Riyad entre dans la guerre
Indiens Nicobar-Trumpf
Chinas Chipangriff auf ASML
Chinas Batterie-Offensive
Zahl der Inlandsreisen 2025 auf neuem Rekord - Zahl der Auslandreisen gesunken
Brand in Belgien: Eifel-Ort Monschau hofft auf Entspannung der Lage durch Regen
Klingbeil kündigt bessere steuerliche Bedingungen für Startups an
US-Schauspielerin Hayden Panettiere im Alter von 36 Jahren verstorben
Sport
Zehn Tage Ruhe: Varfolomeev belohnt sich für drei WM-Titel
Die Flugtickets sind seit Samstag gebucht - am Sonntagabend setzte bei Darja Varfolomeev nach dem letzten WM-Wettbewerb und dem erhofften goldenen Abschluss dann langsam auch die Urlaubsstimmung ein. "Es geht für zehn Tage nach Griechenland", verriet die 19-Jährige. Das sei "die beste Belohnung" - für abermals beeindruckende Leistungen bei der Heim-WM in der Rhythmischen Sportgymnastik in Frankfurt am Main sowie insgesamt drei Goldmedaillen und eine Bronzemedaille.
Sport
Flag-Football: Vollmer sieht gute Chancen auf olympische Zukunft
Der zweimalige Super-Bowl-Champion Sebastian Vollmer (42) blickt optimistisch in die Zukunft von Flag-Football im olympischen Programm. Er bewertet die Wahrscheinlichkeit, dass die Sportart, die bei den Sommerspielen 2028 in Los Angeles ihr Olympia-Debüt geben wird, auch vier Jahre später in Brisbane dabei ist, als "sehr hoch". "Es kommt natürlich ein bisschen auf die Performance an und wie es aufgenommen wird", sagte Vollmer im SID-Interview im Rahmen der Flag-Football-WM in Düsseldorf.
Letzte Nachrichten
ADAC: Leihräder in München im Großstadtvergleich am günstigsten
Ob Leihrad, E-Bike oder E-Scooter: Wer in der Großstadt mobil sein möchte, dem stehen verschiedene Optionen zur Verfügung. Der ADAC verglich die Angebote in den drei Metropolen Berlin, Hamburg und München, Ergebnis: Die Leihgebühren für elektrische Fahrräder sind meist mehr als doppelt so hoch wie für normale Räder.
Junger Nashornbulle im Berliner Zoo gestorben
Ein junger Nashornbulle ist im Berliner Zoo gestorben. Das drei Jahre alte Panzernashorn starb vermutlich an den Folgen einer Entzündung im Bauchraum, die möglicherweise zu einer Blutvergiftung oder Embolie führte, wie der Zoo am Dienstag mitteilte. Bereits seit einigen Wochen hatte das Nashorn namens Karl gesundheitlich angeschlagen gewirkt.
Genugtuung nach Schuldspruch im Missbrauchsprozess gegen Sänger R. Kelly
Mit Genugtuung haben die Vertreter von Missbrauchsopfern von R. Kelly den Schuldspruch gegen den früheren R&B-Star aufgenommen. Vor einem Bundesgericht in New York hatten die Geschworenen den Sänger des Welthits "I Believe I Can Fly" am Montag nach neunstündigen Beratungen in allen neun Anklagepunkten schuldig gesprochen. Das Strafmaß gegen den 54-Jährigen soll erst am 4. Mai verkündet werden. Kelly droht eine langjährige Gefängnisstrafe bis hin zu lebenslanger Haft.
VDV-Wahl: Lewandowski Spieler der Saison, Bellingham die Entdeckung
Torjäger Robert Lewandowski (33) vom deutschen Fußballmeister Bayern München ist von seinen Profikollegen in der Spielergewerkschaft VDV zum Spieler der vergangenen Saison gewählt und mit dem silbernen Schuh ausgezeichnet worden. Bereits 2013, 2017, 2018 und 2020 votierten die Profikollegen für den Polen als besten Spieler der Bundesliga.
Verdächtiger nach antisemitischer Attacke in Hamburg gefasst
Nach einem tätlichen Angriff auf einen Teilnehmer einer Mahnwache für Israel und gegen Antisemitismus in Hamburg hat die Polizei den mutmaßlichen Täter ermittelt. Es handle sich um einen 16-Jährigen aus Berlin, teilten die Beamten am Dienstag in Hamburg mit. Er soll vor etwa eineinhalb Wochen bei der Mahnwache antisemitische Beleidigungen ausgestoßen und einen 60-Jährigen mit einem Schlag verletzt haben.
