Chinas Angriff auf ASML
Kiew setzt Moskau unter Druck
Irans Krieg trifft den Golf
Kiew wieder in Putins Visier
Drohnenangriff auf Schiffe: Bulgarische Rettungskräfte stellen Suche nach Seeleuten ein
Möglicher Pest-Todesfall in Russland: USA und WHO fordern Aufklärung
Aufschwung im Baugewerbe - auch Industrieproduktion im August leicht im Plus
Reichinnek: Merz muss nach Wahl von AfD-Landtagspräsident für Konsequenzen sorgen
Politik
Huthi-Miliz vermeldet Raketenangriff auf Flughafen von Riad
Die jemenitische Huthi-Miliz hat nach eigenen Angaben den internationalen Flughafen der saudiarabischen Hauptstadt Riad mit einer Rakete angegriffen. "Unsere Streitkräfte haben gerade den König-Chalid-Flughafen in Riad mit einer ballistischen Rakete attackiert", erklärte Huthi-Militärsprecher Jahja Saree am Mittwoch. Der Angriff sei "präzise" gewesen und habe zu einer Störung des Flugbetriebs geführt.
Sport
NHL: Seider gewinnt deutsches Duell mit Stützle
Eishockey-Nationalmannschaftskapitän Moritz Seider hat im deutschen Duell mit Tim Stützle den ersten Saisonsieg in der NHL gefeiert. Der 25-Jährige setzte sich mit den Detroit Red Wings mit 5:3 gegen die Ottawa Senators durch.
Letzte Nachrichten
Bundeskanzler lobt Gesprächskanäle zur Deeskalation der Ukraine-Krise
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat die Gesprächskanäle unter Einbeziehung aller Seiten zur Deeskalation der Ukraine-Krise gelobt. Die Situation werde "nicht weniger ernst, dadurch dass die Gespräche angefangen haben", sagte Scholz bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem niederländischen Regierungschef Mark Rutte am Donnerstag in Berlin. "Aber man sieht, wie notwendig sie sind."
US-Senat: Neue Sanktionen gegen Nord Stream 2
Vor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts hat der US-Senat sich mit möglichen neuen Sanktionen gegen die umstrittene Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 befasst. Die Senatoren debattierten am Donnerstag über einen vom Republikaner Ted Cruz vorgelegten Gesetzentwurf, der insbesondere auf die Betreibergesellschaft Nord Stream 2 AG abzielt. Mit dem Text werden zugleich die Befugnisse von Präsident Joe Biden eingeschränkt, unter Verweis auf nationale Sicherheitsinteressen Ausnahmen von Sanktionen zu gewähren. Die Abstimmung wurde für den Nachmittag (14.45 Uhr Ortszeit; 20.45 Uhr MEZ) angesetzt. Der Gesetzentwurf braucht eine Mehrheit von 60 der 100 Senatoren. Da die Republikaner 50 Senatoren stellen und damit zehn Demokraten mit ihnen stimmen müssten, galt eine Zustimmung als unwahrscheinlich. Die bereits fertiggestellte, aber noch nicht in Betrieb gegangene Pipeline soll unter Umgehung der Ukraine russisches Gas nach Deutschland bringen. Das Projekt stößt in den USA auf breite Ablehnung: Die Biden-Regierung und Parlamentarier beider Parteien sehen Nord Stream 2 als geopolitisches Machtinstrument in den Händen des Kreml. Bidens Demokraten und die oppositionellen Republikaner streiten aber über den richtigen Umgang mit der Pipeline. Biden verzichtete im vergangenen Mai über eine Ausnahmeregelung auf Sanktionen gegen die in der Schweiz ansässige Nord Stream 2 AG und deren deutschen Geschäftsführer Matthias Warnig, um das Verhältnis zu Deutschland nicht zu belasten. Außenminister Antony Blinken erklärte damals, ein Verzicht auf die Strafmaßnahmen sei "im nationalen Interesse der USA". Republikaner wie Ted Cruz drängten in der Folge aber auf eine Verhängung weiterer Sanktionen, um eine Inbetriebnahme der Pipeline noch zu verhindern. Ein Versuch des konservativen Senators, die Sanktionen im Ende vergangenen Jahres verabschiedeten neuen Verteidigungshaushalt zu verankern, scheiterte. Cruz konnte aber durchsetzen, dass jetzt über seinen Gesetzestext abgestimmt wird. Als Druckmittel hatte er eine Bestätigung zahlreicher von Biden nominierter Botschafterinnen und Botschafter blockiert, darunter die designierte Botschafterin für Deutschland, Amy Gutmann. Auch bei einem Scheitern