "Die Zeichen mehren sich, dass die Wohnungspreise in einigen Städten und Marktsegmenten nicht mehr allein durch die Entwicklung der Mieten und die niedrigen Zinsen zu erklären sind", erklärte der DIW-Immobilienexperte Konstantin Kholodilin am Mittwoch. In den nächsten Jahren könne es also "zum Platzen von Immobilienpreisblasen" kommen.
Häuserpreise steigen weiter rasant an
Die Preise für Wohnimmobilien steigen weiter rasant an: Im dritten Quartal dieses Jahres legten die Häuserpreise im Schnitt um zwölf Prozent verglichen mit dem Vorjahreszeitraum zu, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Das sei zum zweiten Mal in Folge der größte Anstieg seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2000.
Bundesregierung will Werbeverbot für Abtreibung schnell abschaffen
Die Ampel-Koalition will die Abschaffung des so genannten Werbeverbots für Abtreibung schnell auf den Weg bringen. Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) kündigte in den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Mittwoch bereits für Januar einen Gesetzentwurf an. Paragraf 219a des Strafgesetzbuches bedeute für Ärztinnen und Ärzte "ein strafrechtliches Risiko, wenn sie beispielsweise auf ihrer Homepage oder sonst im Internet sachliche Informationen über Schwangerschaftsabbrüche bereitstellen", sagte er. Dies sei "absurd".
Buschmann und Spiegel wollen Werbeverbot für Abtreibung schnell abschaffen
Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) und Familienministerin Anne Spiegel (Grüne) wollen die Abschaffung des Werbeverbots für Abtreibung schnell auf den Weg bringen. Buschmann kündigte gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Mittwoch bereits für Januar einen Gesetzentwurf an. Paragraf 219a des Strafgesetzbuches bedeute für Ärztinnen und Ärzte "ein strafrechtliches Risiko, wenn sie beispielsweise auf ihrer Homepage oder sonst im Internet sachliche Informationen über Schwangerschaftsabbrüche bereitstellen", sagte er. Das halte er für "absurd".
Brinkhaus kritisiert Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern als unzureichend
Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) hat die Corona-Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz als unzureichend kritisiert. Was bei dem Bund-Länder-Treffen am Dienstag vereinbart worden sei, sei "zu wenig" und komme "zu spät", sagte Brinkhaus am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin". Für ihn sei es "unverständlich, dass man erst nach Weihnachten mit den Maßnahmen anfängt".
Wissing kritisiert Distanzierung mehrere Länder von Corona-Beschlüssen
Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) hat Unverständnis dafür geäußert, dass sich mehrere Bundesländer von den Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz zur Corona-Politik distanziert haben. "Ich halte wenig davon, dass man in einer Konferenz etwas vereinbart und hinterher erklärt, dass man damit unzufrieden ist", sagte der FDP-Politiker am Mittwoch im "Morgenmagazin" der ARD. Er könne darüber "nur den Kopf schütteln".
Ifo-Umfrage: Lieferprobleme im Einzelhandel haben sich nochmals verschärft
Die Lieferprobleme im Einzelhandel haben sich laut einer Umfrage des Ifo-Instituts nochmals deutlich verschärft. Vier von fünf Einzelhändlern (81,6 Prozent) klagten im Dezember, dass nicht alle bestellten Waren geliefert werden können, wie das Ifo am Mittwoch mitteilte. Im November waren es 77,8 Prozent gewesen.
Zahl der Toten bei Überschwemmungen in Malaysia auf 27 gestiegen
Nach den schweren Überschwemmungen in Malaysia ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 27 angestiegen. 20 Leichen seien im Bundesstaat Selangor geborgen worden, der die Hauptstadt Kuala Lumpur umgibt, berichtete die Nachrichtenagentur Bernama am Mittwoch. Sieben weitere Menschen kamen demnach im östlichen Bundesstaat Pahang ums Leben. Da weiterhin Menschen vermisst werden, könnte die Opferzahl noch steigen.
Flick spricht über Titel-Traum: "Wollen Weltmeister werden"
Offen wie nie hat Bundestrainer Hansi Flick über seinen Titel-Traum bei der Winter-WM in einem Jahr in Katar gesprochen. "Mit dem Mindestziel Halbfinale habe ich kein Problem, ich sage aber auch ganz klar: Wir wollen ins Finale kommen. Und wir wollen Weltmeister werden", sagte der 56-Jährige im Interview mit der Sport-Bild.
