Chinas gefährliche Schieflage
Russlands Energie am Limit
Neoms teurer Wüstentraum
Schwedens stille Wende
Mann in Sächsischer Schweiz bei Unwetter von Baum erschlagen
Rückzieher nach heftiger Kritik: Fifa stoppt umstrittene Investoren-Pläne
"Gedemütigt": Pressestimmen zum Rückzieher von Infantino
Mindestens neun Tote bei neuen russischen Raketenangriffen auf Kiew
Sport
Nach massiver Kritik: FIFA gibt Investorenpläne auf
Der Fußball-Weltverband FIFA hat nach massiver Kritik seine Investorenpläne aufgegeben. Das teilte Präsident Gianni Infantino in der Nacht zu Samstag in einem Statement mit. Zuvor hatten bereits die Kontinentalverbände UEFA, CONCACAF und AFC Widerstand gegen Infantinos Vorhaben, Anteile an Turnieren des Weltverbandes an private Investoren zu verkaufen, angekündigt.
Kultur
US-Staatsanwaltschaft stellt Verfahren in Streit um Schäden an "Reflecting Pool" ein
Im Streit um die Schäden an einem von US-Präsident Donald Trump renovierten Wasserbecken in Washington hat die Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen den ehemaligen US-Olympiateilnehmer David Hearn eingestellt. Neue Erkenntnisse "untergraben die Beweisgrundlage für die Anklage", erklärte Staatsanwältin Jeanine Pirro am Freitag. Die von Trump angeordneten überstürzten Renovierungsarbeiten seien in Wirklichkeit einfach nur verpfuscht worden.
Letzte Nachrichten
Argentiniens Regierung verliert bei Zwischenwahl Mehrheit im Parlament
Das in Argentinien regierende mitte-links Bündnis hat bei den Zwischenwahlen seine Mehrheit im Parlament verloren. Nach vorläufigen Ergebnissen büßte die Regierung von Präsident Alberto Fernández ihre Mehrheit im Senat ein, wie die Nachrichtenagentur AFP am Sonntagabend (Ortszeit) aus informierten Kreisen erfuhr. Demnach bleiben der Regierungskoalition künftig nur noch 35 der 72 Senatssitze.
Israel gibt Corona-Impfungen für Kinder ab fünf Jahren frei
Israel hat den Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer für Kinder ab fünf Jahren freigegeben. Damit könnten bald auch alle Kinder zwischen fünf und zwölf mit dem Vakzin geimpft werden, erklärte das israelische Gesundheitsministerium am Sonntag. Bisher war der Impfstoff in Israel für Kinder ab zwölf Jahren zugelassen. Ein Expertengremium hatte dem Ministerium nun aber eine Senkung der Altersgrenze empfohlen.
Berrettini gibt auf: Zverev mit Auftaktsieg bei den ATP Finals
Tennis-Olympiasieger Alexander Zverev hat sich bei den ATP Finals in eine gute Ausgangslage im Kampf ums Halbfinale gebracht - allerdings von der Aufgabe von Matteo Berrettini profitiert. Der Weltranglistendritte führte am Sonntagabend in Turin in seinem ersten Vorrundenmatch gegen den Wimbledonfinalisten mit 7:6 (9:7), 1:0, ehe sich der Italiener erst an den seitlichen Bauchmuskeln behandeln ließ und kurz darauf aufgab.
NFL: Rodgers führt Green Bay nach Corona-Erkrankung zum Sieg
Star-Quarterback Aaron Rodgers hat mit den Green Bay Packers im ersten Spiel nach seiner schlagzeilenträchtigen Corona-Erkrankung einen klaren Sieg gefeiert. Bei Schneefall im Lambeau Field setzten sich die Packers gegen die Seattle Seahawks mit 17:0 durch. Rodgers, wertvollster Spieler der Vorsaison, blieb ohne Touchdown-Pass.
Britische Anti-Terror-Polizei nimmt drei Männer nach Explosion fest
Nach der tödlichen Explosion eines Autos vor einem Krankenhaus in Liverpool hat die britische Anti-Terror-Polizei drei Männer festgenommen. Die Männer im Alter zwischen 21 und 29 Jahren seien im Stadtteil Kensington "unter dem Anti-Terror-Gesetz" festgenommen worden, erklärte die Polizei am Sonntagabend im Internetdienst Twitter. Bei der Explosion vor einer Frauenklinik am Sonntagmorgen war ein Mensch ums Leben gekommen und ein weiterer verletzt worden.
