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Insolvenzverfahren für Bremer Greensill Bank eröffnet
Das Amtsgericht Bremen hat ein Insolvenzverfahren gegen die Greensill Bank eröffnet. Auf Antrag der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (Bafin) sei am Dienstag ein Verfahren "über das Vermögen der Insolvenzschuldnerin eröffnet" worden, teilte das Gericht mit. Die Vermögenswerte werden auf 4,5 Milliarden Euro geschätzt. Die Bafin hatte die Bremer Bank Anfang März geschlossen.
Finanzaufsicht Bafin stellt Insolvenzantrag für Greensill Bank
Nach der Schließung der Bremer Greensill Bank Anfang März hat die Finanzaufsichtsbehörde Bafin nun die Insolvenz des Geldinstituts beantragt. Eine Sprecherin des Amtsgerichts Bremen teilte am Dienstag mit, der Antrag sei eingegangen und werde "zeitnah" bearbeitet. Die Bafin hatte die Greensill Bank am 3. März für den Kundenverkehr geschlossen. Einlagen von Privatkunden sind bis 100.000 Euro abgesichert.
Netzwerkausrüster Nokia streicht bis zu 10.000 Stellen in den kommenden zwei Jahren
Der finnische Netzwerkausrüster Nokia will in den kommenden Jahren 5000 bis 10.000 Stellen streichen. Nokia wolle in diesem Zeitraum 600 Millionen Euro einsparen, wie Konzernchef Pekka Lundmark am Dienstag mitteilte. Die geplante Umstrukturierung soll demnach in 18 bis 24 Monaten zu einem "Unternehmen mit 80.000 bis 85.000 Beschäftigten" führen - derzeit hat Nokia etwa 90.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Verbände drängen Zukunftskommission Landwirtschaft zu Umwelt- und Tierschutz
Anlässlich der Sitzung der Zukunftskommission Landwirtschaft haben teilnehmende Verbände darauf gedrungen, die Bereiche Klimaschutz und Tierwohl in den Vordergrund zu rücken. Der Tierschutzbund etwa beklagte, dass es in den vergangenen Jahren beim Tierschutz "nicht vorangegangen" sei; der BUND forderte, die Vorschläge des Gremiums auch bei der Ausgestaltung der künftigen EU-Agrarförderung in Deutschland einzubeziehen. Der Deutsche Bauernverband kritisierte "unrealistische Maximalforderungen" einiger Organisationen.
BUND: Zukunftskommission Landwirtschaft muss bei Ausgestaltung von Agrarförderung gehört werden
Vor der Sitzung der Zukunftskommission Landwirtschaft hat der BUND gefordert, dass die Vorschläge des Gremiums bei der Ausgestaltung der künftigen EU-Agrarförderung in Deutschland einbezogen werden. Die Kommission brauche hier "Gewissheit", erklärte am Dienstag der BUND-Vorsitzende Olaf Bandt, der auch Mitglied des Gremiums ist. Sonst seien die Herausforderungen im Bereich Landwirtschaft nicht zu stemmen.
Deutschland weiterhin mit den meisten Patentanmeldungen in Europa
Deutsche Unternehmen und Erfinder haben beim Europäischen Patentamt (EPA) im vergangenen Jahr europaweit die meisten Patente angemeldet. Wie das EPA am Dienstag mitteilte, gingen dort knapp 26.000 Patentanmeldungen aus Deutschland ein. Das waren demnach zwar drei Prozent weniger als im Vorjahr, dennoch verteidigte die Bundesrepublik damit ihre Spitzenposition. Weltweit lagen 2020 nur die USA mit rund 44.300 Erfindungen vor Deutschland.
"Technoking" Elon Musk kündigt Verkauf eines Technosongs an
Der am Montag zum "Technoking" ausgerufene Chef des Elektroautobauers Tesla, Elon Musk, hat den Verkauf eines Technosongs angekündigt. "Ich verkaufe diesen Song über NFTs als ein NFT", schrieb Musk auf Twitter, begleitet von einem Video des Songs. NFT steht für Non-Fungible Token: ein virtuelles Gut, das einmalig und nicht austauschbar ist.