der Gesetzesvorlage wären neue Sanktionen gegen Nord Stream 2 nicht vom Tisch. Die Demokraten haben im Senat einen eigenen Gesetzentwurf vorgelegt, der eine Reihe von Sanktionen gegen Russland vorsieht, sollten die russischen Streitkräfte in der Ukraine einmarschieren. Sanktionen sollen dann nicht nur gegen Russlands Staatschef Wladimir Putin, russische Regierungsmitglieder und Banken verhängt werden, sondern auch gegen alle Unternehmen sowie deren Führungskräfte, die an "Planung, Bau oder Betrieb" von Nord Stream 2 beteiligt sind. US-Außenminister Blinken hatte in der vergangenen Woche beim Antrittsbesuch von Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) in Washington darauf gepocht, dass kein russisches Gas durch die Pipeline fließen dürfe, sollte Moskau in der Ukraine einmarschieren. Baerbock wollte sich darauf nicht konkret festlegen und sagte lediglich, die Bundesregierung werde mit ihren EU-Partnern "effektive Maßnahmen" ergreifen, wenn Russland Energie als "Waffe" einsetze oder es zu "weiteren aggressiven Handlungen" komme. (U.Beriyev--DTZ)
Lauterbach richtet dringenden Appell an Ungeimpfte
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat ungeimpfte Menschen in Deutschland angesichts der hochansteckenden Omikron-Variante des Coronavirus eindringlich zu einem Sinneswandel aufgerufen. "Ich appelliere an Ihre Vernunft, ich appelliere an Ihre Solidarität", sagte Lauterbach am Donnerstag im Bundestag. "Viele von uns erbringen große Opfer, um sie zu schützen. Bitte ergreifen sie die Gelegenheit zumindest zur ersten Impfung." Lauterbach verwies darauf, dass Ungeimpfte - und dabei besonders die Älteren - durch die Omikron-Variante besonders gefährdet seien. Einen weitreichenden Schutz vor Infektionen und schwerer Krankheit biete allerdings nur die Auffrischungsimpfung. Daher habe die neue Bundesregierung von Anfang an eine Offensive und groß angelegte Kampagne begonnen, für die ausreichend Ärzte und Impfstoff zur Verfügung stünden. Das Bundesgesundheitsministerium habe dafür 55 Millionen Dosen zusätzlich gekauft. "Für jeden, der eine Boosterimpfung möchte, steht der Impfstoff zur Verfügung", sagte Lauterbach. Mit dieser Kampagne könne es gelingen, "aus der Wand der Omikron-Welle einen steilen Hügel zu machen oder zumindest die Höhe der Wand zu begrenzen". Im dritten Jahr der Pandemie entscheide sich, ob Corona zu einem endemischen Virus mit geringer Sterblichkeit und geringer Bedrohung der medizinischen Versorgung und mit weniger Leid und Tod werde "oder ob wir diese Gelegenheit verpassen", sagte der Minister. "Wir müssen alles daran setzen, dass es kein viertes Jahr mit ähnlicher Bedrohung für unsere Gesellschaft mehr gibt". Lauterbach setzte sich in seiner Rede erneut für eine allgemeine Impfpflicht ein. Wer sich der Möglichkeit zur Impfung verweigere, "verletzt sogar das moralische Gebot des kategorischen Imperativ im Sinne von Immanuel Kant". Denn eine solche Verweigerung könne "nie die Maxime des Handelns für uns alle sein." Der Bundesgesundheitsminister äußerte zudem die Erwartung, dass nach Omikron noch weitere Varianten von Corona auftreten könnten. Es gebe in der wissenschaftlichen Literatur kaum Spezialisten, die davon ausgingen, dass Omikron die letzte Variante sein werde. "Wir müssen auch in Zukunft mit gefährlichen und besonders ansteckenden Varianten rechnen." Durch die Anpassung der Impfstoffe sei auch künftig ein Schutz vor schwerem Verlauf und Tod zu erwarten. (A.Nikiforov--DTZ)
FIA startet Untersuchungen zu umstrittenem Formel-1-Finale
Der Automobil-Weltverband FIA hat die angekündigte Untersuchung zu den umstrittenen Vorfällen im letzten Formel-1-Saisonrennen in Abu Dhabi aufgenommen. Der neue FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem kündigte als ersten Schritt Gespräche mit allen Rennställen an. Am kommenden Mittwoch stehe dabei der "Einsatz des Safety Cars" auf der Agenda. Anschließend sollen die Fahrer in die Diskussion eingebunden werden.