Schumacher befördert: 2022 neuer Ferrari-Ersatzfahrer
Mick Schumacher erhält in der Formel 1 eine neue Aufgabe. Der 22-Jährige wird in der kommenden Saison neben seiner Rolle als Stammpilot beim Haas-Team auch als Ersatzfahrer für Ferrari zur Verfügung stehen. Die Vereinbarung gilt für elf der 23 Rennen in der Saison 2022.
Sportbund Rheinland sorgt sich um Vereine im Hochwassergebiet: "Werden ausbluten"
Geschäftsführer Martin Weinitschke vom Sportbund Rheinland macht sich große Sorgen um die Zukunft der Vereine im Hochwassergebiet Ahrtal. "Die Zeit spielt gegen uns", sagte Weinitschke dem Sport-Informations-Dienst: "Wenn es noch sehr lange mit einer Perspektive für die Sportstätten dauert, dann werden die Vereine ausbluten. Das wird nicht mehr lange gehen. Da muss jetzt was passieren."
Becker: Federer und Nadal müssen sich "ernsthaft Gedanken machen"
Deutschlands Tennis-Ikone Boris Becker sieht einer Rückkehr der verletzungsgeplagten Superstars Roger Federer und Rafael Nadal auf die Tour nicht allzu hoffnungsvoll entgegen. "Ich glaube, die beiden Großen des Tennissports müssen sich jetzt ernsthaft Gedanken machen, wie lange man sie Spieler nennen darf", sagte Becker im Eurosport-Podcast "Das Gelbe vom Ball", betonte aber: "Bei Rafa wird es ein Tick einfacher sein als bei Roger."
Biathlon-Weltmeister Schempp wünscht sich Winterspiele "an anderen Orten"
Der viermalige Biathlon-Weltmeister Simon Schempp kann sich mit dem Gedanken an Olympische Winterspiele in Peking (4. bis 20. Februar 2022) nach wie vor nicht anfreunden. "Ich würde mir schon wünschen, dass es an anderen Orten stattfindet", sagte der vor knapp einem Jahr zurückgetretene Schempp im Gespräch mit Spox: "Dort, wo der Wintersport zu Hause ist, wo die Leute die Faszination für den Wintersport leben, wo es - abgesehen von Corona - volle Stadien gibt."
Dutzende Tote nach Erdrutsch in Jade-Mine in Myanmar befürchtet
Nach einem Erdrutsch in einer Jade-Mine im Norden Myanmars werden dutzende Tote befürchtet. "Etwa 70 bis 100 Menschen werden nach einem Erdrutsch vermisst, der sich gegen vier Uhr morgens in der Hpakant-Mine im Bundesstaat Kachin ereignete", sagte ein Vertreter der Rettungskräfte der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch. Demnach haben die Einsatzkräfte 25 Verletzte ins Krankenhaus gebracht und einen Toten gefunden.
Bundesbildungsministerin will Bafög zügig ausweiten
Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) hat eine zügige Reform des Bafög angekündigt. Die Ausbildungsförderung solle flexibler werden und besser zur Realität der Studierenden passen, sagte die FDP-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochsausgaben). "Die Förderzeiten werden länger, Wechsel des Studienfachs sollen leichter möglich sein, die Altersgrenzen werden angehoben", sagte die Ministerin. Zudem sollen die Fördersätze erhöht und die Freibeträge angehoben werden, damit mehr Studierende Anspruch auf Bafög haben.
Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 289,0
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist erneut gesunken. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwochmorgen lag der Wert bei 289,0. Am Vortag hatte er noch bei 306,4 gelegen, vor einer Woche bei 353,0. Wie das RKI unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter weiter mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 45.659 Neuinfektionen verzeichnet.
Start von Weltraumteleskop James Webb verzögert sich wegen schlechten Wetters
Der Start des neuen Weltraumteleskops James Webb verzögert sich erneut. Wegen "ungünstiger Wetterbedingungen" am Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana wurde der voraussichtliche Termin von Heiligabend auf den ersten Weihnachtsfeiertag zwischen 13.20 und 13.52 Uhr deutscher Zeit verlegt, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa am Dienstag mitteilte. Der Termin am 25. Dezember werde nach einer weiteren Wettervorhersage am Mittwochabend bestätigt, teilte die Nasa weiter mit.