Deutschland hält Klimaziele 2020 ein - vor allem wegen Corona-Pandemie
Deutschland hat seine Klimaziele 2020 eingehalten, allerdings vor allem wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie. Das geht aus der Klimabilanz hervor, die Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) am Dienstag gemeinsam mit dem Umweltbundesamt (UBA) vorstellte. Demnach lagen die CO2-Emissionen im vergangenen Jahr um 40,8 Prozent unter dem Stand von 1990 und um 8,7 Prozent unter dem Stand von 2019.
Verbraucher entsorgen pro Jahr gut zehn Kilo Elektroschrott pro Kopf
Ob ausrangierte Smartphones oder alte Fernseher - bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern in Deutschland fallen große Mengen Elektroschrott an. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte, wurden im Jahr 2018 insgesamt 853.000 Tonnen Elektro- und Elektronikgeräte entsorgt, das sind rund 10,3 Kilogramm pro Kopf.
Güterverkehr der deutschen Seehäfen 2020 deutlich gesunken
Im Corona-Jahr 2020 ist der Güterumschlag der deutschen Seehäfen deutlich gesunken. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte, wurden insgesamt 275,7 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen - 6,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Versand ins Ausland ging dabei mit minus 1,4 Prozent deutlich weniger stark zurück als die empfangene Gütermenge; sie sank um 9,2 Prozent.
Mathias Cormann zum neuen OECD-Generalsekretär ernannt
Der frühere australische Finanzminister Mathias Cormann ist zum neuen Generalsekretär der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ernannt worden. Wie die OECD am Montag mitteilte, wird Cormann am 1. Juni den Mexikaner Angel Gurria ablösen. Die Amtszeit des OECD-Generalsekretärs beträgt fünf Jahre. Corman wird der erste OECD-Generalsekretär aus dem Asien-Pazifik-Raum sein.
Zukunftskommission Landwirtschaft tagt mit Merkel und Klöckner
Die von der Bundesregierung eingesetzte Zukunftskommission Landwirtschaft tagt am Dienstag (10.00 Uhr) mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (beide CDU) zur künftigen Ausgestaltung des Agrarwesens in Deutschland. In der nichtöffentlichen, virtuellen Sitzung wollen die Kommissionsmitglieder mit der Politik über eine gemeinsame Strategie für eine zukunftsfähige und gesellschaftlich breit akzeptierte Landwirtschaft sprechen.
Bauernverband: Bei EU-Agrarreform Umwelt und Wettbewerbsfähigkeit verbinden
In der Debatte über die künftige Verteilung der EU-Agrargelder hat sich der Deutsche Bauernverband (DBV) dafür ausgesprochen, zusätzlich zu Umweltaspekten auch die "Wettbewerbsfähigkeit" der deutschen Landwirte im Blick zu behalten. Neben Umwelt- und Klimaschutz müsse auch die "Einkommenswirkung" für die Betriebe durch die Förderung erhalten bleiben, sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied am Montag. Für die künftige Ausgestaltung der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP) legte der Bauernverband einen eigenen Vorschlag vor.
Britische Regierung will mit drei Milliarden Pfund den Busverkehr fördern
Die britische Regierung hat am Montag Investitionen von drei Milliarden Pfund (3,5 Milliarden Euro) in den Busverkehr angekündigt. Premierminister Boris Johnson erklärte, Busse brächten die Menschen zur Arbeit, sie transportierten Rentner und junge Leute, "helfen den Innenstädten und schützen die Umwelt". Es handle sich um "einen der ersten Schritte" der Regierung zur Ankurbelung der Wirtschaft nach der Corona-Pandemie und zur Angleichung der Lebensverhältnisse im Land.