Energieverband kritisiert "unseriöse" Billigstromanbieter für Lieferstopp
Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hat angesichts zuletzt immer wieder kurzfristig gekündigter Lieferverträge das Geschäftsmodell von "unseriösen Billigstrom-Anbietern" kritisiert. "Sie erfüllen ihre Lieferverpflichtungen nicht und wälzen ihre hausgemachten Probleme auf die Grundversorger ab", kritisierte BDEW-Hauptgeschäftsführerin Kerstin Andreae am Donnerstag. Auch für die Grundversorger, die gekündigte Stromkunden mit Energie versorgen müssen, könnten durch die kurzfristigen Vertragskündigungen schwere wirtschaftliche Probleme entstehen.
Schwesig besucht Standort der MV Werften in Wismar
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat am Donnerstag den Standort der MV Werften in Wismar besucht. "Die Landesregierung steht fest an der Seite der MV Werften", erklärte Schwesig. Gemeinsam mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter Christoph Morgen, der die Ministerpräsidentin bei ihrem Besuch begleitete, solle nun ausgelotet werden, inwiefern das Kreuzfahrtschiff "Global One" trotz des eröffneten Insolvenzverfahrens noch fertiggestellt werden kann.
Nobelkomitee: Abiy hat "besondere Verantwortung" bei Beendigung von Tigray-Konflikt
Das norwegische Nobelkomitee hat dem von ihm ausgezeichneten äthiopischen Regierungschef Abiy Ahmed eine wichtige Rolle bei der Beendigung des blutigen Konflikts in der Krisenregion Tigray zugewiesen. Als Friedensnobelpreisträger trage Abiy "eine besondere Verantwortung, den Konflikt zu beenden und zum Frieden beizutragen", sagte die Vorsitzende des Komitees, Berit Reiss-Andersen, der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag. Sie bezeichnete die humanitäre Lage in dem Land als "sehr ernst".