Lauterbach verteidigt neue Corona-Beschlüsse gegen Kritik
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat die Corona-Beschlüsse der Bund-Länder-Runde verteidigt. Im Interview mit den ARD-"Tagesthemen" sagte er am Dienstagabend: "Was wir heute beschlossen haben, zeigt schnell Wirkung." Er schließe allerdings nicht aus, "dass auch ein harter Lockdown diskutiert werden muss, sollten die Fallzahlen sich so entwickeln". Es gebe keine rote Linie, nur "zum jetzigen Zeitpunkt sind wir da nicht".
Nato-Krisenkräfte wegen Ukraine in erhöhte Einsatzbereitschaft versetzt
Angesichts der russischen Truppenbewegung an der Grenze zur Ukraine hat die Nato offenbar mit einer ersten konkreten militärischen Maßnahme reagiert. Die Einsatzbereitschaft der schnellen Eingreiftruppe sei erhöht worden, berichtete die "Welt" (Mittwochsausgabe) unter Berufung auf informierte Nato-Diplomaten. Das Militärbündnis wollte dies weder bestätigen noch dementieren. Russland kündigte derweil erste Gespräche mit den USA und der Nato für Januar an.
Bericht: Nato-Krisenkräfte wegen Ukraine in erhöhte Einsatzbereitschaft versetzt
Angesichts der russischen Truppenbewegung an der Grenze zur Ukraine hat die Nato laut eines Medienberichts mit einer ersten konkreten militärischen Maßnahme reagiert. Die Einsatzbereitschaft der schnellen Eingreiftruppe sei erhöht worden, berichtet die "Welt" (Mittwochsausgabe) unter Berufung auf informierte Nato-Diplomaten. Demnach müssen die als sogenannte Nato-Speerspitze bekannten Einsatztruppen seit diesem Montag innerhalb von fünf Tagen einsatzbereit sein für die Verlegung in ein Krisengebiet.
Schottland und Wales erlassen - anders als England - weitere Corona-Maßnahmen
Schottland und Wales haben - anders als England - wegen der wesentlich ansteckenderen Omikron-Variante neue Corona-Beschränkungen angekündigt. Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon teilte den Abgeordneten des schottischen Parlaments am Dienstag mit, dass die öffentliche Silvesterparty in Edinburgh wegen der steigenden Zahl von Covid-Fällen abgesagt werde. Live-Sportveranstaltungen sollen ab dem 26. Dezember "praktisch zuschauerfrei" sein.
Linke-Fraktionschef kritisiert "kommunikatives Desaster" bei neuen Covid-Maßnahmen
Der Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Dietmar Bartsch, sieht das Vertrauen der Bevölkerung in die deutsche Corona-Politik durch die Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) vom Dienstag massiv beschädigt. Es sei irritierend, dass die Corona-Maßnahmen erst ab dem 28. Dezember und nicht schon vor Weihnachten verschärft werden, sagte Bartsch den Zeitungen Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Mittwochsausgaben).
Lauterbach verteidigt neue Kontaktbeschränkungen gegen Kritik
Angesichts breiter Kritik hat Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) die am Dienstag in der Bund-Länder-Runde beschlossenen Corona-Maßnahmen verteidigt. Im Interview mit den ARD-"Tagesthemen" sagte er am Dienstagabend: "Was wir heute beschlossen haben, zeigt schnell Wirkung." Zuvor hatten unter anderem die Opposition und die Krankenhäuser die neuen Beschränkungen als unzureichend kritisiert.