Volkswagen will bis 2030 sechs Batteriefabriken in Europa in Betrieb nehmen
Volkswagen startet eine Batterie-Offensive in Europa: Der Autobauer kündigte am Montag an, gemeinsam mit Partnern bis 2030 sechs "Gigafabriken" für Batteriezellen in Europa in Betrieb zu nehmen. Die ersten beiden Werke sind im schwedischen Skelleftea sowie in Salzgitter geplant und sollen wie die anderen Standorte "perspektivisch bis zu 40 Gigawattstunden" an Batterieleistung jährlich produzieren; mögliche weitere Standorte prüft VW derzeit.
Arbeitskräftenachfrage auf Jobplattform höher als vor erstem Corona-Lockdown
Trotz andauernder Corona-Einschränkungen schreiben Unternehmen in Deutschland nach Informationen des Stellenportals Stepstone inzwischen mehr Jobs aus als vor dem ersten Lockdown. Wie das Unternehmen am Montag mitteilte, liegt die Zahl neu geschalteter Stellenanzeigen auf der Online-Plattform inzwischen 71 Prozent über dem Niveau zum Beginn des ersten Lockdowns Mitte März 2020 - und sogar "wieder leicht über dem Niveau von Anfang März".
Bienenschädliche Pestizide bleiben in Frankreich vorerst erlaubt
Der Einsatz bienenschädlicher Pestizide bleibt in Frankreich unter Auflagen erlaubt: Der Staatsrat als oberstes Verwaltungsgericht wies am Montag in Paris eine Eilbeschwerde mehrerer Umweltorganisationen und Gewerkschaften gegen die Wiederzulassung von Neonikotinoiden ab. Noch bis zum 1. Juli 2023 dürfen französische Zuckerrübenbauern diese Pestizide einsetzen.
Fünfte Metall-Verhandlungsrunde in Nordrhein-Westfalen begonnen
Im bundesweiten Metall-Tarifkonflikt hat am Montag in Düsseldorf die fünfte Verhandlungsrunde für Nordrhein-Westfalen begonnen. Zum Verlauf will sich die IG Metall NRW am Nachmittag äußern. Bei einem Ergebnis könnte Nordrhein-Westfalen als Pilotbezirk für Abschlüsse auch in anderen Tarifgebieten dienen.
2020 deutlich mehr Bio-Eier produziert - Zunahme auch bei Bodenhaltung
Bei Eiern aus ökologischer Erzeugung hat es im vergangenen Jahr eine deutliche Zunahme gegeben. Noch deutlicher stieg die Produktion von Eiern aus Freilandhaltung an, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Mehr als 60 Prozent aller Eier stammen allerdings weiterhin aus Bodenhaltung, auch hier legte die Produktion im vergangenen Jahr zu. Weiter rückläufig ist die Menge an Eiern aus sogenannten ausgestalteten Käfigen, die noch bis Ende 2025 erlaubt sind.
Forscher entwerfen Zukunftsszenario für klimaneutrales Leben im Jahr 2035
Solaranlagen-Pflicht, Gasheizungs-Verbot und ein 365-Euro-Ticket für den öffentlichen Nahverkehr: Der Ökostromanbieter Lichtblick hat am Montag einen Bericht vorgelegt, der ein Zukunftsszenario für einen weitgehend CO2-freien Alltag im Jahr 2035 entwirft. Die Studie des Berliner Forschungsinstituts Arepo kommt zu dem Schluss, dass zehn politische Reformen nötig sind, um den Klima-Fußabdruck einer Kleinfamilie und eines Singles in den Bereichen Wohnen und Mobilität im Vergleich zu 2021 um über 90 Prozent zu reduzieren.
Deliveroo kündigt Kapitalerhöhung um eine Milliarde Pfund bei Börsengang an
Der britische Essenslieferdienst Deliveroo plant für den geplanten Börsengang in London eine Kapitalerhöhung um eine Milliarde Pfund (1,16 Milliarden Euro). Zusätzlich zu den neuen Aktien sollen dann auch bestehende Aktien verkauft werden, wie Deliveroo am Montag mitteilte. Weitere Details wie eine Preisspanne oder ein Datum stehen noch nicht fest.