Spanien begrenz den Preis für Corona-Selbsttests nur noch drei Euro
Die spanische Regierung hat die Preise für Corona-Selbsttests auf knapp unter drei Euro begrenzt. "Die einstimmige Entscheidung war, den maximalen Verkaufspreis auf 2,94 Euro festzulegen", sagte die spanische Gesundheitsministerin Carolina Darias am Donnerstag. Zuvor war die Kritik an hohen Preisen von sieben bis zwölf Euro pro Test immer lauter geworden. Die neue Preisbegrenzung soll am Samstag in Kraft treten. Darüber hinaus kündigte die Gesundheitsministerin an, dass Spanien auch die dritte Impfung für 18- bis 39-Jährige ermöglichen werde. Die Frist nach der zweiten Impfung werde außerdem von derzeit sechs auf fünf Monate verkürzt. Kritiker bemängelten, die Preisbegrenzung sei zu spät verabschiedet worden. Während der Weihnachtszeit war die Nachfrage nach Selbsttests in die Höhe geschossen, es kam zu Engpässen und deutlich erhöhten Preisen. "Wenn (Ministerpräsident Pedro) Sanchez vernünftig wäre, dann wären die Selbsttests umsonst", erklärte Teodoro García Egea von der konservativen Oppositionspartei Partido Popular (PP) am Mittwoch bei Twitter. "Wir fordern, dass die Regierung die Selbsttests subventioniert, so dass sie maximal zwei Euro kosten". Auch die Verbraucherschutzorganisation Facua kritisierte den neuen Preis als "komplett unvernünftig". Der Maximalpreis liege oberhalb des Niveaus in anderen EU-Ländern. Hersteller könnten so weiterhin "einen enormen Profit machen". Die Gesundheitsministerin Darias begründete den Zeitpunkt der Preisbegrenzung mit der Sorge um Engpässe. "Das Ziel war, das Angebot zu sichern und sobald das erreicht war, haben wir eine Preisbegrenzung eingeführt", sagte sie. Wie die meisten EU-Staaten verzeichnete auch Spanien zuletzt eine neue Welle von Corona-Fällen aufgrund der Omikron-Variante. Innerhalb von 24 Stunden infizierten sich am Mittwoch 179.125 Menschen, ein neuer Höchststand in Spanien. Bisher hat das Land knapp 7,8 Millionen Corona-Fälle verzeichnet, über 90.000 Menschen starben seit März 2020 an oder mit Corona. (Y.Ignatiev--DTZ)
EU untersagt geplante Mega-Fusion südkoreanischer Schiffbauer
Wegen der Befürchtung von Wettbewerbseinschränkungen bei der Lieferung großer Flüssigerdgas-Tanker hat die EU-Kommission ihr Veto gegen die geplante Fusion zweier Schiffbau-Schwergewichte in Südkorea eingelegt. Wie die Brüsseler Behörde am Donnerstag mitteilte, untersagte die Kommission die Übernahme des Unternehmens Daewoo Shipbuilding & Marine Engineering durch den Rivalen Hyundai Heavy Industries Holdings. Ein Zusammenschluss würde demnach dazu führen, dass das fusionierte Unternehmen fast zwei Drittel des weltweiten Marktes für Tanker für Flüssigerdgas (LNG) kontrolliert.
Vorstoß für verschärfte US-Sanktionen gegen Nord Stream 2 gescheitert
Im US-Senat ist ein neuer Vorstoß für verschärfte Sanktionen gegen die umstrittene Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 gescheitert. Das Gesetzesvorhaben des republikanischen Senators Ted Cruz erreichte am Donnerstag bei einer Abstimmung in der Kongresskammer wie erwartet nicht die erforderliche Mehrheit.
Italienische Zeitung lobt kurz vor Präsidentenwahl Vorzüge Berlusconis
Wenige Tage vor der Wahl des Staatspräsidenten in Italien hat der ehemalige Regierungschef und Medientycoon Silvio Berlusconi sich in einer italienischen Tageszeitung offenbar in höchsten Tönen selbst gelobt. In ihrer am Donnerstag erschienen Ausgabe präsentiert die rechte Zeitung "Il Giornale" ein Bild des 85-Jährigen und nennt eine ganze Liste mit angeblichen Vorzügen des Politikers, der für das höchste Staatsamt kandidiert. Die Zeitung gehört zum Berlusconi-Imperium.
Vorsitzende des Ethikrats sieht Bedingungen für Impfpflicht noch nicht erfüllt
Die Vorsitzende des Deutschen Ehtikrats, Alena Buyx, sieht die von dem Gremium gestellten Bedingungen für die Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht bisher nicht gegeben. "Wir haben der Politik ins Aufgabenheft geschrieben, was alles gemacht werden müsste, bevor eine Impfpflicht kommen könnte: Man müsste zum Beispiel noch viel mehr niedrigschwellige, flächendeckende Impfangebote haben", sagte sie dem "Spiegel". "Eine echte zielgruppenspezifische Strategie aber wurde bislang versäumt."
