Riyad entre dans la guerre
Indiens Nicobar-Trumpf
Chinas Chipangriff auf ASML
Chinas Batterie-Offensive
Kabinett beschließt Reform der Kinder- und Jugendhilfe - Kritik auch von SPD
Norwegischer Staatsfonds macht 160 Milliarden Euro Gewinn im ersten Halbjahr
Pleite gegen die Ex: Lippmann verliert EM-Auftakt gegen Bock
65 Jahre Mauerbau: Wegner mahnt lebendige Erinnerung für junge Generationen an
Politik
Greenpeace: Ölkonzerne machen im Juli Rekordübergewinne mit Sprit
Im Großhandel mit Diesel und Benzin haben die Mineralölkonzerne nach Angaben von Greenpeace im Juli "Übergewinne" in Rekordhöhe verbucht. Die Unternehmen hätten pro Tag 31,4 Millionen Euro an zusätzlichen Gewinnen eingestrichen, erklärten die Umweltschützer. Das Statistische Bundesamt machte die Energiepreise unterdessen als "zentralen Preistreiber" beim Anstieg der Inflation im vergangenen Monat aus - nach dem Auslaufen des Tankrabatts stiegen die Kraftstoffpreise demnach "sprunghaft" um 11,2 Prozent.
Boulevard
Leichenfund in Schleswig-Holstein: Jäger entdeckt männlichen Torso in Plastikfolie
Ein Jäger hat in einem Wald in Schleswig-Holstein eine in Plastikfolie verpackte männliche Leiche entdeckt. Aufgrund der Umstände sei von einem Gewaltverbrechen auszugehen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Flensburg am Mittwoch mit. Von dem Getöteten wurde demnach nur noch der Torso gefunden. Die Hintergründe der Tat sowie Identität des Leichnams waren zunächst unklar. Eine Mordkommission ermittelt.
Letzte Nachrichten
1100 Haushalte im Ahrtal wieder ans Gasnetz angeschlossen
Rund drei Monate nach der verheerenden Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz sind 1100 Haushalte im Ahrtal wieder ans Gasnetz angeschlossen worden. Am Donnerstag ging eine mobile Gasversorgungsanlage für die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler in Betrieb, wie das Innenministerium mitteilte. Diese diene der Wärmeversorgung. Parallel dazu werde an der Wiederherstellung der regulären Leitungen gearbeitet.
Zahl der wöchentlichen Arbeitslosenmeldungen in den USA unter Marke von 300.000
In den USA ist die Zahl der wöchentlichen Arbeitslosenmeldungen erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie unter die Marke von 300.000 gerutscht. Wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte, meldeten sich in der vergangenen Woche 293.000 Menschen neu arbeitslos. Das waren 36.000 Arbeitslosenmeldungen weniger als in der Vorwoche und der niedrigste Wert seit Mitte März 2020.
Bewährung für Auslöserin von Tour-de-France-Massensturz gefordert
Vier Monate Haft auf Bewährung hat die Staatsanwaltschaft für die Auslöserin eines schweren Massensturzes bei der Tour de France im vergangenen Juni gefordert. "Omi und Opi" hatte die Zuschauerin mit einem Pappschild vom Rand des Radrennens grüßen wollen - doch als sie es in die Kameras hielt, verursachte sie einen Massensturz von rund 50 Tour-Teilnehmern. Die Staatsanwaltschaft wirft der 31-Jährigen Gefährdung anderer und fahrlässige Körperverletzung vor. Das Gericht in Brest will das Urteil am 9. Dezember bekanntgeben.
USA planen sieben neue Offshore-Windparks in kommenden Jahren
Die US-Regierung plant den Bau von sieben neuen Offshore-Windparks vor den Küsten des Landes. Die zuständige Innenministerin Deb Haaland sagte am Mittwoch (Ortszeit) bei einer Windkraft-Konferenz in Boston, die entsprechenden Lizenzen sollten bis 2025 verkauft werden. Entstehen sollen die Windparks an der Atlantikküste, der Pazifikküste und im Golf von Mexiko.