Danone entlässt Konzernchef Faber auf Druck von Aktionären
Der Lebensmittelkonzern Danone sucht einen neuen Chef von "internationalem Format": Auf Druck von Aktionären entließ das Unternehmen seinen bisherigen Vorsitzenden Emmanuel Faber am Montag fristlos, wie der Konzern am Hauptsitz Paris mitteilte. Investoren hatten dem 57-Jährigen Missmanagement in der Corona-Krise und ein schlechtes Abschneiden gegenüber Konkurrenten wie Nestlé und Unilever vorgeworfen.
Danone feuert Konzernchef Faber auf Druck von Aktionären
Der Lebensmittelkonzern Danone hat seinen Chef Emmanuel Faber auf Druck von Aktionären gefeuert. Faber räume seine Posten mit sofortiger Wirkung, teilte der Konzern am Montag am Hauptsitz in Paris mit. Neuer Chef des Verwaltungsrats wird Gilles Schnepp, der frühere Chef der französischen Elektrokonzerns Legrand. Bis einer neuer Konzernchef gefunden ist, sollen Véronique Penchienati-Bosetta und Shane Grant den Konzern übergangsweise leiten.
Private Haushalte gaben im Coronajahr 5,0 Prozent weniger für Konsum aus
Im Coronajahr haben die privaten Haushalte in Deutschland ihre Konsumausgaben stark eingeschränkt. Preisbereinigt betrug der Rückgang 5,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Dies war demnach der stärkste Rückgang seit 1970.
Lauterbach ruft zu Verzicht auf Reisen zu Ostern auf
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat die Bevölkerung dazu aufgerufen, an Ostern möglichst auf Reisen zu verzichten. "Reisen sollten an Ostern möglichst nicht unternommen werden, erst recht keine Flugreisen", sagte Lauterbach der Düsseldorfer "Rheinischen Post" vom Montag. Er forderte Bund und Länder zu konkreten Regelungen für die bevorstehenden Feiertage auf. "Wir werden Konzepte wie an Weihnachten brauchen, damit Familientreffen an Ostern nicht zu einem Anstieg der Infektionszahlen führen", sagte Lauterbach weiter.
Umfrage: Mehr als 25.000 Betrugsverfahren wegen der Corona-Pandemie aufgelaufen
In Deutschland sind einer Umfrage zufolge tausende Betrugsverfahren wegen der Corona-Pandemie aufgelaufen. Im vergangenen Jahr erreichten die Staatsanwaltschaften bundesweit über 25.000 Verdachtsfälle "wegen erschlichener Corona-Soforthilfen oder anderer Delikte mit Pandemie-Bezug", wie der Deutsche Richterbund (DRB) am Montag nach einer Umfrage bei Landesjustizverwaltungen und Staatsanwaltschaften mitteilte. Wegen wiederholter Betrügereien bei Corona-Hilfsprogrammen des Bundes warf die FDP der Bundesregierung Versagen vor.
Bei VW könnten bis Ende 2023 rund 5000 Jobs wegfallen
Beim Autobauer Volkswagen könnten bis Ende 2023 insgesamt 5000 Jobs wegfallen. Der Konzern veröffentlichte am Sonntag ein zwischen Betriebsrat und Unternehmen abgestimmtes Eckpunktepapier. Demnach ist ein "umfassendes Altersregelungs-Paket" vorgesehen, um die Anzahl der Austritte aus dem Unternehmen im Rahmen von Altersregelungen bis Ende 2023 zu erhöhen. Mit dem Plan will VW seine Transformation zur Elektromobilität finanzieren.
Sri Lanka protestiert gegen Verkauf von Bikinis und Fußmatten mit seiner Flagge
Sri Lanka setzt sich gegen den Verkauf von Bikinis und Fußmatten mit der srilankischen Flagge über den US-Versandhändler Amazon zur Wehr. Sri Lankas Botschaft in Peking erklärte am Sonntag, sie habe den Anbieter der in China hergestellten Produkte schriftlich dazu aufgefordert, den Verkauf von Fußmatten und anderen Produkten mit der srilankischen Flagge auf der Verkaufsplattform von Amazon "umgehend" zu beenden.