Siebter Streich unter Flick: DFB-Team geht mit viel Rückenwind ins WM-Jahr
Siebter Streich zum Schluss: Die deutsche Nationalmannschaft hat die WM-Qualifikation auch mit einer B-Elf standesgemäß beendet und durch das 4:1 (2:0) beim Katar-Casting in Armenien den beeindruckenden Startrekord von Bundestrainer Hansi Flick weiter ausgebaut.
DFB-Auswahl beendet WM-Qualifikation erfolgreich
Die deutsche Nationalmannschaft hat die WM-Qualifikation erfolgreich abgeschlossen. Die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) besiegte Armenien in Eriwan mit 4:1 (2:0). Bundestrainer Hansi Flick baute damit seinen Startrekord auf sieben Siege in Serie aus.
Anti-Korruptionspartei in engem Rennen mit Konservativen bei Wahl in Bulgarien
Die Anti-Korruptionspartei "Wir setzen den Wandel fort" liegt bei der Parlamentswahl in Bulgarien laut ersten Prognosen in einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit der konservativen Gerb-Partei des langjährigen Regierungschefs Boiko Borissow. Die erst im September von zwei ehemaligen Geschäftsleuten gegründete Anti-Korruptionspartei kam demnach bei der Wahl am Sonntag auf gut 23 Prozent der Stimmen und lag damit nur knapp hinter der Gerb-Partei mit knapp 25 Prozent.
USA rufen Kuba zu Aufhebung von Demonstrationsverbot auf
Die USA haben Kuba aufgerufen, das Verbot der für Montag geplanten landesweiten Demonstrationen aufzuheben. Die Regierung in Havanna sei aufgefordert, die Rechte der Kubaner zu respektieren und ihnen friedliche Versammlungen "ohne Angst vor Repressionen durch die Regierung oder Gewalt" zu erlauben, erklärte US-Außenminister Antony Blinken am Sonntag. Auch die Internet- und Telefonverbindungen dürften nicht gekappt werden.
DOSB: Verbändegruppen fordern weitere Aufklärung
Ingo Weiss und Jörg Ammon fordern nach der "Brief-Affäre" im DOSB weitere Aufklärung. Die beiden Sprecher der Spitzensportverbände und Landessportbünde räumten nach der Konferenz der Mitgliedsorganisationen des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) am Sonntag in Düsseldorf ein, noch kein klares Bild über die juristischen Verfahren zu haben, die Präsident Alfons Hörmann zuletzt nahezu im Alleingang angestrengt hatte.
Beschäftigte sollen den Impfstatus offenlegen müssen
Im Kampf gegen die steigenden Corona-Infektionen schlägt Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) einschneidende Änderungen für Beschäftigte und Betriebe vor: In einem DEUTSCHE TAGESZEITUNG vorliegenden Gesetzentwurf heißt es, Beschäftigte seien verpflichtet, am Arbeitsplatz einen Impf- oder Genesenennachweis vorzulegen. Wer dies nicht kann, muss sich demnach täglich testen lassen. Der Arbeitgeber muss die Nachweise kontrollieren - sonst droht ein Bußgeld. Außerdem will Heil die Homeoffice-Pflicht wieder einführen. Beschäftigte dürften die Arbeitsstätte nur betreten, "wenn sie über einen aktuellen Nachweis –geimpft, genesen oder getestet – verfügen", heißt es in dem Entwurf. "Verantwortlich für die Beibringung des Testzertifikats (zum Beispiel durch Wahrnehmung eines Bürgertests)" seien die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Der Test darf nicht älter als 24 Stunden sein, ein PCR-Test 48 Stunden. Zur Kontrolle der Nachweise "werden die Betriebe verpflichtet", heißt es in der Verordnung weiter. Dies liege auch in ihrem Interesse, weil etwa Personalausfälle durch Erkrankung oder Quarantäne vermieden werden könnten. Wenn ein Beschäftigter keinen Nachweis vorlegt, soll dies dem Gesetzentwurf zufolge als Ordnungswidrigkeit gelten. Arbeitgebern droht demnach ein Bußgeld, wenn sie ihrer "Kontroll- und Dokumentationspflicht" nicht nachkommen. Zur Begründung dieser strengen Vorgaben heißt es in dem Entwurf, "die Verarbeitung der Nachweise über den Status geimpft, genesen oder getestet von