Prozess gegen IS-Rückkehrerin nach Tod von Sohn bei Bombenangriff in Syrien
In Hamburg hat am Donnerstag ein Prozess gegen eine mutmaßliche IS-Rückkehrerin begonnen, deren minderjähriger Sohn in Syrien unter ihrer Aufsicht zum Kämpfer für die Dschihadistenmiliz ausgebildet und bei einem Bombenangriff getötet worden sein soll. Die 44-Jährige aus Schleswig-Holstein muss sich deshalb unter anderem wegen der Mitgliedschaft in einer ausländischen Terrororganisation, fahrlässiger Tötung und Kriegsverbrechen vor dem Hamburger Oberlandesgericht verantworten.
Spiegel kündigt "Zukunftspaket" mit Kultur und Sport für Kinder an
Bundesfamilienministerin Anne Spiegel (Grüne) will wegen der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie ein "Zukunftspaket" für Kinder und Jugendliche schnüren. In der Corona-Krise seien "viel Sport, Kultur, viele Kindergeburtstage und viele Jugendbegegnungen leider ausgefallen", sagte Spiegel am Donnerstag im Bundestag. "Deshalb werden wir ein neues Zukunftspaket für Bewegung, Kultur und Gesundheit auf den Weg bringen, um Kinder und Jugendliche in dieser schwierigen Phase zu stärken."
Doll läuft im Ruhpolding-Sprint auf Platz zwei - Lesser Sechster
Biathlet Benedikt Doll hat beim Heim-Weltcup in Ruhpolding hauchdünn den Sieg verpasst, mit einem zweiten Platz kurz vor Olympia aber reichlich Selbstvertrauen gesammelt. Der 31-Jährige blieb im Sprint über 10 km am Donnerstag erstmals in dieser Saison fehlerfrei und musste sich nur um 7,2 Sekunden dem ebenfalls makellosen französischen Gesamtweltcupführenden Quentin Fillon Maillet geschlagen geben.
PETA erstattet Strafanzeige gegen Beerbaum
Die Tierrechtsorganisation PETA hat bei der Staatsanwaltschaft Münster Strafanzeige gegen den viermaligen Olympiasieger Ludger Beerbaum und eine weitere noch unbekannte Person wegen quälerischer Tiermisshandlung und Mittäterschaft erstattet. Grundlage dafür sind die in einem RTL-Beitrag am Dienstag geäußerten Vorwürfe unerlaubter Methoden beim Training der Springpferde auf Beerbaums Anlage in Riesenbeck. Beerbaum hatte die Anschuldigungen am Mittwoch zurückgewiesen und juristische Schritte angekündigt.
Ungeimpfte machen Mehrheit aller Covid-19-Fälle auf Intensivstationen aus
Ungeimpfte machen in Deutschland die Mehrheit aller Covid-19-Fälle auf Intensivstationen aus. Das bestätigen Daten aus dem Intensivregister, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) und die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin am Donnerstag mitteilten.
EU will ukrainische Offiziere für die Abwehr von Cyber-Angriffen ausbilden
Die EU will ukrainische Offiziere künftig zur Abwehr von Cyber-Angriffen ausbilden. "Es handelt sich um eine Ausbildung auf hohem Niveau für Führungskräfte der ukrainischen Armee", sagte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell am Donnerstag beim Treffen der EU-Außen- und Verteidigungsminister im französischen Brest. Borrell begrüßte den Informationsaustausch mit den USA, die derzeit mit Russland über die Lage in der Ukraine verhandeln.
Russland sieht keinen Anlass für sofortige weitere Gespräche mit dem Westen
Nach den Treffen der vergangenen Tage sieht Russland vorerst keinen Anlass für weitere Gespräche mit dem Westen über den Ukraine-Konflikt. "Ich sehe keinen Grund, sich in den kommenden Tagen zusammenzusetzen und wieder die gleichen Diskussionen zu beginnen", sagte der stellvertretende russische Außenminister Sergej Rjabkow in einem Interview mit dem russischsprachigen Sender RTVI am Donnerstag. Er warf den westlichen Partnern fehlende "Flexibilität" vor, um Verhandlungen über "ernste Themen" zu führen.