Uniqlo-Mutterkonzern verbucht Rekordgewinn
Der japanische Konzern Fast Retailing, Mutterhaus der Modekette Uniqlo, hat vor dem Hintergrund der sich entspannenden Corona-Restriktionen einen Rekordgewinn verbucht. Unter dem Strich stand im bis Ende August laufenden Geschäftsjahr ein Gewinn von knapp 170 Milliarden Yen (1,29 Milliarden Euro). Das war ein Plus von 88 Prozent verglichen mit dem Vorjahreszeitraum.
Cyberagentur-Chef fordert Umdenken in der Sicherheitsforschung
Der neue Chef der Cyberagentur, Christian Hummert, fordert ein Umdenken bei der Sicherheitsforschung in Deutschland, um Bürger, Unternehmen und Verwaltung besser vor Angriffen zu schützen. Gerade dort, wo private Geldgeber vor Investitionen zurückschreckten, müsse der Staat mehr in Hochrisikotechnologie investieren, sagte er nach "Tagesspiegel"-Angaben vom Donnerstag. "Wir müssen jetzt mit der Forschung von Themen beginnen, die in zehn oder 15 Jahren entscheidende Fähigkeiten ermöglichen könnten".
Polizei in Bangladesch erschießt bei Unruhen vier Menschen
Bei Unruhen in Bangladesch sind mehrere Hindu-Tempel verwüstet und vier Menschen von der Polizei erschossen worden. Die Polizei hatte nach eigenen Angaben ihren Einsatz am Mittwochabend gestartet, nachdem sich in der südlichen Stadt Hajiganj rund 500 Menschen versammelten hatten. Die Menschen waren über Videoaufnahmen aufgebracht, wonach eine Ausgabe des Koran auf dem Knie einer Figur des Hindu-Affengottes Hanuman platziert worden war.
Kreise: EEG-Umlage sinkt 2022 deutlich auf 3,7 Cent pro Kilowattstunde
Die Umlage zur Förderung der Erneuerbaren Energien (EEG-Umlage) sinkt im kommenden Jahr deutlich: 2022 soll sie rund 3,7 Cent pro Kilowattstunde betragen, wie die AFP am Donnerstag aus Branchenkreisen erfuhr. Bisher betrug die Umlage 6,5 Cent pro Kilowattstunde.
Wasserverband warnt vor Umweltrisiken bei Unfällen in Tesla-Batterieproduktion
Wegen des Baus des großen Tesla-Fabrik in Brandenburg warnt der zuständige Wasserverband vor Risiken für die Grundwasserversorgung. "Unsere Sorge ist, dass bei Störfällen, insbesondere in der geplanten Batteriefabrik, eine Kontaminierung des Grundwassers nicht ausgeschlossen werden kann", sagte der Chef des Wasserverbands Strausberg-Erkner (WSE), André Bähler, dem "Handelsblatt". Er forderte ein Gutachten dazu.
BAG: Arbeitgeber-Zahlungen für Altersvorsorge sind kein pfändbares Einkommen
Zahlungen des Arbeitgebers für eine Direktversicherung nach einer vereinbarten Entgeltumwandlung gelten nicht als pfändbares Einkommen. Solange der gesetzlich vorgesehene Betrag dabei nicht überschritten wird, benachteiligt eine solche Regelung den Gläubiger nicht, entschied das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt am Donnerstag. Es gab der Revision eines Arbeitgebers statt, der mit einer Angestellten eine solche Vereinbarung getroffen hatte. (Az. 8 AZR 96/20)
Britischer Online-Gebrauchtwagenhändler Constellation kauft Rivalen CarNext
Der britische Online-Gebrauchtwagenhändler Constellation Automotive hat seinen niederländischen Rivalen CarNext aufgekauft und will damit seine Marktposition deutlich stärken. Es entstehe ein führender Konzern in Europa im Online-Gebrauchtwagenhandel, erklärten die Unternehmen am Donnerstag. Der für die Übernahme gezahlte Preis wurde nicht veröffentlicht. Die Firmen hoffen mit ihrem Zusammenschluss auf einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz.