Beschäftigten zum Zwecke der Zugangsbeschränkung der Arbeitsstätte ist im Sinne dieser Vorschrift aus Gründen des öffentlichen Interesses im Bereich der öffentlichen Gesundheit erforderlich, um die Weiterverbreitung der Coronavirus-Krankheit-2019 an diesem Ort zu begrenzen". Die Datenverarbeitung stehe auch nicht außer Verhältnis zu den datenschutzrechtlichen Belangen der betroffenen Beschäftigten. Zur Homeoffice-Pflicht heißt es im Gesetzentwurf: "Der Arbeitgeber hat den Beschäftigten im Fall von Büroarbeit oder vergleichbaren Tätigkeiten anzubieten, diese Tätigkeiten in deren Wohnung auszuführen, wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen." Die Beschäftigten ihrerseits hätten dieses Angebot anzunehmen, soweit keine Gründe entgegenstünden. Die Homeoffice-Pflicht war zum 1. Juli in diesem Jahr aufgehoben worden. DEUTSCHE TAGESZEITUNG erfuhr, die Bundestagsfraktionen der Ampel-Parteien berieten seit dem Wochenende über den Entwurf aus dem Hause Heil. SPD-Chefin Saskia Esken hatte sich bereits Samstagabend für Nachbesserungen des Entwurfs für das neue Infektionsschutzgesetz ausgesprochen. "Es ist sehr gut möglich und ich würde es an Stellen auch befürworten, dass wir den Gesetzentwurf nochmal nachschärfen", sagte Esken dem ARD-Hauptstadtstudio. Diskutiert werden müsse neben regelmäßigen Corona-Tests für Beschäftigte in Bereichen wie der Pflege oder in Schulen "auch eine Impfpflicht in diesen Bereichen". Zu einem möglichen weiteren Lockdown sagte Esken, "wir wollen es möglich machen, dass alle gut geschützt sind und dass wir gut durch den Winter kommen mit Beschränkungen, die diejenigen, die vernünftig sind, die geimpft sind, die sich auch regelmäßig testen lassen, die eine Auffrischimpfung bekommen, dass die diese Beschränkungen nicht ertragen müssen". Die Infektionen in Deutschland steigen derzeit stark. Am Sonntag lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 289 und erreichte damit den siebten Tag in Folge einen neuen Höchststand. (W.Uljanov--DTZ)
Lufthansa zahlt alle seine Corona-Finanzhilfen zurück
Früher als geplant hat die Lufthansa alle Corona-Hilfen des Staates zurückgezahlt. Am Freitag sei eine Milliarde Euro an den Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) der Bundesrepublik gegangen, nicht abgerufene Mittel seien zudem gekündigt worden, teilte die Lufthansa mit. Konzernchef Carsten Spohr sprach von einem "mentalen Befreiungsschlag". Die Lufthansa hatte in der Corona-Krise mit der Bundesregierung und der EU-Kommission ein insgesamt neun Milliarden Euro schweres staatliches Rettungspaket ausgehandelt - drei Milliarden Euro als Darlehen der staatlichen Förderbank KfW und sechs Milliarden Euro aus dem WSF. Der Konzern nahm nach eigenen Angaben rund 3,8 Milliarden Euro in Anspruch. Darin enthalten sind rund 306 Millionen Euro, mit denen der WSF seine Aktienbeteiligung am Unternehmen aufbaute. Der Fonds will die Anteile früheren Angaben zufolge frühestens in fünf Monaten verkaufen - spätestens aber bis Oktober 2023. Die Lufthansa hatte bereits im Februar einen Kredit der staatlichen Förderbank KfW in Höhe von einer Milliarde Euro vorzeitig getilgt. Im Oktober zahlte der Konzern 1,5 Milliarden Euro an den WSF, nun eine weitere Milliarde. Die Rückzahlungen ermöglicht hätten vor allem "die steigende Nachfrage nach Flugreisen, die schnelle Restrukturierung und Transformation" sowie "das Vertrauen der Kapitalmärkte in das Unternehmen", teilte Lufthansa mit. Der Konzern gab seit November 2020 mehrere Anleihen aus und lieh sich so Geld von Investoren; im Oktober gab die Airline neue Aktien aus und sammelte so knapp 2,2 Milliarden Euro ein. Der Konzern strich zudem mehr als 30.000 Stellen. Lufthansa-Chef Carsten Spohr erklärte am Freitag, er bedanke sich im Namen aller Beschäftigten bei der