Verdächtiger nach Mord an Lehrerin in Untersuchungshaft genommen
Nach der Tötung einer Grundschullehrerin in London ist ein 36-jähriger Verdächtiger in Untersuchungshaft genommen worden. Der Lieferdienstfahrer wurde am Montagabend des Mordes beschuldigt und am Dienstag einem Richter vorgeführt. Der Tod der jungen Frau verstärkt den Druck auf die britische Regierung, mehr zum Schutz von Mädchen und Frauen vor Gewalt zu tun.
Junger Argentinier stürzt am Watzmann in den Tod
Am Watzmann in der Nähe von Berchtesgaden ist ein Wanderer aus Argentinien abgestürzt und gestorben. Bereits am Donnerstag habe ein Bergsteiger einen leblosen Mann gefunden, teilte die Polizei in Rosenheim am Dienstag mit. Der Bergsteiger setzte einen Notruf ab, woraufhin ein Rettungshubschrauber aus Österreich mit einem Notarzt kam. Dieser konnte aber nur noch den Tod des Wanderers feststellen.
SPD in Mecklenburg-Vorpommern will zunächst mit CDU sondieren
Nach ihrem Sieg bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern will die SPD als erstes die CDU zu Sondierungsgesprächen einladen, um die Chancen zur Fortsetzung der Regierungskoalition auszuloten. Ein Terminplan stehe noch nicht fest, aber es solle zügig sondiert werden, sagte ein Parteisprecher am Dienstag. Laut einem Beschluss der SPD-Parteigremien sollen danach Sondierungsgespräche mit der Linkspartei, den Grünen und der FDP geführt werden.
Lego erzielt Rekordgewinn und steigert auch Halbjahresumsatz deutlich
Eine starke Nachfrage und die Wiederöffnung der Geschäfte haben Lego glänzende Geschäftszahlen beschert. Im ersten Halbjahr 2021 steigerte der dänische Hersteller seinen Nettogewinn um 140 Prozent auf 6,3 Milliarden Kronen (847 Millionen Euro). Der Umsatz legte auf 23 Milliarden Kronen zu - ein Plus von 46 Prozent, wie Lego am Dienstag mitteilte.
Prozess um Po-Vergrößerungen mit tödlichem Ausgang in Düsseldorf begonnen
Wegen mutmaßlich verpfuschter Po-Vergrößerungen, die bei zwei Frauen zum Tod geführt haben sollen, hat am Dienstag der Prozess gegen einen Arzt vor dem Düsseldorfer Landgericht begonnen. Die Verteidigung des Schönheitschirurgen verlas zum Auftakt eine Erklärung, wie eine Sprecherin mitteilte. Der 50-jährige Ali Reza S. muss sich wegen Körperverletzung mit Todesfolge in zwei Fällen und wegen fahrlässiger Körperverletzung in einem Fall verantworten.
Behörden vermuten kriminelle Ursache hinter schwerer Explosion in Göteborg
Die schwedischen Behörden gehen nach einer größeren Explosion in einem Mehrfamilienhaus in Göteborg Hinweisen auf kriminelle Hintergründe nach. "Es ist offensichtlich, dass eine Straftat nicht ausgeschlossen werden kann", sagte Innenminister Mikael Damberg am Dienstag. Einem Medienbericht zufolge lebt in dem Gebäude ein Polizist, der kürzlich gegen kriminelle Banden vor Gericht ausgesagt hatte.
Mindestens 16 Verletzte bei Explosion in Mehrfamilienhaus in Göteburg
Bei einer größeren Explosion und einem anschließenden Brand in einem Mehrfamilienhaus der schwedischen Stadt Göteborg sind nach Angaben von Polizei und Krankenhausvertretern mindestens 16 Menschen verletzt worden, vier davon schwer. Laut Behörden war die Ursache für die Explosion am frühen Dienstagmorgen zunächst unklar, den Rettungskräften zufolge wirkte sie aber nicht wie ein Unfall. Schweden leidet seit einigen Jahren unter zunehmender Bandenkriminalität.