Zuschauerin wegen schweren Massensturzes bei der Tour de France vor Gericht
Sie wollte "Omi und Opi" mit einem Pappschild vom Rand der Tour de France grüßen - doch als sie es in die Kameras hielt, verursachte sie einen schweren Massensturz von rund 50 Tour-Teilnehmern. Seit Donnerstag muss sich eine junge Frau deswegen vor Gericht in Brest verantworten. Der 31-Jährigen wird Gefährdung anderer und fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen. Im Fall einer Verurteilung drohen ihr bis zu ein Jahr Haft und 15.000 Euro Strafe.
Studie: Deutschland bei Rückgang der erwerbsfähigen Bevölkerung deutlich über EU-Schnitt
Viele Menschen werden nach dem Renteneintritt in Zukunft nicht mehr durch jüngere Arbeitnehmer auf dem Arbeitsmarkt ersetzt werden können: Im Jahr 2030 werde die Zahl der 20- bis 64-jährigen Menschen in Deutschland rund elf Prozent niedriger sein als 2020, wenn keine Migration stattfindet, heißt es in einer Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Im EU-Schnitt beträgt der Rückgang nur knapp sieben Prozent.
Merkel von Spaniens König Felipe VI. mit Europapreis Karl V. ausgezeichnet
In einer feierlichen Zeremonie ist Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Spanien mit dem Europapreis Karl V. geehrt worden. König Felipe VI. überreichte der Kanzlerin am Donnerstag die Auszeichnung in der Kirche des königlichen Klosters Yuste in Anerkennung ihrer langjährigen politischen Dienste für Europa. In ihrer Dankesrede appellierte Merkel an den gemeinsamen Einsatz für die europäischen Werte, warb für "aufrichtigen Dialog", Kompromissfähigkeit und einen "langen Atem".
Historisch hohe Ausstiegsklausel: Barca verlängert mit Pedri
Der spanische Topklub FC Barcelona hat sich mit seinem Jungstar Pedri auf eine Vertragsverlängerung mit einer historisch hohen Ausstiegsklausel von einer Milliarde Euro geeinigt. Das gab der Klub am Donnerstag bekannt. Die Unterschrift soll am Freitag erfolgen, der Vertrag läuft bis 2026. Es ist die höchste Ausstiegsklausel der Vereinsgeschichte. Die von Superstar Lionel Messi hatte einst bei 700 Millionen Euro gelegen.
Putin nennt Diskussionen über seine Nachfolge "destabilisierend" für Russland
Der russische Präsident Wladimir Putin hat Diskussionen über seine Nachfolge als "destabilisierend" für Russland bezeichnet. "Die Lage muss ruhig bleiben", sagte Putin im Interview mit dem US-Sender CNBC, das in der Nacht zum Donnerstag ausgestrahlt wurde. Die staatlichen Organe und Strukturen müssten "ruhig in die Zukunft schauen". Putin erinnerte daran, dass er sich 2024 laut den Bestimmungen der Verfassung zur Wiederwahl stellen könne, eine Entscheidung habe er aber noch nicht getroffen.
Ikea rechnet noch monatelang mit Lieferengpässen
Der schwedische Möbelgigant Ikea leidet wie viele andere Konzerne auch unter den weltweiten Lieferengpässen. Im Laufe des Ende August beendeten Geschäftsjahrs "haben wir einen deutlichen Abfall der Verfügbarkeit" von Produkten konstatiert, teilte Ikea am Donnerstag mit. Das Unternehmen rechnet noch "lange bis ins Geschäftsjahr 2022" - also bis August 2022 - mit Lieferschwierigkeiten. Aktuell besonders betroffen sind demnach Schränke der Serie Pax und Billy-Regale.