Bundesregierung und den Steuerzahlern. "In der schwersten finanziellen Krise unserer Unternehmensgeschichte haben sie uns eine Zukunftsperspektive gegeben. Dadurch konnten wir mehr als 100.000 Arbeitsplätze erhalten." Gegenüber Journalisten sagte Spohr: "Als wir nach den drei besten Jahren unserer Unternehmensgeschichte plötzlich auf finanzielle Hilfe angewiesen waren, war das ein großer Schock. Dass wir nun vor fast allen anderen in der Branche finanziell wieder auf eigenen Beinen stehen können, ist deshalb mental sehr wichtig." Auch nach Rückzahlung aller Kredite und Einlagen an den WSF bleibe "noch mehr als dreimal so viel Liquidität wie vor der Krise". Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) erklärte, die frühzeitige Rückzahlung zeige, dass die in der Corona-Pandemie eingesetzten Instrumente "wirken" und "die richtigen Anreize für eine rasche Rückkehr zur Selbständigkeit" setzen. Der WSF habe als Kriseninstrument funktioniert. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) erklärte: "Der Kranich hat wieder ordentlich Auftrieb." Die Hilfe sei zudem ein gutes Geschäft für die Staatskasse gewesen – "denn wie es aussieht, wird der Staat am Ende seines Engagements ein Plus machen." Medienkreise berichteten vorab aus seiner neuen Ausgabe, dass aktuell das Schweizer Catering-Unternehmen Gategroup um Hilfe vom WSF bittet. Gategroup hatte im Dezember 2020 das Europageschäft der Lufthansa-Tochter LSG endgültig übernommen. Die Hilfe ist möglich, weil das Schweizer Unternehmen Standorte in Deutschland hat - um wieviel Geld es gehen soll, wird laut "Spiegel" noch geprüft. Die Übernahme der LSG bereue Gategroup aber nicht, berfuhr DEUTSCHE TAGESZEITUNG. "Mittel- und langfristig bietet die Übernahme für uns weiterhin eine gute Perspektive." (L.Møller--DTZ)
DFB-Präsidenten-Wahl: Uneinige Amateure schlagen neben Neuendorf auch Peters vor
Auf der Suche nach einem neuen Präsidenten für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) ist die viel beschworene Einigkeit der Landesverbände im Amateurlager kurz vor Ablauf der Nominierungsfrist am Montag (15. November) offenbar zerbrochen. Informationen des Fachmagazins kicker zufolge schlug der westfälische Verband (FLVW) bei den abschließenden Beratungen der "Landesfürsten" zusammen mit den 20 weiteren Landesorganisationen zwar erwartungsgemäß Mittelrhein-Präsident Bernd Neuendorf vor, nominierte aber zugleich auch den DFB-Interimspräsidenten Peter Peters.
Jahresabschluss in Armenien: Flick gibt Reservisten eine Chance
Hansi Flick gibt zum Jahresabschluss der deutschen Fußball-Nationalmannschaft einigen Reservisten eine Bewährungschance. Der Bundestrainer schickt im letzten WM-Qualifikationsspiel am Sonntag (18.00 Uhr/RTL) in Eriwan gegen Armenien unter anderem den Gladbacher Florian Neuhaus als Ersatz des angeschlagenen Leon Goretzka von Beginn an aufs Feld.
Dritter Sieg im dritten Spiel: DEB-Team gewinnt Deutschland Cup
Mit dem dritten Sieg im dritten Spiel hat die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft erstmals seit sechs Jahren den Deutschland Cup gewonnen. Das Team von Bundestrainer Toni Söderholm bezwang in der entscheidenden Partie am Sonntag in Krefeld die Slowakei mit 4:1 (2:0, 1:1, 1:0) und holte sich mit der Maximalausbeute von neun Punkten den Siegerpokal.
Airbus erhält Großauftrag über 255 Flugzeuge vom Typ A321
Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat auf der ersten großen Luftfahrtmesse seit dem Beginn der Corona-Pandemie einen Großauftrag erhalten: Das US-Unternehmen Indigo Partners habe 255 Maschinen vom Typ A321 für seine vier Fluggesellschaften Wizz Air, Frontier, Volaris und Jetsmart bestellt, teilte Airbus am Sonntag am ersten Tag der Dubai Flugshow mit. Zum Wert des Großauftrags machte Airbus keine Angaben.