Eurowings stockt Flüge nach Mallorca für die Oster-Reisezeit auf
Wegen der immensen Nachfrage nach Mallorca-Flügen hat die Lufthansa-Tochter Eurowings hunderte Zusatzverbindungen für Ostern aufgelegt. Nach der Entscheidung des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Freitag, Mallorca und weitere Gebiete Spaniens von der Liste der Corona-Risikogebiete zu nehmen, seien die Flüge "im Nu ausgebucht" gewesen, teilte Eurowings am Sonntag mit. Das "bisher knappe" Mallorca-Angebot sei daher ausgeweitet worden - für die beginnende Oster-Reisezeit wurden 300 Zusatzflüge aufgelegt.
IG BAU beklagt hohe Zahl der Todesfälle auf dem Bau im vergangenen Jahr
Die Zahl der Todesfälle auf dem Bau hat im Corona-Jahr zugenommen. Einer Statistik der Gewerkschaft IG BAU zufolge verunglückten 2020 insgesamt 97 Bauarbeiter tödlich, im Vorjahr gab es 70 tödliche Unfälle. Außerdem kamen 19 Beschäftigte auf dem Arbeitsweg ums Leben, zwei weniger als 2019, zitierten die Zeitungen der Funke Mediengruppe aus der Statistik weiter.
Großbritannien: Handel mit EU stagniert wegen Brexit
Der Handel des Vereinigten Königreichs mit der Europäischen Union ist angesichts des zum Jahreswechsel endgültig vollzogenen Brexits eingebrochen. Wie am Freitag die Statistikbehörde des Landes mitteilte, sanken die Exporte von Gütern des Landes in die EU im Januar verglichen mit Dezember 2020 um 41 Prozent. Umgekehrt gab es einen Rückgang der Importe aus der EU nach Großbritannien um 29 Prozent. Der Einbruch sei gemessen an Preisen und Umfang "der größte Rückgang in einem Monat seit Beginn der Aufzeichnungen im Januar 1997", erklärte die Statistikbehörde. Das Vereinigte Königreich hatte mit dem Austritt aus dem EU-Binnenmarkt und der Zollunion zum Jahreswechsel den Brexit vollzogen. Den Statistikern zufolge schrumpfte zudem die britische Wirtschaft im ersten Monat des neuen Jahres um 2,9 Prozent, nachdem sie im Dezember noch um 1,2 Prozent zugelegt hatte. Grund für den Einbruch des Bruttoinlandsprodukts war demnach der erneute Lockdown im Land, mit dem Großbritannien vor allem die deutlich ansteckendere Virus-Mutante einzudämmen versuchte. Die britische Wirtschaft lag außerdem zuletzt neun Prozent unter dem Niveau von Februar 2020, bevor die Corona-Pandemie ausbrach. (A.Stefanowych--DTZ)
Hotels und Gaststätten fordern Öffnung um Ostern
Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) hat eine Öffnung der Betriebe um die Oster-Feiertage gefordert. "Ende März befindet sich das Gastgewerbe seit Beginn der Pandemie sieben Monate im Lockdown", sagte die Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Freitagsausgabe). "Wir verlangen deutlich mehr Tempo beim Impfen und Testen", forderte sie. Vom nächsten Bund-Länder-Treffen erwarte der Dehoga einen konkreten Fahrplan, wann und unter welchen Voraussetzungen Restaurants und Hotels wieder Gäste empfangen dürften. "61 Prozent unserer Betriebe plädieren für eine Öffnung noch vor Ostern", sagte Hartges. Rund 24 Prozent "sprechen sich mit Blick auf die immer weniger werdende Vorlaufzeit für eine Öffnung direkt nach Ostern am 6. April aus", fügte sie hinzu. Ein "Endlos-Lockdown" sei weder für die Unternehmer noch für die Beschäftigten eine Lösung, kritisierte die Dehoga-Geschäftsführerin. "Wir erwarten Gleichbehandlung mit anderen Branchen sowie praxistaugliche und widerspruchsfreie Regelungen", sagte sie der Zeitung. (O.Tatarinov--DTZ)