Studie: Immer mehr rechtsextreme Verdachtsfälle bei Sicherheitsbehörden
In den deutschen Sicherheitsbehörden werden nach Erkenntnissen des Mediendienstes Integration immer mehr rechtsextreme Verdachtsfälle registriert. Seit Anfang 2017 waren es allein in den Behörden der Länder 319 solcher Fälle, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Studie anlässlich des zehnten Jahrestages des Bekanntwerdens der NSU-Mordserie hervorgeht. Bei den Bundesbehörden waren es 59 Vorkommnisse, im Bereich des Militärischen Abschirmdienstes und der Bundeswehr insgesamt 1064.
Ermittler stufen Bogenangriff in Norwegen als mutmaßlichen "Terrorakt" ein
Den von einem Bogenschützen verübten Anschlag in Norwegen stufen die Ermittler aufgrund vorläufiger Erkenntnisse als mutmaßlichen "Terrorakt" ein. Der Angriff in Kongsberg habe in diesem "Stadium" der Ermittlungen "den Anschein eines Terrorakts", teilte der norwegische Geheimdienst PST am Donnerstag mit. Der festgenommene Tatverdächtige, ein 37-jähriger Däne, hatte am Mittwochabend fünf Menschen getötet und zwei weitere verletzt. Er war der Polizei als potenziell radikalisierter Muslim bekannt.
Ermittler: Bogenschützen-Angriff in Norwegen mutmaßlich "Terrorakt"
Bei dem von einem Bogenschützen verübten Anschlag am Mittwochabend in Norwegen handelt es sich nach vorläufigen Erkenntnissen der Ermittler mutmaßlich um einen "Terrorakt". Der Angriff in Kongsberg habe in diesem "Stadium" der Ermittlungen "den Anschein eines Terrorakts", teilte der norwegische Geheimdienst PST am Donnerstag mit. Der festgenommene Täter, ein 37-jähriger Däne, hatte mit Pfeil und Bogen fünf Menschen getötet und zwei weitere verletzt.
61 Prozent der deutschen Auto-Unternehmen verknüpfen eigene Zukunft mit grünem Wandel
Sechs von zehn Auto-Unternehmen in Deutschland verknüpfen laut einer Umfrage ihre eigene Zukunft mit der Umstellung auf eine CO2-neutrale Produktion. Jedoch habe nicht einmal die Hälfte eine funktionierende Strategie für den grünen Wandel, teilte die Unternehmensberatung Staufen am Donnerstag in ihrer Studie "Green Transformation in der Automobilindustrie" mit.
Verbraucherzentrale Baden-Württemberg klagt wegen Werbung für Klimafonds
Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg strebt in einem Streit um zulässige Werbeaussagen für klimaschonende Geldanlagen mit der Fondsgesellschaft Commerz Real eine gerichtliche Klärung an. Die Gesellschaft der Commerzbank-Gruppe führe nach ihrer Auffassung Verbraucher "mit fragwürdigen Nachhaltigkeitsversprechen" in die Irre, teilte die Verbraucherzentrale am Donnerstag in Stuttgart mit. Sie moniere Aussagen im Zusammenhang mit der Werbung für deren Fond "klimaVest". Die Verbraucherschützer hoffen auf ein Urteil mit Signalwirkung.
Umfrage: SPD und FDP legen in Baden-Württemberg stark zu
Sieben Monate nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg und zweieinhalb Wochen nach der Bundestagswahl können SPD und FDP in einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage starke Zuwächse in dem Bundesland verzeichnen. Laut dem am Donnerstag veröffentlichten BW-Trend von Infratest dimap im Auftrag des Südwestrundfunks (SWR) und der "Stuttgarter Zeitung" käme die SPD auf 20 Prozent, wenn am Sonntag Landtagswahl wäre. Das wären neun Prozentpunkte mehr als bei der tatsächlichen Landtagswahl im März.