Mehr als die Hälfte der über 80-Jährigen stuft eigene Gesundheit als gut ein
Trotz altersbedingter Erkrankungen bewertet mehr als die Hälfte der über 80-Jährigen in Deutschland die eigene Gesundheit als gut oder sehr gut. Auch in der Corona-Pandemie sind die meisten zufrieden mit ihrem Leben, wie aus am Donnerstag vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend veröffentlichten Daten zur Studie "Hohes Alter in Deutschland" hervorgeht.
Aldi stellt auf Milch aus tierwohlgerechteren Haltungsformen um
Die Supermarktkette Aldi will bis spätestens 2030 im Eigenmarkensortiment nur noch Milch aus den tierwohlgerechteren Haltungsformen drei und vier anbieten. "Die Nachfrage nach Tierwohl-Produkten wächst stetig", erklärte die Ko-Geschäftsführerin bei Aldi Nord, Tanja Hacker, am Donnerstag. Aktuell stammen laut Konzernangaben bei Aldi Nord und Aldi Süd 25 Prozent der Milch aus den Haltungsformen drei und vier. In einem ersten Schritt soll der Anteil bis 2023 auf 40 Prozent steigen.
EU will Zukunft ihres Einsatzes in Mali von Rahmenbedingungen abhängig machen
Die EU will die Zukunft ihres Einsatzes in Mali von den Rahmenbedingungen in dem Krisenstaat abhängig machen. "Wir wollen in Mali und in der Sahel-Zone engagiert bleiben, aber nicht um jeden Preis", sagte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell am Donnerstag im westfranzösischen Brest. Die französische Verteidigungsministerin Florence Parly bekräftigte, dass Frankreich die Sanktionen der Nachbarstaaten gegen Mali unterstütze und mahnte Reformen an.
Super-G in Wengen: Baumann verpasst Podium knapp - auch Ferstl stark
Vize-Weltmeister Romed Baumann hat seine erste Podestplatzierung im Olympia-Winter denkbar knapp verpasst, kurz vor den Olympischen Spielen von Peking aber wie Josef Ferstl das ersehnte Erfolgserlebnis gefeiert. Baumann fuhr einen Tag vor seinem 36. Geburtstag beim Weltcup-Super-G im Schweizer Wengen als Vierter nur um drei Hundertstelsekunden am "Stockerl" vorbei, Ferstl wurde guter Sechster.
Sicherheitskräfte im Sudan setzen erneut Tränengas gegen Demonstranten ein
Wenige Tage nach dem Beginn einer UN-Vermittlungsmission im Sudan haben erneut tausende Menschen gegen die Militärführung des Landes protestiert. Die Sicherheitskräfte gingen am Donnerstag nach Angaben von Augenzeugen in der Hauptstadt Khartum mit Tränengas gegen die Demonstranten vor, die zum Präsidentenpalast ziehen wollten. Die Sicherheitskräfte meldeten einen getöteten Polizeibeamten.
Schließung von Corona-Teststelle wegen "desolaten hygienischen Zustands" rechtens
Die Schließung einer Corona-Teststelle in Neustadt an der Weinstraße wegen hygienischer Mängel ist rechtens. Dort sei in grober Weise gegen die Betreiberverordnung verstoßen worden, erklärte das Neustädter Verwaltungsgericht am Donnerstag. Das rheinland-pfälzische Landesamt für Soziales hatte bei Inspektionen einen "desolaten hygienischen Zustand" festgestellt. (Az. 5 L 1239/21.NW)
Razzia bei "Zentrum für Politische Schönheit" wegen AfD-Flyeraktion
Der Staatsschutz des Berliner Landeskriminalamts ist gegen die Künstlergruppe "Zentrum für Politische Schönheit" (ZPS) vorgegangen. Es seien im Zusammenhang mit einem fiktiven Flyerservice, dem die AfD große Mengen Wahlkampffaltblätter geliefert hatte, Durchsuchungsbeschlüsse vollzogen worden, sagte eine Sprecherin der Berliner Polizei am Donnerstag. Konkret seien eine Wohnung und ein Atelier durchsucht worden.