Kontrollfunktion von Öffentlichkeit muss bei Ratssitzungen garantiert sein
Wenn bei einer Ratssitzung die demokratische Kontrollfunktion der Öffentlichkeit nicht mehr gewährleistet ist, sind die in der Sitzung gefassten Beschlüsse nichtig. Es sei nur unter bestimmten Voraussetzungen zulässig, Zuhörerplätze bevorzugt zu vergeben, erklärte das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am Dienstag. Es ging um eine Ratssitzung in Gladbeck aus dem Jahr 2015. (Az. BVerwG 8 C 31.20)
Paris und Athen schließen Rüstungsdeal und "strategische Partnerschaft"
Rund zwei Wochen nach dem geplatzten U-Boot-Geschäft mit Australien hat Frankreich ein milliardenschweres Rüstungsgeschäft mit Griechenland abgeschlossen. Präsident Emmanuel Macron und der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis unterzeichneten am Dienstag in Paris eine Vereinbarung über den Verkauf von drei französischen Kriegsschiffen für das griechische Militär. Die beiden Länder sicherten sich außerdem im Rahmen einer "strategischen Partnerschaft" gegenseitige Unterstützung im Angriffsfall zu. Macron sprach von einem "ersten kühnen Schritt hin zu einer strategischen europäischen Autonomie".
Frankreich verkauft drei Kriegsschiffe an Griechenland
Rund zwei Wochen nach dem geplatzten U-Boot-Geschäft mit Australien hat Frankreich nun drei Kriegsschiffe an Griechenland verkauft. Präsident Emmanuel Macron und der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis unterzeichneten am Dienstag einen Vertrag über den Kauf von drei französischen Fregatten im Rahmen einer "strategischen Partnerschaft". Diese Partnerschaft sei "ein erster kühner Schritt hin zu einer strategischen europäischen Autonomie", sagte Macron.
PSG gegen City: Messi im Kader
Paris St. Germain kann im Champions-League-Kracher gegen Manchester City wie erhofft auf seinen Wundersturm um Weltstar Lionel Messi setzen. Der Argentinier steht nach seiner Knieverletzung im Kader für die Partie (21.00 Uhr/DAZN), den PSG am Dienstagvormittag bekannt gab.
Habeck will diskrete Gespräche zur Regierungsfindung und keine "Balkonfotos"
Die Gespräche über eine neue Bundesregierung sollen nach Ansicht von Grünen-Chef Robert Habeck so diskret wie möglich ablaufen. Auch auf "Balkonfotos" wie vor vier Jahren solle verzichtet werden. "Das ist eine Lehre aus den gescheiterten Jamaika-Verhandlungen von 2017 und umgekehrt aus den erfolgreichen Gesprächen in Schleswig-Holstein", sagte Habeck der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). Aus den letztlich gescheiterten "Jamaika"-Sondierungen von 2017 im Bund waren fortlaufend Informationen in die Öffentlichkeit gelangt.
Paris verschärft Visa-Regelungen für die Maghreb-Staaten
Nach intensiven Bemühungen um eine einvernehmliche Regelung mit den Maghreb-Staaten hat die französische Regierung eine "drastische" Verschärfung ihrer Visa-Regelungen angekündigt. Die Visa-Bestimmungen für Marokko, Algerien und Tunesien würden verschärft, sagte Regierungssprecher Gabriel Attal am Dienstag. Diese Maßnahme sei "drastisch", aber "notwendig". Als Begründung führte er an, dass die Maghreb-Staaten nicht genug täten, um von Frankreich abgewiesene Migranten zurückzunehmen.
Forderungen in Großbritannien nach Bevorzugung systemrelevant Beschäftigter beim Tanken
In Großbritannien wird angesichts des Treibstoffmangels an den Tankstellen darüber diskutiert, bestimmte Berufsgruppen bei der Versorgung mit Benzin und Diesel zu bevorzugen. Der Vize-Vorsitzende des Ärzteverbandes, David Wrigley, sagte am Dienstag im Sender SkyNews: "Wir können nicht zwei oder drei Stunden in der Warteschlange stehen, wir müssen Patienten versorgen." Unison, die größte Gewerkschaft des öffentlichen Dienstes, forderte, systemrelevante Beschäftigte müssten vorrangig tanken können.
Angeklagte im Untreue-Prozess um Vergütung für VW-Betriebsräte freigesprochen
Im Untreue-Prozess um die Vergütungen für VW-Betriebsräte sind die vier Angeklagten freigesprochen worden. Das Landgericht Braunschweig verkündete am Dienstagvormittag sein Urteil in dem Prozess um Untreue im besonders schweren Fall, wie ein Pressesprecher mitteilte. Ein strafbares Verhalten sah das Gericht bei den vier angeklagten teils ehemaligen Personalchefs folglich nicht.