Auch für Geimpfte: Ab 28. Dezember Beschränkungen
Wegen der Ausbreitung der hoch ansteckenden Omikron-Variante gelten spätestens nach Weihnachten auch für Geimpfte und Genesene Kontaktbeschränkungen in ganz Deutschland. Bund und Länder einigten sich am Dienstag auf eine Obergrenze von zehn Menschen bei privaten Zusammenkünften. Großveranstaltungen wie Spiele der Fußball-Bundesliga dürfen dann nur noch ohne Publikum stattfinden. Bundeskanzler Olaf Scholz SPD) sagte mit Blick auf die sich rasch ausbreitende Omikron-Variante: "Es droht nun bereits die Welle fünf." Einigen Ländern gehen die Beschlüsse nicht weit genug. Für Ungeimpfte sollen die bestehenden strengeren Regeln nach den Worten von Scholz weiter gelten. Es dürfen sich demnach lediglich die Angehörigen des eigenen Haushalts sowie höchstens zwei Personen eines weiteren Haushaltes treffen. Auch gelten die Einschränkungen für Ungeimpfte im öffentlichen Leben weiter. Die Kontaktbeschränkungen für Geimpfte treten bundesweit spätestens am 28. Dezember in Kraft. Die Länder können sie aber bereits früher einführen, wie Berlins neue Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) sagte. So gilt die Zehn-Personen-Obergrenze etwa in Hamburg bereits ab dem 24. Dezember. Scholz verteidigte das Inkrafttreten bis zum 28. Dezember. Die Erfahrungen der Corona-Pandemie hätten gezeigt, dass Weihnachten und Ostern auch wegen der Verhaltensweise der Bürger keine großen Treiber der Pandemie gewesen seien. Zuvor hatte das Robert-Koch-Institut für sofortige "maximale Kontaktbeschränkungen" plädiert. Dem folgten die Länder aber ebensowenig wie der RKI-Empfehlung zur Schließung der Gastronomie. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) kritisierte wegen des kurz vor dem Spitzengespräch bekannt gewordenen RKI-Papiers eine chaotische Informationslage des Bundes. Dies habe zu Verunsicherung geführt, sagte der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz. Deutlich warnte Scholz aber vor großen Silvesterpartys. Die Beschränkung von Treffen auf maximal zehn Personen gelte natürlich "insbesondere im Hinblick auf Silvester. Es ist deshalb derzeit nicht mehr die Zeit für Partys und gesellige Abende in großer Runde." Am 7. Januar wollen sich Scholz und die Ministerpräsidenten das nächste Mal treffen. Bis Ende Januar sollen 30 Millionen weitere Booster-Impfungen verabreicht werden. Die Bundesländer setzen auf regelmäßige Lieferungen an Impfstoff in den kommenden Wochen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) habe wöchentlich mindestens zehn Millionen Dosen in Aussicht gestellt, sagte Giffey. "Es ist wichtig, dass es hier eine Verlässlichkeit gibt", sagte sie. Die Länder Baden-Württemberg und Sachsen kritisierten in einer Protokollnotiz, die Beschlüsse seien "nicht weitgehend genug". Sie "gewährleisten keine ausreichende Handlungsfähigkeit, um schnell auf eine sich zuspitzende Lage reagieren zu können". Das CDU-geführte Sachsen und das Grünen-geführte Baden-Württemberg forderten, es müsse wieder der "volle Maßnahmenkatalog" aus dem Infektionsschutzgesetz zur Verfügung stehen. Die "Ampel" hatte diesen Katalog abgeschwächt, großräumige Lockdown-Maßnahmen sind seitdem nicht mehr möglich, solange die epidemische Lage von nationaler Tragweite nicht mehr gilt. Baden-Württemberg forderte in der Protokollnotiz, der Bundestag solle "kurzfristig" die Notlage wieder feststellen. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sagte hierzu, "vor allem, wenn sich die Lage zuspitzt, und danach sieht es aus, fehlen uns die Möglichkeiten." Auch Wüst kritisierte den Verzicht der Ampel auf die Fortgeltung der Notlage als "klaren Fehler". Giffey verteidigte die Entscheidung hingegen. "Ich würde hier nicht von einem klaren Fehler sprechen", sagte sie. (U.Stolizkaya--DTZ)
Ukraine: Scholz verlangt von Putin eine Deeskalation
Im ersten Telefonat des neuen Bundeskanzlers Olaf Scholz (SPD) mit Russlands Staatschef Wladimir Putin ist der russische Truppenaufmarsch an der Grenze zur Ukraine zentrales Thema gewesen. Scholz habe seine "Sorge angesichts der Lage" ausgedrückt und die dringende "Notwendigkeit einer Deeskalation" hervorgehoben, teilte Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Dienstagabend in Berlin mit. Demnach sprachen Scholz und Putin auch über den Stand der Umsetzung der Minsker Vereinbarungen, mit denen der Konflikt in der Ostukraine friedlich gelöst werden soll. Der Kanzler habe die Notwendigkeit bekräftigt, die Verhandlungen im Normandie-Format voranzubringen, hieß es