Johnson kämpft nach Skandal um Garten-Party um sein politisches Überleben
Nach seiner Entschuldigung im Parlament wegen einer Gartenparty im Corona-Lockdown kämpft der britische Premierminister Boris Johnson weiter um sein politisches Überleben. Während einige seiner Parteifreunde ihn öffentlich zum Rücktritt aufforderten, sicherten ihm einflussreiche Tory-Vertreter wie Finanzminister Rishi Sunak zaghaft ihre Unterstützung zu.
Elon Musk sieht für Tesla-Start in Indien noch "viele Herausforderungen"
Der Markteinstieg des US-Elektroautobauers Tesla in Indien lässt vorerst weiter auf sich warten. Es gelte, noch "viele Herausforderungen" mit der indischen Regierung zu meistern, schrieb Tesla-Chef Elon Musk am Donnerstag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Weitere Angaben dazu machte er nicht. Allerdings hatte Musk im vergangenen Juli getwittert, dass Tesla zwar den Markteintritt in dem 1,3-Milliarden-Einwohner-Staat anpeile, in Indien die Importzölle aber "bei weitem die höchsten der Welt von allen großen Ländern" seien.
Behinderter Mensch kann auch im Rentenalter Anspruch auf Arbeitsassistenz haben
Ein schwerbehinderter Mensch kann auch nach Erreichen des gesetzlichen Rentenalters noch Anspruch auf eine Arbeitsassistenz haben. Eine Altersgrenze sei im Gesetz nicht ausdrücklich geregelt, erklärte das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am Donnerstag. Es ging um einen blinden Mann, der als Lehrer und Berater arbeitete und dabei Unterstützung von einer Assistenzkraft bekam. (Az. BVerwG 5 C 6.20)
EU-Grundrechtscharta nicht entscheidend in Streit über Tusks Anwalt
Bei der Entscheidung über ein Disziplinarverfahren in Polen gegen den Anwalt von Donald Tusk spielt das europäische Grundrecht auf einen wirksamen Rechtsbehelf und ein unparteiisches Gericht keine Rolle. Es müsse hier nicht wegen der Dienstleistungsrichtlinie angewandt werden, entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg am Donnerstag. Gefragt hatte das Disziplinargericht der Warschauer Anwaltskammer, das in dem Streit über das Disziplinarverfahren entscheiden muss. (Az. C-55/20)
Rekordinvestitionen für deutsche Startups im Jahr 2021
Geldregen für deutsche Jungunternehmen: Die Investitionen in deutsche Startups haben sich einer Erhebung der Unternehmensberatung EY zufolge 2021 im Vorjahresvergleich mehr als verdreifacht. Demnach steckten Investoren fast 17,4 Milliarden Euro in Startups, ein Plus von 229 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie EY am Donnerstag erklärte. Das meiste Geld floss laut EY nach Berlin, aber auch bayerische Jungunternehmer konnten erhebliche Investitionen verbuchen.
Erhebung: Strom- und Gasverbrauch im Jahr 2021 deutlich gestiegen
In Deutschland wurde laut vorläufigen Schätzungen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) im vergangenen Jahr deutlich mehr Strom und Gas verbraucht als noch 2020. Grund dafür waren das kühle Frühjahr und die konjunkturelle Erholung, erklärte der BDEW am Donnerstag. Demnach stieg der Erdgasverbrauch im Vorjahresvergleich um vier Prozent auf 1003 Milliarden Kilowattstunden, der Stromverbrauch legte um fast drei Prozent auf rund 562 Milliarden Kilowattstunden zu.