Maas droht Fluggesellschaften in Flüchtlingsstreit mit Belarus mit Sanktionen
Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat Fluggesellschaften, die sich weiter am Transport von Flüchtlingen über Belarus beteiligen, mit dem Entzug von Überflugrechten und Landegenehmigungen in der EU gedroht. "Alle Fluglinien sollten dem Beispiel von Turkish Airlines und anderen folgen und sich Lukaschenkos Schleusergeschäft konsequent verweigern", erklärte Maas am Sonntag im Onlinedienst Twitter.
Rossi im letzten Rennen Zehnter - Dreifach-Sieg für Ducati
Italiens Motorrad-Superstar Valentino Rossi hat das letzte MotoGP-Rennen seiner langen Karriere auf dem zehnten Platz beendet. Bei der großen Abschiedsshow für den neunmaligen Weltmeister in Valencia siegte dessen Landsmann Francesco Bagnaia vor dem Spanier Jorge Martin. Der Australier Jack Miller machte den Dreifach-Sieg von Ducati perfekt.
Steinmeier kritisiert gespaltenes Verhältnis der Deutschen zur Bundeswehr
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat zum Volkstrauertag ein gespaltenes Verhältnis der Deutschen zur Bundeswehr kritisiert. Es werde von den Soldatinnen und Soldaten als "Staatsbürger in Uniform" gesprochen, sagte Steinmeier am Sonntag beim zentralen Gedenken im Bundestag. Aber wenn diese Soldaten geehrt werden sollten wie kürzlich vor dem Reichstag, dann sähen viele Bürger sie am Ende doch lieber in Zivil gekleidet und ohne Fackel in der Hand.
DOSB-Wahl: Mayer zieht zurück - Weikert will "Lösungen finden"
Stephan Mayer hat sich aus dem Rennen um die Präsidentschaft im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) zurückgezogen. Das gab der CSU-Politiker, zuletzt Staatssekretär im Bundesinnenministerium, auf der Konferenz mit den Mitgliedsorganisationen des DOSB in Düsseldorf bekannt. Damit bleiben für die Wahl am 4. Dezember in Weimar derzeit zwei Kandidaten für die Nachfolge von Alfons Hörmann: Thomas Weikert und Claudia Bokel.
DFB: Interimspräsident Koch für Impfung der Nationalspieler
Nach dem Corona-Schreck im DFB-Team hat sich Co-Interimspräsident Rainer Koch für eine Impfung der Fußball-Nationalspieler ausgeprochen. Es seien "alle der gleichen Auffassung, dass wir darauf hinwirken, dass Überzeugungsarbeit geleistet wird, sich impfen zu lassen. Da gibt es keinen Dissens", sagte der 62-Jährige im Interview mit den Nürnberger Nachrichten und der Nürnberger Zeitung (Montagsausgabe).
Verdi kündigt weitere Warnstreiks im öffentlichen Dienst der Länder am Dienstag an
Im festgefahrenen Tarifkonflikt für die 800.000 Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder außer Hessen hat die Gewerkschaft weitere Warnstreiks am Dienstag angekündigt. Es werde zu Aktionen und Arbeitsniederlegungen im Bereich des Gesundheitswesens kommen, erklärte Verdi am Sonntag in Berlin. Der Gewerkschaftsvorsitzende Frank Werneke verwies auf "empfindlich steigende Lebenshaltungskosten und wachsende Arbeitsbelastung".
Lockdown für Ungeimpfte in Österreich in Kraft getreten
In Österreich ist am Montag ein landesweiter Lockdown für Ungeimpfte in Kraft getreten. Er gilt zunächst für zehn Tage für alle Menschen ab zwölf Jahren, die weder über einen Impfnachweis noch über den Nachweis einer in den vergangenen 180 Tagen überstandenen Corona-Infektion verfügen. Vor dem Kanzleramt in Wien hatten sich schon am Sonntag einige hundert Menschen zu Protesten gegen die Maßnahmen versammelt, Massenkundgebungen blieben aber aus.
Lockdown für Ungeimpfte in Österreich ab Montag
In Österreich gilt ab Montag ein landesweiter Corona-Lockdown für Ungeimpfte und Ungenesene. "Die Corona-Situation in Österreich ist ernst", sagte Bundeskanzler Alexander Schallenberg am Sonntag nach einer Videokonferenz mit Spitzenvertretern der Bundesländer und sprach von einer "beschämend niedrigen Impfquote". Die Regierung ergreife "diesen Schritt nicht leichten Herzens, aber leider ist er notwendig".