Opec rechnet bis 2045 mit steigender Nachfrage nach Erdöl
Allen Klimaschutzbemühungen zum Trotz rechnet die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) noch bis ins Jahr 2045 mit einer steigenden Nachfrage nach Öl. Entwicklungsländer würden die Nachfrage anschieben, in reicheren Ländern dagegen werde der Verbrauch bereits ab 2023 sinken, heißt es im jüngsten Ölmarktbericht der Opec. "Die langfristige Vorhersage ist Wachstum", erklärte Opec-Chef Mohammad Barkindo.
Ölpreis steigt erstmals seit fast drei Jahren über 80 Dollar
Mit der Erholung der Weltwirtschaft von der Corona-Krise steigt der Ölpreis. Am Dienstag übersprang der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent erstmals seit fast drei Jahren wieder die Marke von 80 Dollar (rund 68 Euro). Im asiatischen Handel notierte der Ölpreis bei 80,24 Dollar, das war der höchste Stand seit Oktober 2018.
Sanofi stellt Entwicklung eines mRNA-Impfstoffs gegen Covid ein
Der französische Pharmakonzern Sanofi stellt die Entwicklung seines Covid-Impfstoffs auf Basis der mRNA-Technologie ein. "Wir brauchen keine neuen Covid-Impfstoffe mit mRNA-Technologie mehr", sagte Thomas Triomphem, Vizechef der Impfsparte von Sanofi, am Dienstag der AFP. Das Unternehmen wolle die Technik aber nutzen, um Impfstoffe für künftige Pandemien zu entwickeln.
Juve-Präsident Agnelli wirbt weiter für Super League
Juventus Turins Präsident Andrea Agnelli rückt weiter nicht von einer europäischen Super League ab. In einem Brief an die Aktionäre des italienischen Fußball-Rekordmeisters erläuterte der 45-Jährige die Vorteile des Projekts, an dem neben Juve auch die spanischen Topklubs Real Madrid und FC Barcelona trotz der gescheiterten Gründung im April festhalten. Darin betonte Agnelli, dass "der politische Dialog wieder aufgenommen werden muss".
Politiker gratulieren Bundesverfassungsgericht zu 70. Geburtstag
Zum 70. Geburtstag des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe am Dienstag gibt es Glückwünsche aus der Politik. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU), der derzeit Bundesratspräsident ist, gratulierte mit den Worten: "Als Hüter unserer Verfassung hat das Bundesverfassungsgericht sich in den zurückliegenden sieben Jahrzehnten hervorragend bewährt." Das Gericht war am 28. September 1951 mit einem Festakt offiziell eröffnet worden.
Lage am Arbeitsmarkt weiter positiv
Die Arbeitsagenturen in Deutschland erwarten eine weiterhin positive Entwicklung der Arbeitsmarktlage. Zwar hätten Lieferengpässe in der Industrie den Aufschwung etwas abgebremst, erklärte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesarbeitsagentur am Dienstag. Die Arbeitsagenturen erwarteten trotzdem, "dass die Arbeitslosigkeit weiter zurückgeht, aber nicht mehr so schnell wie in den letzten Monaten". Auch das Beschäftigungsbarometer des Ifo-Instituts stieg erneut.
Andresen gibt Vorsitz von Kommission zu Aufarbeitung von Kindesmissbrauch ab
Die Vorsitzende der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs, Sabine Andresen, beendet am Donnerstag ihre Arbeit. Andresen werde ab Oktober Dekanin des Fachbereichs Erziehungswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main, für den sie bereits als Professorin tätig war, wie die Kommission am Dienstag in Berlin mitteilte. Daher bleibe ihr in Zukunft nicht mehr die nötige Zeit für das Ehrenamt.
Mehr Ermittlungen wegen Menschenhandels bei deutscher Polizei
In Deutschland hat die Zahl der polizeilichen Ermittlungsverfahren wegen Menschenhandels zugenommen. 2020 wurden 465 Verfahren abgeschlossen, wie das Bundeskriminalamt (BKA) am Dienstag in seinem sogenannten Bundeslagebild Menschenhandel und Ausbeutung mitteilte. Im Vergleich zu 2019 bedeutete das einen Anstieg um 22,7 Prozent. Schwerpunkt in diesem Bereich blieb 2020 die sexuelle Ausbeutung - 291 Verfahren wurden unter diesem Aspekt geführt.