Junge Liberale warnen Ampel-Unterhändler vor Schuldenpolitik
Vor dem nächsten Sondierungsgespräch über eine Ampel-Koalition am Freitag haben die Jungen Liberalen vor einer auf neue Schulden gestützten Politik gewarnt. Kompromisse dürften nicht bedeuten, dass immer mehr Geld ausgeben werde und am Ende die Schuldenlast auf Kosten der jungen Generation unerlässlich ansteige, sagte der Vorsitzende der FDP-Nachwuchsorganisation, Jens Teutrine dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.
Dienstleistungsgewerkschaft Verdi fordert wegen hoher Inflation Lohnsteigerungen
Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi fordert angesichts der zuletzt stark angestiegenen Inflationsrate "deutlich spürbare Reallohnsteigerungen". Mit ihren Tarifforderungen sollten insbesondere einkommensschwache Haushalte entlastet werden, sagte der Verdi-Vorsitzende Frank Werneke den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) am Donnerstag. Die Lohnsteigerungen seien notwendig, damit die Preisanstiege aufgefangen werden könnten.
Landeswahlleitung legt Einspruch gegen Abgeordnetenhauswahl in Berlin ein
Nach Pannen in mehreren Berliner Wahllokalen will die Landeswahlleitung beim Verfassungsgerichtshof Einspruch gegen Ergebnisse der Abgeordnetenhaus-Wahl einlegen. Das kündigte die noch amtierende Landeswahlleiterin Petra Michaelis am Donnerstag nach den Beratungen des Landeswahlausschusses an. In zwei Wahlkreisen - Charlottenburg-Wilmersdorf und Marzahn-Hellersdorf - habe es Verstöße gegen wahlrechtliche Bestimmungen geben, die Auswirkungen auf die Mandatsverteilung haben könnten.
BVB: Hoffnung auf Haaland-Rückkehr steigt
Bei Borussia Dortmund steigt vor dem Bundesligaspiel gegen den FSV Mainz 05 am Samstag (15.30 Uhr/Sky) die Hoffnung auf die Rückkehr von Erling Haaland. "Er möchte unbedingt helfen, aber wir müssen sehen, wie es ausgeht", sagte Trainer Marco Rose am Donnerstag.
Nach Impfung mit Johnson & Johnson Auffrischung mit Moderna oder Biontech möglich
Eine Auffrischungsimpfung mit den Vakzinen von Moderna oder Biontech/Pfizer funktioniert laut einer Studie offenbar auch nach einer Erstimpfung mit dem Vakzin von Johnson & Johnson. Probanden wiesen nach einer Auffrischungsimpfung mit den beiden mRNA-Impfstoffen sogar deutlich mehr Antikörper auf als nach einer weiteren Spritze Johnson & Johnson, erklärte das US-Gesundheitsinstitut NIH am Mittwoch (Ortszeit). Gesundheitsrisiken durch die Kombination verschiedener Impfstoffe ergaben sich demnach nicht.
Verbraucher beim Thema Internet schlechter geschützt
Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland fühlen sich einer Umfrage zufolge bei den Themen Internet und Digitales immer schlechter geschützt. 56 Prozent der Befragten sehen ihre Interessen in diesem Bereich nicht ausreichend geschützt, teilte der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) am Donnerstag in seinem Verbraucherreport mit. Im Vergleich zu einer Umfrage von 2016 bedeutet das einen Anstieg um 13 Prozentpunkte. Ein Drittel aller Verbraucherbeschwerden im ersten Halbjahr 2021 wurden in diesem Bereich eingereicht. Verbraucherschutz ist einer großen Mehrheit von 90 Prozent wichtig. Gleichzeitig sieht fast jeder vierte Befragte seine Verbraucherinteressen eher nicht gut oder gar nicht gut geschützt. Für 86 Prozent steht die Politik in der Verantwortung - jedoch haben 76 Prozent geringes oder gar kein Vertrauen in die Politik beim Thema Verbraucherschutz. Das große Thema für die Befragten nach der Bundestagswahl ist eine Stärkung der Verbraucher in den Bereichen Pflege und Gesundheit. 