weiter. In dem Vierer-Format bemühen sich Deutschland und Frankreich gemeinsam um eine Lösung zwischen Russland und der Ukraine. Der Westen befürchtet, die russische Armee könnte einen Einmarsch in die Ukraine planen. Russland hat an der Grenze zum Nachbarland zehntausende Soldaten zusammengezogen. Die G7-Staaten und die EU drohen Russland im Falle eines Angriffs mit "massiven Konsequenzen". Moskau bestreitet die Vorbereitung einer Invasion in der Ukraine und wirft seinerseits der Regierung in Kiew und der Nato Provokationen vor. Nach Angaben des Kreml verlangte Putin in dem Telefonat "ernsthafte Verhandlungen" über die von ihm geforderten Sicherheitsgarantien der USA und der Nato. Putin habe dem Kanzler "detaillierte Angaben" zu den Vorschlägen gemacht, die Russland vergangene Woche Washington und seinen Nato-Verbündeten unterbreitet hatte. "Es wurde die Hoffnung ausgedrückt, dass ernsthafte Verhandlungen zu all den von russischer Seite vorgebrachten Themen organisiert werden", hieß es in der Mitteilung des Kreml. Die Regierung in Moskau hatte am Freitag Entwürfe für zwei Abkommen veröffentlicht, mit denen eine Nato-Osterweiterung sowie die Errichtung von US-Militärstützpunkten in Staaten der ehemaligen sowjetischen Einflusssphäre untersagt werden sollen. Nach Angaben von Regierungssprecher Hebestreit gratulierte Putin Scholz zu seinem Amtsantritt, bevor beide über den Stand der bilateralen Beziehungen sprachen. Sie vereinbarten demnach, den Austausch fortzusetzen. (U.Beriyev--DTZ)
Israel rät über 60-Jährigen und medizinischem Personal zu vierter Corona-Impfung
Die israelische Regierung rät Menschen über 60 Jahren und medizinischem Personal zu einer vierten Corona-Impfung. "Die Bürger Israels waren die ersten in der Welt, die die dritte Dosis des Covid-19-Impfstoffs erhalten haben, und wir leisten auch mit der vierten Dosis Pionierarbeit", sagte Ministerpräsident Naftali Bennett am Dienstag. Er rief diejenigen auf, die die Kriterien erfüllen, "sich impfen zu lassen".
Darts-WM: Hempel gelingt Sensation gegen Van den Bergh
Debütant Florian Hempel (Köln) hat bei der Darts-WM in London für eine Sensation gesorgt. In der zweiten Runde schlug der 31-Jährige aus Köln im Alexandra Palace völlig überraschend den an Nummer fünf gesetzten Belgier Dimitri Van den Bergh mit 3:1. Am Montag trifft Hempel nach dem Weihnachtsfest auf der Insel auf Devon Petersen (Südafrika) oder Raymond Smith (Australien).
Sieben Tore im Schlussdrittel: Red Bull München beendet Pleitenserie
Red Bull München hat seine Negativserie in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) mit starken 20 Minuten beendet. Nach vier aufeinanderfolgenden Niederlagen schlug der dreimalige Meister Aufsteiger Bietigheim Steelers dank eines Torrauschs im Schlussdrittel 7:3 (0:1, 0:1, 7:1). Ihren bislang letzten Sieg hatten die Münchner am 3. Dezember geholt.
Biden setzt im Kampf gegen Omikron-Variante auf halbe Milliarde Schnelltests
Mit einer halben Milliarde Corona-Heimtests und mehr Impfungen - aber ohne Kontaktbeschränkungen oder gar Lockdowns - will US-Präsident Joe Biden der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante entgegentreten. Biden verkündete am Dienstag bei einer Ansprache im Weißen Haus die Bestellung von 500 Millionen Corona-Schnelltests, die kostenlos an die Bevölkerung verteilt werden sollen. Der Präsident appellierte erneut an alle, sich impfen oder boostern zu lassen - und nahm dabei sogar seinen umstrittenen Vorgänger Donald Trump zum Vorbild.
Biden nimmt bei erneutem Appell zu Corona-Impfungen Trump zum Vorbild
US-Präsident Joe Biden hat angesichts der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus erneut eindringlich zum Impfen aufgerufen - und dabei seinen umstrittenen Vorgänger Donald Trump zum Vorbild genommen. In einer Ansprache im Weißen Haus verwies Biden am Dienstag auf eine Aussage Trumps, wonach dieser eine Booster-Impfung erhalten hat. "Das ist vielleicht eine der wenigen Dinge, bei denen er und ich uns einig sind", sagte Biden dazu.
Tausende Georgier demonstrieren für Freilassung Saakaschwilis
Unter Ankündigung einer großen Hungerstreik-Aktion haben in Georgien tausende Anhänger des inhaftierten Ex-Präsidenten Michail Saakaschwili für dessen Freilassung demonstriert. Sie zogen am Dienstag durch die Hauptstadt Tiflis bis vor das Parlament und beschworen einen "massenhaften Hungerstreik", um die Freilassung Saakaschwilis zu erzwingen. Der Ex-Präsident wurde nach Angaben eines unabhängigen Ärztegremiums im Gefängnis gefoltert.