Preise für Mietwagen steigen deutlich an
Mehr Nachfrage und weniger Angebot: Die Preise für Mietwagen sind zuletzt deutlich angestiegen. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag erklärte, stiegen die Preise für Mietwagen im August im Vergleich zum Vorjahresmonat um 53,4 Prozent. Die allgemeinen Verbraucherpreise stiegen im gleichen Zeitraum um 3,9 Prozent. Besonders deutlich war der Preisanstieg demnach zu Beginn der Sommerferien: Allein von Juni auf Juli stiegen die Preise um 35,8 Prozent.
Im Fall der Opposition: Günther will CDU-Personaldebatte
Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat sich für eine Personaldebatte in seiner Partei ausgesprochen, sollte das von Parteichef Armin Laschet angestrebte Jamaika-Bündnis mit Grünen und FDP nicht zustandekommen. "Nach einem solchen Wahlergebnis kann man nicht sagen: Weiter so!", sagte Günther nach Information von Deutsche Tageszeitung, in einem aktuellen Interview. Zuerst müsse aber geklärt werden, ob die Union trotz ihrer Wahlschlappe die Regierung führen könne oder ob sie in die Opposition gehe. "Wenn die Gespräche scheitern, dann werden wir uns genau über diese Fragen unterhalten: Über die personelle Aufstellung der Partei und die Frage, wie es jetzt weitergeht", kündigte Günther an. Er äußerte Verständnis dafür, dass es nach den schweren Stimmenverlusten für die CDU Zweifel an Laschet gebe. "Diese Stimmung ist nachvollziehbar", sagte er den Funke-Zeitungen. Zur Debatte um die Regierungsbildung sagte Günther, da die Unionsparteien ihre Rolle als stärkste Kraft eingebüßt haben, könnten sie auch keinen Anspruch aus dem Ergebnis auf die Führung der nächsten Bundesregierung ableiten. Gleichwohl sei es richtig, sich nicht vor der Verantwortung zu drücken und Grünen und FDP Gespräche anzubieten. "In einer solchen Lage kann die Union gar nicht anders agieren", sagte der Ministerpräsident. Bei der Bundestagswahl war die SPD mit ihrem Spitzenkandidaten Olaf Scholz stärkste Kraft geworden. Scholz bemüht sich derzeit um die Bildung einer Ampel-Koalition mit Grünen und FDP. (A.Nikiforov--DTZ)
SPD ist zu Sondierungen mit Grünen und FDP bereit
Die SPD ist bereit, die Sondierungen mit Grünen und FDP zur Bildung einer gemeinsamen Regierung noch in dieser Woche zu starten. Einer entsprechende Einladung ist am Montag an die beiden Parteien ergangen, wie SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich am Dienstag vor ersten Beratungen der SPD-Abgeordneten in Berlin sagte. "Es geht darum, dass wir konzentriert in die Gespräche gehen", hob er hervor. Mit Blick auf die vor vier Jahren gescheiterten Gespräche über eine mögliche Jamaika-Koalition unter Führung der Union sagte Mützenich an die Adresse von Grünen und FDP: "Beide Parteien müssen sich klar darüber werden, dass das Schauspiel, das sie vor vier Jahren hier manchmal auf Balkonen absolviert haben, nicht den Aufgaben gerecht wird." Das Scheitern der Jamaika-Verhandlungen im Jahr 23017 war auch darauf zurückgeführt worden, dass damals viele Nachrichten über den Verlauf "durchgestochen" worden waren. Grüne und FDP wollen zunächst untereinander Gespräche führen, um Gemeinsamkeiten auszuloten. NachInformation von DEUTSCHE TAGESZEITUNG sollen diese Gespräche am Mittwoch beginnen. Mützenich kündigte an, erneut für sein Amt an der Spitze der Fraktion kandidieren zu wollen. Die Neuwahl des Vorsitzenden steht aber erst auf einer erneuten Fraktionssitzung am Mittwoch an. Am Dienstag kamen zunächst alte und neue SPD-Abgeordnete zusammen. (A.Nikiforov--DTZ)
Mögliche Vorfestlegung bei Grünen-Regierungsposten sorgt für Unmut
Die möglicherweise vorzeitig getroffene Festlegung von Regierungsposten bei den Grünen sorgt für Unmut im linken Parteiflügel. Der frühere Grünen-Umweltminister Jürgen Trittin sagte dem "Spiegel" mit Blick auf die Parteichefs Annalena Baerbock und Robert Habeck: "Das entscheidet die Partei und nicht nur zwei Personen in persönlichen Gesprächen." Seine Partei verhandele "eine Regierung, die Deutschland auf den 1,5-Grad-Pfad bringt", so Trittin. "Danach wird entschieden, wer welchen Posten bekommt."