Krawietz verpasst Überraschung zum Auftakt der ATP Finals
Doppelspezialist Kevin Krawietz (Coburg) hat zum Auftakt der ATP Finals in Turin eine Überraschung verpasst. Der zweimalige French-Open-Sieger verlor am Sonntag an der Seite seines rumänischen Partners Horia Tecau die erste Vorrundenpartie gegen die topgesetzten Olympiasieger und Wimbledonchampions Nikola Mektic/Mate Pavic (Kroatien) mit 4:6, 4:6.
Gaddafi-Sohn Seif al-Islam kandidiert für Präsidentenamt in Libyen
Seif al-Islam, Sohn des früheren libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi, kandidiert bei der Präsidentenwahl. Gaddafi habe am Sonntag seine Kandidatur angemeldet, teilte die libysche Wahlkommission mit, welche die Präsidentenwahl am 24. Dezember und die Parlamentswahl einen Monat später organisiert. Der 40-Jährige habe alle "erforderlichen rechtlichen Bedingungen" erfüllt. Zudem sei er als Wähler für einen Wahlbezirk der Stadt Sebha registriert worden.
Möglicherweise zwei Dutertes als Kandidaten für philippinisches Vizepräsidentenamt
Zwei Tage vor Ablauf der Bewerbungsfrist für die Präsidentschaftswahl auf den Philippinen haben der scheidende Amtsinhaber Rodrigo Duterte und seine Tochter Sara für einige Überraschung gesorgt: Nach Angaben der Wahlkommission bewarb sich Sara Duterte am Samstag nicht wie allgemein erwartet um die Nachfolge ihres Vaters, sondern um das Vizepräsidenten-Amt. Kurz darauf stellte auch Duterte eine mögliche Kandidatur als Vize in Aussicht.
Queen nimmt wegen Rückenproblemen nicht an Gedenkfeier für Soldaten teil
Nach mehreren krankheitsbedingten Ausfällen hat Queen Elizabeth II. auch ihre Teilnahme an der Gedenkfeier für die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkriegs am Sonntag in London abgesagt. Nach Angaben des britischen Königshauses hat sich die Monarchin den Rücken verstaucht. Die 95-Jährige bedauere sehr, "dass sie den Gottesdienst verpasst", erklärte der Buckingham-Palast.
Zverev wünscht sich mehr Pause und fordert Reform des Turnierkalenders
Zum Ende einer kräftezehrenden Tennissaison hat Alexander Zverev eine umfassende Reform des Turnierkalenders gefordert. "Nach den US Open noch je ein Masters, ein 500er-Turnier und die WM, dann sind wir Ende Oktober fertig", sagte der Olympiasieger, der derzeit beim Saisonfinale der acht Jahresbesten in Turin spielt, der Bild. Der 24-Jährige hatte zuletzt mehrfach betont, müde und ausgelaugt zu sein.
Südafrikanischer Schriftsteller Wilbur Smith ist tot
Der südafrikanische Schriftsteller Wilbur Smith ist tot. Smith verstarb am Samstag überraschend im Alter von 88 Jahren in seinem Haus in Kapstadt, wie sein Verlag mitteilte. Am Morgen habe er noch zusammen mit seiner Frau gelesen und geschrieben. Der in Sambia geborene Bestseller-Autor ist unter anderem für seinen 1964 erschienenen Debütroman "When the Lion Feeds" (In der Umarmung des Löwen/Der Unbesiegbare) bekannt.
Bulgaren wählen zum dritten Mal in diesem Jahr neues Parlament
In Bulgarien ist am Sonntag zum dritten Mal in diesem Jahr ein neues Parlament gewählt worden. Die beiden vorangegangenen Parlamentswahlen im April und Juli führten jeweils zu einem zersplitterten Parlament, so dass es keiner Partei gelang, eine stabile Regierungskoalition zu bilden. Die Bulgaren waren zudem zur Wahl eines Präsidenten aufgerufen. Überschattet wurde die Wahl von der bislang tödlichsten Corona-Welle im Land.
Kretschmer erwartet Corona-Welle bis Ostern und Rekordzahl an Toten
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) erwartet ein Andauern der vierten Corona-Welle bis Ostern und eine Rekordzahl an Toten. "Wir stehen erst am Anfang eines harten Winters: Die Welle, die wir vor uns haben, wird alle bisherigen Wellen in den Schatten stellen", sagte Kretschmer der "Bild am Sonntag". "Diese vierte Welle wird mehr Opfer, auch mehr Todesopfer, verlangen als alles, was wir bisher kannten."