97 Prozent sehen das als sehr wichtig oder eher wichtig an. Dahinter folgen Verbraucherbildung, Klimaschutz und nachhaltiger Konsum sowie Altersvorsorge. Laut Umfrage wünscht sich eine Mehrheit der Verbraucher eine "engagierte Bundesregierung". Zudem unterstützen sie Regeln, die für mehr Produktsicherheit, Verbraucherschutz und Klimaschutz sorgen. Der vzbv forderte Tempo bei der "Dauerbaustelle Digitales". Nötig seien ein schnelles und flächendeckendes Internet für alle sowie ein besserer Schutz vor Betrug. Beim Thema Klimaschutz müsse die Politik auf soziale Ausgewogenheit achten. Verbrauchern müsse es leichter gemacht werden, sich nachhaltiger zu verhalten. Dazu forderte der vzbv unter anderem, die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung vollständig an die Verbraucher zurückzugeben. Für seinen Report befragte der vzbv zum sechsten Mal 1500 Menschen zum Verbraucherschutz. In diesem Jahr fand die Umfrage vom 19. Juli bis zum 6. August statt. (W.Budayev--DTZ)
Unternehmen wegen Lieferengpässen "in der Klemme"
Angesichts der anhaltenden globalen Lieferengpässe sieht der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) einzelne Unternehmen "ganz schön in der Klemme". Es gebe Firmen, "die in existenzielle Bedrohung kommen bei vollen Auftragsbüchern", sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben nach Information von Deutsche Tageszeitung, in einem aktuellen Interview. Er sprach von einem "ernsten Problem" und einer fast schon "paradoxen" Lage. Wansleben nannte als Beispiel Firmen, die Bauzusagen an Käufer gegeben haben, und sich dann mit gestiegenen Einkaufspreisen für Materialien und Engpässen konfrontiert sehen. Das bedeute nicht nur Kosten, die nicht einkalkuliert seien, sondern auch mögliche Strafzahlungen oder Kompensierungen für die Käufer, die nicht rechtzeitig ihr Haus erhielten. Ganz aktuell liege der Fokus auch auf der Entwicklung der Energiepreise. Hier müsse etwa darauf geachtet werden, "dass die Stromversorger nicht in Engpässe kommen, denn die müssen Vorsorge treffen, wenn die Preise steigen", sagte Wansleben in der ARD. "Wenn die Energiezufuhr nicht mehr funktioniert, haben wir ein ernstes Problem." Langfristig müsse auch das Thema Globalisierung neu austariert werden. Wansleben sprach von einer notwendigen "anderen Streuung von Produktionsstätten" und einer "regionalen Streuung von Lieferketten". Internationale Arbeitsteilung bedeute nicht, dass "alles nur in China produziert" werde. (W.Uljanov--DTZ)
Bildungsministerium startet neues Onlineangebot zur Berufsorientierung
Mit einem neuen Onlineportal will das Bildungsministerium Schulabgängern bei der Berufswahl unter die Arme greifen. "Damit der nahtlose Übergang von der Schule in die Ausbildung gelingt, brauchen junge Menschen in erster Linie realistische und verlässliche berufliche Orientierung", erklärte Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) anlässlich des Starts des Portals am Donnerstag. Das sogenannte Berufenavi soll als zentraler Wegweiser die digitalen Angebote im Internet bündeln und bietet Jugendlichen Talenttests, Praktikumsbörsen und Beratungsangebote.
Tarifverhandlungen für Ärzte in kommunalen Kliniken begonnen
In Berlin haben am Donnerstag die Tarifverhandlungen für die rund 55.000 Ärzte an den kommunalen Krankenhäusern begonnen. Der Marburger Bund fordert 5,5 Prozent mehr Gehalt rückwirkend zum 1. Oktober 2021 sowie Verbesserungen bei den Bereitschaftsdiensten und Rufbereitschaften. Die Gewerkschaft will unter anderem die Kliniken stärker in die Pflicht nehmen, Grenzen für Dienste außerhalb der Regelarbeitszeit einzuhalten.